Frage 3)

 

Haben Tiere ein Karma, oder weshalb müssen Tiere unter
Menschen so sehr leiden wie z.B. die Tiere im Tierversuch, die Kampfhunde
der Hinterhöfe usw. Ich fühle sehr mit Tieren und stelle mir die Frage, ob sie
als unsere Brüder und Mitgeschöpfe sich „opfern“, damit wir Menschen
Mitgefühl entwickeln. Kennt Ihr einen anderen Grund? Ich suche
schon seit Jahrzehnte nach einer Antwort.
 


 

Wir haben uns mit dieser Frage sehr schwer getan und die
verschiedensten Quellen um eine Klärung bemüht. Es ist  ein
emotional sehr tiefgehendes Thema. Doch wollen wir versuchen, etwas
Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Die folgenden Zeilen stellen unsere
persönliche Meinung dar, fußend auf unserem eigenen Wissen und Erkennen.

Tiere sind auch ein Teil unseres „Lebensunterhaltes“. Das bedeutet eben
nicht, dass sie nur zu unserer Gesellschaft da sind, sondern einem gewissen
Zweck „dienen“. Dieses Dienen kommt wohl auf eine, dem Menschen noch nicht
ganz verständliche Art, zum Tragen. Mit Sicherheit sind sie auch ein Teil der Nahrungs-
kette und sollten deshalb, wie in traditionellen Kulturen (z.B. Indianer) mit Würde und
Respekt behandelt werden. Die industrielle Vermarktung ist wohl dem nicht entsprechend.
Auch die Arbeitsleistung ist eine Unterstützung von Seiten der Tierwelt (z.B. Such-
und Spürhunde), die für die menschliche Gemeinschaft wichtig sind.
Darüber sind wir uns wohl alle einig.

Ein Mensch, der Tiere quält oder nicht artgerecht hält,
der diesen Lebewesen fühlende Impulse abspricht, wird wohl durch dessen
Leiden kein Mitgefühl entwickeln. – Sonst würde er die entsprechenden Handlungen
nicht begehen. Das Mitgefühl und der anteilnehmende Schmerz wird von Menschen
erbracht, die ohnehin eine nähere Beziehung zur Natur und in diesem Fall zu den Tieren
haben. Menschen, die keine innere Verbindung oder wenigstens eine Achtung zur
Natur herstellen können, sind meist auch sonst sehr gefühlsarm. Da wäre das „Opfer“
der Tiere vergebens. Eher können wir einen „Reifeprozess“ im erkennenden Bewusstsein
feststellen. Wer weiß und erkennt von wem er/sie umgeben ist, der hat sehr viel mehr
über sich gelernt, als es so manches Buch bzw. theoretische Darstellung der Prinzipien
kann. Deshalb sehen wir die Existenz der Natur, bzw. in diesem Fall des Tieres als ein
lehrendes Prinzip und im Dienen eine Unterstützung für das menschliche Dasein.

Um doch noch einen näheren Hinweis zu erhalten, haben wir eine
Wesenheit im Channeling bemüht. *Marielle* hilft uns öfters bei der Beantwortung
von Fragen, die vielleicht noch einer anderen Betrachtungsweise bedürfen.
Dies könnte die Antwort vervollständigen.

Antwort gegeben:
with love and light
DORIS St. und MONIKA Ro. ©


*Marielle* spricht:

Tiere sind auch ein äußeres Symbol der Menschlichkeit....
Früher, als es noch keinen „Menschen“ auf diesem Planeten gab, da waren die
pflanzlichen und tierischen Lebewesen von ihrer Gestalt her, gemessen an der heutigen
Zeit, übergroß. Das „Göttliche Bewusstsein“ war noch nicht etabliert und individualisiert
und schwebte als eine Gruppenseele über diesen Wesen, welche die Erde bevölkerten.

Obwohl nur nach Tieren gefragt wurde, nehmen wir jetzt als Ursprung
auch die Pflanzen mit dazu. Denn die Ursprünge vieler Pflanzen liegt auch im Impuls
des Planetensystems. Vorrangig sind da Venus und Mars, doch auch die vielen anderen.
Die Wirkung des Mondes, besonders auf den weiblichen Organismus und der Zyklus
der Sonne auf die männliche Substanz sind bekannt.

Um so mehr sich das „Göttliche Bewusstsein“ auf die Erde zog und
alles für die physisch erlebbaren Möglichkeiten des Menschen vorhanden war,
um so kleiner wurden die Tiere (physisch) und passten sich ihrerseits dem Wandel an.
Es trat damit auch eine weitere Spezifizierung der einzelnen Arten mit Untergruppen auf.
Es wurde so eine Entwicklung in Gang gesetzt, die eng mit allem aufkeimenden
Bewusstsein des Menschen bzw. Reifung der „Seele“ zu tun hat.

Wenn wir nun den Sprung in die heutige Zeit machen und zur Fragestellung
zurückkehren, dann ergibt sich aus folgender Betrachtungsweise dies:


Jede Spezies und jede Art in der Tierwelt besitzt eine
Art „Gruppenseele“. Sie könnte als eine besondere Form des
(Tier-)Bewusstseins bezeichnet werden, welche eng an das energetisch-
magnetische Feld des menschlichen Bewusstseins und des Lebens- bzw. Überlebens-
impulses gekoppelt ist. Die Tier- und Pflanzenwelt ist eine von vielen Grundlagen der
physischen Existenz und für das Überleben unbedingt notwendig. Je mehr nun das
„Göttliche Bewusstsein“ des menschlichen „Seins“ sich ausdehnt, ist das Individuum
in der Lage, sich auf andere Art zu nähren (z.B. lichtvollere Energie, Farbassimilation
u.v.m.) und auch Arbeitsmöglichkeiten sind different (Elektrizität statt Muskelkraft).
Damit reduziert sich die „Nützlichkeit“ entsprechender Tierwesens.
Auch der Lebensraum wird immer weniger.

Deswegen verschwinden jetzt so viele Arten von der Erde,
sterben sozusagen aus. Es findet ein Wechsel der Bewusstseinsebenen statt.
So wie der Mensch seine „Göttliche Seele“ ausdehnt und die Energiefelder auf
lichtvollem Weg ausreifen, so zieht sich die Tierwelt in ihre „Gruppenseelen“ zurück
und verlässt den Planeten Erde bzw. diese Dimension. Was nicht einer Vernichtung oder
einem Rückschritt gleich kommt. Es ist wie der Ausgleich einer Waage. Irgendwann, in einer
Zeit, die wir allen noch nicht kennen und einer Zukunft, die noch nicht realisiert ist, werden
diese Prozesse wieder eine Umkehrung erfahren. Nämlich dann, wenn das bewusste
(Mensch-)Sein am Ziel angekommen ist und seiner/ihrerseits die Erde (Dimension) wieder
verlässt. Dann wird die Zeit des Ursprungs wieder gekommen sein und so fallen
Vergangenheit und Zukunft wieder zusammen und drehen sich
im Reigen des Kommen und Gehen.

Die Natur trägt nicht das Karma, - aber Auswirkungen von Absicht und Tun.
Die Natur ist ein Teil des menschlichen Seins, welche auf einer subtilen Ebene so mit
dem Leben verwachsen ist, dass eine energetische Trennung im physischen Bereich nicht
möglich sein kann, da die Elemente dieser Erde für Tier und Mensch den gleichen Ursprung
haben. Deswegen sollte der Mensch sehr achtsam und liebevoll mit allem umgehen,
was ihn als lebendigen Anteil der eigenen Existenz umgibt und erhält.

Noch „ein Wort“ zur spezifischen Gruppierung der Haustiere
(besonders Hunde, Katzen, Pferde, Vögel). Diese Individuen leben im direkten
Energiefeld und Bewusstsein einzelner Menschen und die „Ausstrahlung“ beider
Gattungen geht auch hier eine ganz besondere Wechselwirkung ein. Diese Wirkung
könnte als lebendiger Spiegel mit energetischer Funktion bezeichnet werden und hilft
jedem, der in einer solchen Gemeinschaft lebt, sich selbst zu reflektieren und Werte,
sowie etliche Zusammenhänge zu erkennen. Auch hier sollte die Achtsamkeit
auf den Ausdruck und die Beziehung Tier-Mensch gelegt werden.
Darin kann eine besondere Erkenntnis liegen.

So findet jeder seine eigenen Möglichkeiten zur Erkenntnis.
Alles was den Menschen umgibt sollte mit Achtsamkeit und Ehre behandelt
werden, denn das ist ein Teil des Lebens und des Weges der zurück gelegt wird.
Bei dieser Frage, bzw. der Antwort geht es also nicht darum sich die Natur als etwas
Getrenntes vom Menschen vorzustellen, das ein Eigenleben, in nur entfernter Verbindung
hat, sondern als ein verbundenes gemeinsames Sein in der Bewältigung der physischen
Existenz. Der Hl. Franziskus von Assisi, der im Einklang mit der Tierwelt lebte, hat auf
diese Weise Impulse in die Welt gesetzt, die nun langsam Raum greifen, in der
Beurteilung dessen was den Menschen umgibt und belebt.

Die Massentierhaltung, Tierverwertungsindustrie, Laborversuche,
Klonen usw. sind der verzweifelte Versuch verschiedener Menschengruppen, sich
durch die Einverleibung der „Energie“ (Nahrung) das eigene Überleben zu sichern.
Dahinter steckt die Angst und Verzweiflung, alleine nicht mit dem Leben fertig zu
werden. Doch die Zeit mag kommen und ist schon teilweise da, wo dieses Blatt
sich wendet, weil die Menschheit in der Selbstermächtigung erkannt hat, dass
es noch viele andere Möglichkeiten gibt, die physische Existenz zu sichern.

Vielen Dank, dass ich zu diesem Thema Stellung nehmen durfte.

Gegeben im April 2004
von *Marielle*

 

 


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