Wo ist denn die Gebrauchsanweisung?

 

(03/2008 - by SYNAN© )

 


 
Viele Menschen, viele Gespräche, viele Fragen... Manche sind seltsam
und bringen mich zum Nachdenken. Manche sind ungewöhnlich und fordern
mich heraus. Manche sind missverständlich und bedürfen einer Klärung. Wie
dem auch sei, - als geübter Beobachter, welcher auch mit Leidenschaft nach
Antworten sucht, ergaben sich letztens von Besuchern folgende Fragen:

Was hat uns „Yeshua“ (Jesus) hinterlassen? Warum gibt es keine
Hinweise oder Übungen (von ihm selbst), die eine Handhabung vereinfacht?“

 Seltsame Betrachtungsweisen, die allerdings nicht ohne Reiz waren,
überdacht zu werden. Mich hat dies im Innersten tief bewegt, weil mir klar
wurde, dass wahrscheinlich viele Menschen so denken. Zuerst war ich verblüfft
und verwies als Antwort auf das „Neue Testament“ bzw. die Bibel. Doch dies schien
nicht zu genügen. Ich bin durchaus nicht so vermessen zu glauben, dass ich im Sinne
von „Yeshua“ Hintergründe vollständig erfassen kann. Also möchte ich versuchen,
auf meine Art zu antworten. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies geschichtlich
nachvollziehbar ist, sondern der Kern der „Sache“ ist wichtig.

Ich denke, dass „Überlieferungen“ um das Leben von „Yeshua“ geeignet sind,
Grundlagen zu bieten, welche es jedem Individuum ermöglichen, Eigenarten, Talente
und spezifische Größe zum Ausdruck zu bringen. Lebendiges Christentum setzt voraus,
dass „mensch“ sich vervollständigen möchte, - bzw. mit sich selbst in Einheit leben will.
Es ist wichtig, (neu)gierig auf sich selbst zu sein, um Eigenliebe in gigantischer Größe
hervor zu bringen. Sind solche Grundlagen nicht vorhanden, kann selbst mit
Gebrauchsanweisungen nichts „weiterschwingen“.

Viele Menschen haben Angst vorm „Alleine-Sein“, weil sie
(scheinbar) keine Gebrauchsanweisungen bzw. Schlüssel haben zum
Umsetzen von Möglichkeiten in ihrem Leben. Irgendwie sind da unterschwellig
auch Befürchtungen, wenn der „Christusweg“ gegangen wird, dann müssten sie evtl.
Familie und Freunde entbehren. In vielen Gesprächen kamen solche Äußerungen vor.
(Bestimmte Textstellen im „Neuen Testament“ wurden da unter Umständen miss-
verstanden.) Überhaupt wird meines Erachtens zu viel Wert auf Opferhaltung
und Bescheidenheit gelegt. Denn besonders in täglicher Freude, Humor und
Zuversicht findet Menschsein Kraft und selbstbewusste Liebe!

Wahrhafte Liebe zu sich selbst, erbringt Fülle von unendlicher Vielfalt
und lässt individuelle, große Seelen reifen im Sein. Wenn der Focus nicht auf
eigene (göttliche) Vollständigkeit gerichtet ist, - bleibt alles andere nur Stückwerk.
Faule Kompromisse und innere Korruption behindern jegliche Entfaltungsmöglichkeiten
und erzeugen (kraftraubende) Umwege im Leben. Ich zitiere: „Deine Rede sei JA
oder NEIN , alles weitere ist von Übel“
... Eigene Klarheit und gelebte
Wahrheit bringen „feurige LIEBE“ zum Ausdruck.

Ein weiteres Zitat sei hier angebracht: Liebe Deinen Nächsten
wie Dich Selbst!“
. Das ist es, was im Leben „Yeshua“ übermäßig zu finden
war und auch authentisch von ihm (vor)gelebt wurde! Logischerweise kann man
andere Menschen, Wesen usw. nur lieben, annehmen, achten und ehren, wenn
„man“ in der Lage ist, dies auch mit sich selbst zu tun! Güte und Achtsamkeit gegenüber
der eigenen Existenz, - erfordern uneingeschränkte LIEBE! So gelebte Wege könnten
jedoch holprig werden. Es gibt von menschlicher Seite her immer wieder „Besserwisser“,
die sich bemühen dem „Suchenden“ individuelle Größe madig zu machen.
In vielen Gleichnissen sind Hinweise auf solche Vorgänge zu finden...

Die „Frohe Botschaft“: Alles ist machbar! Und da gab es wirklich einen Meister
seines Fachs (Yeshua), der es den Menschen vorgelebt und umgesetzt hat!!

Sein ganzes Leben ist/war eine einzige Gebrauchsanweisung.
Doch wenn jemand meint, weil „Yeshua“ dies (vor)gelebt hat, sich nur
hinstellen zu müssen und alles andere geschieht automatisch, - der mag sehr
schief gewickelt sein. Wer in eigene Tiefen vorstoßen möchte und dazu sich den Weg
von „Christlichem-Sein“ wählt, - wird nicht umhin kommen, auf aktive Art und Weise,
eigene „Meisterschaft“ zu erproben und zu leben. In den Spuren des Christentums zu
laufen erfordert Freude, Kreativität und den Anreiz von begeistertem Schöpfertum. Beispiel: Hat jemand ein großes Vorbild und evtl. noch das Glück von diesem Vorbild (Meister) persönlich unterrichtet zu werden, dann muss in Eigenarbeit trotzdem vom „Schüler“ viel entwickelt bzw. gelernt und umgesetzt werden. Niemals werden beide
gleich sein, - wenn vielleicht auch auf individuelle Art gleich gut.... Jedes Wesen
hat nämlich eigene Talente und das sind Grundlagen, welches es ermöglichen,
genau diese Talente nach eigenen Vorstellungen zu leben. Sinnvoll ist also,
nicht in Illusionen oder „schönen“ Energien zu verharren, sondern
sich zu bewegen, - und zwar in die „eigene Mitte“.

Ein weiteres Beispiel: Jeder fährt sein „Auto“ auf individuelle
Art und Weise, auch wenn es das gleiche Modell sein sollte. Wie vorgegebene
Dinge persönlich anwendet werden, bezieht sich stets auf eigene, spezifisch genutzte
Möglichkeiten. Metaphern, Beispiele, Persönlichkeiten, Vorbilder stellen Werkzeuge und
Hilfsmittel dar, mit denen Bedürfnisse genutzt und erfüllt werden können.“ Yeshuas“
Leben ist ein schöpferisches Werkzeug, welches sich nach eigenem Gutdünken nutzen
lässt und individuelle Bereicherungen darstellt. Erkenntnisse, welche sich aus kreativen
Nutzungen ergeben, können im Ergebnis als Programm neu geschrieben und alte Muster
damit aufgelöst werden. Um nochmals auf das Beispiel „Auto“ zurück zu kommen.
Sollte das Gefährt ein Stück entfernt stehen, dann muss man schon selbst
hinlaufen und es bedienen, bzw. fahren lernen. Alles bekommt
„mensch“ also nicht von außen in den Schoß gelegt.

Es ist stets der eigene Reichtum, welchen wir in uns tragen und
nur die eigene Schatzkiste, die wir öffnen können!

 Die Liebe zu sich selbst ermöglicht alles! Vertrauen in die
eigene Existenz schafft Freiheit und ermöglicht fließender „Energie“, sich
zum Ausdruck zu bringen. Jedwede „Energie“ besitzt nämlich eigene Formen
von (göttlicher) Intelligenz. Trifft man seine Wahl für bestimmte (Lebens-)Wege,
beinhaltet dies besondere Entwicklungsfreiheit. Denn Möglichkeiten sollten
sich entwickeln dürfen, um damit Begrenzung zu vermeiden. Dies gilt
z. B. auch für Partnerschaften. Wer andere begrenzt,
 - begrenzt sich letztendlich selbst!

Auch der Wunsch, alles richtig machen zu wollen, führt evtl. zur Erstarrung.
Denn „Richtig und Falsch“ sind Produkte der Dualität. Erweitertes Bewusstsein,
von „Yeshua“ gelebt, findet jedoch in Form von Trinität (Trialität) statt. Deswegen
kann es keine „äußere Gebrauchsanweisung“ geben! Direktes Leben, ganz für sich
genommen und mit (Selbst-)Erkenntnis durchsetzt, ist der Schlüssel
zum Geschehen. Konkret gesagt: Da muss „mensch“ durch!

Wesen haben eigene, individuelle Talente. Diese Grundlage
ermöglicht es, nach eigenen Vorstellungen zu leben. Es ist sinnvoll in
sich gefestigt zu sein und so praktizierte Individualität (er-)leben und umsetzen
zu können. Dies bedarf der Selbstannahme und Vollständigkeit spezifisch, talentierter
Umsetzung (besonders im Alltag). Deswegen leben wir wahrscheinlich hier auf Erden.
„Schöne und sanfte Energien“ genügen da nicht, sondern diese sind oftmals ein
Illusionsfaktor, welcher fantastische Realitäten verbirgt, die erobert werden
wollen. Motivation und Bewegung lassen „Verschleierungen“ hinter sich.

Man könnte also sagen: „Yeshua“ ging einen besonderen Weg
und geht ihn heute noch, - auf sehr persönliche Art und Weise, mit jedem
der dazu bereit ist, sich selbst in liebevoller bzw. liebender Vollständigkeit zu
erfahren. Jedoch geht „Yeshua“ diesen Weg nicht für den Einzelnen.
Liebevolle Kraft und kraftvolle Liebe erschaffen Bewusstsein,
in welchem sich individuelle Wesen wiederfinden können.

Menschsein benötigt keine Gebrauchsanweisung, - sondern
„Göttliche Inspiration“ durch eigenes, ursprüngliches Sein! Schau Dir alles an,
was als Werkzeug dienen könnte. Erkenne Möglichkeiten von Nutzen und
Handhabung und dann, - ja dann geh hin und tu es! Für Dich selbst!
 
In diesem Sinne „gebrauche Weisheit“....

 

SYNAN©
(eingesetzt 03/2008)




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