Fülle... Fülle... Fülle...

(02/05 - von SYNAN)
 

 

 

Jede/r möchte Fülle, - und tut auch etwas dafür. Doch warum empfinden dann so wenig Menschen dieses „Erfüllt-Sein“? Gibt es ein Geheimnis um das Thema „Fülle“? Evtl. sogar ein Patentrezept? Oder liegt die Antwort und die Fülle direkt vor dem Menschen und sie/er „sieht vor lauter Wald den Baum nicht“?... Wie so oft, könnten es Kleinigkeiten sein, die den Blick versperren für „wunder-volle“ Momente. Eine Analyse deswegen?....Schwierig und nicht unbedingt ratsam! Zunächst ist nämlich festzustellen, dass das Bedürfnis nach Fülle eine sehr individuelle Angelegenheit ist.

Fülle! Wer wünscht sich das nicht? Dabei mag es recht unterschiedlich sein, was der Einzelne darunter versteht. Auf jeden Fall enthebt uns die Gegenwart von erfülltem Sein wahrscheinlich der alltäglichen Sorgen. So stellen sich die Meisten das wohl vor.

Wenn es stimmt, was in so vielen religiösen, esoterischen und spirituellen Schriften steht oder auch schon gesagt wurde, dass nämlich der Urzustand des Menschen Fülle ist.... Wo ist „sie“ dann? Besser noch, - wie kann ich mir diese zu Eigen machen?

Fragen und Anregungen zu diesem Thema habe ich von Menschen in meinem Umfeld erhalten, die an einem gewissen (scheinbaren?) Mangel leiden. Sei dies ein Mangel an Geld, Gesundheit, Partnerschaft, Zuneigung, Arbeit usw.. Der Möglichkeiten gibt es Viele! Da ich sehr aufmerksam und neugierig bin, auf das was meine Umwelt bewegt, habe ich auch auf das Thema „Fülle“ meinen Focus gerichtet und dies sind meine „Gedanken“ dazu...

Jeder Mensch lebt in einer gewissen Fülle. Sie umgibt ihn ständig und ist so gegenwärtig wie die Luft, welche eingeatmet wird. Dabei ist es ganz gleich, ob dem Individuum dies bewusst sein mag, - was ja leider selten der Fall ist. Fülle ist ein Strom (Fluss), der so beständig fließt, wie die Zeit, die uns in diesem Erdenleben vorwärts schiebt. Es ist für jeden persönlich möglich, einen „Seitenarm“ dieses Fülle-Stroms in Anspruch zu nehmen. Eine Gesetzmäßigkeit dabei kann sein, dass alles im „Fluss“ und damit in ständiger Bewegung bleibt.

Dem „Universum“ ist wichtig, dass jedes Wesen die Wünsche erfüllt bekommt, die es für sinnvoll hält. Dies geschieht, weil damit der Evolutionsprozess in Gang gehalten wird. Von vernunftbegabten Wesen, wie es die Menschen nun mal sind (sein sollten), die sich in einer Welle von mehrfachen, frei gewählten Wiedergeburten ständig vorwärts bewegen, nimmt „das Universum“ (Füllebewahrer) an, dass sie wissen, was sie wollen. Jede/r (ob bewusst oder unbewusst) bekommt also das, was sie/er möchte, aus dem großen Fülle-Strom, der auch als „Goldener – Fluss“ visualisiert werden kann. Doch es scheint sinnvoll, „hinter die Form“ zu schauen, wenn „er“ sich manifestiert und diese Tatsache auf natürliche, selbstverständliche und offene Art im Dasein integriert.

Es scheint, als bewege sich der Seitenarm des Fülle-Strom´s, der für alle zugänglich ist, in Wellenbewegungen vorwärts. Zuerst bekommt ein jegliches Individuum was es möchte und wird „umflossen“. Was dann geschieht orientiert sich daran, wie mit diesem „Angebot“ umgegangen wird. Das bedeutet, wenn der Mensch etwas erhält und es behalten will, so darf es nicht begrenzt werden, sondern eine Weitergabe sollte möglich sein. Auch „Zeit“ spielt dabei eine Rolle. Das heißt: „Um etwas zu behalten, - muss man es hergeben!“ Geschieht das nicht, - wird die „Fülle“ blockiert. Dann tritt Stagnation ein.

Es kann auch geschehen, dass bei einem „nicht Fließen lassen“ die Auswirkung wie bei einem Staudamm ist.Wenn dieser bricht, reißt er alles mit sich. Das passiert, wenn Begrenzungen gesetzt werden, in der Form, dass nicht akzeptiert wurde, wie ein Wunsch in Erfüllung ging. Zugegeben, - die Strecke zwischen „Fliessenlassen“ und sinnlosem „Verschleudern“ ist nun mal sehr eng gesteckt.

Man kann aus dem Thema „Fülle“ auch eine Lebensart machen, - eine Philosophie. Dieser Lebensstil hat nichts zu tun mit „positivem oder negativem“ Denken. Im Prinzip hat es überhaupt nichts mit „Denken“ zu tun. Denn „Fülle-Leben“ ist ein fließender, schöpferischer und beweglicher Prozess. Kalkulationen lassen sich da schwer einarbeiten! Jede Aufteilung (+/-) bringt die Waage aus dem Gleichgewicht. Dadurch entsteht ein Gefälle und korrektes Fließen ist nicht mehr möglich. Es scheint wichtig zu sein, sich eine sehr persönliche (emotionale) Denkweise anzueignen und sich damit der eigenen präsenten Freiheit zu nähern. „Mit dem Verstand fühlen und mit dem Herzen denken“, wäre eine Annäherung.

Jeder Mensch spielt sein eigenes Spiel und hat demnach ein ganz persönliches Lebensinteresse. Es hat natürlich auch jeder eine spezifische Umgebung, welche die persönliche „Welt“ tangiert und in der Lage ist, Einfluss auf das Dasein und die Existenz zu nehmen. Doch dies geschieht nur so lange, wie es zugelassen wird. Bei aller „Kommunikation“ sollte niemand vergessen, die „eigene Wahrheit zu leben“. Sonst könnte es sein, dass permanent die Realität eines Mitmenschen gelebt wird und mensch sich selbst „vergisst“. Wie soll man denn zu einer persönlichen „Fülle“ finden, wenn man sich selbst verloren hat? Eigenermächtigung, Selbstbewusstsein und ein gesundes Maß an Eigenliebe sind überaus notwendig! Sich zu sehr zu verbiegen, gleich aus welchem Grund, bringt den Menschen weg von der eigenen Freude und der individuellen Persönlichkeit. Niemand kann das Leben für einen anderen führen.

Wenn ich einem Bettler Almosen geben will, - dann muss ich erst selbst etwas besitzen.... Wenn ich einen Menschen vor dem ertrinken retten will, - dann muss ich selbst erst einmal schwimmen können.... Wenn ich jemanden retten will, der im Eis eingebrochen ist, - dann benötige ich wahrscheinlich eine lange Leiter.... Es gibt so viele Beispiele dafür, dass ich erst selbst etwas haben muss, bevor ich einem anderen helfen kann....

Ein passendes Zitat? Gerne! „Liebe deinen Nächsten, - wie dich selbst!“

Erst komme ich, dann schauen wir weiter. Wie kann ich zu einer anderen Person sagen: „Ich liebe Dich!“, wenn ich nicht mal genügend Liebe und Aufmerksamkeit für mich selbst habe? Der Volksmund sagt auch: „ Ein leerer Sack steht nicht.“ Ich darf und muss für mein eigenes Glück sorgen. Der Mensch hat nicht nur ein Recht darauf, glücklich zu sein, sondern sogar eine Verpflichtung dazu. Das hat etwas zu tun mit „Selbstverantwortung“ und „Selbstermächtigung“.

Es ist nicht sinnvoll sich ständig angstvoll der Zukunft zuzuwenden. Freude und Humor sind wundervolle Zutaten, um die Suppe mit dem Namen „Fülle“ zu würzen. Wer häufig gedanklich in der Vergangenheit weilt, hat selten eine Zukunft und wer fast nur mit der Zukunft lebt, hat keine Zeit für das Jetzt. Humor und Spaß sind wichtige Faktoren. Selbst in schwierigen Situationen sollte ein Grundstatus an Freude vorhanden sein. Dann finden sich nämlich automatisch bessere Lösungsmöglichkeiten. Alles ist im Menschen selbst vorhanden! Das wird so oft vergessen. Ruhig bleiben, atmen und ein wenig Abstand nehmen, genügt meist schon, um eine Lösung hervor zu kitzeln.

Übrigens, - beim Glücklichsein werden Hormone im Körper ausgeschüttet, die den Menschen in die Lage versetzen, Ideen und Gedanken zu entwickeln, welche einen aktive Zustand hervorrufen und eine Problemlösung beschleunigen.

„Humor ist, - wenn man trotzdem lacht!“

Und wenn Ihnen die „Fülle“ begegnet, - das kann in Form von Zuneigung sein, ein Sonderangebot bei dem man spart, ein Geschenk, welches man bekommt, ein Geldsegen, ein geeigneter Therapeut, ein verständiger Chef usw., dann halten sie es nicht fest! Genießen Sie es in vollen Zügen und lassen sie andere an diesem Glück teilhaben. Nur wenn Sie es fließen lassen, kann auch Neues nachkommen. Schaffen Sie sich „Gerümpel“, gleich ob seelisch oder materiell, vom Hals. Und sind Sie nicht neidisch auf die Menschen, welche „Reichtum“ haben. Denn damit bezeugen Sie innerlich einen eigenen Mangel. Ein unterbewusstes „Muster“, das Ihnen die Fülle nicht bescheren wird.

Gibt es also ein Geheimnis um die „Fülle“?
Nein, - jetzt nicht mehr! Der Zauberspruch heißt: „ Alles in Bewegung halten !“

Lichtvolles Sein

SYNAN
 

 
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