URLAUB und mehr ... 

 

(08/2007 - by SYNAN© )


 

Menschen, die mich auf der weltlichen Ebene kennen, wissen, dass ich ein Hobby habe. Diese Faszination (eine von vielen) liegt auf dem Gebiet der Sprache. Zu gern nehme ich Worte auseinander, ergründe ihren Ursprung und setze diesen ins Verhältnis zu dem, was wir als Mensch daraus lernen können. Immerhin hat sich das menschliche Sein „Sprache“ selbst gegeben und nutzt die bewusste und gedankliche Formung von Tönen nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zur Verbesserung von eigenem Verständnis und Reflektion. Sprache ist sichtbar gemachtes Gedankengut!

Auf ganz verschiedenen Ebenen funktioniert das. Ob Emotionen zum „Durchbruch“ verholfen wird, die sowohl streicheln, als auch verletzen können, oder ob Ideen, wissenschaftlichen Darstellungen zum Durchbruch verholfen wird, - all das geschieht durch sprachliche Äußerung. Ob mit Gesang das Gemüt erfreut wird, Instrumentalmusik zum Tanz anregt, - all das sind Töne und Kombinationen, welche etwas vergegenständlichen.

Irgendwann, ich glaube es war sogar mitten in der Nacht, ließ mich der Gedanke nicht mehr los, dass ich wissen wollte woher das Wort „Urlaub“ stammt. In einem Oberstudienrat a. D. fand ich einen Verbündeten, der dem gleichen „Hobby“ verfallen ist und wir machten uns auf die Suche und wurden mit gemeinsamen Kräften fündig. Zwar mussten wir auch ein „Etymologisches Wörterbuch“ bemühen, doch als ich den Ursprung erkannte, machten sich meine anderen Gedanken wieder mal selbständig. Doch dazu später. Erst möchte ich erklären, wie es zum Wort „Urlaub“ vermutlich kam.

Also, - es war wahrscheinlich so: Der Wortstamm „laub“ hieß in Wirklichkeit, im frühen Mittelalter „lieb“. Die sprachliche Umformung bzw. Dialekte machten demzufolge aus „lieb“ dann „laub“. Beim Militär, etwa zur Zeit des „Alten Fritz“, hatte man ja auch eine eigene Form, in der „dritten Person“ zu reden und jemandem, der kurzzeitig das Militär verlassen wollte, wurde gesagt: „ER hat die Erlaubnis, sich von der Truppe zu entfernen!“ Damit es seine Richtigkeit hatte musste eine Urkunde ausgestellt werden. Dies hat sich dann zusammen gezogen in das Wort URLAUB.

Aufgliederung: Er - laub - nis > Er (die/eine Person) - laub (liebe/etwas Gutes tun/genehmigen) - nis (Nießbrauch/Nutzungsrecht). Man hat also einer Person etwas Gutes, etwas Liebes getan! Fast überall, wo wir den Wordstamm „laub“ finden, könnte dieser durch „lieb“ ersetzt werden. Zum Beispiel auch bei Glaube.

Wenn sich der Mensch selbst etwas erlaubt, dann „erliebt“ er/sie sich etwas und tut sich somit etwas Gutes. Wenn ein Mensch etwas „glaubt“, dann eignet er/sie sich etwas „Liebes“ an! Und aus dem „Neuen Testament“ kennen wir die überlieferten Worte: „Geh hin, Dein Glaube hat Dir geholfen!“

Und so komme ich jetzt wieder zurück zum Urlaub... Da nehmen wir uns eine Auszeit vom Alltäglichen und entfernen uns (mit Erlaubnis) vom Muster des täglichen Einerlei. Es ist wohl eine Zeit, auf die sich die Menschen freuen und eine weltliche Spanne, in der man es sich gut gehen lässt. Sollte man meinen...

Doch was ist „heute“ meistens daraus geworden? Viele arbeiten für den Urlaub und bezahlen ihn teuer! Natürlich mag es wunderbar sein, andere Länder kennen zu lernen. Natürlich mag es wundervoll sein, sich bedienen zu lassen und in anderer Atmosphäre bzw. in anderem Klima neue Impulse auf sich einwirken zu lassen und gleichzeitig zu entspannen. Doch ich frage nochmals: „Um welchen Preis?“ Finanziell, arbeitsmäßig, stressbedingt und teilweise auch mit Entbehrungen verbunden. Aus einem Urlaub, der „die Seele baumeln lassen“ sollte, werden oftmals Wochen, in denen man versucht (ggf. krampfhaft) alles hinein zu packen, was man glaubt versäumt zu haben, in der Zeit des „lebendigen Lebens“.

Damit wir uns richtig verstehen, - ich bin nicht gegen Urlaub, neue Eindrücke und Entspannung. Ja, auch der Körper benötigt einen Abschnitt zum Auftanken und zur Regeneration. Wenn es das ist! Ich möchte hinweisen auf den Unsinn, in extremen Gegensätzen zu leben, die den Menschen Kraft kosten und letztendlich in eine Musterhaltung führen, die nicht der Existenz entspricht, welche nach Bewusstsein strebt.

Wenn ein Mensch seine eigene Wahrheit lebt und individuelle Größe annimmt, dann sind Liebe, Freude, Entspannung und Großzügigkeit zu sich selbst, auch im Alltag zu leben. Wäre es nicht schön, wenn jeder Tag eine Art „Urlaub“ wäre? Von der Definition her: Die Erlaubnis sich selbst geben, die Freiheit, die innere Freiheit zu genießen und dieses Auskosten bis zur Neige!

Bei solchen Worten werde ich oft gefragt: “Ja, gut und schön, - aber wie macht man das? Ist das nicht zu blauäugig und überhaupt machbar im Umfeld, welches wir nun mal um uns haben?“ Ich finde, dass es machbar ist! Meine Antwort ist dann: „ Gib Dir selbst die Erlaubnis dazu und stelle Deine eigene Urkunde aus! Auch beim größten Druck, der von außen her herrscht, ist es möglich, aus der eigenen Mitte heraus zu leben. Wenn Du selbst das eingefahrene Muster durchbrichst und nicht nach den Vorstellungen von anderen Menschen lebst, dann ist es möglich und wahrscheinlich, dass auch im Alltag Entspannung eintritt!“

Menschen, welche dem spirituellen Bereich zugetan sind, gebe sich oftmals noch mehr Belastung. Da ist die Zeit vor dem Quantensprung und ich höre die Worte: „Was weiß man, was dann kommt?“ Da ist das Bestreben, sich selbst und sein Bewusstsein individuell zu erweitern. Da ist die Familie, die Arbeit, das weltliche Überleben und schon sind gerade die „Spirituellen“ im Kreislauf von Aktivität gefangen.

Warum geschieht das? Meiner Meinung nach, ist es der Wunsch perfekt zu sein bzw. gut und positiv zu wirken. Es ist die Angst, etwas falsch zu machen und die Liebe zu versäumen, vielleicht auch nicht dem Wert zu entsprechen, den man sich selbst geben sollte. Warum auch immer... Es liegt an jedem Einzelnen sich Erleichterung zu verschaffen!

Ich möchte hier einen kleinen Absatz zitieren, den ich in der Zeitschrift „Welt der Wunder 08/07 gefunden habe.
„Was ist ein Quantensprung? Wir reden gerne von einem Quantensprung, wenn wir einen gewaltigen Wandel meinen. Doch tatsächlich sind Quantensprünge weder etwas Besonderes noch etwas Großes. Sie geschehen ständig, wenn ein Lichtteilchen, ein so genanntes Photon, auf ein Atom trifft. Um den Kern des Atoms rasen Elektronen und halten dabei immer einen genau bestimmten Abstand ein. Wenn nun das Photon heranrast und ein Elektron trifft, schleudert es dieses auf eine höhere Umlaufbahn. Das ist der Quantensprung - eine winzige Veränderung im Inneren eines unglaublich kleinen Atoms.“

Was physisch in diesem „kleinen“ Rahmen immer und immer wieder geschieht, bietet dem individuellen Menschen jederzeit die Möglichkeit, sich im eigenen Innersten, jederzeit zu verändern und damit für die eigene Freiheit etwas zu tun. Wir können nichts falsch machen! Alles ist ein Abenteuer in der eigenen Existenz, - und die kann man genießen!

Eine neue Form von Urlaub? Vielleicht! Ich für meinen Teil mag diese Art des Urlaubs gerne ausprobieren und wünsche Euch allen eine schöne Zeit!

Entspannung und Frohsinn
wünscht

SYNAN©
(eingesetzt 08/07)


 

 

Dieser Text ist Bestandteil der Website www.blauerdiamant.com und unterliegt den Copyrightrechten von *BLAUER DIAMANT™*. All rights reserved by Doris Stilgenbauer.