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REFERAT ÜBER DAS THEMA:

D A R M

Im Februar 2005


Geschrieben und ausgeführt von Heilpraktikerin und Spezialistin für
Bio-Energetische Methoden (Complete-Being) und Ganzheitsmedizin

doris stilgenbauer
 


(Copyright and all rights reserved by *BLAUER DIAMANT™* doris stilgenbauer)

 

 


 

 

Einführung:

Als ich gebeten wurde diesen Vortrag zu halten, dachte ich bei mir: “Nichts leichter als das!“
Schließlich bin ich sehr versiert, kenne meine Sache aus dem „ff“ und weiß, wo die Organe zu finden sind.
Doch bei der näheren Überlegung merkte ich, dass es wohl nicht mit einer fachlichen Aufzählung der Organe
und ihrer Funktion getan war. Schließlich versuche ich ja auch bei Patienten, genau die Zusammenhänge der
Erkrankungen zu erklären. Es ist mir immer wichtig, dass der/die Betroffene versteht, was im eigenen Körper
vor sich geht. Da gibt es so viel zu bedenken... Die richtige Auswahl der Speisen, psychische Einflussnahme,
Verhaltensmuster, körperliche „Behinderungen und.. und.. und.. Also begann ich eine Möglichkeit zu suchen,
zu erklären, wie wichtig und auch sensibel unser Innenleben bzw. der Magen-Darm-Kanal ist.

 


 

Aufbau:

Es ist vielleicht gut, sich klar zu machen, dass der Magen-Darm-Kanal im Prinzip nur ein „Schlauch“ ist,
der den gesamten Körper durchzieht. Beginnend beim Mund und endend am After. Der Mund ist eine Art
„Ringmuskel“ durch den Nahrung und Flüssigkeit in diese Röhre geschickt werden. Von dort aus werden diese
Produkte, an verschiedenen Stationen, auf vielfältige Art und Weise bearbeitet und aufgespaltet.
Letztendlich assimiliert der Körper brauchbare Substanzen und verwendet diese für die
Betriebsfunktion des Organismus. Der Rest wird bekanntermaßen wieder ausgeschieden.

Es ist für mich interessant vorzustellen, dass sich durch unseren physischen Körper eine biegsame
und elastische Röhre zieht, die absolut unabhängig vom Körper ist und keine Substanz hat, als die Leere.
Nur wenn wir Menschen diesen Schlauch befüllen, und zwar auf passende Art und Weise, sind wir in der
Lage zu leben! Welch eine verantwortungsvolle Aufgabe für uns selbst!
Das eigene persönliche Verhalten kann so viel bewirken ...

Es ist auch interessant zu erkennen, dass wenn das Gehirn und die Schlingen des Dünndarms,
bildlich auf die gleiche Größe gebracht werden, beide aus der Vogelperspektive recht gleich aussehen.
Beide haben mit der Verarbeitung und Verteilung zu tun. Das Gehirn mit all seinen Sinnen bearbeitet und
verteilt z.B. die feinstofflichen Eindrücke der Umwelt. Der gesamte Dünndarm bearbeitet und verteilt
substanziellen Stoffe, die aus der Umwelt zugeführt wurden.

Beides sind lebenswichtige Impulse, ohne die eine Existenz für uns Menschen
auf der Erde nicht möglich wäre.

 


 

Physiologische Zusammenfassung:

Die Veränderung der Nahrung beginnt bereits im Mund. Mit den Zähnen zerkleinern wir die Biss und
führen ihnen Speichel zu, in denen das Enzym Amylase (Ptyalin) enthalten ist. Dadurch wird der Speisebrei
schlüpfrig, so dass wir ihn schlucken können. Dadurch wird Stärke schon in kleineren Einheiten abgebaut und es
werden Wassermoleküle aufgenommen (Hydrolyse). Auf Fette und Eiweiß hat der Speichel im Mund
jedoch keine Wirkung. Ihre Aufspaltung beginnt erst im Magen.

Im Allgemeinen sondert der Magen täglich ca. 2 Liter Magenflüssigkeit ab. Aufgrund des 0,5%igen
Salzsäuregehaltes werden schädliche Bakterien abgetötet. Wir nehmen keine „sterile“ Nahrung zu uns.
Deswegen ist das notwendig. Vielleicht wird auch nun langsam klar, dass bei einer solchen Flüssigkeitsproduktion
auch genügend Flüssigkeit dem Körper zugeführt werden muss. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Durst hat
oder nicht! Die Magenschleimhaut als Barriere verhindert zugleich, dass die säurehaltigen Säfte
des Magens die Magenwände angreifen und dadurch der Magen sich selbst „verdaut“.

Übrigens wird im Magen Vitamin B12 aus der Nahrung heraus assimiliert. Dies geschieht durch den
Intrinsic-Faktor. Wenn zu viele Medikamente eingenommen werden oder auch Mittel zum Schleimhautschutz,
dann ist diese Aufnahme von Vitamin B12 nicht gewährleistet! Wenn unter diesen Umständen jemand einen
Mangel an diesem Vitamin hat, dann sollte dies durch Injektionen zugeführt werden. Anders wird es nicht
vom Körper aufgenommen. Vitamin B12 ist wichtig für den Blutaufbau, der teilweise in der
Leber geschieht, die Eiweißsynthese und ist eine Art Nervennahrung.

Die Muskeln der Magenwände vermischen durch ihre Bewegungen Magensäfte und den Nahrungsbrei.
Die Magensäfte, durch spezielle Drüsen abgesondert, bewirken durch ihre Säure auch, dass eintreffende
Proteine (Eiweiß) aufquellen und sich dadurch ihre Oberfläche vergrößert. Nun kann das Enzym Pepsin
darauf einwirken und das Ganze in Bruchstücke aufspalten, die als Polypeptide bezeichnet werden.

Nun kann man sich auf vorstellen, wie wichtig gründliches Kauen ist. Wenn wir also ein Stück Fleisch (Protein)
haben und uns nun größere Stücke davon im Magen sind, dass dieses „Aufquellen“ durch die Säuren nicht gut
funktionieren kann und dadurch die Andauung durch die Enzyme auch nicht ausreichend ist. Wie bei allem was nicht
gut verarbeitet wird, kommt es dabei zu Gärungs- und auch Fäulnisprozessen und das wiederum führt dann
evtl. zu einem Blähbauch oder Gärungsprozessen. Oftmals ist es also nicht die ungenügende Absonderung von
Verdauungsfermenten, die eine Gärung verursachen, sondern ungenügendes Kauen und zu schnelles Essen.


Übrigens: Wer zu schnell isst, der ist mehr, weil erst nach ca. 15 Minuten ein Sättigungsgefühl
(durch Hormone hervorgerufen) eintritt.

Erst nach dieser „Vorbehandlung“ im Magen gelangt der Nahrungsbrei in kleinen Portionen über
den Magenausgang (Pförtner) in den ersten Abschnitt des Dünndarms, den Zwölffingerdarm. Dieser Teil des
Darms wird von der Leber und der Bauchspeicheldrüse mit Säften versorgt, die bei der weiteren Aufspaltung
von Bedeutung sind. In den Zwölffingerdarm münden zwei Ausgänge, die wie kleine Papillen aussehen.
Von dort aus wird Bauchspeicheldrüsenflüssigkeit und Gallensaft in den Darm geleitet.

Die Leber erzeugt den Gallensaft, der in der Gallenblase gespeichert wird und von dort in den Darm gelangt.
Ihm fällt die Aufgabe zu, das eintreffende Fett in feinste Tröpfchen zu zerteilen. Auf diese wird seine Gesamt-
oberfläche so stark vergrößert, dass das Enzym Lipase aus der Bauchspeicheldrüse die einzelnen Tröpfchen
in die Bestandteile Fettsäuren und Glycerin zerlegen kann. Diese werden dann in die
Gefäße der Lymphbahnen aufgenommen und in ihnen weitertransportiert.

Bei der Zuckerkrankheit (Diabetes) kann der Körper aufgenommene Kohlehydrate nicht oder nur
teilweise nutzen. Kohlehydrate werden zu Traubenzucker (Glucose) abgebaut und gelangen so ins Blut.
Folge ist ein überhöhter Blutzuckergehalt. Die Niere als Reinigungsorgan versucht, den Zucker aus dem
Körper zu schwemmen, was nur unter hohem Flüssigkeitsverlust möglich ist. Man hat übrigens auch
Zusammenhänge zwischen Zuckergenuss und Sehstörungen entdeckt. Bei einer zu hohen Konzentration
wird das Auge wahrscheinlich infolge Lymphstauungen nicht genügend durchblutet und man sieht
an diesem Tag verschwommen und schlecht. Dies sollte natürlich kein Dauerzustand sein.

Ein Zuviel an Fett verkalkt also nicht nur die Blutgefäße durch die Ablagerungen an den
Aderwänden (Cholesterin), oder nimmt dem Blut evtl. Sauerstoff durch die große Dichte weg (Triglyceride),
sondern auch die Lymphe wird erheblich dadurch verschlackt. Das wiederum kann zu „Denk- und Gedächtnis-
störungen“ führen. Evtl. langsam entstandene Gefäßverengungen, sind meist nicht mehr rückgängig zu
machen. Rauchen verstärkt diesen Effekt. Nikotin wirkt ebenfalls gefäßverengend.

Die angedauten Eiweißmoleküle werden im Dünndarm werden nun mit Hilfe von Exopeptiden
in ihre Grundbausteine, die Aminosäuren, zerlegt.

Aminosäuren sind sehr wichtig für jegliche Zellfunktion im menschlichen Körper, aber besonders auch
zum Aufbau der Muskulatur. Bodybilder nehmen sehr oft pure Aminosäuren zu sich, um den Muskelaufbau
zu beschleunigen und zu verstärken. Da aber diese puren Aminosäuren oftmals nicht alle resorbiert werden,
stellt das eine erhebliche Belastung für die Nieren dar.

Wer sehr viel Fleisch isst, hat ebenfalls ein hohes Maß an Aminosäuren im Blut. Wenn diese die
Nieren nicht passieren können, dann lagern sie sich meist als so genannte Harnsäure an den Gelenken ab.
Fleischesser sollten also auf jeden Fall sehr viel Flüssigkeit zu sich nehmen, um wenigstens so zu erreichen,
dass möglichst viele dieser Schlackstoffe ausgespült werden. Kaffee und Tee fördern ebenfalls Gicht,
da Koffein ebenfalls ein Purin ist und zusätzliche Harnsäure durch den Abbau von Koffein entsteht.

Folsäure, auch ein Vitamin (zur B-Gruppe gehörend), wird ausschließlich im Darm aufgenommen. Es fördert
die Beweglichkeit und Gesundheit des Darmes und der Darmzotten. Außerdem ist dieses Vitamin äußerst wichtig
für Schwangere Frauen, die in dieser Zeit einen hohen Bedarf haben. Ebenso für die Blutbildung spielt es eine Rolle.
Wird Folsäure wegen schlechter Darmverhältnisse nicht ausreichend aus der Nahrung aufgenommen, dann ist da
keine gute Funktion. Ist da keine gute Funktion, dann wird nicht genügend aufgenommen. Kein sinnvoller Kreislauf.

Übrigens: Die innere Wand des Dünndarms weist etwa 5 Millionen Darmzotten auf, die nochmals mit
Mikrozotten besetzt sind. Die Auffaltung der Oberfläche des Dünndarms ist dadurch sehr vergrößert.
Die Gesamtoberfläche des Dünndarms beträgt ca. 200 qm.

Die Wände sind halb durchlässig, so dass über diese Darmzellen die Bausteine der Kohlehydrate,
Fette und des Proteins ins Blutgelangen können. Während Glucose und Aminosäuren direkt in den
Blutkreislauf gelangen, werden Fettsäuren und Glycerin zunächst von den Lymphgefäßen
aufgenommen, bevor sie die Blutbahn erreichen.

Im Dickdarm unterstützen viele Bakterien die weiteren Verdauungsvorgänge. Diese „Mitbewohner“
ernähren sich von den, für uns nicht verdaulichen Nahrungsresten und geben dabei einige, für unseren Körper
wichtige Vitamine frei. Nachdem dem Nahrungsbrei im Dickdarm Wasser, Salze und verschiedene Vitamine
entzogen worden sind, verlassen die unverdaulichen Restbestandteile über Mastdarm und After den Körper.

In den 70er Jahren ist ein Zusammenhang zwischen Ballaststoffen und Dickdarmkrebs entdeckt worden.
Auch die unverdaulichen Nahrungsbestandteile regen den Darm zu einer verstärkten Bewegung an. Damit
wird gleichzeitig die Verdauung gefördert – und eine gute Verdauung ist Grundvoraussetzung für eine gute
Gesundheit. Ballaststoffe sorgen dafür, dass der „Speisebrei“ nicht allzu lange im Körper verweilt und der
Stuhlgang bleibt weicher, da er nicht zu sehr entwässert wird. Außerdem sind Ballaststoffe in der Lage,
giftige Stoffe teilweise anzulagern und diese auf schnellstem Wege aus dem Körper hinaus zu transportieren.
Was im Dickdarm noch an verdaulichen Kohlenhydratanteilen vorhanden ist, vergärt – Proteine faulen dort.
Ballaststoffe sorgen dafür, dass dieser schädliche Ballast möglichst schnell ausgeschieden wird.

Wer allerdings lange Zeit keine Ballaststoffe, bzw. Vollwertkost zu sich genommen hat, sollte die Ernährung
erst langsam umstellen. Der Darm bzw. Dickdarm ist dann geschwächt und kann die „vollwertige“ Nahrung nicht
ausreichend bearbeiten. Der Darm sollte erst gereinigt (auch auf Mykosen achten) und durch
Symbioselenkung die Darmflora wieder gut aufgebaut werden.

 


 

Nährstoffe und Vitamine:

In den Nahrungsmitteln, die wir aufnehmen, sind vor allem drei wesentliche Stoffe enthalten,
in denen die vom Körper benötigte Energie gespeichert ist. Es sind Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße.
Kohlenhydrate und Fette bezeichnet man als Betriebsstoffe, da der Körper vor allem aus ihnen die Energie
für alle Bewegungsvorgänge gewinnt. Eiweiße hingegen benutzt er als Baustoffe, um die vielen Zellen,
die ständig im Körper absterben und durch neue ersetzt werden müssen, aufbauen können.

Die Mengen der Nahrungsmittel, die unser Körper täglich aufnehmen muss, ist also stark davon abhängig,
wie intensiv wir uns bewegen, da verbrauchte Energie ersetzt werden muss.

Kohlenhydrate sind vor allem in Mehlspeisen, Kartoffeln sowie in Reis und Zucker enthalten. Fett hingegen
tritt überwiegend in tierischen Milchprodukten wie Butterund Käse, aber auch in Fleischwaren auf. Eiweiß (Protein)
ist nur im Notfall ein Energiespender, denn es wird als Baustoff zur Erhaltung des Körpers gebraucht.

Kohlenhydrate, die von uns über das notwendige Maß hinaus aufgenommen werden, speichert der
Körper in Fettzellen und gibt sie erst dann wieder frei, wenn erhöhter Energiebedarf besteht. Bei überhöhter
Proteinaufnahme lagert der Körper dies meist auf Gelenken ab. Außerdem stellt dies eine erhebliche Belastung
für die Nieren dar und es kommt zu Wassereinlagerungen im Gewebe. Dies geschieht allerdings auch
bei zu wenig Protein im Körper.

Über die genannten Nährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß hinaus benötigt der Körper jedoch noch
eitere wichtige Stoffe: Vitamine, Mineralsalze und Spurenelemente. Alle drei treten nur in sehr geringen Mengen
auf, doch eine Unterversorgung mit Vitaminen kann zu erheblichen Mangelerscheinungen führen.

Mineralstoffe werden vor allem für den Aufbau der Knochen benötigt, spielen aber auch eine Rolle für die
Tätigkeit der Muskeln und der Nerven. Wir nehmen auch in sehr kleinen Mengen Stoffe wie Eisen, Kupfer, Zink,
Fluor und Jod auf. Diese Spurenelemente haben u. a. eine Bedeutung bei der Bildung des Blutes,
des Zahnschmelzes und für die Funktion der Schilddrüse.

Außerdem ist der Körper auf Wasser angewiesen, denn nur mit Hilfe des Wassers können verschiedene Stoffe
gelöst und damit transportfähig gemacht werden. Der Mensch besteht zu etwa 60% aus Wasser. Da wir einen Teil
davon immer wieder ausscheiden, muss Wasser stets aufs Neue zugeführt werden, um den Verlust auszugleichen.

Ballaststoffe sind Nahrungsbestandteile, die der menschliche Organismus mit Verdauungsenzymen nicht
aufspalten kann. Fast alle Ballaststoffe sind Abkömmlinge von Kohlehydraten. Insbesondere Hülsenfrüchte (wie
Erbsen und Linsen. Vollkornbrot, Kraut und Kohl, Nüsse sowie Obst und Gemüse sind ballaststoffreich.

Vitamine sind essentielle Nahrungsbestandteile, die der Körper selbst nicht aufbauen kann.
Sie haben eine vielfältige Funktionsweise.

 

Vitamin A Bestandteil des Sehpurpurs der Augen, zellwachstumsfördernd
Vitamin D essentiell für die Rückgewinnung von Calcium im Darm, Calcium und Phosphatstoffwechsel
Vitamin E Schutz vor sauerstoffempfindlichen Substanzen vor Oxidation
Vitamin K Beteiligung an der Blutgerinnung
Vitamin B1 Beteiligung an vielen biochemischen Prozessen, große Bedeutung für den Kohlehydratstoffwechsel
Vitamin B2 Enzymaufbau, Heilung von stets auftretenden, winzigen Hautschädigungen
Vitamin B6 Beteiligung an zahlreichen enzymatischen Reaktionen (Aminosäurestoffwechsel, Antikörper-Bildung)
Vitamin B12 Bestandteil von Enzymen, Beteiligung an zahlreichen biochemischen Reaktionen; Stoffwechsel; Bildung von Blutkörperchen und Zellsubstanzen
Folsäure Synthese von Zellkernsubstanz
Panthothensäure Bildung von Fetten, Fettsäuren und Phosphatiden
Vitamin C Bildung von Bindegewebe, Hormonsynthese, Eisenverwertung, Schutzwirkung auf andere Vitamine

 

 


 

Psychosomatik des Verdauungstraktes:

Die „Röhre“ für unsere Nahrungsaufnahme ist äußerst sensibel und „anfällig“ für nervliche
(psychische) Veränderungen, Belastungen, Ängste oder gar Stress. Hier einige Beispiele:
 

Der Mund

Bei Aufregung aber auch bei Langeweile können sich manche Menschen über das Kauen beruhigen
oder Motivieren. Am besten ist da ein Kaugummi und nicht irgendwelche Chips oder Süßigkeiten.

Probleme, die man schluckt oder „hinunterwürgt“, also nicht gut kaut, können alle möglichen
Begleiterscheinungen hervorrufen. Z.B.: leichte Magenverstimmungen bis hin zu
Magengeschwüren, Stoffwechselstörungen bis hin zum Durchfall.

Der Magen

Wer verliebt ist, hat oft kein Bedürfnis, Nahrung zu sich zu nehmen. Die Liebe erfüllt und sättigt. (man lebt
von Luft und Liebe..) Unglücklich verliebte schlingen meist alles in sich hinein, aus nicht erfüllter Liebessehnsucht.
Magensäure und Magensäfte (auch bei anderen seelischen Verletzungen) werden vermehrt produziert und
steigen als unangenehmes Völlegefühl bis in den Hals. Wir sind sprichwörtlich: “Sauer bis obenhin...“.

Je verbitterter der Mensch wird, je „härter“ er mit sich und der Umwelt umgeht, um so häufiger
wird er über Sodbrennen, über aufsteigende Säure klagen. Eine chronische Gastritis fordert zum Nachdenken
auf: “Was schlucke ich alles hinunter?“ Die Bereitschaft zu Magenschleimhautentzündungen nach
Trennungen, Scheidungen oder sonstigen Auseinandersetzungen ist relativ hoch.

 


 

Der Darm besteht aus verschiedenen Abschnitten. Er kann jedoch insgesamt als großer Wechsler,
Umwandler oder Transformator betrachtet werden. Je mehr der Mensch geneigt ist, seine Probleme nicht
lösen zu wollen, nicht loslassen zu wollen, egal ob Nahrung, Menschen, Vergangenheit oder gedankliche Irrtümer,
um so mehr wird er Probleme mit seiner Verdauung haben. Auffallend dabei ist, dass in Angstsituationen ein
gewisses „Durchfallen“ eintritt. Bei Kindern kann es, wenn andere Ursachen auszuschließen sind,
ein Sich-nicht-verstanden-Fühlen, eine Enttäuschung oder viel Kummer sein.

Verstopfung kann mit Schuldkomplexen oder Minderwertigkeitsgefühlen gekoppelt sein. Das Festhalten
an alten, schon längst vergangenen Zuständen lässt den Stoffwechsel in Unordnung geraten. So sammelt sich
nicht nur physischer Müll in den Windungen, welcher selbst durch Darmspülungen nicht entfernt werden kann,
sondern auch geistiger Müll führt zu diesen Ab- und Einlagerungen. Dies kann sich bis zu den oberen
Bereichen bemerkbar machen und sich als Wetterfühligkeit und Kopfschmerzen manifestieren.

Durchfall ist genau das Gegenteil. Wenn die innere Haltung und Ausrichtung nicht gefestigt ist, dann
schlägt alles, was uns momentan zuviel erscheint durch. Was nicht in Ausgewogenheit und Liebesfähigkeit
gehalten wird, entgleitet uns. Auch Angst ist ein wesentlicher Faktor für ein Durchfallgeschehen.

Die Leber steht sehr im Zusammenhang mit Wut und Ärger. Die Galle drückt oft unterdrückten Zorn aus.
Ärger, den man nicht äußern kann oder will wäre eine mögliche Ursache. Die Bauchspeicheldrüse hat die Gefühle
der Einsamkeit, der Sehnsucht nach Liebe und Erfüllung in sich. Deswegen auch oftmals das Bedürfnis (Sucht)
nach Süßem. Sehr häufig sind auch Mitteilungsschwierigkeiten in partnerschaftlichen Beziehungen und
fehlende Umsetzungsmöglichkeiten von physischen und geistigen Stoffen ein Grund.

Es gäbe da natürlich noch viel mehr zu erwähnen. Doch mögen diese psychosomatischen
Zustände als Beispiel genügen.

 


 

Krankheiten:

Auf Krankheitsbilder möchte ich nicht zu sehr eingehen, jedoch ein paar gängige erwähnen.
 


Mykosen:

Diese können vom Mund aus bis zum Enddarm erscheinen und müssen entsprechend behandelt werden.
Süßigkeiten sind weitestgehend zu vermeiden. Es gibt auch Menschen, die auf die Abbauprodukte von
Darm-Pilzen allergisch reagieren. Dies kann sich auch in Bronchitis oder Asthma äußern. Bei Kindern,
die immer wiederkehrende Erkältungen haben, ist auch mal an Pilze zu denken, da die Schleimhaut der
Nase und die Schleimhaut des Darmes in einem engen Zusammenhang stehen. Eine Behandlung mit
Cortison kann auch eine intestinale Mykose fördern. So natürlich auch Antibiotica.

Würmer:
Werden meist mit der Nahrung aufgenommen, können allerdings auch durch bestimmte
Schadstoffe zum Wachstum angeregt werden. Es gibt dabei sowohl homöopathische Behandlungsmethoden,
als auch allopathische. Übrigens hat man über das Thema Würmer interessante Entdeckungen gemacht.
Würmer können Allergien verhindern, da sie einen Stoff absondern, der sie vor dem Verdauen im
Darm schützt. Dieser Stoff hat antiallergische Wirkung.

Heliobacter pylori:
Ist ein Bacterium, das in aggressiver Weise die Magenschleimhaut angreift und sogar
Magengeschwüre hervorrufen kann.

Hämorrhoiden:
Sind Krampfadern im Analbereich. Für guten Stuhlgang sorgen. Ggf. müssen diese operiert werden oder
auch verödet. Salzarme Kost und nicht zuviel Süß lassen die Knoten nicht so sehr anschwellen.

Reizcolon  -  Colitis ulcerosa  -  Morbus Crohn  -  Carcinome:
Dies sind sehr spezifische Krankheitszustände, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.
Wer daran leidet gehört auf jeden Fall auch in ärztliche Behandlung und es gibt viele kompetente
Selbsthilfegruppen für diese Krankheitsbilder. Es würde den Rahmen sprengen, das näher zu erläutern und
Tipps einfacher Natur gibt es dabei nicht. Eine spezielle Nahrungsauswahl, Symbioselenkung, psychische
Begleitung und entsprechend notwendige, teilweise allopathische Mittel (manchmal sogar
Cortison) sind in diesem Programm sehr notwendig.

 


 

Möglichkeiten der heilenden Unterstützung:

Diese kleinen Ratschläge ersetzen nicht eine fachliche Diagnose bzw. Behandlung,
sondern sind nur ein Anhaltspunkt bzw. Hinweise. Die Anwendung geschieht auf eigene
Verantwortung und nach persönlichem Ermessen.
 


Biochemische Mittel nach Schüssler:

Magen:
Druckgefühl Kalium sulfuricum Nr.6
Magenentzündung Ferrum phosphoricum Nr.3
Magenkrampf Calcium phosphoricum Nr.2
Magnesium phosphoricum Nr.7
Säureüberschuss Natrium phosphoricum Nr.9
Völlegefühl Kalium sulfuricum Nr.6

Darm:
Mastdarmrisse Calcium fluoratum Nr.1
Silicea Nr. 11
Duodenitis Ferrum phosphoricum Nr.3
Kalium chloratum Nr.4
mit Blähungskolik Magnesium phosphoricum Nr.7
Kalium aluminium sulfuricum Nr.20
Nach fetten Speisen Natrium phosphoricum Nr.9

Homöopathische Mittel:
Kolikartige Schmerzen Colocynthis D6
Brennender Durchfall Sulfur D6
Katergefühl Nux vomica D6
Starke Verstopfung Lycopodium D6

Allgemeine Hinweise:
Medikamente bei denen man nicht sicher ist, können ausgependelt oder per
kinesiologischem Test ermittelt werden.

Innere Ruhe und Ausgeglichenheit ist eine ebenso beruhigende Methode für den Magen-Darm-Bereich.
Eine schöne Musik, ein entspannendes Bad können ebenfalls Wunder wirken.


Auch mal die Hände nutzen. Diese wie bei kleinen Kindern auf das betroffene Gebiet
legen und mit kreisenden Bewegungen Wohlgefühl hervorrufen. Oder die Hände ruhig liegen lassen
auf dem betroffenen Gebiet und unter die Hände atmen.


Wasser trinken. Es sollte Raumtemperatur haben und schluckweise zu sich genommen werden.
In manchen Fällen ist es auch sinnvoll das Wasser zu „kauen“. Das entspannt und verdünnt die Magensäfte.

„Außenseiter“:

- Natriumglutamat verändert durch Hormonumstellungen im Gehirn das Essverhalten.
- Eine Zungenreinigung (Ayurveda) belebt den inneren Organismus und reinigt viele Bakterien ab, die sonst in den Magen-Darm-Kanal gelangen.
- Ölziehen reinigt ebenso den Organismus ( einen Essl. voll Öl ca. 2 Minuten im Mund bewegen und durch die Zahnzwischenräume ziehen. Nicht Unterschlucken! Sondern gut ausspülen und den Mundraum nachreinigen.
- Auch Luft bzw. Sonnenlicht ist eine Art Nahrungsmittel.
- Wasserforschung von Emoto zeigt die Qualität des Wassers.
- Nach der Meridianlehre der Chinesischen Medizin stehen einige Organe mit dem Darmtrakt in enger Beziehung. Z.B.:
   

Dickdarm - Lunge
Magen - Milz/Pankreas
Dünndarm - Herz

- In seltenen Fällen können Wirbelveränderungen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich hervorrufen. Doch es ist auch möglich, dass chron. Darmerkrankungen Haltungsveränderungen der Wirbelsäule hervorrufen.
- eine schlechte Darmflora macht auch eine schlechte „Außenhaut“.
- Darmvorsorgeuntersuchungen sind immer sinnvoll und anzuraten, - nicht erst wenn Beschwerden da sind.

 

 


 

Abschluss:

Natürlich gibt es über die Funktion von Magen und Darm noch viel zu sagen, bzw. zu erklären.
Doch in einem Kurzvortrag lässt sich leider nicht mehr Information darstellen.

So hoffe ich, dass dies einige Anregungen gegeben hat und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!
 


Ihre

DORIS STILGENBAUER

Heilpraktikerin



(Copyright d. Vortrages by *BLAUER DIAMANT™* doris stilgenbauer / www.blauerdiamant.com)
 


 

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