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TAROT
EIN SPIEL des LEBENS
(Lebensspiel)
Kleines Kursbuch für Ein- oder Aussteiger
von
Doree Averlon
(SYNAN)
Copyright: by *BLAUER DIAMANT™*
Doris Stilgenbauer, Worms
-- Alle Rechte vorbehalten --
Sämtliche Teile der folgenden Ausführungen sind urheberrechtlich
geschützt.
Juli 2005
Diese Zusammenfassung über Tarot soll unterhalten bzw. spezifisches
Wissen vermitteln und dient ausschließlich
dem privaten Gebrauch. Es wird denen zur Verfügung gestellt, die ein
persönliches Interesse daran haben.
Was Leser und Leserinnen in der Praxis damit anfangen, unterliegt der
eigenen Verantwortung.
Jeglicher Nachdruck, auch auszugsweise, die fotomechanische Wiedergabe
oder andere Bearbeitungen
(auch Übersetzungen) bedürfen der schriftlichen Genehmigung von *BLAUER
DIAMANT™*.
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(Mini-) Erklärung:
Seit meinem (Doris Stilgenbauer) 25 Lebensjahr habe ich mich sehr für die
Aussagen des wundervollen und weisen
TAROT – SPIEL interessiert und darin eine gewisse Meisterschaft erlangt. Für
mich war es immer sehr faszinierend,
mich im Spiegelbild dieser Zusammenhänge zu erkennen und die Reflektionen in
meinen Alltag einzubauen. Nicht
die „Vorhersage“ war meine große Leidenschaft dabei, sondern das Feilen an
den eigenen Ecken und Kanten.
Gearbeitet habe ich dabei mit der „Großen Arkana“, die sich aus 22 Karten
zusammensetzt und bevorzugte das
klassische Raider Waite Tarot-Deck, welches ich als wissenschaftlich nutzbar
bezeichnen möchte. Natürlich
sind auch andere Karten wundervoll und haben ihren Reiz. Jeder hat eben so
seine Lieblinge...
10 Jahre habe ich dann Tarot - Kurse gegeben. Oftmals drei verschiedene
Gruppen in der Woche. Es waren
interessante Jahre, in denen ich die Teilnehmer/innen der eigenen und
persönlichen Kraft näher bringen durfte.
Stärkung des Selbstbewusstseins sowie innere Stabilität war das erklärte
Ziel. Alles hat seine Zeit und so beendete
ich diese „Lehrtätigkeit“ im Jahre 2000. In den Jahren 1990/1991 habe ich,
unter dem Synonym „Doree Averlon“ ein
Grundlagenbuch von 160 Seiten über die Deutung und Bedeutung von TAROT
geschrieben. Es ist umfassend und
besonders für Einsteiger geeignet. Da ich die Angewohnheit habe, alle Texte
mit der Hand zu schreiben,
bin ich dankbar für deine „Treue Seele“ (R. E.), welche die aufreibende
Arbeit
übernommen hatte, all das in den Computer einzuspeisen.
Nachfolgend stelle ich dieses Grundlagenbuch zur (ausschließlich) privaten
Nutzung zur Verfügung und weise dabei
nochmals auf die Copyright – Rechte hin. Die entsprechend interpretierten
Tarotkarten (Raider Waite),
sind im Buchhandel zu beziehen.
Seit dem Jahr 2005 gebe ich wieder gelegentlich TAROT – Kurse, die
allerdings neue Inhalte haben und zum
*BLAUER DIAMANT™* gehören. Sie sind noch mehr als vorher, auf die Erkenntnis
und Stärkung der eigenen
Persönlichkeit ausgerichtet. Tarot ist ein wundervolles „Spiel“ von Weisheit
und Verständnis. Wenn wir es
zulassen, dann können wir sehr viel über uns selbst erfahren. Der Weg zur
Selbsterkenntnis,
zu dem <Ich Bin>, ist besonders wichtig im Leben eines Menschen.
Tarot wird hiermit zur Möglichkeit der „Inneren Reifung“ und der klaren
Ermächtigung von persönlichem Bewusstsein.
Eine Stabilisierung im Alltag ist jedem Individuum dienlich. Tarot wird, auf
diese Weise verwendet, nicht zur
„Vorhersage“ benutzt, sondern dient als Spiegelbild der Seele. Es ist ein
wirkliches Erlebnis und natürlich auch
ein Abenteuer, sich auf die eigene, ganz persönliche, Reise zu begeben. In
der Unabhängigkeit der eigenen
Existenz liegt die wahre Freiheit. Tarot kann auch Geduld, Liebe,
Geborgenheit und Zuversicht lehren, welche
uns Zufriedenheit beschert. Wenn wir in die Tiefe der Symbolik eindringen
und diesen „Schatz“ heben,
so finden wir einen inneren Reichtum, den so manch einer nicht für möglich
hält.
Tarot ist natürlich nur einer von vielen Wegen, - doch diese Art von Weg
kann sehr heilsam sein,
für eine spezielle Ganzwerdung des individuellen Selbst... Also des <ICH
BIN> ...
So bleibt mir nur noch übrig, viel Spaß bei der Lektüre zu wünschen!
Lichtvolles Sein
DORIS STILGENBAUER
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Inhaltsverzeichnis
Übersicht Tarot-Karten:
Tarot-Kursbuch
Vorwort
Es war mir ein Bedürfnis, nachdem ich sehr intensive Erfahrungen mit dem
Tarot spielen gemacht hatte, diese
gewonnenen Werte auf aktiv-brauchbare Art und Weise weiterzugeben. Natürlich
ist deshalb die "Lektüre" auch
auf meinen Umgang mit der Materie abgestimmt und viele persönliche Ansichten
verarbeitet.
Tarot ist für mich lebendiges Leben. Es ist ein Spiel, aber wie jedes Spiel
hat es ernste und heitere Seiten,
besinnliche und verrückte. Es ist ein wirkliches Auf und Ab, Hin und Her.
Sämtliche Aspekte des menschlichen
Seins können von uns selbst erfasst, beleuchtet und in Szene gesetzt werden.
Man wird quasi automatisch
auf das Wesentliche im eigenen Leben hingewiesen und kann sich damit
auseinandersetzen,
theoretisch, praktisch, wie man mag ...
Dies empfinde ich persönlich als eine herrliche Sache und ich freue mich
jedes Mal aufs Neue wenn ich sehe,
dass andere interessierten Menschen ebenfalls mit Elan dieses Abenteuer
wagen und ähnliche Bereicherungen
erfahren dürfen. Und so danke ich hiermit allen, die durch Nachsicht,
Geduld, Kritik und Arbeitseifer dazu
geholfen haben, dass diese Gedanken schriftlich fixiert werden konnten und
natürlich danke ich auch
dem "Zufall", der wollte, dass diese Niederschrift entstand.
Das Wichtigste aber war und ist die Liebe!
Worms, im Sommer 1991
Doree Averlon
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Einleitung
T A R O T (-SPIEL)
Was Tarot ist oder sein kann:
Tarot ist ein Kartenspiel aus insgesamt 78 Einzelkarten. Dies teilen sich
auf in die große Arkana
mit 22 Karten und die kleine Arkana mit 56 Karten.
Wir arbeiten hier nur mit der Großen Arkana, die traditionell mit
lateinischen Ziffern durchnummeriert ist und
zwar von 0 bis XXI. Jede Karte trägt einen bestimmten Namen, dieser kann
allerdings bei anderen
Kartendecks etwas variieren. Der Inhalt, bzw. was die Karte aussagt, ist
jedoch in etwa gleich.
Woher "Tarot", dieses logische System von Einzelkarten stammt wer es
"erfunden" oder entdeckt hat, aus
welchem Land, aus welchem Jahrhundert, wird sich nicht mit Sicherheit
beantworte lassen. Es ist aber anzunehmen,
dass es aus altägyptischer Zeit ist. So jedenfalls sagen es die Legenden,
die auch behaupten, dass es das Buch
Toth sei. Das Interessante an diesem Buch ist, dass es keine starr
aufeinander folgenden Seiten hat, sondern
durch die Struktur des Kartenspiels die Möglichkeiten zu vielfältige
Kombinationen bietet.
Die Sprache des Tarot ist eine reine Bildersprache, die direkt eben über das
Bild, mit dem Menschen, seinem Herzen
und seine Verstand Kontakt aufnimmt und eine Verbindung herstellen soll und
kann. Erklärungen in Form von Worten
(oder Büchern!) sind eigentlich überflüssig. Sie können lediglich
Hilfestellung leisten, sie verkürzen die Zeit
bis zum inneren Verstehen. Schaut die Bilder an und ihr werdet begreifen.
Bei der Beschreibung der Karten in den folgenden Arbeitsblättern beziehe ich
mich auf die Karten
des Rider-Waite-Tarot.
Das Tarotspiel hat einige Möglichkeiten wie man mit ihm arbeiten kann und
eine davon läuft auf das "Wahrsagen"
hinaus. Dies hat einen unangenehmen Beigeschmack wegen der vielfältigen
Scharlatanerie, die in diesem Bereich
betrieben wurde und immer noch betrieben wird. Davon möchte ich mich
allerdings distanzieren. Ich bevorzuge
die Divination, d.h. den Aspekt: Das "Wahre zu erkennen" bzw. die "Wahrheit
sehen wollen". Mit Hilfe des Tarot
können wir sehen lernen ..., die Wahrheit in uns und um uns. Wir bekommen
damit die Möglichkeit, uns mit
unserer Persönlichkeit, unseren Wünschen, Zielen und Hoffnungen
Auseinanderzusetzen,
über sie nachzudenken. Die Karten fungieren hier als Hilfsmittel und Stütze.
Es sind alles Selbsterfahrungsprozesse, nur auf einer andere Ebene, die
zunächst ungewohnt sind. Es werden
viele neue Zusammenhänge erfahren, die erst einer geistigen
Auseinandersetzung bedürfen. Sich diese Ebene
zu erschließen, braucht etwas Zeit und man hat ebenso die große Möglichkeit,
durch Selbst Erkenntnis
zu einer Selbst-Heilung zu gelangen.
Auf diese Weise festigt das Tarot den Charakter durch die Ehrlichkeit sich
selbst gegenüber, erweitert das
Bewusstsein durch die Bereitschaft zur Toleranz und Akzeptanz, gibt ein
Ventil für unterdrückte Gefühle, gibt
Entscheidungshilfen. Jeder wird nur so weit in die Tiefe gehen können, wie
er es verkraften und erfassen kann.
Damit haben wir einen gewisse Schutz (auch vor uns selbst).
Alles in unserem Leben ist schwingende Energie bzw. Frequenz. Diese
Frequenzen existieren überall und sie sind
außer im "Hörbereich" oder vielleicht Geruchssinn nicht körperlich
wahrnehmbar. Aber auch unsere Gedanken sind
Energie und Frequenz. Wären sie das nicht, so könnten wir ja auch keine
Hirnstrommessungen vornehmen. Diese
Energie, so subtil und so fein sie ist, ist immer um uns und in uns. Jedes
Atom "schwingt" und wir genauso.
Wir erfahren das auch tag-täglich z. B. durch Sympathie und Antipathie.
Auf dieser Frequenz, auf dieser Grundlage helfen uns die Karten. Die
Energien (teilweise von uns selbst gesendet),
ermöglichen es, dass die Karten in der Kombination zu liegen kommen, wie es
sich darstellt. Diese Art zu Arbeiten
ist also nichts Unnatürlich» oder etwas, dem man sich "verschreiben" oder
auch an das man "glauben" muss.
Es funktioniert ganz einfach so.
Diese Arbeit stellt also keinesfalls ein Hindernis für religiös gläubige
Menschen dar. Im Verlauf des "Spiels"
werden Sie erkennen, dass man gerade über den Weg des Tarot seinen Glauben
an einen Gott wieder finden kann.
Wir haben immer Boden unter den Füßen, eben weil wir nicht "glauben" müssen,
sondern weil wir "wissen" werden.
Es gibt beim Tarot nichts, was man nicht logisch erklären könnte und so
werden auch "wissenschaftlich"
denkende Menschen zu ihrem Recht kommen.
Alles hat seine Ursache im Universum.
Die Tarot-Karten stellen Teilaspekte von uns dar. Das heißt, dass jeder
einzelne Trumpf der Teil eines
Wesenzuges in uns ist, mehr oder weniger ausgeprägt ist, in positiver oder
negativer Ausrichtung.
Deswegen ist es notwendig, sich genau mit dem (eigenen) psychologischen
Hintergrund zu befassen und auch
einwirken zu lassen. Das Gesamte, mit allen Beziehungen und Wechselwirkungen
untereinander, ist im günstigsten
Fall der vollendete Mensch und den gilt es ja anzustreben.
Jede Karte ist also wirklich wert, auf ihre Deutung (Bedeutung) hin
untersucht und durchleuchtet zu werden.
Wir müssen den Part in uns suchen, der damit korrespondiert. Alles werden
wir in uns finden - und unsere
Beziehung dazu. Hier ist natürlich auch sehr große Ehrlichkeit sich selbst
gegenüber notwendig
und auch Liebe. Falls man nicht gerade Naturtalent ist, kann man dieses aber
lernen.
Außerdem wird eine Denkweise gefordert, die uns eigentlich etwas verloren
gegangen ist. Wir sind im Allgemeinen
so erzogen (oder es gewöhnt), dass wir zuerst den Intellekt bemühen und von
da ausgehend das Gefühl entwickeln.
Nun gilt es zu lernen, den umgekehrten Weg zu gehen. Zuerst ist die Stille
gefragt, da diese feine, innere Bewegung,
die entstehen könnte, überhaupt wahrgenommen werden kann. Was dann aufsteigt
an Positivem oder auch
Negativem, eben aus diesen tiefen "Wassern" hoch kommt wie kleine
Luftblasen, möchte unbedingt zugelassen
werden. Man sollte es perlen, aber auch brodeln lassen und dann erst sollte
der Intellekt bemüht werden,
damit jedes "Ding" auch seinen rechten Platz bekommt, - erneuert, entstaubt
und verschönert.
Noch etwas können wir bemerken, wenn wir die Arbeit (an uns) richtig
vollziehen: Weil wir immer tieferen Einblick
in menschliche Stärken und Schwächen bekommen, insbesondere auch eigenen,
wird das Verständnis und die
Toleranz gegenüber Mitmenschen größer und tiefer. Auch so lernen wir eine
Seite der Liebe kennen, die uns und
anderen zugute kommt. Die Duldsamkeit und das Verständnis lässt die
Akzeptanz größer werden, das Gegenüber so
zu lassen wie es ist, und sich nur dann in sein Leben einzumischen, wenn das
Bedürfnis dazu besteht.
So werden nicht nur wir durch die Arbeit mit uns selbst bereichert, sondern
auch all diejenigen, die uns anvertraut
sind. Eben diese Teilaspekte, mit denen wir uns in Form der Tarotkarten
auseinander setzen, erfordert eine hohe
Toleranzgrenze von uns, - und unseren Mitmenschen gegenüber.
Jeder von uns hat eine andere Aufgabe und jeder hat demzufolge auch ein
anderes Problem in diesem Leben zu
bewältigen und statt sich gegenseitig zu verurteilen und einzuengen, sollten
wir uns besser helfen. Dort wo keine
Hilfe möglich ist, weil die eigene Kraft nicht ausreicht oder das
Verständnis der Umstände dies nicht ermöglichen,
kann man wenigstens neutrale Toleranz walten lassen. Mischt man sich nicht
ein oder distanziert sich,
ist das oftmals auch schon Hilfe genug.
Auf der anderen Seite sollten wir allerdings auch nicht erwarten, dass man
uns hilft und dies vielleicht gar dem
Mitmenschen zum Vorwurf machen, wenn dies nicht geschieht. Jeder ist so wie
er ist und jede Einsicht in die
(eigene) Verhaltensweise, setzt den persönlichen Willen dazu voraus. Also
auch nur helfen, wenn ersichtlich ist,
dass das Gegenüber die Hilfe auch wirklich braucht oder will. Aufgedrängte
Unterstützung führt
nur zu Abwehr und Aggression.
Natürlich sollen wir uns auch nicht "auf dem Kopf herumtrampeln“ lassen,
aber die daraus entstehenden Reaktionen
haben angemessen zu erfolgen. Meist ist der Gedanke, dass der Andere etwas
Bestimmtes denken
könnte zuerst da und entbehrt sehr der Realität.
Auch dafür ist also die Beschäftigung mit dem Tarot gut, die Selbstdisziplin
zu üben und dadurch unser eigenes
Leben klar zu strukturieren, damit es endlich möglich ist, hinter die
Kulissen zu schauen.
Jeder tut das natürlich in seiner eigenen Sprache und mit seinen eigenen
Sinnbildern. Da hat kein "am Wort kleben"
Platz. Es ist wichtig zwischen den Zeilen zu lesen, einfach den Sinn
erfassen. Je mehr wir dabei in unsere eigene
Stille gehen, um so deutlicher wird das eben noch Abgelehnte fassbar.
Durch Erziehung, Kulturkreis, festgelegte Moralvorstellungen aber auch
seelische Verletzungen, die ein Mensch
erfahren hat, ist er auf bestimmte Symbole und Worte "allergisch". Dann wird
eine Sperre aufgebaut, eine
Abwehrhaltung dringt ein und aus diesem Vorurteil heraus, wird oft
Lehrreiches nicht ausgenutzt.
Tarot erzieht also auch, bei richtiger Betrachtungsweise, zur Offenheit.
Eine Offenheit, die notwendig ist, wenn wir
aus alten Gleisen heraus wollen. Vorurteile sind bei Allem was man
unternimmt und tut ein Hindernis. Erst wenn man
sich, nach eingehender Betrachtung und Information sicher ist, etwas
abzulehnen, dann hat man auch ein gutes
Gefühl dabei, bzw. nagen hinterher nicht Zweifel am Gemüt.
Die Offenheit in allen Dingen, in Bezug auf ein vorurteilsfreies Handeln,
ist eine faire Angelegenheit. Offenheit und
Fairness sind für mich wie Zwillinge, die einfach nicht zu trennen sind. Dem
Leben und Lebendigen (auch der Liebe)
eine Chance zu geben und offen-vorurteilsfrei auf die Dinge zugehen, ist
eine faire Geste,
die in der heutigen Zeit leider nicht mehr so oft zu finden ist.
Auch das sollten wir wieder lernen!
Die "Verletzungsgefahr" bei dieser Art von Offenheit ist überhaupt nicht so
groß wie man annimmt. Denn:
Sei dir bewusst, dass du einzigartig bist!
Mach dir klar, dass du wichtig bist und du gebraucht wirst, an dem Platz, an
dem du gerade stehst.
Lerne dich selbst zu lieben und zu akzeptieren und dich selbst anzunehmen.
zu 1 . Jeder Mensch ist ein Individuum, das auf die ihm einzig mögliche Art
existiert. Keiner hat das Recht und die
Veranlassung, im Leben eines Anderen Veränderungen herbeizuführen, wenn dazu
nicht die Erlaubnis erteilt wurde.
Im Gegenzug sollte man dafür endlich die Verantwortung für das eigene Leben
übernehmen und erkennen, das
man immer selbst Auslöser ist für das Geschehen, auch wenn dies
vordergründig nicht erkennbar ist.
zu 2. Auch wenn es manchmal kaum vorstellbar ist, schafft man sich das Leben
und die Lebensumstände selbst
und deswegen ist es so ungemein wichtig, dass man das, was man gerade tut,
mit größter Aufmerksamkeit erledigt.
Nur dann kann ich mit dem erreichten Ergebnis auch zufrieden sein. Die Welt
ist nicht nur "Friede, Freude, Eierkuchen",
sie will erobert werden in allen Nuancen und dazu ist es wichtig, dass ICH
dort, wo ich mich gerade befinde das
optimale Ergebnis erziele. Das gelingt nicht ohne Selbstbewusstsein und der
"schielende" Blick auf meine evtl.
"negative" Umwelt nützt mir dabei nichts. Sei wie du bist und tue was du
kannst!
zu 3. Das Vertrauen zu sich selbst, schafft den Urgrund auf den wir das
Leben bauen können. Ohne die Liebe zu
uns selbst geht das Lebendige an uns vorbei und die Kraft ist vergeudet. Du
brauchst andere nicht um Liebe
anzubetteln. Keiner kann dir geben, was du selbst im Übermaß bei dir hast.
Suche danach und wenn du nur
einen kleinen Zipfel erhascht hast, gib ihn nie wieder her.
Natürlich bedarf man oftmals auf seinem Weg der Unterstützung und in der Not
wird da auch Jemand oder Etwas
sein, das ehrlich hilft aber auch dann darf man sich nicht abhängig machen.
Man kann offen sein für die Hilfe,
es soll jedoch nie zu einer bleibenden Einrichtung werden.
Wenn dies mit in den aktuellen Lebensplan eingerechnet wird, dann ist die
"Verletzungsgefahr" gar nicht so groß
und sollten doch Wunden geschlagen werden, so können sie eine Erfahrung
darstellen, die stärker macht und
reifen lässt. Wunden können auch eine Hilfe und lehrreich sein. Man kann an
Widerständen auch wachsen.
So ist das Spiel des Tarot gleichzeitig ein Spiel des Lebens. Die
Teilaspekte, bzw. die Gesamtheit dieser
losen Blätter, sind eine Hilfe bei unseren Überlegungen und nicht nur das,
wir bekommen auch gleichzeitig
praktische Hilfen an die Hand, wenn wir nur ehrlich genug zu uns selbst
sind.
Mir macht dieses Spiel (das Leben) in seinen Höhen und auch Tiefen Freude
und jede "ungeplante"
Schwierigkeit ist für mich eine neue Herausforderung. Wir sind nicht hier
auf der Erde
"zumAusruhen", wir sind hier um zu L E B E N !
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Arbeitsweise:
Es gibt zwei Möglichkeiten mit dem Tarot zu arbeiten:
a) Der "klassische" (esoterische) Weg
b) Der intuitive Weg.
Wir werden hier hauptsächlich mit der intuitiven Seite des Tarot arbeiten.
Dies bietet den Vorteil, dass man
sehr schnell weiß um was es geht und dies im Alltag verwenden und umsetzen
kann.
Falls es aber jemanden doch interessiert, so habe ich am Ende der jeweiligen
Kartenbesprechung noch
kurz die klassische Seite berücksichtigt. So hat also trotzdem jeder die
Möglichkeit, sich über
beide Seiten zu informieren und den Weg zu wählen, der ihm am besten liegt.
Aufgliederung:
Die Karten werden so erklärt, dass man, je nach Informationswunsch, einen
schnellen Überblick hat.
Rubriken:
Intuitive Seite: Hier wird möglichst greifbar, lebensnah und mit
Hilfe von "Gleichnissen" erklärt, mit nicht allzu
philosophischem Hintergrund. Der Inhalt bezieht sich also auf die praktische
Seite des Leben.
Fragen, die ich mir stellen kann: Diese Fragen sollen zu etwas mehr
Selbsterkenntnis verhelfe.
Natürlich nur, wenn dies gewünscht ist. Es ist eine Art Eigenerforschung.
Dinge, die ich tun kann: Wenn man aufgrund der Fragen oder anderer
Fakten zu dem Schluss kommt,
dass man auf praktischem Wege etwas unternehmen will, um vielleicht eine
Klärung der gegenwärtigen
Situation herbeizuführen, wird man in dieser Rubrik einen guten Ratschlag
finden.
Affirmationen: Dies sind positiv gestaltete Sätze. Wenn man sie
häufig wiederholt oder nieder schreibt,
tritt eine unbewusste Konditionierung ein. Das Gemüt reagiert auf diese
ständige Prägung (ähnlich
autogenem Training). Man kann sich einen Satz (gemäß dem zu bearbeitenden
Thema)
heraussuchen oder aber auch mehrere Sätze kombinieren.
Esoterische Erklärungsweise: Hier wird die
philosophisch-theoretisch-theologische Seite der Karte
dargestellt. Aber auch aus "esoterischer" Sicht ist es nur eine
oberflächliche Erklärung, denn da gäbe
es noch viel mehr ... Wer daran Gefallen findet oder weitergehendes
Interesse hat, wird Wege finden
(evtl. auch über entsprechende "Fachliteratur"), sich die gewünschten
Informationen zu beschaffen
oder vielleicht sogar eigene Gedanken walten lassen.
Zusammengefasste Botschaft: Es wird versucht in wirklicher
Kurzfassung das Wesentliche
(auch über die Symbole), der entsprechenden Karte darzustellen.
Divinatorische Bedeutung: Diese Erklärung kann zur Deutung oder
Auslegung des "Kartenspiels"
herangezogen werden. Es dient dem vereinfachten Erkennen des Sachverhalts.
Stichworte: Auch die Stichworte helfen in vereinfachter und
allgemeiner Art beim Deuten der Karten.
Partnerschaftsfragen: Da häufig gewünscht, ist dies als Ratgeber
gedacht, der sich auf Fragen
betreffend Partnerschaftssituationen bezieht. Hier lässt sich oft „der Stand
der Dinge“ ableiten.
Hinweise: Es besteht darüber Klarheit, dass es in der nun folgend
Abhandlung einige vielleicht
unbekannte oder ungewöhnliche Worte und Redewendungen gibt. Trotzdem habe
ich ganz
bewusst auf der Erklärung verzichtet.
Ich finde, dass es doch recht reizvoll sein könnte, "zwischen" den Zeilen zu
lesen, den übertragenen Sinn zu
ergründen oder sich die Mühe zu unterziehen, hinter die Bedeutung des noch
Unbekannt zu kommen. Im Anhang
zu den Kartenerklärungen sind noch einige "Legebeispiele" aufgeführt. Dazu
wünsche ich jetzt schon viel
"Spaß der Freud". Man muss im Leben ja nicht immer alles so tierisch ernst
nehmen aber ein paar
Gedanken(an)stöße haben noch nie geschadet.
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Dann also jetzt zur ...
TAROT – KARTEN – AUFKLÄRUNG:
O. Der NARR
Der Narr ist eine Karte der
Ungebundenheit.
Intuitive Seite:
Alle Wege stehen dem Narren offen, der tanzend hinauszieht in die Welt.
Da ist ein Mensch der lacht. Wenn er ein bisschen lacht, da finden wir das
freundlich, beneiden ihn sogar.
Wenn er viel lacht, dann ist dies schon etwas suspekt ("in der heutigen Zeit
gibt es ja so wenig zu lachen")
und lacht ein Mensch immer, da kann er nur verrückt sein (denkt man).
Warum leisten wir uns nicht ab und zu den Luxus, lachend durch unseren
Alltag zu gehen, - einfach so. Selbst im
größten Leid bleibt uns das Lachen. Es verändert nichts, nicht zum Guten,
aber auch nicht zum Schlechten. Das
Lachen ist ganz einfach und lebt nur für den Augenblick. Würde einiges nicht
um vieles leichter, wenn man nicht
dauernd vor und zurück schaut, sondern einfach nur der Gegenwart huldigt;
nicht lange fragt, mach ich's falsch
oder mach ich's richtig; was war in der Vergangenheit, was bringt die
Zukunft, - eben einfach nur leben.
Du sagst, dies sei nicht die reale Welt, tanzend und lachend die Zeit zu
verbringen. Man muss planen, etwas tun,
die Zukunft ins Auge fassen, die Vergangenheit beachten. Doch wo lebst Du
dann? Irgendwo dazwischen? Wann
ist dann für Dich die Gegenwart, wenn Du immer nur in der Zukunft oder in
der Vergangenheit lebst?
Kannst Du die Freude und Losgelöstheit des Augenblicks noch empfinden?
Warum lassen wir uns einen Stempel aufbrennen, der uns ständig sagt, was wir
zu tun und zu lassen haben?
Ich denke wir sind alt genug, unser Bündel zu schnüren und auf Wanderschaft
zu gehen. Wir können dabei viel
Wahrheit lernen, z.B. von der Natur, die sich selbst genügt. Eine Blume
blüht, weil sie blüht - basta! Die Sonne
scheint, weil sie scheint - und das auf alle Menschen und zudem atmen wir
alle die gleiche Luft. Wer jemals in
seinem Leben einen Augenblick empfunden hat, an dem die Zeit stillstand,
wird es niemals vergessen.
Denken wir ruhig auch an künstlerische Menschen, von denen wir uns verwöhnen
lassen und die um so größere
Meister sind, je mehr sie nur, sich selbst vergessend, dem Moment huldigen,
der sie in ihrer Kunst davonträgt.
Wie sehr beneiden wir diese Menschen und machen ihnen doch zum Vorwurf, dass
sie nicht auf dem Boden der
Realität stünden. Wir sollten uns ein kleines Stück dieser Lebensweisheit,
Freiheit und Fröhlichkeit gönnen.
Machen wir's den Kindern nach, die einfach nur spielen. Der Ernst des Lebens
holt uns früh genug ein,
doch sind in diesem Stadium alle Möglichkeiten offen.
Natürlich werden wir von unserer Umwelt geprägt, aber wir haben auch einen
eigenen Willen. Damit können wir
uns, zumindest Zeitweise, aus dieser Umwelt entfernen und dem Augenblick,
der Freiheit huldigen. Vielleicht sogar
inmitten der Natur und unseren Instinkten freien Lauf lassen. Es steckt sehr
viel Weisheit und Schönheit in diesem
Verschmelzen mit dem Augenblick. Denn dann können wir lachen über die Welt
und so manche
ihrer theatralischen, aber auch illusorischen Inszenierungen.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
kann ich noch über mich
selbst lachen?
-
Bin ich zu starr und ernst
geworden?
-
Mache ich mir zuviel
Sorgen über Vergangenheit oder Zukunft und vergesse darüber das
gegenwärtige Leben?
-
Bin ich gerne auf dieser
Welt?
Dinge, die ich tun kann:
-
Spiele spielen, egal mit
wem.
-
Mal was ganz "Unsinniges"
tun.
-
Mich von künstlerischen
Tun oder Dingen verzaubern lassen, auch wenn sie keinen Nutzen haben.
-
Den Versuch wagen, mit
Pflanzen zu reden oder Tiere zu verstehen.
-
Tanzen, egal ob zu zweit
oder alleine und mich im Tanz fühlen.
Affirmationen:
-
Ich genieße den Augenblick
und erlaube mir, auch für die Zukunft den Augenblick zu genießen.
-
Ich darf Kind sein oder
Weiser - ganz wie ich will.
-
In mir und dem Leben
liegen alle Möglichkeiten.
Esoterische Erklärungsweise:
Der Narr ist vielleicht das seltsamste und schwierigste Bild, da es von der
Ziffer her eigentlich nicht zur Großen
Arkana gehört und wird deshalb auch 0 oder XXII benannt. Aus diesem Grund
ist auch nicht ersichtlich, ob man
die Karte an den Anfang oder das Ende der Großen Arkana stellen soll. Man
wird beide Möglichkeiten finden.
Deshalb denke ich, dass dieses Bild auch in etwa die Menschlichkeit auf
unserer Erde darstellt. Der Anfang ohne
Ende, das Ende ohne den Anfang. Wir haben alles in uns was wir brauchen,
doch oftmals wissen wir es nicht.
Trotzdem ist es da!
Der Tanz der Narren erscheint unkoordiniert, also keiner ordnenden
Vorstellung oder Idee unterworfen;
eine beinahe archaische Ungebundenheit.
Viele weiße Elemente sind in diesem Bild. Es ist die Farbe des Lichts, die
so dargestellt wird (Spektralfarben).
Damit ist auch die Möglichkeit gegeben etwas zu bezeichnen wie es ist, bevor
es Ordnung und Form annimmt.
Man könnte die Interpretation des Narren auch durch das Wort „Möglichkeit"
ersetzen, da in ihm alle Möglichkeiten
des menschlichen Selbst dargestellt sind (sogar die Vergangenheit und
Zukunft), die beide zu dieser Zeit keinen
Einfluss auf den Tänzer nehmen können. Es ist der klassische "Augenblick",
eine Momentaufnahme des Nichts
und Alles. Das Zeichen 0 in Verbindung mit der Möglichkeit des Auf- und
Abschreitens bringt uns zur Spirale,
welche die eigene Bewegung des Voranschreitens von einer Ebene zur anderen
symbolisiert. So kann die 0
einerseits die Vollkommenheit symbolisiere, andererseits das totale Chaos.
Doch auch das Chaos
stellt eine Einheit dar, in der alle Möglichkeiten eingeschlossen sind.
Der astrologische Planet ist der Uranus, Planet des Unerwarteten, der Freude
an der Überraschung, allzeit bereit
sich in das unbekannte zu stürzen. Das zugehörige Element ist die Luft,
bezeichnend für das Denken und den Geist.
In vielen Märchen und Mythen begegnet uns das Bild des Narren, des reinen
Toren, der weder klug noch
welterfahren ist und doch am Ende die Prinzessin heimführt. Der Narr ist in
jeder Deutung der Außenseiter, der
aber auch gerade durch diese Stellung viele Wahrheiten sehen kann. Somit ist
der Narr der Herold der Großen
Arkana. Die Wirklichkeit lässt sich niemals auf eine bestimmte Erklärung
oder Philosophie reduzieren. Deshalb ist
sie Nichts. Wir können das Leben niemals als ein Spiel mit festen Regeln
betrachten,
daran erinnert uns der Narr. Das Leben ist immer anders.
Trotzdem ist der Narr nicht vollkommen. Er repräsentiert zwar die Freiheit,
jedoch wird mit der Zeit eine gewisse
Integration notwendig werden. Seine Lehre ist, dass der Fall in das
Bewusstsein und die Trennung unumgänglich
sind, wenn Individualität zum Vorschein kommen soll. Tarot lehrt uns, dass
wir gerade über das Bewusstsein
zu einem Zustand gelangen können, in dem wir uns der unbewussten Energie des
Narren bewusst werden.
Das Tier unten auf dem Bild stellt die animalische Triebhaftigkeit unseres
Wesens dar. Die christliche Moral
fordert uns auf, das Tier zu überwinden, moderne Psychologen meinen wir
müssen es akzeptieren und Ökologen
sagen, dass wir es irgendwie lieben müssen. Die Esoteriker und Mystiker
aller Religionen sprechen allerdings
von einer anderen Bewusstseinsebene, einer direkten Verbindung zwischen
jedem Wesen und dem Kosmos.
Die Isolation ist eine Illusion, denn wir sind in jedem Atom und mit den
fernsten Sternen verbunden, um zum
kosmischen Bewusstsein zu gelangen. Denn nur durch die Erkundung verborgener
Weisheiten in uns selbst,
können wir die Wahrheit in der Schöpfung finden.
Zusammengefasste Botschaft:
Der Narr ist "der Geist auf der Suche nach Erfahrungen". Dabei führt ihn
seine Neugier und seine Sehnsucht. Ohne
Konzept geht er spontan seinen Weg. Das Chaos, das er anrichtet, schafft
manchmal auch eine neue Ausgangsbasis.
Divinatorische Bedeutung:
Der Narr weist auf eine Situation hin, wo der Mensch intuitiv handeln
sollte. Man soll also dem eigenen Instinkt
folgen, ohne auf den Rat der anderen oder Normen der Gesellschaft zu achten.
Aber gerade bei dieser Karte
ist besonderer Wert darauf zu legen, welche anderen Bilder noch beigeordnet
sind.
Diese müssen dann im Zusammenhang betrachtet werden.
Stichworte:
-
Der Narr steht auch für
einen neuen Zyklus der Existenz
-
Trotzdem müssen wir uns
vor Selbsttäuschung schützen.
-
Von der Intuition leiten
lassen.
-
Sich den Folgen einer
Handlung nicht bewusst sein.
-
Abenteuerliches
Unternehmen
-
Wahl zwischen
verschiedenen Möglichkeiten
-
Mangelnde Aufmerksamkeit
für das Detail
Partnerschaftsfragen:
-
Hier wird nur für den Augenblick gelebt. - In aller Unschuld und
Unbefangenheit. Das bedeutet, dass man sich
auch von den "Problemen" einer Beziehung lösen kann.
-
Die Partnerschaft, wenn sie besteht, ist vorübergehend, da der Narr nur
alleine ein Narr ist. Dies ist die totale
Freiheit. (Verantwortungslosigkeit?)
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- Karten-Übersicht
I. Der MAGIER
Die Karte der Macht, nach dem Eintauchen in die Welt
Intuitive Seite:
Der Magier ist derjenige, der mitten im Leben steht und mit den
Möglichkeiten, die er von Geburt an
mitbekommen hat, etwas anfangen will.
Für unser Leben bedeutet das, dass wir unabhängig von unserer jetzigen
Lebenssituation uns auf den Weg
machen. Wir müssen uns beginnen abzunabeln (egal von was). Es sollte endlich
etwas unternommen werden.
Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob wir eine gute oder schlechte
Vergangenheit (nah oder fern) haben.
Es ist egal ob wir arm oder reich sind, glücklich oder unglücklich. Das
Erscheinen des Magiers fordert uns auf,
sofort uns selbst an die Hand zu nehmen und nach eingehender Analyse der
gegebenen Möglichkeiten,
uns auf den Weg zu machen.
Wir leben hier auf dieser Erde. Von dieser Materie können wir nicht fliehen.
Durch die gesetzmäßige
Anziehungskraft und die Beschaffenheit unseres Körpers sind wir gebunden -
von Anfang bis Ende - von der
Geburt bis zum Tod - hier zu verweilen. Was allerdings möglich ist, das ist
die freie Bewegung auf diesem Erdenball;
natürlich unter Berücksichtigung einiger Gesetzmäßigkeiten. Aber wenn man
nur will, gehen diese universellen
Gesetze bald "ins Blut" und es ist wie beim Autofahren, die Reaktionen und
Bewegungsabläufe geschehen
automatisch, so dass man sehr gut nur auf den Weg zu achten braucht, auf dem
man sich fortbewegt.
Also, egal in welchen Schwierigkeiten ihr gerade steckt, was z.B. für
Partnerschafts- oder
Geschäftsprobleme gerade anstehen, beim Magier heißt es
"Ärmel hochkrempeln" und ran an die Arbeit.
Einfach mal nachschauen was da ist und welche Möglichkeiten für mich da
sind.
Harte Arbeit ist es natürlich und nicht umsonst wird diese Karte auch den
„Gauklern“ und Illusionisten“ zugeordnet.
Hektische Betriebsamkeit, stressiges „auf der Stelle“ treten, „kopfloses“
Drauflosrennen, bringen mit Sicherheit
nicht den rechten Erfolg und erschöpfen nur die Kraft. Die Arbeit braucht
also auch eine Grundlage.
Schaut mal in den Spiegel und fragt Euch ob Ihr überhaupt noch da seid! Oder
hat Euch der Alltag schon
geschluckt? Man sollte also versuchen, sich selbst wieder zu fühlen und
wissen - dass man ist!
Man soll versuchen die Realität zu sehen, nicht zu sehr in Träumerische
abschweifen und mit Disziplin einen
neuen Anfang wagen. Disziplin ist kein Zwang, sondern bedeutet Freiheit. Die
Disziplin ist der freie Wille,
endlich etwas tun zu wollen- nicht zu müssen. Der Freiraum, der dadurch
entsteht, dass ich nicht getrieben
werde und anschließend mir auch selbst keine Vorwürfe mache, gibt eine
Energie frei. Diese Energie nun
kam schon wieder verwendet werden, um andere Dinge (z.B.
kreativ-künstlerisch) in Angriff zu nehmen.
Zur Arbeit an den Lebensumständen gehört auch die Arbeit an uns selbst. Die
Augen dürfen nicht vor
eigenen Unzulänglichkeiten verschlossen werden. Denn ob Unzufriedenheit oder
Zufriedenheit
in unserem Inneren sind, das teilt sich auch der Umwelt mit.
Es gilt also auch, die Polaritäten zu beachten, nach dem Motto "So wie es in
den Wald hineinruft, so schallt es
auch wieder heraus". Durch die Beobachtung (Beachtung) unserer Umwelt, wie
die Menschen z.B. reagieren,
- auch auf uns - , können wir erkennen, wo die Arbeit bei uns selbst
ansetzen muss.
Packen wir das Leben also an!
Den Kopf in den Sand zu stecken gilt nicht!
Dies ist der Anfang!
Es ist der bewusste Wille, mit all den Möglichkeiten, die mir eigen sind,
etwas anzufangen.
Fragen, die ich mir stellen kann:
-
Wer bin ich?
-
Wo ist zur Zeit mein Standpunkt?
-
Was kann ich aktiv tun, um meine Situation in den Griff zu bekommen?
-
Sammle ich meine Energie und arbeite damit oder verschleudere ich sie?
-
Bin ich nur "Reaktion" von anderen oder habe ich genügend
Selbstbewusstsein in meinem Leben?
Dinge, die ich tun kann:
-
Mit Disziplin ein frei gewähltes Ziel setzen und aktiv daran arbeiten.
(Nicht zuviel auf einmal, kleine Schritte
wählen)
-
Sich selbst erfahren (wollen).
-
Etwas nur für mich tun, um nach diesem "Kräfte sammeln" frei zu sein für
neue Aufgaben (auch kreativer Art).
Affirmationen:
-
Ich bin mir meiner Möglichkeiten voll bewusst und habe alles was ich
brauche, um mein Leben zu gestalten.
-
Ich nehme meine eigene Stärke wahr und mein Leben selbst in die Hand.
-
Ich akzeptiere meinen derzeitigen Zustand, damit ich für die Zukunft
darauf aufbauen kann
-
Indem ich Verantwortung für mein eigenes Leben übernehme, werde ich
frei.
Esoterische Erklärungsweise:
Der Magier repräsentiert das Schlagwort: "ICH BIN"
Das Element des Magiers, bzw. der Karte, ist die Luft. Die Element
entspricht dem menschlichen Geist.
Er repräsentiert die Kraft des Intellekts.
Die Karte entspricht auch dem männlichen Prinzip (I), gemäß der Vorstellung,
das Maskuline sei aufrecht, direkt
und kraftvoll. Es bezeichnet Willensstärke und zielstrebiges Bewusstsein.
Der zugehörige Planet ist Merkur,
als Repräsentant der geistigen und magischen Kraft (Heiler, Schreiber,
Schwindler usw.).
Mit dem Magier tauchen wir in die Welt ein, in die Entstehung der
Polaritäten, worauf alles aufbaut:
Licht und Dunkelheit, Aktivität und Ruhe, Vernunft und Instinkt usw...
So klar diese Gliederung auch sein mag, sollten wir immer daran denken, dass
die Pole idealistische
Abstraktionensind. Sie kommen niemals getrennt vor - nur verbunden. Dabei
kann dann gerade die eine
oder andere Seite dominierend sein.
Wenn wir in diese Welt kommen, so müssen wir uns mit den Gegensätzen und
Widersprüchen auseinandersetzen.
Der Magier ist der Schöpfer, der mit der dunklen Masse oder Materie ringen
muss um das darin verborgene Licht
freizusetzen. Er sucht auch die Wahrheit, sucht ein Verständnis für die
innere Natur und die Wiedervereinigung
der Gegensätze. Doch der Verstand allein reicht nicht aus, um mit dem Leben
zurechtzukommen. Trennen wir das
Denken vom unbewussten Verlangen, kann es geschehen, dass sich all unser
Wissen als nutzlos herausstellt!
Deshalb ist der Magier auch eine Karte der Weisheit. Wird dies Wissen
allerdings missbraucht und statt zum
Dienst am Anderen nur für eigene Interessen eingesetzt, wird man darunter zu
leiden haben.
Für die Frau ist der Magier eine der wichtigsten Karten bei der Entwicklung
ihres Selbstes, für den Mann ist
es die Hohepriesterin. Jeder Mensch darf auch die Qualitäten des anderen
Geschlechts in sich wahrnehmen.
Zusammengefasste Botschaft:
Der Magier ist das Symbol des Menschen in männlicher Erscheinungsform,
ausgedrückt durch die Haltung
von Stab und Magier sowie im Schwert auf dem Tisch des Magiers. Er ist der
Wollende und Macher. Auf der
Ebene der Materie (Tisch) soll der Mensch mit Hilfe der vier Urkräfte
(magische Werkzeuge), die ihm in seinem
Unterbewusstsein zur Verfügung stehen, ordnen oder etwas vollbringen. Jedes
Wollen ist ein Neubeginn
(liegende 8 über dem Haupt des Magiers). Der Schlangengürtel zeigt den
Umkreis an, in dem
der menschliche Wille frei handeln kann.
Bei dieser Karte wird uns auch der Schlüssel zur Entzifferung der anderen
Karten an die Hand gegeben:
"Wie oben, so auch unten." (Der weise Lehrspruch des Hermes Trismegistos.)
Divinatorische Bedeutung:
Der Magier ist eine Karte der Macht. Damit ist gemeint, dass man die
Fähigkeit besitzen soll, sein Leben in
positive Bahnen zu lenken. Dies bedeutet, alte Situationen zu
transformieren, damit neue hervorgebracht
werden können. In einer Zeit der Stagnation (Stillstand) könnte ein
gewaltiger Energieschub zum Durchbruch
kommen, auch kreativ gesehen. Probleme sollen mit neuem Mut angegangen
werden.Der Magier
überwindet Widerstände nicht nu bei anderen, sondern auch bei sich selbst.
Stichworte:
-
Einweihung über den Verstand, Klarheit und Durchblick.
-
Streben, der Welt zu dienen.
-
Flexibilität.
-
Äußere Erscheinungsformen verbergen die Wirklichkeit.
-
Schlauheit und innere Weisheit.
-
Jemand, der eins wird mit dem Zyklus des Lebens.
-
Die Fähigkeit, im negativen wie im positiven Sinne die Dinge nach
eigenem Willen zu beugen.
-
Freier Wille.
-
Konzentration des Willens auf ein Ziel.
-
Umsetzen von Gedanken in Aktion.
-
Selbstkontrolle.
-
Organisatorische Fertigkeiten sind vorhanden oder werde verlangt.
-
Kraftvolle Persönlichkeit.
-
Kreativität.
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II. Die HOHEPRIESTERIN
Die Karte des Übersinnlichen
Intuitive Seite:
Die Hohepriesterin ist
diejenige, die uns unsere seelische (über- sinnliche) Seite etwas näher
bringen will.
Sie zeigt uns, dass Intuition im Leben unbedingt notwendig ist, damit wir
mehr über den Sinn und das Innere
der Dinge und uns selbst erfahren können.
Hinter den "Vorhang" zu schauen, versuchen zu ergründen wie die Dinge
wirklich sind, überhaupt die "Ecke"
zu sehen, wo wir unsere Seele vergraben und versteckt haben, ist die Mühe
wert.
Da ist etwas in Deinem Innern, doch Du weißt nicht was es ist Du fühlst es
nur. Du spürst es manchmal
stärker, manchmal schwächer. Beunruhigt es Dich, weil es nicht erklärbar
ist? Der Verstand kann keine
logische Folgerung nachweisen? Das was Du da Fühlst ist Deine Seele, dieses
Etwas, das da ist und
das man mit rein materiellen Sinnen nicht benennen kann.
Du findest es unheimlich? Nein, - das muss nicht sein, es ist ja ein Teil
von Dir selbst, ein Teil des eigenen Ich.
Aber es ist ein Teil, der sich nicht aufdrängt; leise ist er, ganz leise,
bis Du Dich zu ihm hinbemühst.
Manchmal ist dieser Weg dorthin etwas mühsam zu finden, weil er im Dunkeln
liegt und wir es verlernt haben,
auf das Gefühl zu achten. Am Tage, bei Licht, bei wachem Verstand, ja da
sieht alles so einfach aus. Alles lässt
sich so wunderbar verdrängen Die "Aktivität" lässt der Seele kaum Platz zum
Atmen. Aber unser Innenleben
will auch atmen, will belebt sein und aktiv. Deshalb sollten wir uns auf den
Weg begeben, es zu suchen.
Dazu ist es notwendig, dass wir im Reisegepäck ein paar Attribut haben, wie
z.B.: Unvoreingenommenheit,
Neutralität, Neugierde und man muss außerdem "reinen Herzens" sein, denn die
Seele ist oft hinter Schleiern
verborgen, die leicht zerreißen können. Sei also behutsam mit Eurer Seele
und Euren Gefühlen, wenn Ihr sie sucht.
Und wenn Ihr sie gefunden
habt, verweilt ein wenig, lasst Euch Zeit. Manchmal darf man sich den Luxus
leisten
zu ruhen und zu fühlen, denn die Seele, die Gefühle, haben viel zu sagen und
sie sagen es nur in der Ruhe,
im Dunkeln, nicht im grellen Schein der Sonne und Aktivität.
So wie wir erst bei Nacht die
Schönheit der Sterne bewundern können und beobachten wie sie die Bahn
ziehen,
die Faszination des Mondes erkennen, so offenbaren sich die innersten Gefühl
erst wenn die Stille eingekehrt ist.
Tag und Nacht gehören jedoch zusammen. Keiner kann ohne den Anderen
existieren und jedes Ungleichgewicht
bringt Veränderungen. So sagt uns die Hohepriesterin, dass wir in die
Geheimnisse eintauchen sollen, die
Geheimnisse unseres eigenen Lebens. Aber seid behutsam, die Schleier halten
viel verborgen,
- die Grundlage unserer Existenz.
So wie die Hinwendung zum
eigenen Du geschieht und wir ergründen was da noch in uns lebt, so geschieht
dies natürlich auch mit unserer Umwelt. Wie stehen wir da zu unserem
nächsten Mitmenschen?
Auch da sollten wir dem Sachverhalt auf den Grund gehen.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Habe ich Angst vor mir
selbst und meinen Gefühlen?
-
Empfinde ich noch etwas
(will ich das überhaupt) oder habe ich mich abgekapselt weil mir das
Urvertrauen fehlt?
-
Habe ich Angst vor der
Zukunft?
-
Verurteile (Vorurteile)
ich manche Mitmenschen nur weil ich sie nicht verstehe und entstehen
daraus persönliche Probleme?
Dinge, die ich tun kann:
-
Über mich selbst
nachdenken und den Mut aufbringen, meine Gefühle als eine Grundlage
meines Lebens anzuschauen.
-
Meditation in, mit und
über das Wasser-Element.
-
Ab und zu sich in innere
Dunkelheit und Ruhe begeben.
-
Sich in natürlicher
Dankbarkeit üben.
Affirmationen:
-
Ich kann mein Leben klar
analysieren und durchdenken.
-
Ich bin in der Lage mich
selbst zu erfahren.
-
Meine Intuition ist eine
gute Führung und deswegen vertraue ich mich auch meiner geistigen
Führung an.
-
Ich teile meine "Weisheit"
mit anderen.
Esoterische Erklärunqsweise:
Die Hohepriesterin trägt die
Zahl zwei, also die andere Seite der Polarität (jedes Ding hat zwei Seiten).
Das Element ist Wasser, als Ausdruck des unbewussten Gefühls. Der
astrologische Planet zur Karte ist der Mond.
An den Gezeiten erkennen wir den Zusammenhang zwischen den Beiden.
Das Wasser an sich ist eine
"formlose" Masse, die sich jedoch mit Energie erheben kann. Es symbolisiert
das
Unbewusste und damit auch die unbewusste Energie. Eine Energie, die man oft
nicht packen kann, so wie
unsere Gefühle (falls die Wogen zu hoch gehen). Versuchen wir uns aber davon
abzulösen, werden wir
bzw. unsere Gefühle verdorren.
Die Bilder und Mythen, die aus
dieser Karte zu uns sprechen, gehören zu den ältesten Erinnerungen der
Menschheit. Die Hohepriesterin steht für Ruhe und Aufnahmebereitschaft,
Hingabe und Verständnis,
Gleichgewicht und Gelassenheit. Zu dieser Symbolik gehören der Mond, die
Meere, die Nacht und die Erde.
Es ist das göttliche Lebensprinzip überhaupt, auf schöpferische Art und
Weise.
Die Hohepriesterin führt in
einen präindividuellen Zustand zurück, nämlich das Gefühl, ein Teil von
Allem zu sein.
Wenn wir uns damit verbinden, könnten wir das Ich-Gefühl sogar vollständig
verlieren.
Hierin liegt natürlich auch eine Gefahr.
Die Hohepriesterin zeigt keine
Gefühlsregung. Denn Gefühle und Denken sind Hervorbringen von
Individualität.
Zusammengefasste Botschaft:
Diese Karte hat ihre Bedeutung
auch in "Die Einheit in der Zweiheit", ausgedrückt durch die Säulen.
Vereinigung von Gegensätzen ist auch ein Symbol des Kreuzes. Der Kopfschmuck
ist das weibliche Prinzip und
bedeutet Geborgenheit im Kosmos eingeschlossen die wechselnden Mondphasen.
Die Kugel (der Mond) führt diese Symbolik weiter. Die Weiblichkeit ist der
Materie sehr nah, ruht förmlich auf ihr (Steinblock) . Die göttliche Gesetze
liegen in der Hohepriesterin verborgen (Tora-Rolle). Der Vorhang ist Symbol
der Fruchtbarkeit und "Defloration".
Dieser Vorhang muss durchschritten werden, wenn man zum Meer der Erkenntnis
kommen will. Wer ihn durch-
schreitet kommt mit den Grundgesetzen des Lebens überhaupt in Verbindung.
Divinatorische Bedeutung:
Die Karte der Hohepriesterin
betrifft eine Zeit, in der man Ruhe braucht und nach innen schauen sollte
(In der
Stille auf sich selbst besinnen). Der Betreffende soll Frieden mit sich
selbst suchen. Geduld und Ruhe sind
oberstes Gebot. Es ist eine Zeit der Intuition und nicht der Analyse. Man
braucht Zeit.
Stichworte:
-
Die Hohepriesterin zeigt
uns die Energie, die die Intelligenz des unterbewussten Gedächtnisses
vereint.
-
Die Wahrheit ist verborgen
und kann nur durch Intuition weibl. Weisheit oder Offenbarung enthüllt
werden.
-
Naturkräfte.
-
Künstlerische und medialen
Fähigkeiten.
-
Intuition.
-
Kreative Fähigkeiten.
-
Vermeiden emotionaler
Bindungen.
-
Lebensangst.
-
Das Stadium von
Möglichkeiten, die bereits bewusst sind aber noch der Entwicklung
harren.
-
Hüterin eines
Geheimnisses.
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III. Die HERRSCHERIN
Karte der Öffentlichkeit
Intuitive Seite:
Mit der Herrscherin kommt das
Empfinden ins Spiel. Die Möglichkeit, die Umwelt gefühlvoll anzunehmen.
Du hast etwas geschaffen und bist nun stolz darauf. Du hast den Schritt
gewagt und dein Schicksal in die Hand genommen und merk nun ganz genau, dass
sich etwas bewegt. Fast von selbst ergeben sich die Möglichkeiten.
Was jetzt geschieht ist
herrlich, fassbar und lebendig, es ist kreativ und wachsend. Die Welt
beginnt lebendig zu
werden, und es entsteht das Gefühl, die Dinge nehmen Gestalt an. Aber mit
diesem "Gestaltannehmen" wächst
auch die Macht, darüber zu herrschen.
Diese Macht ist eine
mütterliche Macht, die ausgeübt wird (meist) im engsten Bereich (Familie,
Untergebene,
Schüler usw.). Darin liegt auch die Gefahr der Fehleinschätzung über dieses
Objekt der Macht. Wer in diesem
"mütterlichen Machtbereich" tätig ist, tut sich oft schwer an wirklicher
Objektivität. Ein treffend Beispiel wäre
wohl die fehlgeleitete Mutterliebe, die oft das Recht beugt; sei es um das
Kind ständig "zu entschuldigen"
als auch die Erpressung einer "Mutter" mit Hilfe der Liebe.
Deswegen ergeht bei der
Herrscherin die Aufforderung an all sich über ihren geschaffenen
Machtbereich und
den korrekt Umgang damit einige Gedanken zu machen (gilt für Männer u
Frauen).
Wir kommen bei dieser Karte
auch mit der Natur in Berührung. ist wilde, urwüchsige Natur, die uns
Nahrung
und Leben bringt. Ohne die "milden" Gaben der Natur (Früchte, Gemüse, Korn
usw.) wäre eine physische
Existenz auf dieser Erde für uns nie möglich. So solltest du dich auch als
Kind der Natur sehen, die dich erhält
und der du dankbar sein solltest. Aber statt dessen quälen wir oft genug
diesen lebendigen "Organismus",
der uns selbstlos liebend dient.
Was können wir doch alles
bekommen: Holz, Nahrung, Erze, Stoffe. Alles können wir bekommen, um daraus
etwas zu nehmen und zu gestalten, Macht darüber auszuüben und zu herrschen.
Und dann entsteht die Situation,
dass wir noch denken, wir wären es alleine, die eine Existenzberechtigung
hätten.
Haltet also in dem Bereich, in
dem ihr "mütterliche Gewalt" habt, die Augen offen. Seid gerecht, aber
liebevoll gerecht. Alles dürft ihr verwenden, dafür ist es da. Aber
vernichtet nicht die eigene Grundlage.
Wenn wir eben an die Mutter
Natur gedacht haben und dass wir die Kinder sind, so müssen wir auch
bedenken,
dass unser eigener Körper auch aus diesen Materialien geschaffen ist.
Bedenke also auch, wie du mit dir und
deinen Körper umgehst. Vergewaltige auch ihn nicht. Dein Körper ist alles
was du hast, um dich hier auf dieser
Basis Erde zu bewegen. Sei liebevoll und freundlich zu dieser wundervoll
kreativen Schöpfung und lasse auch da
keine Fehleinschätzung aufkommen. Du bist nicht der Körper, aber du bist
untrennbar mit ihm verbunden.
Du bist nicht die Natur und die Erde, aber du bist untrennbar mit ihr
verbunden.
Als "Herrscherin" hast du nur
einen begrenzten Bereich zur Verfügung, der auf Lebendigkeit und Erhalt
zugerichtet ist. Wenn du dabei die dir gegebenen Möglichkeiten überschätzt,
wird es zum Chaos kommen,
da du in diesem Stadium noch nicht die Kraft besitzt, die Dinge wieder ins
Gleichgewicht zu bringen.
Fragen, die ich stellen kann:
-
Wie gehe ich mit mir und
der Natur um (Körper und Umwelt)
-
Bin ich in der Lage, mit
meiner "Macht" liebevoll und gerecht umzugehen?
-
Kann ich auch kreativ
arbeiten oder ist bei mir nur alle "Mittel zum Zweck"?
-
Habe ich Probleme mit der
"Weiblichkeit" (bei mir oder andern), weil ich nicht verzeihen kann?
-
Bin ich zu passiv im Leben
und ruhe mich auf meinen Lorbeeren aus?
Dinge, die ich tun kann:
-
Mein inneres Verhältnis zu
"Frauen" klären.
-
Viel in der Natur,
besonders im Garten arbeiten.
-
Kreative Dinge gestalten
und hervorbringen.
-
Mich mit Kindern
beschäftigen.
-
Bestimmtes verzeihen,
damit aus dem Wegfall der alte Hindernisse endlich Neues entstehen kann.
Affirmationen:
-
Mein Körper ist mein Haus
und dieses Haus bietet mir sicheren Schutz.
-
Ich nehme meine
Weiblichkeit/Männlichkeit voll und ganz (emanzipiert) an.
-
Ich achte die Natur
innerhalb und außerhalb von mir und bin voller Dankbarkeit.
-
Ich stelle mich den
Herausforderungen des Lebens mit Fleiß.
-
Ich bin in der Lage, ohne
Schuldgefühle zu geben und zu nehmen.
Esoterische Erklärungsweise:
Die III. symbolisiert die
Natur, die aus dem Zusammenwirken zweier Pole entsteht. Die Herrscherin
verkörpert
den Triumph des menschlichen Willens und ist Symbol für Mutterliebe und
Sexualität. Der Planet Venus
(auch Göttin der Liebe und der Leiden- schaff) ist dieser Karte zugehörig.
Das Element Erde steht für
die Lebenskraft der Herrscherin mit ihrem nun individuell Bewusstsein.
Die Karte stellt auch die
Natur dar, das materielle Universum das aus der Verbindung der polaren
Gegensätze
hervorgeht; eben das zum Selbst vereinigte Geistige und Seelische. So
geschieht auch das Fortschreiten
des Bewusstseins: Beginnend, als einfach physische Geschöpfe von Trieben
geleitet. Infolge der folgend
widrigen Lebensumständen bilden wir dann eine individuelle Persönlichkeit
aus.
Wenn wir die Verbindung zur
sexuellen Energie und Liebe nie abreißen lassen, kann eben diese Energie
sich in göttliche Offenbarung wandeln.
Die Herrscherin ist keineswegs
nur reine Emotion, - sie denkt, trifft Entscheidungen und handelt in der
Welt.
Die Gestalt auf dem Bild gebietet über Leben und Tod (im Sinne der
Wiedergeburt), lichte und dunkle Aspekte.
Erst diese Dinge machen eine Frau wirklich zur Herrscherin (im Sinne des
Tarot).
Das Bild zeigt uns auch, dass
Nützlichkeit und Schönheit verbunden werden sollen und können. Kunst und
damit
Kultur können nur entstehen, wenn sich aktiv-dynamische Kraft und
passive-statische Materie miteinander verbinden.
Zusammengefasste Botschaft:
In den ersten drei Bildern
werden uns das Gesetz der Polarität und deren Auswirkungen vor Augen
geführt.
Diese Polarität bestimmt unsere ganze Existenz, es ist ein Grundgesetz des
Kosmos überhaupt.
Das Thema der Herrscherin ist
Fruchtbarkeit und Kreativität. Das Bild strömt Dynamik aus, Leben in voller
Entfaltung und Erwartung. Das Durchschreiten des Vorhangs, die Überwindung
der polaren Gegensätze, die
Vereinigung des Männlichen mit dem Weiblichen, hat aus der Hohepriesterin
eine Herrscherin gemacht.
Die sprießenden Kornähren verweisen auf die allgemeine Kreativität der
Natur. So auch die Gewissheit,
dass nach jedem Tod ein Neuwerdung erfolgt.
Der Kunstsinn des Menschen ist
angesprochen (das Lager auf dem die Herrscherin ruht). Das 12-sternige
Diadem
bezieht sich auf die Tierkreiszeichen (Symbol des Kosmos). Der Wasserfall
bezeichnet das Fließen von
einer Ebene zur anderen.
So wie die Hohepriesterin
entschleiert ist und nun innere Geheimnisse preisgibt, so ist die
Herrscherin nun
verschleiert im Gewand der Natur.
Divinatorische Bedeutung:
Die Herrscherin bedeutet auch
Leidenschaft, was natürlich auch Empfinden und Gefühl voraussetzt. Dies kann
sich äußern in Sexualität oder Mutterschaft (beides auch im weitesten Sinn).
Ich sehe darin auch keine Gegensätze,
da ohne Sex keine Frau Mutter werden kann. Ohne ein gewisses Empfinden kann
nichts wirklich schönes
hervorgebracht werden. Beides, Sexualität und Mutterschaft sind Symbole für
Erfüllung und Reife.
Allerdings können diese
Leidenschaften auch die Liebe zur Natur oder zu fröhlichen Tätigkeiten
zeigen.
Auch dabei besteht die Fähigkeit, Ideen hervorzubringen und Dinge zu
realisieren. Auch Probleme mit
„Mütter“ und „Kinder“, egal aus welcher Sicht kommen als Deutung der
Herrscherin in Frage.
Stichworte:
-
Fruchttragen und
Fruchtbarkeit führen zur Hinwendung zu irdisch-physischen Werten und zur
Entwicklung von Gesundheit und "Wohlstand".
-
Dem Weg der Harmonie durch
Konflikte hindurch folgen.
-
Fruchtbarkeit
-
Kreativität
-
Entwicklung
-
Die Macht der Inspiration
-
Praktische
Entschlossenheit
Partnerschaftsfragen:
-
Hinweis auf eine reife
Frau oder Mutter
-
Aktive, fließende Liebe
(Energie)
-
Noch nicht am Endziel der
Hoffnungen und Wünsche sein, aber ein "brauchbares" Ergebnis haben.
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IV. Der HERRSCHER
Karte der Stärke und
Verantwortung
Intuitive Seite:
Eigentlich fühlst du dich
wohl! Du hast es geschafft, - endlich Mühsam war dein Weg bis hierher.
Wirklich, du hast es nicht Leicht gehabt, bist aber nicht daran zerbrochen,
sondern du hast den Anderen
endlich einmal gezeigt was in dir steckt.
Jetzt erkennen sie dich an und
wenn da irgendwelche Zweifel aufkommen sollten (bei den andern),
dann wirst du dich schon zu wehren wissen und dich behaupten.
Es ist dir wohl sehr wichtig,
was andere von dir halten? Nein nicht dass ich an deiner Kompetenz zweifeln
würde,
-aber wendest du dafür nicht ein bißchen zuviel Kraft auf? Brauchst du dies
Kraft und auch Macht unbedingt,
um die Bestätigung andere Menschen zu haben? Ja, natürlich zwingst du sie
nicht dazu. Schließlich bist du
kein Unmensch und bist sehr gerecht. Ich weiß das schon. Aber geh in dich.
Bist du nicht doch schon von
den Leuten abhängig, - auf eine ganz subtile Art, die dir selbst nicht
bewusst ist?
Sei mir nicht böse und denk
ganz einfach mal darüber nach!
Freiheit im
weltlich-materiellen Sinn ist natürlich etwas wunderbares, aber eine
dauerhafte Ungezügeltheit wird
zum Chaos. So ist der Herrscher eine wichtige Figur, um das Chaos in Ordnung
zu bringen. Wo viele Menschen
zusammenleben muss gerade dort, um die gegenseitige Toleranz zu wahren, ein
Reglement geschaffen werden.
Diese Gesetze dürfen allerdings nicht die "Luft zu Atmen" nehmen. Dies gilt
für alle Bereiche, ob Familie, Beruf,
Staat usw.. Deswegen setzt die Position eines Herrschers (auch als Frau,
Vater, Vorgesetzter, Staatsoberhaupt)
äußerst Selbstdisziplin voraus. Und nicht nur das, sondern auch sehr viel
Selbstliebe, damit die Macht
nämlich nicht zur Selbstdemonstration betrieben wird.
Man muss sich selbst so in
„der Gewalt“ haben, dass das Bibelwort wahr wird:
„Wer von euch der Größte (Erste) sein will, der sei der Diener aller.“
Mit dem Herrscher setzt auch
irgendwo die Kultivierung der Erde ein, der Kampf mit den Naturgewalten, die
Arbeit
mit der Materie überhaupt. Nun geschieht also nicht nur das kreative
Arbeiten, sondern auch das nützliche.
Du darfst also hier bewusst
erzeugen, darfst Kraft und Macht anwenden, um Ordnung in deine Umwelt zu
bringen.
Natürlich auch Ordnung in dich selbst. Aber beobachte dich sehr gut dabei,
damit du nicht zum Sklaven
deiner eigenen Begierde wirst und in deinen eigenen Normen erstarrst.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Lebe ich einfach nur in
den Tag hinein, oder kann ich wirklich zupacken, ohne dass ich mich
gleich zu sehr gezwungen fühle?
-
Rebelliere ich permanent
gegen Obrigkeiten?
-
Fühle ich mich ständig
eingeengt, weiß aber trotzdem nicht was ich will?
-
Wenn ich weiß was ich
will, kann ich es dann auch durchführen?
-
Bin ich ein gerechter
Herrscher (auch als Frau) oder brauche ich nur die Selbstbestätigung?
-
Habe ich ein strenges
Elternhaus gehabt und will mir nicht selbst etwas beweisen?
-
Habe ich Gewohnheiten,
Laster oder auch Süchte? Wenn ja, warum habe ich sie?
Dinge, die ich tun kann:
-
Körperlich, sportliche
Betätigung (die aber nicht nur auf Leistung abzielt).
-
Meine Angelegenheiten
"ordnen".
-
Philosophische Bücher
lesen und die Ideen versuchen im materiellen Leben zu integrieren.
-
Gedichte rezitieren, evtl.
laut singen.
-
Meditation über bewusste
Atmung. (Das ist eine selbstverständliche Kommunikation mit der
Außenwelt)
Affirmationen:
-
Ich bin in der Lage, mich
selbst zu erkennen und mein Aufgaben.
-
Ich habe ein gutes
Selbstwertgefühl, Energie und Tatkraft.
-
Ich erkenne und übernehme
Verantwortung; ruhe in mir und habe mein Leben im Griff.
-
Ich sage „ja“, wenn ich
das auch wirklich meine und sage „nein“, wenn ich es so meine. Das ist
mein natürliches Recht.
Esoterische Erklärungsweise:
Der Herrscher und die Zahl
Vier gelten traditionell als Männlich. Die Grundeigenschaften aus positiver
Sicht sind:
Sprache, Gesetz und Stabilität. Die Vier kommt universell vor. Es ist auch
die logische Voraussetzung für jedes
Ganzheitsurteil, welches unbedingt einen vielfachen Aspekt benötigt
(konstatieren – empfinden;
darstellen – denken; entscheiden – fühlen; Herkunft -Intuition).
Das astrologische Zeichen des
Herrschers ist der Widder, als Zeichen des Frühlings, Vitalität, erneuernder
Energie und sexueller Potenz, aber auch Aggression. Zugehöriges Element ist
Feuer.
Das Ziel der Karte liegt in
der Herrschaft des Geistes über die Natur; Verteidigung im Erreichten,
Ordnung
und Klarheit im Unterschied zu Willkür und Chaos.
Durch den Beginn des
Tierkreises (Widder) ist der Herrscher auch ein Symbol für das Prinzip der
ordnenden Kraft.
Dies aber nicht im kosmischen Sinn, sondern es geht spezifisch um die
menschlich soziale Ordnung in der Welt.
Im Tarot "erschafft" die Herrscherin den Herrscher, weil ihr die
schöpferischen Attribute zugesprochen werden.
Die allgemein Auffassung, der Mann sei "das Erste" hat im Tarot keine
Gültigkeit, da die Materie aus
der Schöpfung hervorgegangen ist.
Ordnung ist Voraussetzung und
Bedingung für das Leben in diese Welt. Das Chaos selbst ist lebensfeindlich.
Nur wo die Kräfte die im Chaos zweck- und ziellos vorhanden sind,
aufgenommen geordnet und ausgeglichen
werden, kann Leben gedeihen. Jedoch liegt hier die Gefahr, dass der
Herrscher vom irdisch-materielle zu sehr
beherrscht wird. Um das zu vermeiden, muss der Geist (Äther) über die vier
Elemente hinauswachsen. Ordnung ist
also nur dann fruchtbar und positiv, wenn sie vom Geist durchdrungen und
gelenkt wird.
Allein vom materiellen Gesichtspunkt aus, wirkt die Ordnung ein- und
beengend.
Die Aufgabe des Herrschers ist
also, die Ordnung in der Welt zu errichten, damit sich das Leben
weiterentwickeln
und behaupten kann. Darin steckt auch die Widersprüchlichkeit, die
untrennbar mit der Ordnung und Institution
verbunden ist. So sind gerade hier Kompromiss und Beschränkung erforderlich.
Zusammengefasste Botschaft:
Als Widder bzw. Feuerzeichen
werden Durchsetzungsvermögen Autorität und Gewalt über die Triebe beim
Herrscher
dargestellt. Der Geist beginnt, sich über die Materie zu erheben. Die Wurzel
der Macht ruht allerdings im
weiblichen Unbewussten, sowie in der Fähigkeit beides zu nutzen (männl. und
weibl. Eigenschaften).
Der Herrscher enthält das
Symbol des ewigen Lebens und die zeugenden Kraft (Ankh - Kreuz). Er regiert
mit
Verstand (Stab der rechten Hand) und ist irdischer Herrscher. Die
Widderköpfe sind Symbol für Stärke,
Aufbruch der Kräfte, Mut und Führungsanspruch. Dies kann eingeengt werden
durch Strenge, Kühle
und Steifheit (eiserne Rüstung).
Divinatorische Bedeutung:
Es können Neuanfänge im Leben
eines Menschen kommen, die auch mit Energiezuwachs verbunden sind.
Der Herrscher steht auch für Selbstbewusstsein, das im Bedarfsfall sehr
rigoros eingesetzt wird.
Natürlich kann auch unser
Selbst dargestellt werden, bzw. gewisse Gefahren wie z.B. Arroganz,
Empfindungslosigkeit, die Tendenz andere zu manipulieren. Vielleicht werden
auch wichtige Erfahrungen
der Vergangenheit ignoriert oder unterdrückt.
Stichworte:
-
Der Herrscher wird wegen
seiner Autorität und Führungsrolle respektiert.
-
Entscheidungen fußen auf
äußerlichen Fakten.
-
Ursache und mögliche
Auswirkungen bedenkt er nicht.
-
Er steht fest zur
Entscheidung, kann dabei aber tyrannisch und unsensibel vorgehen.
-
Der Herrscher drückt die
Fähigkeit zur Kommunikation in gesellschaftlich akzeptierter Form aus.
-
Führerschaft,
Patriarchalische Gefühle
-
Dominanz, Autorität
-
Väterliche Gewalt
-
Mut
-
Disziplin
-
einflussreiche Position
-
Kopf regiert über Herz
-
Überwindung vergangener
Schwierigkeiten
-
Dinge in Ordnung bringen
(reicht von der einfachen Reparatur bis zur Bereinigung zerrütteter
Verhältnisse).
-
Ideen und Pläne (endlich)
in die Tat umsetzen.
-
Wünsche verwirklichen
(.... sich manchmal von selbst).
Partnerschaftsfragen:
-
Erfahrene männliche Kraft
(evtl. auch im übertriebenen Sinn)
-
Gemeinsame Entwicklung
innerhalb einer festen Ordnung (evtl. auch im negativen Sinn)
-
Das Anstreben „sicherer“
Liebesverhältnisse.
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V. Der HIEROPHANT
Die Karte der Vereinigung – im
Sinne der Einung
Intuitive Seite:
Das Leben ist so vielfältig;
mal ist es schön, mal ist es hässlich. Ein ständiges Auf und Ab bewegt deine
Person.
Egal was du tust, manchmal hast du einfach das Gefühl, irgendwie ohnmächtig
im Raum zu stehen. Es fühlt sich
vielleicht an wie ein Kieselstein über den die Gezeiten hinweggehen, - mal
liegt er im Trockenen, mal fließt das
Wasser über ihn hinweg. Es ist, als wären wir ein Spielball in dieser
"Erdenschaukel", durch äußere Kräfte hin-
und herbewegt. Doch wäre es vielleicht möglich, da wir den rechten
Standpunkt noch nicht gefunden haben?
Den Punk nämlich an dem wir für eine Weile sagen können: "Hier bin ich hier
bleib ich."
Dazu ist es aber notwendig,
uns eine andere Wirklichkeit zu schaffen; eine Wirklichkeit, die uns Schutz
und Heimat bietet. Wir können uns z.B. ein Haus bauen, um die Stürme des
Lebens über uns hinwegfegen zu
lassen. Ein Haus ist nicht in der Natur gewachsen, sondern es muss
konstruiert werden. Also ist es eine
andere Wirklichkeit, die real ist und existiert.
Nun gibt es zwei
Möglichkeiten, mit einem solchen "Schutz-Haus“ in Verbindung zu kommen.
Entweder wir bitten jemanden, uns in sein Haus aufzunehmen oder wir bauen
uns selber eines.
Wenn wir in das Haus eines
anderen gehen, so sind wir auf das Wohlwollen dieses Hausherren angewiesen
und
müssen seine Hausordnung beachten, damit wir nicht wieder, scheinbar
schutzlos, hinaus müssen. Im günstigen
Fall ist es ein weiser gütiger Hausherr, der uns lehren kann, selbst einen
Schutz zu bauen, der mit uns voller
Güte seine Habe teilt. Wir können dann dankbar sein, sein Wissen vermehren
und selbst stark werden.
Aber oftmals führt dieser Weg
zur Trägheit und man wird eine unangenehme Last für den Gastherrn und es
bleibt
ihm keine andere Wahl, als uns die Tür zu weisen. In jedem Fall sind wir
abhängig von dieser Person, die natürlich
auch das Monopol ausnutzen kann und uns für seine eigenen Machtdarstellung
missbraucht, knechtet und die
Angst vor dem „Draußen“ so schürt, bis wir alles tun, nur weil wir den
Glauben an uns selbst verloren haben.
Der zweite Weg ist mühsam.
Während wir mit der "Natur" kämpfen brauchen wir auch noch Kraft für den Bau
unseres "Schutz-Hauses“. Vielleicht haben wir auch nicht genügend Geschick
und es geht manches schief.
Vieles kann also passieren bis endlich unser Gebäude steht. Doch dafür sind
wir frei in unseren
Entscheidungen und nur dem eigenen Selbst verpflichtet.
Wenn du diesen Weg wählst,
kann es aber geschehen, dass nun die Menschen an deine Tür klopfen.
Wie verhältst du dich dann? Du kannst dein Wissen, das du mühsam gesammelt
hast, teilen. Du kannst
diese anderen Menschen aber auch knechten und bewusst in die Irre führen, da
sie ja keine Möglichkeit
haben (vorerst), dich zu überprüfen. Sie müssen dir glauben.
Deshalb seid wachsam und
objektiv auf allen Lebenswegen. Manchmal muss man, wenn man etwas wissen
oder lernen will, erst an die Möglichkeit glauben und an ihre Existenz. Dies
ist einfach notwendig, um ein
bestimmtes Ziel zu erreichen. Ich muss also erst einmal einem anderen
glauben, dass "Etwas" existiert,
bevor ich es vielleicht selbst einmal in Augenschein nehmen kann und es dann
letztendlich weiß.
Aber sei dabei stets wachsam
(nicht misstrauisch), damit du nicht in die Irre geführt wirst.
Wenn du selbst ein Mensch
bist, der nicht mehr glaubt, sondern schon weiß, dann bemühe dich um
Objektivität
dir und anderen gegenüber, damit du niemanden in die Irre führst. Du darfst
das Vertrauen, das man dir
entgegenbringt und auch den Glauben nicht missbrauchen.
Dies ist natürlich im
lebendigen Leben genauso wie im geistigen. In dem Augenblick, wo du dir
Gedanken machst
woher du kommst, wohin du gehst, worin der Sinn des Lebens besteht, was die
Kraft ist, die man Gott nennt,
bist du vorerst auf Menschen angewiesen, die darin anscheinend Erfahrung
gesammelt haben und das muss man
dann einfach vorerst mal glauben. Doch dieser Glaube sollte zu erfahrbarem
Wissen werden,
- auf dem einen oder anderen Weg.
Deshalb sei wachsam und habe
auch den Mut deine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Es gibt keinen Menschen,
der dir den Glaube (z.B. an Gott) befehligen kann und auch keinen Menschen,
der die Kraft hat, den Zutritt zu
"irgendeinem Himmel" zu verwehren, wenn du das rechte Wissen und Leben hast.
Sei wachsam und objektiv!
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Habe ich Probleme mit
Obrigkeiten und traditionellen Denkweisen?
-
Stehe ich im Bann einer
Sache oder eines Menschen und kann mich nicht entziehen?
-
Bin ich fanatisch und
akzeptiere in dieser Beziehung keine andere Meinung?
-
Setze ich andere Menschen
mit meiner Meinung zu sehr unter Druck?
-
Bin ich ehrlich und bereit
zu teilen?
Dinge, die ich tun kann:
-
Mich stets bemühen die
Dinge von zwei Seiten und derer Hintergründe zu sehen und dann bewusst
meine Entscheidungen treffen.
-
Mildtätig von meinem
Überfluss (egal was) an bedürftigen Menschen etwas abgeben.
-
Religiöse Texte objektiv
lesen und versuchen, den Inhalt menschlich zu verstehen.
Affirmationen:
-
Die Lebensfreude ist ein
wichtiger Faktor in meinem Leben.
-
Ich liebe mich selbst und
kann deshalb auch andere lieben.
-
Ich verzeihe mir und
anderen vermeintliches Unrecht.
-
Durch Ehrlichkeit in
meinem Leben entscheide ich mich für die Realität.
-
Ich folge meiner inneren
Führung und handle selbstverantwortlich.
Esoterische Erklärungsweise:
Der astrologische Planet des
Hierophanten ist die Venus, das Tierkreiszeichen der Stier. Dieser ist
eigentlich
das Symbol der männlichen Kraft und Sexualität. Jedoch sagt uns die
Verbindung, dass die patriarchalische
Religion, ihrem strikt männlicher Erscheinungsbild zum Trotz, ihre Kraft und
Wirklichkeit aus der
Herrscherin zieht. Als Adam den Apfel von Eva annahm, nahm er das Gesetz der
Herrscherin an.
Auch die Nummer V des
Hierophanten bringt uns zur Göttin zurück. Die Zahl kann in männlicher und
weiblicher Weise zerlegt werden:
V= I + IV, naheliegender ist
jedoch die Zerlegung III + II. Fünf ist auch die wichtigste Zahl der
"Wicca",
jener Form des Göttinnenkults, der die patriarchalischen Jahrhunderte
überlebt hat und in unserer
Zeit wieder aufgetaucht ist.
Der Fünfstern repräsentiert
die Menschheit. Stellt man sich mit gespreizten Beinen und seitlich
ausgestreckten
Armen hin, bildet der Körper mit dem Kopf einen fünf zackigen Stern. Deshalb
sieht man auch die Zahl Fünf
als eine Verbindung Gottes mit den Menschen.
Aufgabe des Hierophanten ist
es, einen Suchenden durch die Mysterien zu geleiten, ihm im Streben
nach Erkenntnis behilflich zu sein und ihn auf den dafür notwendigen Weg zu
führen, besonders der
einzelne Mensch ist dem Hierophanten anvertraut.
Neu bei dieser Karte ist, dass
zwei weitere Gestalten auf dem Bild erscheinen. Diese Zwei sind Suchende,
die
um Zulassung zu den Mysterien bitten oder darin unterwiesen werden. Trotzdem
sind beide nicht gleich.
Wer mit der spirituellen Entwicklung und Kraft in Kontakt kommt, wird immer
zwei Wege vor sich haben.
Die Kraft ist immer dazu da,
etwas zu bewirken. Wer über die Kraft gebietet, hat die Möglichkeit mit dem
Willen
bewusst zu verändern. Die Gestalten werden also auf einen Weg gerufen, auf
dem die Auseinandersetzung mit
den Kräften der Polarität zur Aufgabe gestellt ist, auch um den Preis eines
persönliche! Opfers. Es muss etwas
geopfert, auf etwas verzichtet werden, um dadurch bereit und fähig zum
Empfang von etwas Neuem zu werden.
Zusammengefasste Botschaft:
Das fünfte Bild konfrontiert
den Menschen mit seinen geistigen und spirituellen Möglichkeiten, die ihm
ebenso als Aufgabe übertragen sind wie seine materiellen Belange. Hier steht
der Mensch als Ganzes da.
Es ist die Vereinigung der vier Elemente unter Hinzufügen des Fünften
(Geist, Äther). Hier ergeht die
Aufforderung, sich des Menschseins bewusst zu werden.
Die dreifache Krone und das
dreifache Kreuz sind Zeichen der Zuständigkeit über Himmel, Erde und Hölle.
Die
Säulen erzählen uns, dass im Wesentlichen alles gleich ist. Der Schlüssel
führt uns zum Bewussten, wie
Unbewussten. In Gedanken einer menschlichen Beziehung zum Göttlichen, durch
Lehren, durch Weitergabe
von Traditionen von einer Generation zur nächsten - liegt der höchste Wert
des Hierophanten.
Divinatorische Bedeutung:
Im Hierophanten können bei
einer Befragung drei Gedanken zum Ausdruck kommen: Tradition, Gemeinschaft
und
Lehre. Deshalb kann diese Karte eine Zeit anzeigen, in der traditionelle
Muster einen starken Einfluss ausüben,
ebenso wie rollenkonformes Verhalten. Man lebt nach Erwartungen der
Gesellschaft und nicht nach eigenen
Intentionen.
Der Hierophant zeigt die Stabilität und Festigkeit einer Ehe an. Er drückt
auch Wissen und Bildung aus.
Dies kann sich auf eine religiöse Gemeinschaft beziehen, allerdings auch auf
starre Doktrin.
Die Karte ist auch eine
Aufforderung , evtl. neue Vorsätze zu fassen, in Sinnfindung,
Selbstausrichtung
und Selbsteinordnung spürbar voranzukommen.
Stichworte:
-
Repräsentation
spirituellen Wissens und Weisheit und die für eine spirituelle
Lebensführung notwendigen Leitlinien.
-
Die physische Grundlage,
von der die geistige Suche aus geht.
-
Überwinden physischer
Bedürfnisse führt zu Freiheit von zwanghaftem Verhaftet sein.
-
Offenbarung
-
Lehre
-
Einsicht
-
Traditionell
-
Konventionell
-
Gnade
-
Barmherzigkeit
-
Schicksalsprüfung, die
allerdings Freiheit bringt (als Auswirkung positiv).
Partnerschaftsfragen:
-
Geistige Führung in einer
Partnerschaft
-
Probleme werden mit
"Weisheit" gelöst
-
Der Wunsch eine "Ehe"
einzugehen.
-
Die Lebensfreude wird
durch einen Partner autoritär unterdrückt und sucht nun nach einem
Ausweg. (Negative Form)
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VI. Die LIEBENDEN
Karte der Liebe und damit auch
des Lebens
Intuitive Seite:
Wusstest du eigentlich, dass
die Liebe eine der gefährlichsten Gefühle ist? Ich meine gefährlicher als
Hass, Zorn, Neid, usw.! Das kommt daher, weil die Liebe alles vermag. Sie
ist ein Zauberding mit
unvergleichlicher Kraft und Geschicklichkeit.
Liebe lässt uns Versprechen
brechen; aus Liebe werden Kriege geführt; Liebe schafft es, dass wir
alltägliche
Pflichten versäumen oder sie besser ausführen; aber Liebe überwindet auch
Hass und lässt Feinde zu
Freunde werden, fügt vieles zusammen, was unendlich entzweit schien.
Nun, - habe ich zuviel
versprochen? Und das waren jetzt nur einige Beispiele. Sicher fallen euch
selbst
noch mehr ein, wenn ihr darüber nachdenkt.
Die Liebe drängt zur
Entscheidung und führt letztendlich doch wieder zur Gemeinsamkeit.
Wenn du liebst geschieht etwas
mir dir. Dann bist du in einem anderen Zustand, die Realität verliert ihre
Verbindlichkeit und manches sieht man durch die berühmte "rosarote Brille".
Was ist das also für eine Energie,
die wir alle suchen, die verändern kann und uns manchmal sogar Angst macht,
weil sie scheinbar nicht zu beherrschen ist?
Nun, vor allen Dingen ist dies
eine Energieform, die sich anscheinend gut in uns selbst verbergen kann und
nur ganz langsam und zu gewissen Zeiten zum Vorschein kommt. Manchmal können
wir auch nur beobachten
wie sie wirkt. Dann existiert diese Energie irgendwie außerhalb von uns.
Aber wir fühlen uns wohl,
wenn sie uns umfließt und nährt. Wir sehnen uns also auch danach.
So, was haben wir denn bis
jetzt?
Eine gefährliche, aber auch
sinnvolle "Waffe", die meist außerhalb unserer Kontrolle wirkt. Wir finden
diese
Energie nicht real und trotzdem sehnen wir uns danach. Alles lebt besser mit
der Liebe, aber sie schafft
gleichzeitig massenhaft Konflikte, falls wir nicht aufpassen. Es ist zum
Verzweifeln, - es scheint als
drehe man sich bei der Betrachtung dieses Themas im Kreise.
Ich denke, es ist wie bei so
vielen Dingen; wollen wir näheres erfahren, müssen wir uns öffnen, müssen es
zulassen, dass diese Energie Besitz von uns ergreift , - egal ob sie aus
unserem Inneren oder von Außen
kommt und aus diesem Gefühl heraus, müssen wir dann versuchen zu handeln.
Die Liebe, diese wundervoll,
herrliche Energie, ist eben ein verflixtes Ding.
Aber es gibt noch mehr zu
bedenken. Wir haben Vater und Mutter hinter uns gelassen, auch den Priester,
und nun sind wir mündig, Wir können nun nach eigenem Ermessen handeln, in
eigener Verantwortung sozusagen.
Was man zum Leben aus geistiger und materieller Sicht braucht haben wir
gelernt. Jetzt darf man dieses mit
eigener Kraft und Kreativität anwenden. Die Zeit der 'Behütung" ist vorbei.
Es gibt keine "dummen" Kinder
mehr. Nun musst du in die Welt hinaus, - alleine, zu zweit oder gemeinsam
mit vielen anderen.
Da es aber so schwer ist, mit
sich alleine zurecht zu kommen, sucht man sich ein Gegenüber. Doch liebt man
nur sich selbst in dem Maße, in dem man den Anderen liebt. Und da stellt
sich die Frage: liebe ich ihn wirklich
oder benutze ich ihn nur, weil ich die liebende Einheit in mir noch nicht
gefunden habe?
Ist diese Liebe also wirklich
Liebe oder nur eine Art Zweckgemeinschaft?
Kaum sind wir der Obhut
unserer "Erzieher" entronnen und schon begeben wir uns in eigene
Abhängigkeiten. Wenn
du es aber richtig anfängst kannst du daraus lernen, wie man das Paradies
wieder findet. Nein, - das ist wohl nicht
ganz korrekt, weil wir uns das Paradies selbst erschaffen können, - aus
eigener Kraft und Hilfe der Liebe.
Diese Liebe ermöglicht uns die
Vereinigung mit Allem in dem wir das "Du" erkennen können: dem Partner,
anderen Menschen, der Natur und wer mag, auch mit dem was wir "Gott" nennen.
Wir können unser eigenes
Leben erforschen, bewältigen, uns Untertan machen um dann nach unendlich
langer Reise, in uns selbst
gefestigt vereinigt, an den Ursprung unserer Wurzeln zurückzukehren.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Will ich wirklich
Gemeinsamkeit oder bringe ich nur denen "Liebe" entgegen, die auch mich
"lieben"?
-
Bin ich in der Lage,
Verzeihung in meinem Leben, mir und anderen zu gewähren?
-
Habe ich eine natürliche
Einstellung zur Sexualität?
-
Habe ich den Mut, mich für
die "Freiheit" zu entscheiden oder habe ich Angst vor der Verantwortung
für mein eigenes Leben?
Dinge, die ich tun kann:
-
Verzeihungsarbeit leisten.
-
Mit freiem Standpunkt der
Sexualität gegenüber treten Sexualität nicht nur aus geschlechtlicher
Betrachtungsweise, sondern auch im weitesten Sinn als aktive Form des
Zugehens auf alles Lebendige (Leben).
-
Sich mit dem eigenen
Ursprung beschäftigen (seelisch und körperlich), um mehr Freiheit für
die Zukunft zu erlangen
Affirmationen:
-
Ich erlebe Sexualität als
Bereicherung des eigene Körperausdrucks und als Möglichkeit der
Einheits-Erfahrung. (Sexualität ist Lebenskraft und Erotik die
"Zärtlichkeit" der Seele)
-
Ich liebe das Leben und
den Weg auf dem ich es erlebe.
-
Es ist wunderbar, Spaß und
Vergnügen zu haben.
-
Alle Entscheidungen, die
ich treffen muss, treffe ich mit Vitalität und Offenheit.
Esoterische Erklärungsweise:
Bei den Liebenden merkt man
deutlich, wie verschieden man die Dinge betrachten kann. Die Einen legen
großen
Wert auf das Entscheidungsthema (die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten), die
Anderen wollen mehr den
versöhnlichen Aspekt der Karte berücksichtigen. Für mich existieren beide
Aussagemöglichkeiten gleichrangig.
Der Trumpf VI ist eine
komplexe Karte, da es um verschiedene fundamentale Problemstellungen geht,
einschl.
des Spirituellen. Insgesamt gesehen ist das Ziel also: das Recht auf
Entscheidung Verantwortungs-
bereitschaft, sowie Hingabe und Vereinigung der Gegensätze.
Die Zahl 6 ist eine Zahl der
Vollständigkeit, wenn wir sie im Sinne der Schöpfung betrachten. (z.B. sechs
Tage zur Erschaffung der Welt), aber sie wird auch als die Zahl bezeichnet,
mit der Gott in die Welt kam.
Die Liebenden stehen im
Zeichen der Zwillinge, sind besetzt mit dem Planeten Merkur und das
Hauptelement ist
die Luft. Das Tierkreiszeichen "Zwilling" wird häufig als geistig orientiert
beschrieben und ist deswegen ein
scheinbarer Widerspruch zu dieser "sinnlichen" Karte. Der Zwilling steht
aber auch für Dualität und bringt
dadurch den gleichen Gedanken zum Ausdruck.
Auch der Doppelaspekt, das
körperliche Verlangen, dem die Spiritualität entgegensteht, ist möglich.
Jedoch ist
das Element der Liebenden die Luft, somit das zuführende Element des
Geistes. Durch unsere Sexualität sind wir
mit der übrigen Natur verbunden. Dahinter verbirgt sich ein machtvoller
Gedanke: Sex und Spiritualität sind
keine Gegensätze, sondern die Erscheinungsformen der gleichen Realität. Sex
ist die Grundbedingung
unserer Existenz. Die spirituelle Sehnsucht ebenfalls.
Das Tarot sieht Gott nicht als etwas Vages und Unbekanntes, das außerhalb
der Welt steht. Gott bzw. die Göttin
erfüllt unser ganzes Dasein, auch uns selbst. Verstehen wir unser eigenes
Wesen und die Gesetze der Natur,
werden uns die eigenen Handlungen insbesondere die Liebe, zu Gott führen.
Eine zentrale Aussage der
Karte ist daher, dass auch die Sexualität zu spiritueller Erweckung führen
kann.
Spirituelle Qualität von Liebe ist keine Trennung von gewöhnlichen
Erfahrungen.
Liebe selbst ist göttlich, emotional und sexuell.
Unterschwellig bekommen wir
natürlich auch Hinweise darauf, das aus der Liebe auch Leid erwachsen kann.
Man kann besessen sein von Sexualität, fühlt sich zurückgestoßen oder der
Körper brennt voller Verlangen.
Tiefer geht das Leid noch, stirbt ein geliebter Mensch oder gar die Liebe
selbst. Wenn jedoch die sexuelle
Vereinigung dazu benutzt wird, das kosmische Verständnis zu erwecken, wird
dies nur positive Ergebnisse haben.
Schon in früheren Zeiten wurde
der Geist als Gefangener der Materie bezeichnet. Es ist eine Schwierigkeit,
über
unsere Schwächen hinwegzukommen. Sie steht für Unwissenheit, Furcht,
Isolation, sowie unsere Unfähigkeit zu
lieben, oder uns selbst einem anderen Menschen hinzugeben. Die Liebenden
zeigen uns an, dass die
menschliche Liebe in der Lage ist, unsere Schwächen zu beheben.
An dieser Karte muss der
Mensch die Verantwortung für seine eigenen Handlungen übernehmen, da er nun
in der
Lage ist, aus eigener Kraft Veränderungen herbeizuführen. Er ist also dazu
bestimmt oder verurteilt, in jeder
Sekunde seines Lebens eine Entscheidung zu treffen, egal wie geringfügig
diese auch sein mag. Die Fähigkeit
des Menschen, Einfluss auf das polare Kräftespiel zu haben, heißt nicht,
dass er dies auch mit Souveränität tut.
Gleichzeitig mit dem Erlangen
des Bewusstseins wird der Mensch mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten
konfrontiert
und damit, dass jedes "aus-dem-Gleichgewicht-geraten" als Leid auf ihn
zurückfällt. Wir können uns also auch
im Gegensatz zu den Naturgesetzen bewegen (müssen allerdings die Folgen
tragen). Diese Spannung des
Widerspruchs ist etwas ganz anderes als die Polaritätsspannung zwischen den
Geschlechtern.
Es ist ein Schnittpunkt, der
sich zwischen Hierarchie und Loslassen befindet. Wir können und müssen
loslassen,
sind aber trotzdem nicht frei, weil wir eingebunden sind in einer größer
Ordnung (z.B. Naturgesetze).
Zusammengefasste Botschaft:
Nach dem Sündenfall hat der
Mensch zwar Erkenntnis erlangt, aber die direkte Verbindung zum Göttlichen
ist
verloren gegangen. Eine dichte Wolke des Irrtums und der Desorientierung
nimmt den Menschen die Sicht.
Der Engel vermittelt allerdings, dass der Mensch fähig ist, Gott in Bildern
(Archetypen) aus dem
kollektiven Unbewussten zu erkennen.
Zwei Dinge hat der Mensch aus
dem Paradies mitnehmen dürfen: die Frucht vom Baum der Erkenntnis und den
Baum des Lebens (als Werkzeug für den Lebensweg). Wie ein Berg bestiegen
wird, so kann auch Gott nur durch
Bewältigung von Widerstand und Mühsal gefunden werden. Die Vertreibung aus
dem Paradies ist die Geburt
des Menschen (so wie du und ich), auf die Ebene der materiellen Welt. Jede
Geburt bedeutet Überwindung
eines Widerstandes, um als Individuum den Weg auf der Welt fortzusetzen. Vor
einer Barriere ankommen,
mit er Aufgabe sie zu überwinden, erfordert und bringt Dynamik und damit
Leben.
Liebe und Sexualität sind
Bereiche in unserem Leben, die wir nicht nur verstandesmäßig wählen können.
Die verschiedenen Themenbereiche der Karte VI können also wie folgt
aussehen:
a) Menschliche Liebe
Dies ist das Thema, das
unserer gewöhnlichen Erfahrung als Mensch am nächsten steht.
Es zeigt uns den Wert der Liebe und des Verlangen im Leben der Menschen.
b) Spirituelle Riten
In Verbindung mit Tantra,
Gnostik und Alchemie führt uns der Tarot in die esoterische Vorstellung ein,
dass
Sexualität die Schranken zwischen Geist und Materie überwindet. Sex ist eine
körperliche Betätigung, die uns
intensiv unsere Körperlichkeit erleben lässt und die Isolation gegenüber
anderen Menschen und der
Welt aufhebt. Deswegen kann die sexuelle Liebe zu spiritueller Erweckung
führen.
c) Die Sexualität der Natur
Durch die sexuelle Liebe kann
man einen Teil der archaischen Empfindung zurückgewinnen, dass die Welt
lebendig ist und sich durch Verlangen erneuert und erfüllt. Deshalb kann uns
Liebe und Verlangen mit
dem übrigen Dasein verbinden.
Divinatorische Bedeutung:
Für den Betreffenden spielt
die Liebe oder eine Beziehung eine wesentliche Rolle. Jedoch soll man in
einer
Beziehung nicht sein Selbstgefühl aufgeben. Es wird eigentlich nur eine
ehrlich Öffnung dem anderen
Menschen gegenüber verlangt.
Die Karte will uns sagen, dass
wir unsere männlichen und weiblichen Aspekte harmonisieren sollen.
Natürlich können "die Liebenden" auch auf Schwierigkeiten in der Zweisamkeit
hinweisen. Bei Mangel an Liebe
im Bereich des Betreffenden, zeigt die Kombination der Karten die Ursache
des Mangels an.
Stichworte:
-
Es ist wichtig
unparteiische Standpunkte einnehmen, um innere und äußere Streitigkeiten
aufzulösen
-
Der Prozess ist wichtiger
als das Ergebnis
-
Innerhalb von Beziehungen
neue Phasen erleben
-
Sich mit Liebe einer
Aufgabe widmen
-
Wahl zwischen Weisheit und
Leidenschaft
-
Emotionale Belastungen,
Prüfungen
Partnerschaftsfragen:
-
Liebesverhältnis im "Hier
und Jetzt" (unter Berücksichtigung beidseitiger Freiheit und
Verantwortung).
-
Lebendige, faszinierende
Beziehung, die nicht unbedingt in einer festen Bindung endet.
-
Partnerschaft die als
"Mittel zum Zweck" dient (z.B. weil man den anderen ge-)braucht oder
sich vor dem Alleinsein fürchtet
-
Entscheidungsthema in
einer bestehenden Beziehung.
-
Für einen einsamen
Menschen die Aufforderung, sich gefühlsmäßig voll der Liebe zu öffnen,
da dies die Grundlage für eine neue Beziehung sein kann.
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VII. Der WAGEN
Karte der widerstreitenden
Kräfte und der dynamischen Fortbewegung
Intuitive Seite:
Planst du eine Zukunft, die
sich völlig von deiner bisherigen Vergangenheit unterscheidet?
Ja, - dann bist du bereit für "den Wagen".
Das Alte genügt dir nicht mehr
und dein Geist sucht einen neuen Horizont, sucht neue Wege, ein Abenteuer.
Dennoch weißt du nicht was dich erwarten wird. Doch so wie es jetzt läuft,
so geht es nicht weiter.
Manche ergreifen die Flucht,
andere lassen alles hinter sich. Alles ist in Bewegung und man kann auf
nichts
vertrauen, als auf die eigenen Möglichkeiten von Kraft und Intellekt. Das
Gefühl spielt keine große Rolle mehr.
Es ist da weder Angst noch Hass noch tiefer gehende Liebe, nur der übergroße
Wille, die Dinge zu ändern.
Nun bist du ein "Macher", aber
ehe andere auf dein Kommando hören, musst du ihnen etwas bieten und ihnen
beweisen was du kannst. Ein wenig mag dich das auch zum Sklaven machen, -
ein Sklave deiner selbst und der
anderen Menschen, die von dir erwarten, dass du es schaffst und ihnen den
Weg ebnest.
Aber dies ist nur der
Hintergrund und in der Gegenwart unwichtig. Wichtig ist nur der Augenblick,
denn lässt
man die Zügel nur eine kurze Weile außer acht, läuft der Wagen in die
falsche Richtung oder er geht gar
zu Bruch und ein Weiterkommen ist unmöglich.
Es ist wichtig, sich selbst
immer bewusst zu sein, - aufmerksam sein. Wenn man z.B. Auto fährt, kann
eine
kleine Unachtsamkeit katastrophale Folgen haben und man erreicht nicht das
Ziel, das man sich gesetzt hat.
Natürlich sind da auch viele Schwierigkeiten.
Um beim Autofahren zu bleiben,
es können Schnee und Eis ein Weiterkommen fast unmöglich machen; starke
Stürme könnten den Wagen von der Straße wehen; sengende Hitze lässt die
Aufmerksamkeit des Fahrzeugführers
erheblich sinken; Übermüdung kann tödlich sein; Alkohol ist Gefahr für Leib
und Leben auch von anderen Menschen.
Kurzum, - sei immer bei dir selbst, voller Konzentration, beachte dich
selbst und deine Umgebung und entscheide
hier und jetzt was zu tun ist. Wende den Intellekt und den Willen an, um
dies auch durchzusetzen.
Nun gibt es natürlich auch
diese "Naturtalente", diese Geschäftsleute, die alles mit Intention
betreiben, ob das
Beruf oder der Sport ist. Trotzdem, bei aller Bewunderung, die wir ihnen
zollen, irgendwie sind sie nicht lebendig,
sondern irgendwie verhärtet und die Gefühle werden mit Füßen getreten. Am
liebsten würden sie sich selbst
noch vor den Wagen spannen, damit es schneller geht, - von tiefer Unrast
getrieben.
Man kann aber nicht immer nur
auf Reisen sein, immer nur rennen und rennen, ständig auf der Wanderschaft.
So erfährt man wenig über sich selbst, Land und Leute.
Also, - sei zielstrebig und
trotze den "Naturgewalten", wenn es darum geht eine neue Entscheidung
anzustreben und auch mal eine Traum zu realisieren. Aber wenn man am Ziel
angekommen ist,
sollte man rasten und sich selbst und die nähere Umgebung neu kennen Lernen.
Mit dem Verweilen hier auf
Erden, sind wir auch an einen gewisse Zeitfaktor gebunden. Heute wissen wir,
dass
die Zeit (z.B. im "Weltraum) auch anders bemessen werden kann. Sei dir also
der Zeit bewusst in der du lebst
und die dir hier auf Erden zur Verfügung steht. Wir sind aus zeitlicher
Materie hergestellt, also einem gewissen
Verschleiß unterworfen. Um so wichtiger ist auch hier, das 'Jetzt" zu
bedenken. Während der Wagen (oder
unsere Körper) der Zeit, beginnend bei unserer Geburt und endend beim Tod,
uns durch das Leben trägt,
soll der Intellekt ein helles Auge haben, den dies allein bleibt uns
erhalten, wenn wir einmal nicht mehr
"in der Zeit" sind. Deshalb sei bewusst, sei "in der Zeit" und nimm das
Leben in die Hände.
Führe die Zügel umsichtig und mit Konsequenz, leite die Energie in die
richtigen Wege.
Wenn du etwas tun willst, was
du auch zu tun vermagst, dann schiebe es bitte nicht auf die lange Bank.
Jetzt ist der geeignete Augenblick dafür.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Mache ich mich zum Sklaven
meiner eigenen Zielstrebigkeit?
-
Leiste ich mir keine
Gefühle mehr, weil ich den Intellekt über alles gestellt habe?
-
Lebe ich einfach nur so
vor mich hin und bin nicht bereit notwendige Dinge zielstrebig
voranzutreiben?
-
Bin ich schon so dumpf und
abgestumpft, dass ich selbst keine inneren Abenteuer mehr suche?
-
Besteht gerade jetzt die
Notwendigkeit, mein Leben in die Hand zu nehmen?
Dinge, die ich tun kann:
-
Sich mit dem "Lebenssinn"
beschäftigen.
-
Darüber nachdenken worin
mein Lebenssinn besteht.
-
Sein Leben aktiv in die
Hand nehmen und nicht einfach alles "laufen" lassen.
-
Verantwortung übernehmen
(egal um was es geht) und sich nicht vor heiklen Aufgaben drücken.
-
Alle körperliche,
aktivierende Dinge wie Joggen, Schwimme usw. und zwar zum Zwecke der
Selbsterfahrung.
Affirmationen:
-
Ich nehme meinen Körper an
und verbessere damit mein Lebensgefühl.
-
Mit Dynamik nehme ich
Herausforderungen in meinem Leben an
-
Ich weiß was ich will und
strebe umsichtig diesem neuen Ziel entgegen.
-
Voller Aufmerksamkeit
beachte ich meine Gefühle und Gedanken und lenke sie in die richtige
Richtung.
Esoterische Erklärungsweise:
Die Zahl sieben bedeutet
traditionell "Sieg". Als Summe aus drei und vier deutet sie auf die
Verbindung von
Herrscher und Herrscherin hin und repräsentiert einen Sieg des menschlich
Willens über die gewöhnlichen
Probleme des Lebens.
So kann man hier auch die
Konfrontation der Willenskraft mit der Angst darstellen, auch die Fähigkeit
im Chaos des Lebens Ordnung zu schaffen.
Die astrologischen Zeichen
sind mit Krebs und Jupiter angegeben.
Die Karte ist auch ein Zeichen
des Mutes. Dieser mutige Sinn stellt sich der Welt mit all seiner Kraft
gegenüber,
sucht dabei aber mehr die Beherrschung seiner selbst, als Gewalt über die
Umwelt. Setzen wir uns aber mit
unseren tiefsten Ängsten und Instinkten auseinander, entdecken wir, dass sie
die Quelle der Energie sind,
die Spiritualität umwandeln kann. Die Sieben bezeichnet den spirituellen
Sieg. Im "erkennenden" Verstehen liegt
die Möglichkeit, unsere Ängste zu bewältigen, unsere physische
Vergänglichkeit zu akzeptieren, und dieses
Erkennen als Energiequelle zu nutzen. Dies ist die "Nachtseite" des Wagens.
Bei "Tageslicht" triumphiert er
über Herausforderungen: wie man Karriere macht, einen Platz in der Welt
findet, eine Familie gründet usw.
Der Wagen ist auch das erste
Bild, bei dem Bewegung ins Spiel kommt. Die Bilder I - V kann man auch als
Schöpfungsvorgang erleben. In Bild VI wollte der Mensch Erkenntnis und
erlangte Bewusstsein
(seiner selbst, vom Ich zum Du, vom Du zur Welt).
Dieser Bewusstwerdungsprozeß
war eng verbunden mit der Gesetzeserfahrung und Polarität. Von dieser
Ausgangslage her, geht nun der Mensch in die Welt und bewegt sich in ihr,
womit wir auch den Faktor Zeit
in den Tarotbildern haben. Der Mensch erkennt nun sein Leben als
fortlaufende Dynamik (im Gesetz der Polarität).
Damit entsteht die Aufgabe, Herr über die Zeit zu werden. Erlebt man die
Gegenwart in richtiger Weise,
hat das automatisch Einfluss auf die Zukunft.
Zur Beurteilung der irdischen
Realität müssen wir uns mit der Polaritäten vertraut machen (vor allem in
uns selbst).
Aufgabe ist es nun, die Kontrolle über die auseinanderstrebenden Kräfte zu
erlangen, sie zu vereinen und zu
koordinieren, dass man sie in die gewünschte Richtung bewegen kann.
Zusammengefasste Botschaft:
Der Mensch hat die
Geborgenheit und Sicherheit verlassen und ist auf dem Weg zu Neuem. Er ist
in die Realität
gezogen, die er zu akzeptieren und zu beherrschen lernen muss. Als Lenker
des Wagen ist er der Forderung
ausgesetzt, mit den auseinanderstrebende Kräften der Polaritäten fertig zu
werden, sie auch zu bändigen,
damit sie einem einheitlichen, gemeinsamen Ziel ihre Dienste leisten. Der
Mensch ist aus seinem
vegetativen Dasein erwacht und erreicht nun mittels seiner Bewusstheit neue
Ufer.
Diese Karte repräsentiert auch
den kontrollierten, vervollkommnenden Zustand der Persönlichkeit und die
höheren Prinzipien der menschlichen Natur.
Die Sphinxen, die den Wagen
ziehen sind wohl das Sinnbild für die menschliche Seele. Der achtstrahlige
Stern
steht auch (wie die Lemniskate) für die Unendlichkeit oder den ewigen
Kreislauf. Das Viereck auf der Brust
= irdischer Herrscher. Der Stab mit der Spitze nach oben sind die hohen
Ziele.
Divinatorische Bedeutung:
Der Wagen stellt vor allen
Dingen die Bedeutung der Willenskraft für Auseinandersetzungen mit Problemen
dar.
In schwierige Zeiten, kann auch die Entschlossenheit durchzuhalten angezeigt
werden.
Wenn mehrere Karten bei der
Befragung auf Schwäche hindeuten, der Wagen aber in einer Hauptposition
erscheint, ist Optimismus und Festigkeit angeraten. Die Karte kann auch
negative Einflüsse aufzeigen. Dann
sollte man die Situation passiv annehmen, anderen die Führung überlassen
oder das Ereignis hinnehmen.
Die Umgebung des Wagens ist
also bei der Deutung sehr zu beachten. Auch Hinweise auf tief sitzende
Ängste,
von denen man getrieben wird, sind vom Wagen zu erwarten, jedoch auch die
Aufforderung, über die Ängste zu
triumphieren. Die innere Trägheit sollte überwunden werden. Oft ergeht im
Zusammenhang mit anderen Karten
die Empfehlung, sich nicht zum Herrn über Ereignisse und andere Menschen
machen zu wollen.
Stichworte:
-
Wenn man zu sehr vom
Freiheitsdrang besessen ist, fesselt man sich selbst.
-
Unfähigkeit
widerstreitende Gefühle zu kontrollieren, verursacht Depression und
Gefühlskälte.
-
In einer Angelegenheit ein
deutliches Stück vorankommen.
-
Mit Elan an Aufgaben
herangehen.
-
Gegensätzlichkeiten
zusammenbringen.
Unternehmenslust
-
In Dienen umgewandelte
Empfindsamkeit.
-
Hilfe, auch durch innere
Führung, zur Vermeidung von Illusionen.
-
Fehlende (Selbst-)
Beherrschung.
-
Überwindung von
Hindernissen.
-
Reisen
Partnerschaftsfragen:
-
Aufbruch in die
Gemeinsamkeit oder Ausbruch aus ihr.
-
Das Verfolgen gemeinsamer
Interessen in die Zukunft.
-
Je nach Person, auch die
Bereitschaft, sich kompromisslos durchzusetzen, ("ohne Rücksicht auf
Verluste" -
eigene und andere.)
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VIII. Die KRAFT
Diese Karte macht uns mit der
inneren Kraft des Unterbewusstseins bekannt
Intuitive Seite:
Weißt du was Lust ist,
unbändige, tief empfundene Befriedigung? Dabei ist es vollkommen
gleichgültig woran du
Lust empfunden hast und was dich befriedigt hat. Hast du schon jemals dieses
Gefühl gehabt, dieser Augenblick
wo du bewusst dem "Tier" in dir nachgegeben hast und es dazu benutzt hast,
dich zur Vollendung zu führen?
Jeder, absolut jeder Mensch
hat ein sinnliches Kraftpotential in sich, das auch ausufern kann. Begeben
wir uns
also auf die Suche nach diesem "Tier" in uns, schauen wir uns an wie es
aussieht und was es alles kann.
Ja, - ganz recht, ich möchte es ans Tageslicht holen, damit es uns mit
seiner unbändigen Kraft dienen
kann. Diese sinnliche Kraft ist lebendig, gibt Energie und Wohlbefinden,
kann uns schützen und
hilft uns, die Natur der Dinge besser zu handhaben und zu verstehen.
Der Mensch hat in sich eine
feurige Lebensenergie, die ihn vorwärts treibt. Sie ist quasi der Motor des
Lebens.
Aber diese Energie ist nicht von fassbarer Qualität, sondern hauptsächlich
eine "seelische" Energie, so wie
z.B. auch Sonnenstrahlen nicht greifbar sind und doch die Ursache dafür
darstellen, dass etwas auf der
Erde gedeiht. Diese "innere" Sonne ist unbändig, teils chaotisch, wild und
zwingend. Deshalb verschließen
wir sie gerne vor uns und anderen. Wir haben Angst damit umzugehen.
An Stellen wo wir scheinbar
nicht vorsichtig waren und deshalb die Tier-Sonne zum Vorschein kam, wurden
wir
davon überflutet, verloren die Beherrschung und es kam evtl. zu Explosionen,
die wir hinterher vielleicht sogar
bereut haben. Dann haben wir sie um so mehr verschlossen und unterdrückt,
bis die Kraft zu stark wurde und
die Explosion noch größere Ausmaße angenommen hatte. So wurden wir dann
letztendlich doch von der
Tier-Sonne beherrscht, die wir nicht haben wollten und der ständige Wechsel
war zermürbend,
und an die Harmonie nicht mehr zu denken.
Hier liegt wohl auch eine der
Wurzeln vom Widerstreit zwischen den Geschlechtern. Der Mann wird beherrscht
durch die Reize der Weiblichen und empfindet dies vielfach als Bedrohung, so
dass er durch Unterdrückung
eigentlich seine eigene Schwäche vertuschen will.
Aber auch die Frau lässt ihre
Lust nicht zu, um den Mann zu strafen, der so wenig Gefühl zeigt. Es ist ein
sich ausweitende Konflikt, der allerdings nur zu lösen ist, wenn jeder sich
bemüht, in sich selbst die
"dunklen Ecken" kennen zu lernen, sie zu akzeptieren und mehr noch, - sie zu
benutzen.
Denn wenn ich die Lust
beherrsche, mich wirklich hinzugeben, und diese energetische Kraft in all
mein Tun
einzusetzen, dann wird mir auch ein wirklich befriedigender Höhepunkt nicht
versag bleiben. Lasse ich mich aber
von der Lust beherrschen, wird dies nur ein müdes Aufflackern, ein fader
Abglanz dessen sein, das wirklich möglich
ist. Aber ausgehend vom Höhepunkt sollte man noch mehr bedenken. Jede
Bergsteiger weiß, dass der Aufstieg zum Gipfel eine gefährliche mühevolle
Sache ist, dass aber der Abstieg eine genauso kraftvolle,
wie auch zermürbende Aktion sein kann.
Egal, wo wir also einen
Höhepunkt antreffen: in unserem Lebe oder im Beruf beispielsweise, müssen
wir auch bereit
sein zu einem würdevollen Abstieg. Wir müssen akzeptieren, dass diese
"sinnliche" Kraft in uns einem Wandel
unterworfen ist, dem wir uns immer bewusst sein sollten, das heißt, die
Kraft muss beherrscht und eingeteilt
werden. Wenn es gelingt, die lustvolle, sinnlich-energetische Liebe im Leben
zu integrieren, haben wir eine
wundervolle Macht und auch Kraft in den Händen, die uns herrschen lässt,
ohne zu beherrschen, die uns
lieben lässt, ohne zu besitze und die uns leben lässt mit der Natur in uns,
ohne sie und uns zu vergewaltigen.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Sollte ich meine Kräfte
besser einteilen (oder meine Aufgaben)?
-
Reicht meine innere Kraft,
um mein angestrebtes Ziel wirklich erhalten zu können.
-
Kann ich meiner Umwelt
noch neue Impulse geben, oder bin ich jetzt schon am Ziel, allein und
total erschöpft?
-
Habe ich den Kreislauf des
Lebens begriffen oder machen mir selbst "kleine Abschiede" ungewöhnliche
Schmerzen?
-
Wie gehe ich mit, nach
Freiheit drängenden Kräften, in meiner Umgebung um?
-
Habe ich Probleme mit
meiner männlichen Weiblichkeit oder weiblichen Männlichkeit und
inwieweit trage ich dieser Konflikt nach außen?
Dinge, die ich tun kann:
-
Sich mit dem eigenen
Körper beschäftigen und ihn nicht als lästiges Übel ansehen, sondern als
ein willkommenes Geschenk.
-
Sanftheit soll zu einer
Disziplin werden.
-
Die Anima in Liebe und
Partnerschaft aktiv und kreativ ausleben und sich davon erheben lassen.
-
Weibliches und Männliches
gleichermaßen akzeptieren.
Affirmationen:
-
Indem ich mein Ego
erkenne, kann ich mich besser in Selbstbeherrschung üben.
-
Ich bin mutig und bändige
alle Widerstände ruhig und gelassen.
-
Ich lasse meine innere
Kraft fließen, so dass sie auch nach Außen wirken kann.
-
ch nehme meine
Körperlichkeit sanft und zärtlich an und gebe mich dem natürlichen
Lebensrhythmus hin.
Esoterische Erklärungsweise:
Diese Karte mit der Ziffer
"acht" wird als weibliche Zahl bezeichnet.
Das astrologische Symbol ist
der Löwe und in Verbindung mit dieser Karte steht der Löwe für Leidenschaft
und Verlangen, da vom Weiblichen nicht unterdrückt, sondern zur
Transformation gebracht wird.
Es ist deswegen auch ein starkes und Vertrauensvolles Zeichen.
Wird diese Energie nicht
transformiert, kann sie zu Überheblichkeit und Herrschsucht führen.
Kommt die Energie aber zum Aufsteigen, wird sie eine Quelle göttlicher
Inspiration.
Die Karte der Kraft folgt auf
den Wagen, wo sich der Wagenlenker seinen tiefen Ängsten gestellt hat
und diese Kraft nun aus diese Sieg geboren wird.
Deshalb beinhaltet dieser
Trumpf auch keine Arroganz, sondern die Haltung einer natürlichen Demut,
die nichts mit Schwachheit zu tun hat. Denn wenn wir unsere eigene Kraft
finden, weitet sich das Leben.
Wenn wir sie in uns fühlen, werden wir alt und jung zugleich.
Die Karte ist zwar weiblich
und die Frau wird dazu angehalten den männlich-aktiven Teil in sich zu
suchen,
wozu natürlich gewisse Anstrengungen notwendig sind, - dies gilt natürlich
analog auch für den Mann.
Auf jeden Fall muss jeder der mit Bewusstheit auf eine höhere Ebene will,
sich der Ganzwerdung
unterziehen. Die Integration der männlichen Löwenkraft führt die Frau zu
neuer Kreativität. Der Mut
nach innen zu sehen, verleiht die Kraft, die Natur zu besiegen, mag sie auch
noch so mächtig erscheinen.
Zusammengefasste Botschaft:
Die Karte der Kraft zeigt die
Meisterung und Zähmung unserer animalischen Natur sowie die Stärke,
den Mut und die Tatkraft die erwachsen, wenn diese Urkräfte kanalisiert
werden. Dabei geht es nicht
um das Bekämpfen und Unterdrücken dieser Kräfte, sonder zunächst um deren
Annahme.
Die Frau hält fast spielerisch
dem Löwen das Maul zu, der für all die Kraft, Zwänge, Gefahren,
Herausforderungen
usw. des täglichen Lebens steht. Die Lemniskate (über dem Kopf der Frau) ist
das Symbol unendlichen
Neuwerdens, also die unerschöpfliche Lebenskraft jedes Menschen (geflochtene
Krone). Das weiße
Gewand steht für die unendlich vielen Möglichkeiten, die man aufgrund seiner
innere Kraft besitzt.
Divinatorische Bedeutung:
"Die Kraft" bezieht sich
insbesondere auf die persönliche Eigenschaft der inneren Stärke. Es ist die
Karte
der Liebe und Güte. Man steht den Dingen positiv gegenüber. Die Kraft kann
auch mit der Zähmung innerer
Leidenschaften zu tun haben. Wenn das erfragte Problem mit Zorn, Obsession
oder Sucht zu tun hat, weist
die Karte auf die Überwindung hin und/oder der Möglichkeit der Befreiung
davon. Im gegebenen Fall ist
egozentrisches Beharren, auf "meiner Kraft", "meiner Stärke" aufzugeben.
Gerade dann müssen
wir uns der Energie öffnen, die uns umhüllt und durchdringt.
Fühlt man sich von allen
Kräften abgeschnitten, schwach, überfordert und ausgebrannt oder von
emotionellen
Gefühlen überwältigt und diese Karte erscheint, dann sollen Diät, Ruhe
Meditation und Entspannungsübungen helfen.
Stichworte:
-
Eine Zeit großer Tatkraft,
Mut und hoher Risikobereitschaft.
-
Erfolg und öffentliche
Anerkennung.
-
Kraftvolle und
leidenschaftliche Phasen.
-
Begegnung mit den
animalischen Kräften in uns (z.B. Habgier, Rachsucht, Zerstörungswut).
-
Geistige und körperliche
Gesundheit sind voneinander abhängig.
-
Spirituelle und / oder
mentale Stärke
-
Mut
-
Entschlossenheit
-
Moralische Kraft
-
Überwindung von negativen
Impulsen
-
Entwicklung bisher
verborgener Kräfte
-
Liebe triumphiert über
Hass
Partnerschaftsfragen:
-
Liebe und Partnerschaft
aktiv und kreativ ausleben und sich davon erheben lassen.
-
In der Partnerschaft
werden Probleme wahrscheinlich erfolgreich bewältigt.
-
Oftmals eine lebensfrohe
und zugleich tiefe, innige Verbindung.
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IX. Der EREMIT
Bei dieser Karte öffnet sich
die Welt der inneren Betrachtung
Intuitive Seite:
Allein -!!!!!! ??????
"Endlich allein", "Gott sei
Dank allein" oder "allein und einsam" ? Wie wirkt dieses Wort "allein" auf
dich?
Oder sagst du: Ich will alleine sein", "Ich muss alleine sein" oder heißt es
"Alle stoßen mich aus,
so dass mir keine andere Wahl bleibt, als alleine zu sein"?
Wie ist es bei dir, wenn du
dich zurückziehst? Gehst du nur gezwungenermaßen oder weil du dich wirklich
in eine Betrachtung zurückziehen willst? Oder ziehst du dich vielleicht
sogar zurück weil du Mitleid erregen willst?
Auch dies kann ein Grund sein dass man sich bewusst zurückzieht, sich als
"armer Tropf" fühlt und dafür
ständig Liebe in Form von Mitleid will.
Das Schlimme daran ist, dass
man es selbst kaum merkt und andere Menschen für die eigene Einsamkeit
verantwortlich macht. Doch eben dies ist nicht der Fall. In der Dunkelheit
der Seele sehen wir viele Gestalten,
die nur unserer eigenen Angst und Bitternis entspringen und nichts sind als
Phantasiegebilde, die sich bei
"Licht" besehen in Wohlgefallen auflösen würden.
Die Schau in die Vergangenheit
unseres Lebens kann uns sehr viel lehren, aber meist sehen wir diese
Vergangenheit
nur mit Groll und die Frage wirft sich auf: "Warum gerade ich, - warum muss
gerade mir das passieren?" Doch diese
Frage wird oft mit innerem Bedauern gestellt und eine Antwort meist gar
nicht erwarte Manchmal scheint also
die Frage wichtiger zu sein als die Antwort darauf.
Eigentlich schade wenn die
Chance vertan wird, etwas zu lernen. Dabei ist einfach, sich zu öffnen und
den
Ursprung der Dinge zu beobachten, zu sehen wie sich alles bis zum heutigen
Tag entwickelt hat. Diese Erkenntnis
kann noch weiter gehen, denn unsere Einsichten und Erfahrungen können, wenn
wir wieder aus der Stille zurück-
gekehrt sind, den Mitmenschen ein Licht sein und eine Stütze, um die Angst
zu überwinden, die sich in deren
Innerstem entwickelt. Weil wir nun die Schemen und unangenehmen Gestalten
kennen, diese Gebilde aus
dunkler Angstphantasie, lösen sie sich durch ihre wissenschaftliche
Betrachtung in Nichts auf.
Doch es gibt auch die jubelnde
Stille, die Einsamkeit, die Freude bereitet, wo man gestützt auf den
Wanderstab,
der Halt gibt, sich der Betrachtung des Dunkeln hingibt, damit man das Licht
besser erkennen kann. Es ist
dann das innere Licht, das man anschließend in die Welt hinausträgt, wenn
man gefestigt und geläutert ist.
Diese Stille und Einsamkeit
führt uns an den Ursprung unserer Existenz, das ist erhebend, das ist
herrlich,
denn endlich sehen wir im Dunkeln, was wir bei Licht niemals erkannt haben.
Wir können auch auf der Höhe
unseres Lebens sein, in der Betrachtung unseres Weges, den wir schon
zurückgelegt haben. Aber wir müssen auch die innere Größe haben, den Abstieg
zu wagen und uns nicht
auf diesem Gipfel vergraben, weil wir die "ewig Ersten" sein wollen.
Denn selbst nach tiefster
Einsamkeit besteht die wahre Größe in der Weitergabe der Erkenntnis. Von der
Einsamkeit des Gipfels in die Einsamkeit des Tales zurückzukehren, erfordert
die Einsicht, dass der Lebensweg
unser Eigentum ist, auf dem wir viele Menschen treffen, den aber keiner für
uns gehen kann.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Kann ich wirklich von mir
aus eine gewisse Zukunftsgestaltung betreiben oder bin ich in dieser
Beziehung sehr anfällig Hänge ich mich an andere Menschen in der
Meinung, dass ich selbst die Lebensenergie nötiger habe?
-
Gestatte ich anderen und
mir, sich ohne Schuldgefühl zurückzuziehen und besitze ich genügend
Toleranz, auch anderen diese Einsamkeit zu geben, die sie für eigene
Gedanken brauchen?
-
Bin ich in der Lage, die
Einsamkeit zu lieben und achtsam im Hier und Jetzt zu leben oder
isoliere ich mich in eine Form, die eine ausgleichende Kommunikation mit
der Umwelt nicht mehr zulässt?
-
Habe ich Angst vor dem
Tod, glaube keine Zeit mehr zu haben und verkrampfe mich bei diesem
Gedanken?
Dinge, die ich tun kann:
-
Auch hier ist die Atmung
eine wichtige Übung, aber nicht im Sinne der Konzentration darauf,
sondern des freien Fließens mit der Beobachtung der ziehenden Gedanken,
die bei diesem Vorgang auftreten.
-
Die eigene Rolle im Leben
überdenken, natürlich auch im Sinne der "Ich-Bezogenheit" und dann von
diesem Rollenspiel evtl. Abstand nehmen, als Konsequenz der inneren
Erfahrung
-
Sich im Sinne eines
"Klosterlebens" zurückziehen oder gerade durch bewusste Konfrontation
mit der Umwelt "in die Stille" gehen. In beiden Fällen kann man, durch
das Hineinhorchen in sich, zu einer neuen Lebensweise finden.
-
Hier besteht auch durch
tiefe Meditation (oder tiefes Denken) die Möglichkeit, sich für das
bewusste Leben oder Sterben zu entscheiden. (Angst vor dem Leben zu
haben bedeutet nämlich nur, nicht sterben zu wollen.)
Affirmationen:
-
Von nichts lasse ich mich
hetzen oder zwingen.
-
Meine Achtsamkeit liegt in
der Gegenwart und auf dem Wesentlichen.
-
In der Einsamkeit kann ich
eine positive Lebenseinstellung finden.
Esoterische Erklärungsweise:
Der Eremit hat eine
extrovertierte und eine introvertierte Seite. Er ist eine Figur, die Mut
macht, antreibt,
sanft aufrichtet und vor allem weiß, was wir nicht wissen. Der Eremit ist
Lehrer und Seelenführer.
Er ist unser persönlicher "Moses", der uns in das versprochene Land des
Lichtes führt.
Aber er kann auch der Zauberer
sein, ein bösartiger und grausamer Eremit der Berge, der uns in die Irre
führen
und in Gefahr bringen kann. Hier nun sollte die Selbsterkenntnis ansetzen,
die den dunklen Weg erleuchtet.
Der Eremit zeigt die ersten
Anfänge von Bewusstheit, welche die innere Weisheit der Hohepriesterin in
das
Licht des Bewusstsein heben kann.
Traditionell bezeichnet der
Eremit einen weisen Lehrer, der sich von der Gesellschaft zurückgezogen hat,
um Weisheit zu erlangen, jetzt aber das Licht des Wissens für andere empor
hält.
Das astrologische Symbol der
Karte, Jungfrau, ist auch ein Aspekt der Hohepriesterin. Dies deutet
wiederum den
Rückzug an. Denn die Jungfrau steht nicht nur für sexuelle Unschuld, sondern
auch für die bewusste Entscheidung,
sexuelle Beziehungen zu vermeiden. Wirkliche Eremiten haben sich zu allen
Zeiten von der menschlichen Gesellschaft
zurückgezogen, um über kulturspezifisch Vorstellungen hinaus, zu einer
persönlichen Beziehung zu Gott zu gelangen.
Reife ist ebenfalls eine vordergründige Aussage des Bildes und diese Reife
wird meist mit älteren Menschen in
Verbindung gebracht. Der Eremit ist der erste ältere Mensch auf den Bildern.
Natürlich darf jedes
Lebensalter zu der ihm gemäßen Reife finden.
Jeder lernt irgendwann in
seinem Leben, alleine zu sein Solange man auf seinem Entwicklungsweg nicht
gelernt
hat, allein und auf sich gestellt zu sein, bleibt man immer von einer Seite
abhängig. Der Eremit ist also reif genug,
den bisher zurückgelegten Lebensweg in einem neuen Licht zu erblicken, um
daraus neues Wissen und neue
Erkenntnisse für den noch vor ihm liegenden, noch in der Zukunft verborgenen
Pfad zu gewinnen.
So bedeutet dies aus der Sicht des Karma auch "Entwicklung".
Zusammengefasste Botschaft:
Diese Karte bereitet etwas
Neues vor. Deshalb heißt es, sich einen Moment umzuwenden, mit erhobener
Laterne einen möglichst weiten Umkreis ins Licht rücken, um mit Hilfe des
Hexagramms den bisherigen
Weg, aus einer Einheit einander durchdringende Wirklichkeit zu erkennen.
Diese Station des Eremiten ist
nicht die letzte unseres Weges. Der Stab gibt die Kraft des strahlenden
Feuers.
Die Kraft dieser Erleuchtung hilft, sich nach vorne zu wenden, auf einen
neuen Weg.
Ein Mensch, der dem Weg zu
höherem Bewusstsein und zur Vollkommenheit der Seele folgt. Er geht allein,
fern der materiellen Welt, wo er in Abgeschiedenheit eine einfache Existenz
führen kann. So mag er die Wahrheit
in den Offenbarungen seiner Seele finden. Er ist meist weit auf dem Weg
fortgeschritten, was für andere schwer
begreiflich ist. Dennoch ist er gewillt, denen, die sich aufrichtig seiner
Führung anvertrauen, den Weg zu erhellen.
Divinatorische Bedeutung:
Der Eremit signalisiert den
Rückzug von äußeren Aktivitäten aus einem persönlichen Grund
(psychologischerRückzug). Hier sitzt man aber nicht nur in der Stille
(Hohepriesterin), sondern arbeitet an
sich selbst. Anschließend wendet man sich wieder der Umwelt zu. Jetzt
braucht man aber Zeit für sich selbst.
Der Eremit symbolisiert auch Selbständigkeit oder Selbstentwicklung, mit
oder ohne Lehrer.
Stichworte:
-
Verborgene Dinge sollte
man geduldig mit Innenschau und Meditation enthüllen.
-
Durch Verzicht und Dienen
kann man Weisheit erlangen.
-
Jeder von uns ist
letztlich allein
-
Die wichtigsten Dinge muss
jeder für sich selbst tun
-
Fastenperioden
-
Meditations- und
Besinnungserfahrungen
-
Ruhiges, ungestörtes
Aufgeben unliebsamer Gewohnheiten
-
Bescheidenheit lernen
-
Zeit in der Kräfte
gesammelt werden
-
Einsame Seele
-
Keine Bedürfnisse oder
Verlangen nach materiellem Gewinn
-
Spirituelle Inspiration
-
Innere Weisheit
Partnerschaftsfragen:
-
Zeit zur
Selbstverwirklichung (Trennung auf Zeit)
-
Allein oder mit dem
Partner die Vergangenheit kritisch untersuchen, um evtl. den richtigen
Weg für die Zukunft zu suchen.
-
Geduldig mit dem Partner
umgehen.
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X. Das RAD DES SCHICKSALS
Diese Karte beschäftigt sich
mit der Balance der Materie - dem natürlichen Ausgleich
Intuitive Seite:
Wir leben auf einer Kugel. Man
stelle sich das mal so richtig vor, - wir leben auf einer Kugel und schweben
mit dieser Kugel ganz frei im
Weltraum, nur eingebunden in die Kräfte, die auch die anderen Planeten
unseres
Sonnensystems bewegt. Magnetische Kräfte halten unseren menschlichen Körper
fest, eine Hülle von Ozon schützt
uns vor dem Weltraum. Eigentlich ist die nichts anderes als ein
überdimensionales Ei mit einer sehr dünnen Hülle.
Falls irgendwann einmal diese
Kräfte (universelle, naturgesetzmäßige Kräfte), welche die Erde im
Gleichgewicht
halten versagen, diese gewissen Gesetzmäßigkeiten nicht mehr funktionieren,
ist es auch um die Existenz unserer
Menschheit schlecht bestellt. So sind wir körperlich unabdingbar in diese
Gesetzmäßigkeiten eingebunden, die das
einfache Vorstellungsvermögen eigentlich übersteigen, weil der Körper nichts
anderes ist, als die Verbindung von
Naturelementen und dazu gehören die Lebewesen (Tier, Pflanze, Mineral), die
die Mitbevölkerung darstellen.
Das was uns darüber erheben
sollte ist ein Bewusstsein, das diese Gegebenheiten respektiert, erkennt und
achtet.
Wo dieses Bewusstsein nicht vorhanden ist und somit Gesetzmäßigkeiten nicht
erkannt werden, benimmt sich
das menschliche Leben der Natur entgegengesetzt, was meist leidvolle
Erfahrungen mit sich bringt.
Wo und warum auch immer man
sich entscheidet, auf dieser Erde zu leben, sind wir angeschlossen an das
Leiden der Menschheit deren ungeöffnete Bewusstheit sich der Natürlichkeit
widersetzt.
Eine Erleichterung kann dann
entstehen, wenn wir versuchen die Angelegenheiten geistig und mit einigem
Abstand zu betrachten. Aus der Entfernung erklärt sich einiges einfacher.
Ist man dahinter gekommen wie
die Sache läuft, dann sollte man sich zum Mittelpunkt bewegen, denn dort ist
die geringste Rotation.
Im übertragenen Sinn heißt das
also, dass wenn wir einigermaßen ruhig leben wollen, wir unseren eigenen
Mittelpunkt finden müssen. Je eher wir uns damit abfinden, dass wir nur eine
Gesetzmäßigkeit unter vielen sind
- also überhaupt nichts besonders (im körperlichen Sinn); eben einfach nur
ein Organismus in einem Organismus,
um so schneller gelingt es uns, Ruhe zu finden. Ein Kampf gegen Dinge, die
wir nicht ändern können
verbraucht Kraft, die man sich genauso gut auch sparen kann.
Es ist also ein Glück und eine
Herausforderung auf dieser unserer Erde, leben zu dürfen. Das ständige Auf
und Ab, die vielen Hochs und Tiefs in unserer Existenz, geben uns die
Möglichkeit dazuzulernen. Es ist manchmal
unfassbar, was es alles für "Wunder" gibt und wie wandelbar alles ist.
Absolut nichts wird wieder wie es war. Nichts
bleibt wie es ist. Was einmal Wahrheit war, kann zur Lüge werden und was
Liebe war zu Hass. Freude und Leid
liegen eng beisammen und sind doch Gegensätze. Was hat also Bestand? -
Nichts hat Bestand!
Ist das nicht eine irrsinnig,
wahnwitzige Komödie, ein wirklich kosmischer Witz? Was hat da noch
Bedeutung,
außer dem beständigen Bewusstsein, das in der Lage ist, diese herrliche
"Aufführung" zu bewundern. Die Liebe
zum Wandel und zu allen Geschöpfen, die der Kosmos hervorbringt, der Reiz
des Unbekannten, der Witz und
die Freude, die in allem Lebendigen steckt, macht dieses Rad zu einem
Glücksrad, das uns vorwärts treibt
in neue Abenteuer. Diese Abenteuer ergeben sich aus der Vergangenheit und
somit hat alles Besondere,
das in der Zukunft geschieht, den Beigeschmack der alten Zeit und des Chaos.
Das ist aufregend, das macht
neugierig und je mehr wir aus unserer eigenen Mitte heraus leben, um so
klarer
liegt dieser hervorragende Schöpfungsakt vor unseren Augen und wir können
lachen. Das ist ein entspanntes Lachen,
eben weil unser Leben eine geniale, kosmische Aufführung ist, in der jeder
die Hauptrolle übernehmen kann.
Spielen wir uns selbst nicht
die größten Streiche? Es gibt kein anonymes Schicksal, das uns zu
irgendwelchen
Dingen zwingt. Alles was geschieht ist unsere eigene Inszenierung! Wir
reagieren, wir agieren, wir verteilen oder
wir behalten ein. Alles, absolut alles auf unserer herrlichen Erde ist eine
Sache von Ursache und Wirkung. Nichts
geschieht ohne unser Zutun, nichts geschieht ohne unser Wissen auf dieser
herrlichen Erde und dies ist ein
Umstand der uns glücklich machen sollte. Nun können wir unsere Freiheit
genießen, weil wir das Gesetz
des Rades erkennen und uns mit der Drehung und der Mitte gleichzeitig
identifizieren können.
Wir müssen nicht das Opfer dieser Existenz sein, wir sind auch gleichzeitig
der Täter.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
In welche Richtung bewegt
sich mein Leben?
-
Habe ich die "innere
Wärme" verloren, weil ich nur noch den Verstand einsetze?
-
Kommt meine "innere Armut"
daher, weil ich das Vertrauen in die Schöpfung, eine höhere Instanz,
verloren habe?
-
Kann ich mein Leben in
allen Höhen und Tiefen hinnehmen ohne einen gewissen Fatalismus zu
entwickeln?
-
Kann ich das Leben auch
mit seinen Gegensätzen lieben und akzeptiere ich auch die Widersprüche
in mir?
Dinge, die ich tun kann:
-
Nach neuen Tätigkeiten
Ausschau halten (meinem Leben ein neue Richtung geben).
-
Zen-Meditation üben. Dies
ist eine Art der Meditation, die nur die "Leere und das Nichts" sucht.
-
Mich mit Naturgesetzen
befassen, sie evtl. schriftlich auflisten und darüber nachdenken.
-
Wenn ich mich im Leben
bisher nur in der Rolle des Opfer gesehen habe, diese Haltung gründlich
überprüfen
Affirmationen:
-
Ich ruhe in meiner eigenen
"Mitte" (ein Punkt der Stabilität).
-
Ständig "wiederkehrende"
Probleme erkenne ich und kann durch konsequente Betrachtung eine Lösung
herbeiführen.
-
Ich bin aufmerksam und
erkenne dadurch die "Zeichen der Zeit".
-
Weil ich die Naturgesetze
als individuelle Grundlage verstehe, bewege ich mich in einem
„ruhigeren“ Leben.
Esoterische Erklärungsweise:
Die Zahl Zehn beendet eine
Sequenz von Zahlen und leitet eine neue ein. Deshalb mag der Trumpf X auch
ein
umlaufendes Rad darstellen. Es ist die Auseinandersetzung mit dem Leben (
Schicksal), das sich immer ändert mit
unerwarteten Erfahrungen, Die Idee des umlaufenden Rades hat das Geheimnis
der Zeit, sowie dasjenige seiner
Zyklen zum Inhalt. Als Sterbliche können wir die Folgen von Ereignissen erst
erkennen, nachdem sie einge-
treten sind. Das Schicksalsrad ist dem Planeten Jupiter zugeordnet, der die
Expansion repräsentiert.
Wie Kinder müssen wir mit
jeder neuen Umdrehung des Rades, mit jeder neuen Generation alles wieder neu
lernen.
Wir sind aber auch alte Seelen, die schon viele Inkarnationen durchlaufen
haben. Deshalb müssen wir mehr als
unser eigenes Schicksal in die Hand nehmen. Auch das Schicksal der Erde
hängt von uns ab. Wir müssen
dafür sorgen, dass sich das Rad weiter dreht, indem wir dem Leben eine
Chance geben.
Es ist das erste Bild im
Tarot, das ohne Menschen dargestellt ist. Dieses Bild folgt einer bestimmten
Struktur und Ordnung, z.B. die Kreisformen und die "fixen" Kreuze. Die
eigenartigen Figuren sind aus der
ägyptischen Mythologie bekannt. All diese Dinge haben wohl die Bedeutung, da
jeder versucht,
der Bewegung des Rades den ihm gemäßen Anstoß zu geben.
Die sich bekämpfenden
Antriebskräfte werden zeichnerisch durch den Gegensatz von "nach oben" oder
"nach unten" dargestellt. Auch die Sphinx ist vorhanden. Sie übt die
ausgleichende Kraft, die Kontrolle aus.
Wollen wir also Meister unseres Schicksals werden die Bewegung des Rades
unter Kontrolle bringen, dann müssen
wir die Kraft der vier Elemente in uns vereinigen, müssen zur Sphinx werden
und somit die Balance des
Rades überwachen.
Die Grundaussage besteht auch
darin, dass sich die Schöpfungsordnung in verschiedenen Elementen
manifestiert, die sich durch unterschiedliche Symbole und Bilder voneinander
abheben. Aber auch alle
sich unähnlichen Symbole zeigen durch "Korrespondenzketten" immer wieder die
wenigen großen
Prinzipien, die durch alle Ebenen ihre Gültigkeit bewahren.
Das Rad des Tarot verkündet
das Gesetz der Natur.
Zusammengefasste Botschaft:
Die Schicksalskarte führt fast
automatisch zur Standpunktdiskussion, die da heißt:
Freier Wille contra
Vorherbestimmung
Insofern ist es die gleiche
Bewegung des Rades, das der Eine als Aufschwung willkommen heißt (Glücksrad)
und
der andere als Abschwung fürchtet (Schicksalsrad). Sicher ist nur, - das Rad
dreht sich ständig weiter!
Auf der anderen Seite ergibt
sich durch Disziplinierung die Möglichkeit, die Auffassung zu vertreten,
dass
jeder in sein Leben genau die Erfahrungen macht, die er braucht, um sich
weiterzuentwickeln. Die Macht über
das Schicksal verlangt eine höhere Einsicht in den gesamten Prozess. Wir
sollten die Karmagesetze verstehen lernen
und eine weiter gespannte Weltsicht einnehmen. Es ist ein Punkt der pendelt
zwischen Einsicht und
Notwendigkeit in Verbindung mit Selbst-Akzeptanz.
Divinatorische Bedeutung:
Das Schicksalsrad weist auf
veränderte Umstände oder ein unerwartetes Ereignis hin. Das Rad des Lebens
dreht
sich zum Besseren oder Schlechteren des Betreffenden und er muss sich mit
der neuen Situation auseinandersetzen.
Die beiliegenden Karten weisen dann auf die Vorgehensweise hin.
Das traditionelle
Schicksalsrad stellt immer eine gewisse Machtlosigkeit dar. Mann kann jedoch
auch in die
Speichen greifen und versuchen Herr seines Lebens zu sein.
Stichworte:
-
Nichts bleibt ewig so wie
es ist.
-
Veränderung ist
unvermeidlich und jede Situation, sei sie gut oder schlecht, wird
schließlich vergehen.
-
Eine gewisse Duldsamkeit
ist vonnöten
-
Bestimmung
-
Schicksal
-
Wohlstand oder Armut
-
Unerwartetes Glück oder
Unglück usw.
-
das Gesetz des Karma
(Ursache und Wirkung)
-
Unvermeidlichkeit
Partnerschaftsfragen:
-
Man sollte sich mehr in
den Partner hineinfühlen, um mehr über ihn zu erfahren, damit es nicht
ständig zu "Wiederholungssituationen" kommt.
-
Oftmals kündigen sich hier
auch widerstreitende Einflüsse an. Wie und ob man ihnen begegnen kann,
ist abzuwägen.
-
Evtl. ergeben sich neue
Partnerschaftskonstellationen (mitunter auch als Folge eigner
Uneinsichtigkeit).
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XI. Die GERECHTIGKEIT
Diese Karte macht uns mit
realen Entscheidungen vertraut
Intuitive Seite:
Öfters hört man, dass es keine
Gerechtigkeit mehr gibt. Viel Schlimmes geschieht auf dieser Welt und es mag
lange dauern, alle Ungerechtigkeiten aufzuzählen. So geschieht es dann auch,
dass viele Menschen sich fragen
warum so etwas ist und warum Gott es wohl zulassen mag. Aber meist fragen
das genau die Leute, die ansonsten
mit dem Schöpfer sowieso nicht viel zu tun haben wolle und benutzen diesen
Umstand noch als Argument:
"Wenn es einen liebenden Gott
gäbe, dann würde solches Unrecht nicht geschehen."
Doch machen wir es uns da
nicht ein bisschen zu einfach? Auf der einen Seite wollen wir als
menschliche Individuen
die Freiheit um auch nach eigenem Ermessen handeln zu können und auf der
anderen Seite erschallt gleich der Ruf,
dass man dies bei Mensche unterbinden soll, die offensichtlich mit dieser
Freiheit nicht umgehen können.
Da soll unser "allmächtiger
Gott" - und das trauen wir ihm ja auch wohl zu - gleich vorher entscheiden,
wer
frei handeln darf und wer nicht. Also doch Menschen erster und zweiter
Ordnung? Oder? Wo bliebe dann
die wirkliche Willensfreiheit, sich für oder gegen Etwas entscheiden zu
können.
Die Gerechtigkeit wäre, nach
diesem Beispiel, von Anfang an gebeugt. Jeder hat aber den gleichen Anspruch
sich
in Freiheit und im Rahmen der Naturgesetze zu bewegen oder nicht. Würde,
sofern wir das wünschen, "Gott" oder
eine andere übergeordnete Macht dies von vornherein verhindern, wäre die
Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit mehr.
Die "Waagschalen" sind aber
sensibel genug, sofort auf Disharmonien zu reagieren. Es ist also besonders
wichtig, den Umgang mit den Naturgesetzen zu lernen und sich darin
einzugliedern. Die Gerechtigkeit ist
nämlich eine sehr exakte Angelegenheit und jeder ist bei sich selbst
gefordert, dies anzuerkennen.
Wir sehen oftmals die
Gerechtigkeit nur verletzt, indem uns vermeintlich Negatives angetan wird
(oder auch
selbst tun). Aber es gibt auch eine positive Verletzung der Harmonie und
zwar dann wenn man sich ständig
in das Leben anderer einmischt, weil wir meinen ihnen helfen zu müssen.
Man opfert sich auf, man
drängt (?) sich auf und versteht die Welt nicht mehr, dass scheinbar nur
Undank
ihr Lohn ist. Dieses kleine Beispiel soll uns die Sensibilität des
Gleichgewichts anzeigen. Wir dürfen weder im
Positiven noch im Negativen andere Menschen zwanghaft belästigen. Nicht
immer ist das was wir meinen
auch für einen anderen Menschen nützlich. Eine scharfe Unterscheidung ist
hier gefragt.
Trotzdem können wir blind auf
die Gerechtigkeit vertrauen, weil über kurz oder lang immer ein Ausgleich
geschaffen wird. Es ist nicht immer sichtbar für uns und beileibe nicht
immer so, wie wir uns das vorstellen. Es
geht hierbei nicht um Rache oder Verurteilung, sondern um die
Wiederherstellung eines harmonischen Zustandes.
Leider ist das Vertrauen in diesen natürlichen Vorgang bei vielen verloren
gegangen. Menschen meinen, dass an
ihnen die Gerechtigkeit vollzogen werden soll und meinen damit im weitesten
Sinn die Befriedigung, die in einer
Wiedergutmachung oder Rache steckt! Die andere Partei (im weitesten Sinn)
soll büßen.
Das ist in vielen Augen Gerechtigkeit.
Aber die Gerechtigkeit hat mit
diesem Vorgang nichts zu schaffen weil ihre Aufgabe nur die Ausgleichung
ist.
Das darf nicht verwechselt werden.
Da diese Institution, wie
schon beschrieben, ein harmonischer Vorgang ist, gibt es immer Möglichkeiten
auszugleichen. Hier geht es wirklich nicht um Strafe und Verurteilung,
sondern um das Feststellen der Tatsachen
oder des Tatbestandes. Je nachdem ob die Waagschale sich hebt oder senkt,
muss ein Ausgleich im Sinn des
Gesetzes geschaffen werden. Dies hat natürlich auch im weitesten Sinn, etwas
mit unserer Fähigkeit zu
tun, uns selbst zu verzeihen und natürlich auch anderen, wobei aber auch
vorausgesetzt wird,
dass die "Gegenpartei" ebenso zur Einheit bereit ist und sie annimmt.
In verschiedenen Aussagen des
Neuen Testaments kommt die geforderte Eigenverantwortlichkeit des
menschlichen
Handels recht deutlich zum Ausdruck. Z.B.: "Richtet nicht, auf dass ihr
nicht gerichtet werdet." "Mit dem Maß,
mit dem ihr messt, werdet ihr gemessen werden." "Wem ihr die Sünden vergebt,
dem werden sie vergeben."
Die Gerechtigkeit ist also
Etwas, was die eigenen, menschliche Unzulänglichkeiten bestens zum Vorschein
bringt
und offenbar werden läßt, doch mit der steten Möglichkeit zur Korrektur. Es
ist eine Sache von Ursache und Wirkung.
Dies bedeutet aber auch, dass
wir uns zur Gerechtigkeit hinbemühen müssen. Sie kommt nicht zu uns, wir
kommen aber auch nicht an ihren Tatsachen vorbei. Diese Gesetze haben wir zu
lernen, - jeder Einzelne von
uns, denn Gerechtigkeit widerfährt uns nur dann, wenn wir in dieser
harmonisierenden Institution leben,
selbst in uns verwirklichen und damit umgehen können.
Wenn wir das schaffen, dann
gelingt es uns vielleicht auch hinter das Geheimnis unserer Existenz, der
Existenz
menschlichen Lebens zu kommen. Bei dieser Karte suchen wir nicht mehr das
Geheimnis, das im Unbewussten
unserer Seele verborgen ist, sondern hier geht es um die Lebens- und
Überlebensmöglichkeit des
Menschen in der Wechselbeziehung mit allem was um und in ihm ist.
Da ist auch die Wahrheit, die
wir finden müssen und die schwer zu fangen ist. Es mag sein wie es ist.
Wir müssen uns der Realität
stellen.
Wir (die menschl. Rasse)
wollten Eigenständigkeit. Jetzt haben wir sie und eine ganz exakte Schöpfung
dazu.
Sind wir denn immer noch nicht zufrieden?
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Bin ich bereit die volle
Verantwortung für mein eigenes Tun und auch Lassen zu übernehmen und
habe auch die Kraft dazu dies zu ertragen?
-
Verzeihe ich anderen
wirklich, falls sie mich verletzt haben und kann ich mir auch selber
verzeihen, wenn ich es war?
-
Besitze ich den Mut,
andere nicht für etwas verantwortlich zu machen, das ich selbst zu
tragen hätte?
-
Falls ich im Unrecht bin,
bin ich in der Lage mich selbst zu korrigieren?
-
Habe ich Angst vor
Entscheidungen oder bin ich manchmal gar entscheidungsunfähig?
-
Rechne ich "gerne" mit
anderen Menschen ab und beharre oft (selbst-)gerecht auf meinem
Standpunkt?
Dinge, die ich tun kann:
-
Beziehungen prüfen! Dabei
kann man sehr gut eigene Ungerechtigkeiten erkennen. (Verhaltensmuster).
-
Spiegelmeditation!
-
Sich bewusst im Spiegel
anschauen, evtl. auch mit sich reden
Affirmationen:
-
Ich bin objektiv mir
selbst gegenüber.
-
Die Harmonie im Leben ist
mir ein großes Anliegen. Dieser Ausgleich ist wichtig, um richtige
Entscheidungen treffen.
-
Mein eigener innerer
Friede (Harmonie) bringt auch Friede in meine Umwelt.
-
Im Verzeihen liegt der Weg
zur Freiheit.
Esoterische Erklärungsweise:
Die Gerechtigkeit, so wie wir
sie verstehen, stellt nur eine äußere Sichtweise dar. Spirituell treibt sie
uns zur
Entwicklung haben wir begriffen, dass wir immer die Folgen unseres Tun zu
tragen haben, ist die Achtsamkeit
auf das was wir tun größer. Man trägt Verantwortung für das Leben. Es wird
dann das Leben zum Vorteil für uns
und die Welt eingerichtet. Moralische Kriterien spielen dafür keine Rolle.
Die Ereignisse treten nicht ein, weil sie
es sollten, sondern weil sie es, als Konsequenz unserer eigenen Handlungen
und der Bedingungen des Lebens,
müssen. Man muss also auf eine Situation in der einzig möglichen Art
reagieren. Damit sind alle Situationen
und Umstände gemeint, die wir nicht beeinflussen oder steuern können.
Ereignisse wie Krankheit
(eigene und diejenige anderer), Tod, soziale Umwälzungen stelle insofern
Zwänge dar,
als wir lernen müssen, damit auf bestmögliche Weise umzugehen.
Damit wird nicht der Wille
eingeschränkt, sondern es ist die Herausforderung, sich mit Schwierigkeiten
auseinander zu setzen Die Bedeutung der Gerechtigkeit, ist also in der Waage
zu suchen dem Gleichgewicht
von Innerem und Äußerem, von Notwendigkeit und freiem Willen. Verlangt wird
also nicht nur
die Selbsterkenntnis sondern auch das Handeln danach.
Das astrologische Zeichen für
diese Karte ist die Waage. Das Element Luft steht für Intellekt und
Denkvermögen, damit wir die inneren Wahrheiten unseres Lebens auch
entdecken.
Intellekt und Emotionen sind
keine Gegensätze. Die Analyse einer Situation wird sich auf ehrliche
Gefühle stützen müssen und die diesen Gefühlen zugrunde liegenden
Ereignisse.
Die Waage bringt auch die
Wechselwirkung zwischen uns und der Welt ins Gleichgewicht. Einerseits
müssen wir die äußeren Einflüsse auf unser Leben akzeptieren; andererseits
wird das Gleichgewicht
durch unsere eigenen Handlungen und Entscheidungen hergestellt.
Wir müssen durch die äußeren
Umstände unseres Lebens zur inneren Bedeutung und zu den Ereignissen
"durchblicken" (deren Ursachen). Wenn wir diese Klarheit erlangen können,
bleiben wir nicht die, welche wir jetzt sind.
Zusammengefasste Botschaft:
Entfernt erinnert dieses Bild
an Hohepriesterin und Hierophanten, Auch hier haben wir es wieder mit
Polaritäten
zu tun. Ebenso wird durch den Vorhang eine Grenze gesetzt, die diesmal
allerdings absoluter ist. Die Hände weisen
wieder auf ein "Wie oben, so unten", aber (angezeigt durch den Vorhang)
nicht auf ein "Wie diesseits, so jenseits"
hin. Das bedeutet, dass diese Form von Gerechtigkeit sich nur in dieser Welt
manifestiert. Die Aufgabe der
Gerechtigkeit ist es, die vorhandene Ordnung (Waage) aufrechtzuerhalten und
mit der Kraft
des Schwertes, immer wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Justicia wird schon immer als
Frau dargestellt. Damit ist angedeutet, dass Recht- und Rechtsprechung kein
formal logischer Vorgang ist, sondern gleichfalls eines guten Gespürs
bedarf. Die Karte steht in diesem Sinne
für Ausgewogenheit und Gleichgewicht, nicht zu verwechseln mit innerer
Harmonie und Gelassenheit.
Divinatorische Bedeutung:
Die Aussagen der Gerechtigkeit
betreffen hauptsächlich den Gedanken der Bewusstheit. Diese Karte fordert
uns
auf, das Leben zu überprüfen, und etwas ins Gleichgewicht zu bringen. Es
kann z.B. auch die Bewertung
einer ganz bestimmten Situation sein z. B.: Beziehungsfragen.
Für eine aufrichtige
Beurteilung ist auch emotionale Aufrichtigkeit erforderlich. Man muss die
Empfindung
gegenüber der Situation so offen als möglich erleben. Man sollte bewusst
verfolgen was man selbst und was andere
tun. Statt mit konditionierten Reaktionen zu handeln, oder zu glauben dass
wir nicht anders können,
lernen wir durch den Trumpf Gerechtigkeit unseren freien Wille zu
gebrauchen.
'Die Gerechtigkeit ist
unerbittlich" und so müssen wir uns von emotionalen Extremen befreien.
Stichworte:
-
Bedachtsamkeit führt zur
Erkenntnis, dass die Ursache für alle Unausgewogenheiten in einem selbst
liegen, ebenso wie die Fähigkeit, dieses Gleichgewicht wieder
herzustellen.
-
Unrecht wieder gutmachen
-
Richtige Balance
-
Spirituelle Gerechtigkeit
-
Karma
-
Erfolgreich Ordnung in ein
wirres Leben bringen
-
Vorurteile
-
Zu seinem Recht kommen
-
Die Karte ist auch als
Aufforderung zu verstehen, nie gegen die Grundregeln der Fairness zu
verstoßen.
Partnerschaftsfragen:
-
Man muss Klarheit in die
Partnerschaft bringen. Eine Aufrechnung von Für und Wider ist notwendig,
damit die Grundlage klar wird und gegebenenfalls ausgeglichen oder
getrennt werden kann, um dem Partner gerecht zu werden.
-
Sollte bei eigener
Betrachtung allerdings erkannt werden, dass ständig in der Partnerschaft
analysiert und kritisiert wird (im negativen Sinn), sollte von eben
diesem Vorgang Abstand genommen und liebendes, freies Mitgefühl dafür
eingesetzt werden.
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XII. Der GEHÄNGTE
Diese Karte ermahnt uns zur
schöpferischen Pause am "ICH"
Intuitive Seite:
Du liebst die Natur und auch
das Leben! Du bist ein zufriedener Mensch! Du bist so zufrieden, dass es
schon
fast wieder langweilig ist. Was ist das bloß für ein Leben ohne Höhen und
ohne Tiefen; nichts regt mehr an,
nichts regt mehr auf?
Natürlich könnte auch das
Gegenteil der Fall sein. Du kannst dich selbst und andere nicht mehr leiden!
Das Leben ist dir eine rechte Last geworden! Unzufrieden bist du und jeder
quält dich niemand gönnt dir
wirklich Ruhe. Was ist das für ein Leben, wenn man getrieben und gehetzt,
sich von einem Tag
zu anderen schleppt; nichts mehr einen wirklichen Lichtblick verspricht?
Dies genau ist der Zeitpunkt,
egal ob nun die "positive" oder die "negative" Seite die Ursache ist,
sich von gewohnten Vorstellungen frei zu machen. Was bedeutet überhaupt
"positiv" oder "negativ"?
Ein Leben aus dem man nichts macht (das vor Zufriedenheit strotzt), ist das
letztendlich nicht das negative
Dasein in reinster Form? Oder das getriebene, depressive Leben, das von mir
nur fordert und damit aber einen
Fortschritt erzwingt, - ist das nicht das positive Leben, welches uns der
Wahrheit näher bringt?
Diese Standpunkte sind alle
recht verwirrend und schon hier können wir erkennen, dass für
keinen Menschen die "Sichtweise" auf Erden gleich ist und der Blickwinkel
eines Jeden respektier werden
sollte. Was für die Einen großes Leiden bedeutet, nimmt der Andere
vielleicht mit Freuden an und
so manche Freude würde umgekehrt vielleicht ins größte Unglück führen.
Wo immer ein Mensch
festgefahren ist in alten Mustern und Vorstellungen und das dringende
Bedürfnis
verspürt, dies zu ändern, sollten wir das als Außenstehende vorurteilsfrei
akzeptieren.
Niemand kann in die Haut einer anderen Person schlüpfen.
Es scheint nun auch eine Zeit
großer Hilflosigkeit und Verletzlichkeit zu sein. Du fühlst dich
alleine gelassen, hast vielleicht deinen Rückhalt verloren. Irgendwie hoffst
du vielleicht auch, dass das
was du im Augenblick erlebst nur "ein böser Traum" und alles bald vorbei
ist. Aber ein dumpfes
Gefühl sagt dir, es nicht so und eine tiefe Verzweiflung macht sich breit.
Dann ist der Augenblick
gekommen, wo du die Zeit anhalten musst. Spring über deinen eigenen
Schatten!
Besinne dich auf dich selbst! Steig aus und betrachte alles anders herum.
Geh mit dem "Kopf in die Erde"
und lass die Kraft in dich einfließen, indem du eintauchst in die lebendige
Natur. Sauge den seelischen
(und auch körperlichen) Schmerz in dich hinein, und gib ihm die Chance dich
zu erneuern.
Die Dinge im Umkreis sind ohne
Bedeutung für dich. Nur du existierst jetzt, - du und deine Stille, - du und
deine Leer Genieße diesen Augenblick, der nur dir gehört und in den sich
niemand einmischen kann. Und wenn
du dann wieder in die "normal Welt“ zurückkehrst, hast du einen Teil von dir
selbst angenommen und überwunden.
Begrüße also den Schmerz als einen willkommenen Freund, einen lieben Gast.
Empfange ihn nicht indem du
ihn duldest, sondern du dich ihm hingibst, mit dem Bewusstsein, dass man
alles umkehren kann.
Deswegen braucht man den
Schmerz allerdings nicht auf masochistische Art suchen. Auch sonst ist die
"Selbst-Besinnung" eine mehr als wünschenswerte Sache, weil sie frei macht
von Verhaftungen.
Eine Versuchung lauert überall und Schwächen haben wir alle.
Dann können wir die Welt ruhig
mal von unten betrachten. Als aufrechte Menschen schauen wir, ab
einem gewissen Alter, sehr gern nur von oben herab. Dabei entgehen uns mit
der Zeit viele Details, die wichtig
sein könnten. Irgendwie verschwinden sie aus unserem Leben und mit ihnen
manchmal viel Liebenswertes.
Dann sollten man wieder den
"unteren Standpunkt" einnehmen; vielleicht wie ein Kind,
dass neu entdeckt, sich dabei selbst erkennt und entwickelt. Dieses neue
"Unten-Einfach-Selbst"-Gefühl
kann die Grundlage tiefer Inspiration und neuer Ideen sein.
Also, wann immer wir uns
festgefahren haben, es im Leben nie weitergeht (so oder so),
Unzufriedenheit uns auffrisst, die Ideen stagnieren, uns Kummer den Verstand
raubt und usw., dann kehr
dich um und nimm voller Erstaunen das Licht war, das eingebettet (L) - ICH -
(T).
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Was wirft mich aus der
Bahn, warum fühle ich mich so elend?
-
Kann ich mit meinem
jetzigen Denken die Zukunft noch meistern?
-
Zwingt mich etwas, ständig
"gegen den Strom zu schwimme und nimmt mir das viel von meiner Kraft?
-
Will ich um jeden Preis
anders sein oder auffallen ? (aufgesetzte Märtyrerhaltung)
-
Kann ich mir den "Luxus"
erlauben, verletzbar zu sein?
Dinge, die ich tun kann:
-
Lebendigkeit bewahren und
sie höher bewerten als jeder Schmerz! (So etwas kann man sich als
Haltung aneignen)
-
Tiefenentspannung üben
(auch mittels fertiger Kassette), dass alles was geschieht, nicht
gleichgültig, aber entspannt entgegengenommen werden kann. (innere
Gelassenheit)
-
Ausprobieren wie es ist,
sich anders zu fühlen, zu denke, aufzutreten. Mann kann sich z.B. anders
kleiden, die Haare färben, das Zimmer neu streichen usw.. Einfach
bewusst fühlen wie es anders ist. Oder das genaue Gegenteil davon:
Innehalten und für Ruhe sorgen.
Affirmationen:
-
Meine natürliche
Lebendigkeit ist stärker als alle Unannehmlichkeiten in dieser Existenz.
-
Indem ich die Welt aus
einem anderen Blickwinkel betrachte, bin ich offen für neue Ideen und
Energien.
-
Ich besitze den inneren
Mut und die Bereitschaft, aus eigener Erfahrung zu lernen.
Esoterische Erklärungsweise:
Die Zahl 12 fügt männliche und
weibliche Polaritäten zusammen. Die Umkehrung ist eines
der Hauptthemen des Gehängten. Er opfert das Verlangen des Herrschers, die
Erde zu beherrschen
und kehrt seine früheren Glaubensvorstellungen um. Der Gehängte gibt auf was
andere für wichtig halten:
Erfolg, Macht, Stolz, das Empfinden des Ich gegenüber dem Universum
einmalig, einzigartig und getrennt zu
sein. Er erlangt Verständnis, Frieden, Einheit mit der Erde und
Lebensfreude. Das Ich geht in
Auflösung über die Trennung gegenüber dem Leben wird aufgelöst.
Beim Gehängten werden Himmel
und Erde vereint. Er repräsentiert auch spirituelle Disziplin und opfert
sich
buchstäblich selbst Aber diese Unterwerfung bedeutet nicht Unterwerfung im
Sinne einer Niederlage, sondern ein
Weg für die Menschheit und den Einzelnen. Denn der Zusammenschluss ist
wichtig, - nicht die Trennung.
So wie die Frau bei der Karte
Kraft angehalten war, den männlich aktiven Teil in sich zu entdecken,
so ist nun der Mann gehalten, passiv zu empfangen, mit sich geschehen zu
lassen, erwarten und offen zu
sein für etwas, das auf ihn zukommt.
Die Zahl 12 stellt so das Ende
eines Zyklus dar, der dann doch weitergehen soll, bzw. dann neu beginnen
muss. Opfertod und Wiederauferstehung sind die archetypischen Stationen an
dieser Grenze.
Hier ist also eine "Umkehr der
Werte" zu verzeichnen. Es ist der Schnittpunkt zwischen Integration und
Gehirn.
"Liebe, Güte, Vertrauen" sind in der rechten, "Krieg, Verbrechen, Gewalt" in
der linken Gehirnhälfte und
somit der dort vorhandenen Werte. Wir wollen das Gute und erleben das
Gegenteil.
Das Unbewusste versucht immer
wieder eine unmögliche Situation hervorzurufen, um das Individuum
dazu zu zwingen, sein Allerbestes zu geben ..... Es bedarf meist einer
unmöglichen Situation, in der
man seinen eigenen Willen und sein eigenes Denkvermögen aufgeben muss und
nichts tun kann,
als der unpersönlichen Kraft, des Wachsens und der Entwicklung zu vertrauen.
Zusammengefasste Botschaft:
Dieser Einsame stellt einen
Menschen dar, der in Harmonie mit sich selbst und dem Universum steht und
seine Ziele verfolgt. Dieser Friede wird sich auch im Umgang mit anderen
Menschen spiegeln.
Das Tau-Kreuz (der Baum) ist
das Zeichen der Adepten (Eingeweihten), der Heiligung und der Weihung.
Die Beine bilden das Gnostikerkreuz. (Zitat: Hättest du gelernt zu leiden,
würdest du nicht leiden müssen).
Dass der Gehängte am rechten Bein hängt bedeutet wohl, dass dieser Zustand
bewusst gesucht wurde.
Die Triebe im Holz lassen schon das Aufkeimen der neuen Kraft erkennen.
Als letzte Karte des
Zwölferzyklus stellt der Gehängte auch die Prüfung dar, die vor den neuen
Zyklus gesetzt ist.
Nicht mehr entwicklungsfähige Angewohnheiten, Betrachtungsweisen und anderes
mehr werden abgelegt
und durch die Bereitschaft ersetzt, für die Erfahrungen des nächsten Zyklus
offen zu sein.
Divinatorische Bedeutung:
Die Bedeutung des Gehängten
drückt ein Verbundensein aus. Damit kann die Natur, ein moralisches Prinzip
oder ein wichtige Lebensziel gemeint sein. Die Karte kann aber auch auf
tiefes spirituelles Bewusstsein hinweisen.
Der "Baum" vermittelt die Verbundenheit mit Größerem als den alltäglichen
Problemen. Läuft man durch äußere
Einflüsse Gefahr den Boden unter den Füßen zu verlieren, kann die Meditation
über den Sinn "des Gehängten"
wieder Halt verschaffen. Der Gehängt steht auch für die Unabhängigkeit,
indem man seine eigene Stärke erkennt.
Das Drängen und die Meinung anderer Menschen kann bei einem speziellen
Problem ignoriert werden und es gilt, nur
der eigenen Entscheidung zu vertrauen. Oft muss man auch etwa aufgeben, um
ein reales Ziel erreichen zu können.
Stichworte:
-
Gefühle befreien den
Menschen durch ihre offensichtliche Realität.
-
Wenn man seine Intuition
höher bewertet als die greifbarer Dinge, dann entsteht Freiheit
-
Alte Verhaltensmuster als
Entwicklungsschritt fallen lassen.
-
Pause inmitten von
Aktivitäten
-
Wechsel des Lebensstiles
-
Verzicht
-
Selbstopferung
-
Glück, das aus
spiritueller Bewusstheit erwächst
-
Materielle Versuchungen
überwinden
-
Es gelingt wahre Bedeutung
für das persönliche Lebens zu finden.
-
Zwangspause, auch tiefer
gehende (z.B. Krankheit), welche die gesamte Lebenseinstellung verändern
kann.
Partnerschaftsfragen:
-
Hier soll man sich weniger
mit dem Partner, mehr mit sich selbst beschäftigen. Sich selbst
Rechenschaft abzugeben kann natürlich (muss aber nicht) auch
Veränderungen mit sich bringen.
-
Der Partner wird evtl.
falsch bewertet.
-
In einer "extremen"
Partnerschaft nicht in einer (masochistischen) Märtyrerhaltung
verharren. Jeder Mensch hat seine eigene Würde.
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XIII. Der TOD
Diese Karte befasst sich mit
der Transformation der Seele
Intuitive Seite:
Ich bin müde und möchte
schlafen. Deswegen lege ich mich nieder und bin froh, wenn mich das
unbewusste
Dunkel des Schlafes umfängt, mich in seine Arme nimmt. Das Traumland, in dem
ich während dieser Zeit der
äußerlichen Ruhe, mein Quartier aufschlage, stört mich nicht. Es ist mir
eine Gewissheit, schon beim
Einschlafen, dass ich diese Traumebene wieder verlassen werde und so mag
dort geschehen was
will. Die Kraft, die physische Kraft die ich dabei gewinne, ist mir dies
alles Wert.
So "sterben" wir jeden Tag
aufs neue. Doch weil wir die Gewissheit haben, dass für uns mit dem
Schlaf nichts endet, begeben wir uns in diese Phase der Regeneration bzw.
Erneuerung, ohne irgendwelche
Angst oder Verkrampfung. Ja, wir empfinden es sogar als äußerst störend,
wenn wir keine Ruhe (keinen Schlaf)
finden können. Dieses Abschalten braucht jeder, - ob arm oder reich, groß
oder klein, gut oder böse. All dies
bringt uns dem Sinn des Todes etwas näher. Der Tod ist ein Übergang von
einer Ebene zur anderen und die
kann natürlich auch sinngemäß im täglichen Leben erfolgen. Immer wenn wir
etwas hergeben müssen, das
uns besonders lieb und teuer war, ist es ein Schmerz, der durch und durch
geht. Der Tod mag für manche
Menschen die Erlösung sein, zuallererst ist er aber ein Schmerzbereiter. An
uns liegt es, wie wir diesen
Schmerz aufnehmen, weil meistens noch die Angst dahinter steht. Die Angst
vor unbekannten Dingen nimmt
uns die Luft zum Atmen. Die Angst vor dem was kommt, schnürt uns ein und
macht uns bewegungsunfähig.
Daraus ergibt sich, dass
gerade die Menschen meist die größte Todesangst haben, die sich eigentlich
ursprünglich
vor dem Leben fürchten. Sie fürchten sich vor der Lebendigkeit, lassen sie
nicht zu, aus Verlustangst. Sie wollen
nicht hergeben und klammern sich an das, was sie glauben zu besitzen. Nichts
besitzt man, es sei denn, man
kann es jederzeit lassen. Denn nur mit dieser Einstellung kann man das Leben
wirklich genießen und auch
dem Tod lachend entgegentreten. Er ist nicht starr, sondern im höchsten Maße
beweglich (lebendig).
Der, der den wirklichen
physischen Tod erleidet, spürt nichts davon. Er ist in einem Augenblick,
wie beim Schlafen, einfach von einer Seite auf die andere Seite gewechselt.
Uns Hinterbliebenen tut es
weh, wir erleiden den Schmerz. Uns, die wir weiterleben müssen, ist etwas
genommen worden.
Warum stehen wir also nicht
ehrlich zu unserer Verzweiflung indem wir uns bewusst machen, dass
es nicht um die geht, die aus dem Leben getreten sind, sondern allein um
unsere eigene Einsamkeit. Wenn
wir uns das eingestanden haben, dann sind wir auch nicht mehr
handlungsunfähig, sondern bereit das Neue
anzunehmen. Der Tod ist der Abschluss von Altem (Gewohnheiten,
Partnerschaften, Verhaltensmustern usw.).
Es ist immer ein "operative Eingriff" am System, wenn die Vergangenheit
einfach ausgelöscht wird. Nichts ist
dann mehr so wie es war. Das erfordert Umorientierung, zwingt uns neue Wege
zu gehen, bedeutet Flexibilität.
Niemand kann sich auf seinen alten Lorbeeren ausruhen und alte
"Ungereimtheiten" interessieren nicht mehr.
Es ist die Chance, endlich neu und anders zu beginnen und mehr noch als das:
Es ist die Brücke zum Licht.
Wo immer uns der Tod begegnet,
in seiner wirklichen und sinngemäßen Form, führt er uns zu neuen Ufern,
ist Richtungsweiser und zwingt uns, uns Höherem zuzuwenden. Er mahnt uns,
die materielle Seite unserer Existenz
für einen Augenblick zu vergessen und unsere Seele, dem unsterblichen Teil
in uns, Rat zu geben. Wir dürfen
erkennen, dass wir stets die Möglichkeit haben, einen neuen und besseren
Anfang zu wagen. Jeden Augenblick,
jede Stunde, jeden neuen Morgen und in jedem neuen Lebe kann dies geschehen.
Ist das nicht wundervoll?
Ich habe mit Hilfe der
irdischen Materie die Möglichkeit bekommen, mich auszudrücken, zu bewegen
und das
lebendige Leben zu gestalten. Meine unsterbliche Seele kann all das nach
Außen bringen, was sie möchte. Auch
das ist eine herrliche Gestaltungsmöglichkeit im wahrsten Sinne des Wortes,
- ein wundervolles Zusammenspiel
der Polaritäten und Kräfte. Aber es ist nur eine Leihgabe und irgendwann
muss ich eben wieder zu meiner
seelische Identität zurückkehren, um dann vielleicht doch wieder ein neue
Geschenk zu erhalten.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Sind meine
zwischenmenschlichen Beziehungen von einem angstvollen verkrampften
Umgang geprägt?
-
Versäume ich, aus der
Angst heraus, etwas zu verlieren individuelle Entwicklungschancen?
-
Kann ich die Vergangenheit
hinter mir lassen, damit ich endlich lebendig werden?
-
Bin ich nur auf mein Leben
fixiert und nehme "das Sterben“ anderer Menschen nicht zur Kenntnis?
-
Bin ich voller Feigheit
und fliehe vor dem Ernst des Lebens?
-
Welche Ängste sind für
mich überhaupt mit dem Thema "Tod“ verbunden?
Dinge, die ich tun kann:
-
Sich Gedanken machen über
den ewigen Wandel! Sich dabei immer der Gegenwart bewusst sein.
-
Die Verantwortung für das
"Energiepotential" des physischen Körpers bewusst übernehmen
-
Alte, nicht mehr
lebensfähige Beziehungen, auflösen.
-
Sich mit der Realität des
Todes konfrontieren, z.B. durch ausgedehnte Spaziergänge auf Friedhöfen.
Affirmationen:
-
Das "Loslassen" ist meine
lebendige Stärke.
-
Ich lebe im "Hier und
Jetzt" und bin mir der Gegenwart voll bewusst.
-
Die Veränderungen in
meinem Leben sind eine Notwendigkeit, damit Neues entstehen kann.
Esoterische Erklärungsweise:
Das Verknüpfen des Lebens mit
dem Tod, ist der Hinweis, dass der Tod nicht das Ende von Allem bedeutet,
sondern nur ein Vorspiel zu einem neuen Dasein ist.
Der Tod ist immer für ein
neues Leben notwendig: z.B. die Jahreszeiten in der Natur. Aber er zeigt
auch
die grausame Seite der Erde. Im gleichen Augenblick, in dem etwas geboren
wird,
ist es auch schon zum Tode verurteilt.
Das astrologische Zeichen für
die Karte Tod ist der Skorpion. Der Stachel kann töten. Dieses
Tierkreiszeichen regiert aber auch über die Geschlechtsorgane. So ist auch
hier der Zusammenhang zwischen
Tod und Zeugung zu erkennen. Die Herausforderung dieses Trumpfes liegt
darin, dass wir die Realität
des Todes anerkennen müssen und uns gleichzeitig dem Leben verpflichten
sollen.
Wir dürfen auch nicht
vergessen, dass spirituelle und sexuelle Energie dasselbe sind. So kann man
sehr gut beobachten, dass die Angst vorm Tod, auch zu einer Art Angst vor
dem Sex führen kann. Beim Sex
ergeben wir uns und das könnte als Bedrohung empfunden werden. Die Einheit
von Raum und Zeit wird aufgehoben.
Beim psychologischen Aspekt
klammern sich die Menschen an alte Gewohnheiten und Verhaltensmuster,
auch wenn diese längst nicht mehr sinnvoll sind. Ein Bruch mit alten
Gewohnheiten ist wie ein Tod. Aber der
Tod hat auch eine "alte Macht". Oft erkennt man viele falsche
Verhaltensmuster recht früh, aber es dauert oft
Jahre, bis man diese unsinnigen Muster als das alte Selbst sterben lassen
kann. Die Tatsache zu akzeptieren,
dass man mit der Zeit vergeht, ist eine Art Sieg über die Zeit. Nicht leben
zu wollen, ist gleichbedeutend
mit, nicht sterben zu wollen. Werden und Vergeht sind der gleiche Bogen. Vom
mittleren Alter an
bleibt nur derjenige lebendig, der Willens ist, mit dem Leben zu sterben.
Diese Karte führt uns auch zum
Körper-Bewusstsein. Hier liegt der Punkt zwischen Identifikation und
Verantwortung. Wir haben eine bewusste Verantwortung für unseren Körper zu
tragen (physisch).
Zusammengefasste Botschaft:
Wir sehen den 4.
apokalyptischen Reiter mit schwarzem Banner darin die mystische Rose, das
Symbol
des Lebens und der gereinigten Wünsche. Am Helm die rote Feder, Symbol für
den Stein des Weisen. Der Fluss
als Bild der ewigen Bewegung und Entwicklung, darauf das Totenboot des
Pharao = der Weg zu neuem Leben.
Im Hintergrund die Sonne als Symbol der Unsterblichkeit.
Der Tod ist nicht unser
Erzfeind, sondern eine Erfahrung, die so selbstverständlich zu unserem Leben
gehört, wie das Ausatmen zu Einatmen. Die Bilder in denen er sich zeigt
sind: der Tod als Erlösung,
als Heimgehen, als ersehnter Ruhebringer und als notwendiger Platzbereiter
für das Neue.
Dies gilt natürlich auch für
die vielen kleinen Tode, die wir im Laufe unseres Lebens sterben.
Eben immer da, wo wir etwas lieb und vertraut Gewordenes aufgeben müssen wo
ein Abschied ist,
der natürlich trotz des Freiheitsgewinns sehr schmerzvoll sein kann.
Äußere Veränderungen sind
notwendig, nicht zuletzt um körperlich Krankheit zu verhindern.
Besonders wichtig ist es, dass wir unser eigenen Gefühle aussprechen
gegenüber überwältigenden
Veränderungen, von denen der Tod nur eine ist.
Divinatorische Bedeutung:
Die Karte des Todes hat höchst
selten etwas mit dem physische Tod zu tun. In der Regel steht er
in einer Befragung für psychologisches "Loslassen". Der Tod zeigt an, dass
ein Muster oder ein Abschnitt im
Leben eines Menschen zu Ende gegangen ist und der Betreffende ihn auch
sterben lassen muss.
Dies kann durchaus schmerzhaft
sein, besonders wenn etwas Bestimmtes damit gemeint ist,
wie etwa das Ende einer Beziehung. Der Tod wird aber letztendlich für den
Betreffenden
von Vorteil sein. Er wird Energien freisetzen, evtl. neue Möglichkeiten
eröffnen.
Der Tod steht also für die
unvermeidliche Umwandlung allen Lebens. Er ist Abschluss und Befreiung.
Auch wird er als eine Phase im dennoch weitergehenden Leben gesehen, eben
nur eine Veränderung
gegenüber Altem und Überholtem. Es ist die Erneuerung des Lebens.
Stichworte:
-
Verlust, der zur
Erneuerung führt.
-
Notwendigkeit bestehende
Situationen zu beenden, ehe sich ein höherer Entschluss ereignet.
-
Zusammenbruch als
notwendige Voraussetzung für Neugeburt.
-
Alle Erfahrungen, die mit
Beenden, Aufgeben, Abschied nehmen und Loslassen (müssen) zu tun haben.
-
Aufgabe (unliebsamer)
Gewohnheiten
-
Alle Verlusterlebnisse
wie: ungewollte Trennungen, bestohlen werden usw.
-
Transformation
-
Ende einer Phase
-
Befreiung
Partnerschaftsfragen:
-
Ein extremer Wandel in
Partnerschaftsbeziehungen ist wahrscheinlich.
-
Eifersüchtiges Festhalten
wollen (das aber trotzdem nichts nützt).
-
Vorbereitung für neue
Begegnungen.
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XIV. Die MASSIGKEIT
Die Mischung zum zeitlichen
Selbstwert.
Intuitive Seite:
Du hast es überstanden. Die
Vergangenheit ist vorbei und ein neuer Lebensweg öffnet sich. Egal was
nun kommt: eine neue Beziehung, neue berufliche Aktivitäten, Ideen, - also
überhaupt neue Lebensumstände;
das Alte, mag es auch noch so schmerzlich gewesen sein, es ist vorüber!
Jetzt ist aber noch alles
fremd und ungewohnt, deshalb mag es auch wichtig sein, mit Achtsamkeit
und keineswegs oberflächlich ans Werk zu gehen. Sicher spielt sich mit der
Zeit alles ein aber nun bist du noch
nicht so stabil in deinem Tun und Walten, Deshalb ist die eben schon
genannte Vorsicht sehr wichtig. Es ist nicht
die Vorsicht der Überängstlichkeit, sondern die der Gründlichkeit gemeint.
Bist du dann sicherer geworden, kannst
du dich auch weiter vorwagen auf deinem neuen Gebiet, denn es sind ja neue
Ziele ins Auge gefasst worden
und das Alte hast du hinter dir gelassen. Aber noch kennt man sich in dieser
ungewohnten Umgebung nicht
aus, so dass ein Fehltritt dieses neue Ziel in die Ferne rücken würde,
statt es näher zu bringen.
Auch viele Talente sollten
jetzt entwickelt werden. Du bist nun an einer Stelle, die dich zu großen
Dingen
befähigen wird und du wirst lernen müssen (natürlich symbolisch), "über das
Wasser zu wandeln", d.h. frei
von allen Bindungen und Konventionen strebst du dem großen Ziel entgegen,
was immer es
auch sein mag Vernachlässige kein Detail, dann wird es dir gelingen !!
Dies ist auch eine Zeit auf
neue Art und Weise mit unserem Körper umzugehen. Wir sollten lernen, unseren
Körper zu beherrschen. Es passt jetzt einfach nicht mehr, dass andere die
Schuld bekomm» nach dem Motto:
"Ich bin krank". Das stimmt nicht. Uns' Körper (bzw. das Körperbewusstsein)
ist nämlich krank, - nicht wir (im Sinne
dieses bewussten Denkens). Es ist nun wicht herauszufinden, wo die Ursachen
in unserem eigenen Bereich liegen;
welche Fehler wir "im Geiste" begangen haben z.B., für die unser Körper
ja nur der physische Ausdruck ist.
Wir sollten auch daran denken,
dass wir von der "kosmische Energie" genauso abhängig sind, wie von
unserem materielle "täglichen Brot". Es gibt auch noch andere Möglichkeiten,
sich Energie zu verschaffen als
nur die Physische. Dies ist der Augenblick sich auch darüber Informationen
zu besorgen. Wolle wir nämlich so viele
andere und neue Dinge tun, dann sollten wir uns selbst auch neu gestalten
und uns der naturgegebene
Möglichkeiten bewusst werden. Geschieht das nicht, dann ist oftmals kein
Weiterkommen, - schlimmer
noch, wir fallen in alte Muster zurück und weil wir mittlerweile wissen,
dass die Zukunft möglich ist,
gestaltet sich dieser Vorgang um so schmerzlicher.
Nun müssen wir auch lernen,
auf leichte und natürliche Art und Weise, aus Verschiedenartigkeiten
Nutzen zu ziehen. Nur im Zusammenschluss können manchmal neue Dinge
entstehen. Wer würde als
"Unwissender" schon vermuten, dass aus Eier, Mehl, Zucker, Gewürzen und
evtl. Aromastoffen (einfach so),
ein wunderbarer duftender Kuchen entstehen kann. Erst das geschickte
Vermischen in Verbindung mit
ausreichender Wärme, lässt dieses kleine natürliche Wunder entstehen. So
ist es bei der Natur insgesamt.
Und wenn wir hingehen und in
unserem Leben nicht mehr alles nur nach "schwarz" oder "weiß" beurteilen,
sondern auch mal Zwischentönungen zulassen; nicht alles gleich verwerfen,
sondern in der geschickten
Handhabung uns die Dinge nutzbar machen, es sodann mit gefühlvoller Wärme
aufbereiten,
dann kann uns das Erstaunlichste gelingen.
Wenn wir uns auf diese Weise
verändern, indem wir die gedanklich Einstellung zu Vielem überprüfen,
maßvoll
und geschickt uns die Natur zunutze machen und mutig genug sind die
Verantwortung für unser neues Wachstum,
in jeder Beziehung, selbst zu übernehmen dann steht unserem weiteren
Lebensweg vorläufig nichts im Wege.
Machen wir uns also endlich
frei von der Vorstellung, dass da "Jemand" ist, der uns auf Schritt und
Tritt
überwacht, und straft oder lobt. Natürlich gibt es Gesetzmäßigkeiten, an die
man sich zu halten hat,
aber letztendlich sind wir es selbst, die (sich) Ungemach bereiten.
Je früher man also lernt,
kreativ mit den Gesetzen umzugehen und sie auch bewusst anzuwenden,
um so schneller bekommt man sich sein Leben und damit auch den physischen
Körper in den Griff. Wir haben
eine sehr große Freiheit mit uns selbst zu spielen und zu experimentieren.
Wir haben also ein Bewusstsein.
Himmlisch schade wenn es nicht angewendet wird.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Vergeude und zersplittere
ich zu oberflächlich meine Kräfte, nutze feine Energien nicht und
blockiere mich mit groben Verhaltensmustern?
-
Sind meine Ziele wirklich
meine Ziele oder glaube ich das nur (mache mir etwas vor)?
-
Habe ich meine innere
Balance verloren?
-
Will ich "aussteigen" weil
ich die Welt "maßlos" find mitsamt ihren Gefahren?
-
Bin ich in der Lage
familiär/partnerschaftlich Verständnis und Toleranz für Eigenarten
zuzulassen damit "Wachstumsprozesse" erfolgen können?
Dinge, die ich tun kann:
-
Die Aufgabe könnte darin
bestehen, mit aller Offenheit sich selbst gegenüber, eigene Ziele zu
überprüfen und zueinander in Verbindung zu setzen. Man kann damit
spielen und sich Ruhe gönnen.
-
Meditationen, die sich mit
"Lebensenergie" beschäftigen (auch in Form von geführten
Meditationskassetten).
-
Versuche eine Harmonie im
Leben herzustellen (körperlich, geistig oder materiell-kreativ z.B.).
Affirmationen:
-
Mir steht die vollkommene
Lebensenergie zu.
-
Ich erlaube mir, meine
Gefühle wahrzunehmen. Meine Seele ist genauso wichtig wie mein Körper.
-
Umsichtig und ausdauernd
verfolge ich meinen Weg. Mit den gegebenen Möglichkeiten führt er zum
Ziel.
-
Mein natürlicher
Lebensrhythmus gibt mir Stabilität in Zeiten der Veränderung.
Esoterische
Erklärungsweise:
Diese Karte mahnt uns an,
unser Leben auf ein solides Fundament zu stellen. Damit ist gemeint,
dass wir Extreme meiden und immer einen gesunden Mittelweg suchen
sollen.
Seit dem Narr, auf der Reise
durch die großen Arkane, ist das Leben bei der Gerechtigkeit (XI) beurteilt,
beim Gehängten (X] mit der Natur verbunden und der Realität des Todes
(XI) gestellt worden. Nun müssen die
entgegen gesetzten Energien (hell-dunkel, aktiv-passiv, männlich-weiblich
z.B.) zusammengeführt werden. Hier
soll also Einheit erreicht werden. Die Liebe ist das Elixier, das die
entgegen gesetzten Pole vereinigen kann.
Deswegen wird diese Karte auch
"Alchemie" genannt. Die Alchemisten früherer Zeiten strebten eine
psychische Transformation an und benutzten dabei die Metalle als Symbole
für sich selbst.
Das astrologische Zeichen für
den Trumpf XIV ist der Schütze, Das Element ist das Feuer. Dies gibt der
Karte
eine vorwiegend geistige Qualität mit dynamischer Geradheit, allerdings ohne
starre Perfektion. Sie fordert uns
auf, unser Leben zu transformieren, unser Verhalten zu ändern, damit wir das
Licht in uns befreien können. Dies ist
die moralische Pflicht jedes Menschen. Der wahre Alchemist, der die
verschiedenen Seiten seines eigenen Wesens
nicht trennen, sondern vereinigen will, wird versuchen den Gedanken von gut
und böse, männlich und
weiblich zu überwinden.
Die Mischung ist also die
erste Station, zu der wir gelangen nachdem wir in irgendeiner Art und Weise
eine
Transformation durchlebt und durchlitten haben. Nun müssen wir lernen was
heißt, von einer Ebene zur anderen
zu gelangen und dass Gesetz und Ordnungen, Formen, auf die wir uns bisher
verlassen konnten plötzlich ihre
Gültigkeit verlieren oder nicht mehr vorhanden sein können.
Wir müssen uns darauf gefasst
machen, dass wir uns einer Einebnung unterziehen müssen, die notwendig ist,
damit alles, was wir nach der Transformation mitgebracht haben, auf neue Art
gemischt werden kann. Dies
bedeutet dann eine Erweiterung und ein Durchstoßen zu einer neuen
Dimension oder Ebene.
Psychisch gesehen ist die
Energie eine wählerische Angelegenheit die ihre eigenen Bedingungen erfüllt
haben will. Es kann noch viel Energie vorhanden sein.
Zusammengefasste Botschaft:
Die Karte steht für innere
Gelassenheit, Ruhe und Harmonie. Der harmonische, wahrscheinlich in beide
Richtungen fließend' Energiestrom zwischen den beiden Krügen, zeigt die
Verbindung zwischen Bewusstem
und Unbewusstem, deren Folge tiefe innere Zufriedenheit, ein "in sich Ruhen"
ist. Dies bewirkt ein Gleichklang
zwischen Intuition und der uns umgebenden Realität. Die Symbole sind so
verteilt: Ein Engel und Sonnenzeichen
= der Führer der Toten zum Licht. Auf der Brust das göttliche Dreieck im
irdischen (körperlichen) Quadrat
= Der Körper ist der Tempel Gottes; auch göttliches Wirken auf Erden.
Jeder Mensch lebt seine
Wahrheit, und die Menschlichkeit drückt sich darin aus, diese individuelle
Wahrheit im Mitmenschen wahrzunehmen und sich darauf einzustellen. Mitgefühl
dem anderen
gegenüber zu haben, ist Menschlichkeit.
Die Saat der zukünftigen
Ereignisse ist ausgestreut, aber das Ergebnis erfordert Geduld.
Selbstkontrolle und
Anpassung sind Voraussetzung für die richtige Integration von
Einflüssen, die anfangs nicht zusammenpassen.
Divinatorische Bedeutung:
Diese Karte umspannt einen
großen Themenkreis, aber für uns wichtig ist der Gedanke des Messens
und Zusammenführen. Da Messen eine große Sorgfalt erfordert, sollen wir uns
mit Bedacht bewegen und überlegen
bevor wir handeln. In diesem Fall muss man sich der Folgen bewusst sein
und nicht nur intuitiv entscheiden.
Es sind demnach, Extreme zu
meiden. Diese Karte bedeutet, dass man sein Leben in die Hand nehmen soll,
statt sich einer optimistischen oder verzweifelten Situation hinzugeben.
Das Thema des Zusammenführens
ergibt sich aus den beiden Kelchen. Sie fordern uns auf, die verschiedenen
Elemente unseres Lebens zu vereinigen. Manch einer empfindet sein ganzes
Leben als gespalten.
Diese Karte rät die unterschiedlichen Aspekte zu verbinden.
Stichworte:
-
Diese Karte steht im
Zusammenhang mit Mäßigung und Kontrolle.
-
Maßlosigkeit und
Übertreiben auf jeder Ebene verhindern den Fortschritt. Dies verzögert
die Entwicklung und verschleiert den Weg, der vor dem Menschen liegt.
-
Zeiten der Harmonie,
innerer Ruhe und fröhlicher Gelassenheit.
-
Beziehungen als sehr
harmonisch erleben.
-
Mit seinem Körper, seiner
Gesundheit liebevoll umgehen.
-
Auch hohe (berufliche)
Anforderungen und Verpflichtungen mit innerer Freude und Gelassenheit
nachkommen.
-
Beherrschung in allen
Aspekten des Lebens.
-
Ausgewogenheit
-
Disziplin
-
Harmonie zwischen
materiellen und spirituellen Aspekten.
-
Stärkung des Geistes durch
maßvolles Verhalten.
-
Geduld.
Partnerschaftsfragen:
-
Wenn wir nun
körperlich-seelisch zu einer gewissen Ausgewogenheit kommen, wird sich
vielleicht ein entsprechende Partner finden lassen. (Seelenpartner)
-
In bestehende
Partnerschaften sollte mehr "Seele" eingebracht werden, damit eine neue,
belebtere Energie (Spannung) entstehen kann.
-
Versuchen, die Wünsche und
Träume des Partners mit den eigenen in Einklang zu bringen.
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XV. Der TEUFEL
Diese Karte zeigt uns den Weg
von Hörigkeit und Blindheit hin zur lichtvollen Hoffnung
Intuitive Seite:
Es steht geschrieben: „Klopfet
an, so wird euch auf getan. Suchet, so werdet ihr finden.
Bittet, so wird euch gegeben werden.“
Und so haben wir gebeten,
gesucht und angeklopft. Die Tür geht auf, - schwerfällig, langsam, - endlich
ist
es soweit, damit wir dann entsetzt zurückprallen. Statt des erwarteten
Lichtes sehen wir uns konfrontiert
mit Dunkelheit, Bosheit, Widerwillen und vielleicht auch Gewalt. War alles
eine Lüge?
Wo ist unser versprochener
"Himmel", wo ist das "Paradies", das wir hinter dieser Tür zu finden
hofften?
Wir waren einer Illusion aufgesessen und glaubten unsere tief versteckten,
unreinen Ecken nicht säubern zu
müssen. Haben wir allen Ernstes geglaubt, wenn wir nur schnell genug rennen
würden, dann könnte uns "die
Dunkelheit" nicht einholen? Und gerade in dem Augenblick, als wir uns am
Sichersten glaubten, da hat der
Teufel uns nicht nur eingeholt, sondern ist das offenbare Geheimnis! Ja, das
ist die Verheißung, dass
wir finden was wir suchen. Die Illusion wurde gesucht und nun ist sie
gefunden.
Wir stehen da, erstarrt, -
unfähig etwas zu tun. Was kann ich unternehmen? Sind wir nicht gebunden an
unsere eigenen Laster an all das Negative, das nie gewollt war und sich
dabei doch keine (Ab-)Lösung anbot?
In diesem Augenblick deines
Lebens habe den Mut und stelle dich der Realität deines Selbstes. Erkenne
deinen Zorn, deinen Neid, deinen Haß, die heimliche Eifersucht, den falschen
Machtanspruch, die Illusion und
viele andere Dinge mehr; ebenso deine Süchte bis hin zum Selbstmitleid, als
vielleicht noch einzige Form der
lebendig-gefühlvollen Regung. Schau in das Innere deiner Welt deiner eigenen
Unterwelt. Nimm die Fackel
und leuchte jede geheime Ecke aus! Schau dir alles genau an, damit es seinen
Schrecken verliert
und zerre alles ans Tageslicht, damit es zu ungefährlichem Staub zerfallen
kann.
Je mehr man eigene "dumme"
Angewohnheiten ignoriert, unter den Teppich kehrt, unterdrückt, um so mehr
Gegendruck entsteht und führt so zur Entzweiung (Ver-zwei-flung). Wenn wir
wirklich lebe wollen, dann müssen wir
uns auch dieser dunklen Seite stellen. Niemand braucht sich zu schämen. Wir
alle sind nur Menschen und das ehrliche
Bemühen, Licht in die Dunkelheit zu bringen erfordert Mut und mit diesem Mut
wächst die Kraft (auch) der Liebe.
Wir sollten diese Kraft in uns
nicht verachten, sondern die große Möglichkeit nutzen und endlich diese
große
Tür öffnen und mit Liebe, etwas Energie, offenen Augen und frohen Mutes den
finsteren Raum betreten,
der nur darauf wartet (be)-gereinigt zu werden.
Die Karte des Teufels verheißt
uns die Hoffnung. Es ist die Hoffnung darauf, uns selbst zu überwinden,
damit wir endlich Einheit erfahren und friedvolle-lichte Ruhe.
Solange es Menschen hier auf
Erden gibt, wird man mit "Negativitäten" auskommen müssen. Doch ist
manchmal auch nichts zu ändern so kann man wenigstens den großen Lernprozess
darin erkennen.
Wenn das Böse offen zutage
tritt, sieht man genau wo das Gute ansetzen muss. Der einzige Anker, den wir
als Schiff in dieser bewegten See haben, ist die Objektivität durch Liebe.
Und diese Liebe lässt uns erkennen,
dass wir selbst lieben, also das Licht in die Finsternis bringen müssen,
damit wir "erleuchtet" werden.
Warum nehmen wir also nicht
einfach die Ketten ab, - an denen wir so hängen. Jetzt wo wir sie gesehen
haben, ist es eigentlich doch ganz einfach geworden!
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Kann ich meine Gefühle
akzeptieren und negative Gefühle auch zulassen?
-
Lebe ich noch in
"Verstrickungen"? (Werde ich ausgenutzt und/oder beherrscht, ohne es zu
bemerken?)
-
Plagt mich eine fast
"neurotische" Anziehung zu jemanden mit dem ich sowieso nicht auskommen
kann?
-
Habe ich die Ehrfurcht
verloren und bin überheblich und arrogant?
-
Wann richte ich Schaden
an, der sich später als irreparabel erweist?
Dinge, die ich tun kann:
-
Immer wieder suchen nach
alten Fallstricken (noch nie aufgelöste Verhaltensmuster) an denen ich
noch hänge.
-
Genau die eigene Psyche
überprüfen, ob dort widersprüchliche Impulse und unklare Gefühle
("blinde" Liebe oder Hass) zu finden sind.
-
Überlegen, ob unsere
Situation, unser Leben eine grundlegende Veränderung braucht.
-
Offenen Auges unsere
persönliche Hölle betrachten. Bei dieser Art von Meditation müssen wir
unser Elend zulassen und unser Leid akzeptieren. (Dieser Vorgang hat
absolut nichts mit einer Depression zu tun, in die man hinein fällt oder
Selbstmitleid, dem man sich hingibt. Es ist das meditativ bewusste
Erleben des Schmerzes, egal welcher Art.
Affirmationen:
-
Ich bin und mache mich
frei von allen Zwängen und Abhängigkeiten.
-
Ich nehme die
Herausforderung an, mich meinen eigenen (auch negativen) Gefühlen zu
stellen.
-
Ich weiß, dass ich eine
Persönlichkeit bin - und ich kann genießen.
-
Ich will sehen und habe
auch den Mut dazu.
-
Ich bin an keinen Menschen
gebunden und ich binde keinen Menschen an mich.
Esoterische Erklärungsweise:
Diese Karte führt nun in die
dunklen Bereiche unserer Selbste, die bisher unerforscht waren. Der Teufel
zeigt
die dunkle Seite der verborgenen Wünsche. In der Psychologie kommt es häufig
zu einer Reinigung, wenn lang
unterdrückte Wünsche freigesetzt werden. Diese frei gewordenen Energie
eröffnet neue Möglichkeiten. Dies
kann allerdings auch zum Zusammenbruch führen, wenn der Betreffende noch
nicht stabil genug ist.
Es ist die Aufgabe des
Teufels, der Hüter der Schwelle zu sein, die jeder Initiand überschreiten
muss. Daher
entsteht die Notwendigkeit selbstsüchtige Versuchungen, durch die physische
Welt der Sinne zu überwinden.
Dies ist dann der Beginn des Verstehens und der gelenkten Willenskraft.
Der Teufel bezeichnet nicht
die Erkundung des Selbst, sondern der verschiedenen Formen der Knechtschaft.
Dazu gehören: die Illusion, der Materialismus, Oberflächlichkeit und die
Sinnlichkeit als negativer Aspekt für die
Menschen, die dadurch zu Sklaven geworden sind (z.B. sexuell. Völlerei,
Drogen- u Trunksucht). Daraus ergibt
sich die Täuschung, der Materialismus und der Drang der Befriedigung der
sinnlichen Gelüste ohne
Rücksicht auf andere Erwägungen.
Häufig jedoch kennen wir
unsere eigenen Wünsche nicht. Durch Gewohnheit, Angst und soziale
Konditionierung
sind sie unser bewussten Erkenntnis entzogen. Um diese zu erlangen, sollen
wir die dunklen Bereiche unseres
Selbst erforschen. Durch die Kenntnis werden verborgene Leidenschaften
transformiert.
Das astrologische Zeichen für
den Teufel wird als Steinbock manchmal auch als Widder angegeben.
(Christus soll übrigens im Zeichen des Widder geboren sein). Der Teufel und
der Messias haben mehr miteinander
zu tun, als man gemeinhin annimmt. Das Element ist die Erde, das materielle
Universum.
Die Erfahrung verborgener
Gedanken und Wünsche ist sinnlos, weil sie zu destruktivem Handeln oder der
Furcht führt, etwas Schreckliches über unsere geheimsten Gefühle zu
entdecken.
Diese Karte zeigt eine Reise.
Sie beginnt im Dunkeln, führt über das Unbewusste hin zum Körper und zur
physischen Welt. Sie kann enden in reinem Licht. Es gibt also kein Licht
ohne Finsternis Es kann keine Erlösung
von der Zwiespältigkeit des Bewusstseins geben, ohne die Erfahrung der
tiefen Verzweiflung.
Wollen wir dem spirituellen
Pfad folgen, der beim Teufel angedeutet wird, müssen wir die dunklen
Gefühle erkunden, die wir normalerweise unterdrücken.
Zusammengefasste Botschaft:
Die Quersumme der Zahl 15=6
zeigt die Verwandtschaft mit den Liebenden, bzw. deren Schattenseite.
Der Halb-Kubus = Thron des Halbwissens. Die Schwänze der Gestalten stehen
für die tierische Natur, haben aber
auch Reste des "Paradieses" an den Enden. Der Nabel deutet auf
Menschlichkeit im Sinne der Herkunft hin.
Die Ketten liegen nur lose um den Hals geschlungen = Möglichkeit der
Befreiung.
Wirkliche Macht auszuüben ist
nur möglich mit Hilfe des Teufels der vierten, herausgelösten, geheimen
Seite Gottes. Wenn aber diese losgelöste Seite zur Harmonie und Ganzheit der
göttliche Schöpfungsordnung
zurückgeführt wird und auch in unser Bewusstsein wiederkehrt, dann wird alle
menschliche Machtwillkür
hinfällig weil dann alles dem großen Ganzen dient.
Aber um sich von Ketten zu
befreien, muss man sich ihrer bewusst werden.
Divinatorische Bedeutung:
Der Teufel zeigt meist nur
bedrückende Situationen oder gestört Beziehungen an. Auch die Versuchung
und die Sinnlichkeit liegen in dieser Bedeutung. Deshalb könnte dem
Betreffenden auch etwas Erregendes,
Gefährliches oder Verbotenes begegnen. Taucht die Karte bei Beziehungsfragen
auf, dann kann die
Partnerschaft sehr Aufregend, aber schwierig und möglicherweise sogar
gefährlich sein.
Wollen wir dem spirituellen
Pfad folgen, der beim Teufel angedeutet wird, müssen wir auch unsere
dunklen Gefühle erkunden die wir sonst unterdrücken.
Stichworte:
-
Die Seele kann sich aus
dem Griff der Negativität herauswinden, indem materielle Werte
zurückgewiesen werden und man nach der Wahrheit sucht.
-
Der Weg des Lebens ist oft
durch Hindernisse und Illusionen blockiert.
-
Prickelnde und spannende
Erfahrungen, in denen die Gefahr liegt, ihnen zu verfallen: Leidenschaft
des Spiels, Liebe (oder Lust, Rausch der Kraft oder Macht).
-
Sich von Menschen, Drogen,
Geld usw. abhängig fühlen.
-
Erotische Sammelwut
-
Innere Zerrissenheit
-
Versuchung
-
Selbstzerstörung
-
Eigenerkenntnis negativer
Werte
Partnerschaftsfragen:
-
Die Situation braucht
unbedingt eine Veränderung (Wo sind wir festgefahren?)
-
Analyse: Besteht in der
Partnerschaft eine "Hörigkeit* (sexuell und individuell)? Werde ich
unter Druck gesetzt, was sehr große Angst in mir hervorruft? Wo bin ich
angekettet und merke es nicht (will es nicht merken)? Setze ich den
Partner unter Druck oder fessle ihn?
-
"Reinen Tisch machen" !!!
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XVI. Der TURM
Diese Karte zeigt uns, dass
falsches Streben zur Auflösung führt.
Intuitive Seite:
Wenn du dich im Spiegel
betrachtest, was siehst du dann? siehst dich als individuelles Wesen.
Der Körper grenzt sich (dich) gegen die Umwelt ab. Die Behausung des
Bewusstseins, das ist es was du
siehst; also quasi eine Maske, eine Ummantelung deiner selbst.
Ich frage deshalb nochmals:
Was siehst du wirklich, wenn du in den Spiegel schaust?
- Du siehst DICH nicht! Du glaubst nur, dich zu sehen, weil du dir ein Bild
gemacht hast von deiner
Erscheinung und so machen wir uns von vielen Erscheinungen im Leben ein
Bild, das leider nicht immer der
Realität entspricht. Meist bedarf es dann eines Anstoßes von Außen, um diese
Fata Morgana zu zerstören
(aufzulösen). Irgend ein aufrüttelndes Ereignis rückt die Dinge zurecht und
es fällt uns wie Schuppen von
den Augen. Dieses Geschehen, was immer es auch sei, kann alles zerstören und
doch erwächst aus
dieser scheinbaren Katastrophe Neues, Besseres, weil nun der Blick frei wird
für das Wesentliche
und die mühsam aufgebaute Realität einer allgemein gültigen Struktur weicht.
Keinesfalls soll unser
Bewusstsein zerstört werden, sondern verkrustete Strukturen werden von
Außen aufgebrochen, weil wir selbst dazu nicht in der Lage waren. Auch der
Samen im Erdreich wird durch die
Elemente aufgebrochen, damit er sich gemäß seiner vorherbestimmten Anlagen
entwickeln kann. Jede
Geburt und jeder Tod stellt einen solchen Aufbruch dar.
Wir fühlen uns so sicher in
unserer geschaffenen Welt. Errungenschaften der Wissenschaftler,
der Medizin, die hoch entwickelte Technisierung, Computer, Atomspaltung,
verfeinerte Architektur; überall
sind die Menschen auf dem Vormarsch jedes Risiko soll nach Möglichkeit
abgedeckt werden. Doch beobachte
genau! Ist es nicht so, dass kaum wenn eine schwere Krankheit geheilt werden
kann, eine neue dafür auftritt, die
ebenso als Geißel der Menschheit bezeichnen werden könnte? Kaum, dass die
Nützlichkeit der atomaren Prozesse
entdeckt wird, die Katastrophe schon vorprogrammiert ist? Kaum, dass
Computer als dienstbare Geister eingesetzt
werden, wir schon die unwahrscheinlichen Gefahr erkennen müssen, die der
Missbrauch mit sich bringt?
Wir können uns hier auf Erden
niemals nur auf der menschlich Ebene absichern, d.h. wir aus uns können
nicht
alles alleine, nicht auf dieser Ebene und nicht auf einer anderen (noch
nicht). Wir sind angeschlossen, an für uns
nicht leicht begreifbare Energien (wer will kann auch Gott sagen), die uns
immer, wenn wir als Menschen
ausufern, zurechtrücken. Damit ist jedoch die Chance eines neuen Anfangs
verbunden.
Wir können unser Leben einfach
nicht gegen alles wappnen und versichern. Kein Mensch kann dem Menschen
die totale Sicherheit geben (oder sich selbst). Wo immer wir das Gefühl
haben, nur aus uns selbst etwas geworden
zu sein und die Demut vor der Schöpfung vergessen, wo wir uns als Individuum
erheben über andere, über
die Natur und uns aufspielen als "die Macher", ist das stürzende Ereignis
vorauszusehen.
Und doch ist dies nicht als
Strafe zu verstehen, sondern es ist nichts anderes als die Zurechtweisung,
damit wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren, - um einige
Erfahrung reicher.
Dieses Ereignis oder der Sturz
ist keine unvermeidbare Sache Sind wir dafür offen, kleine Warnungen und
Vorzeichen zu erkennen und uns in Demut gegenüber der Schöpfung zu üben,
besteht keine Notwendigkeit
für eine solche Aktion aus kosmischer Sicht.
Wir sind zwar hier auf Erden
die so genannte "Krone der Schöpfung", da wir uns aber nicht selbst
geschaffen haben, beste kein Recht, unsere Natur zu knechten oder uns zu
überhöhen.
Dies gilt natürlich auch für
den physischen Körper. Jeder starke Exzess oder Kasteiung wirkt sich
negativ auf das gesundheitliche Niveau aus. Auch jede psychische Abwertung,
Abwehr öd Abgrenzung macht
sich als Krankheitszeichen bemerkbar, weil wir so die Natur (den Körper),
als Symbol der Schöpfung, ausgrenze.
Die Schöpfung stellt, in jeder Form, eine Einheit dar, die sich so zu Wort
meldet.
Insgesamt ist also eine Demut
anzustreben, die gerade aus dem Wissen um die eigene Kraft, Freiheit und
Liebe
entsteht, sonst können uns unvorhersehbare Ereignisse liebevoll in die
richtige Richtung drehen.
Wollen wir uns in die
Gemeinsamkeit (Einheit) der Schöpft hineinbegeben, kann keine Individualität
(kein Ich)
zurück bleiben. So ist es im lebendigen Leben. Nur die selbstlose Hingabe
birgt in sich die Möglichkeit,
die Einheit im Mensch in eine Einheit mit der Schöpfung umzustrukturieren.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Welchen "Verkrustungen"
hänge ich an und wie beweglich bin ich wirklich?
-
Bin ich in der Lage, eine
radikale Identitätskrise erleben zu können, ohne meine Dynamik zu
verlieren?
-
Bin ich auch ohne äußeren
Zwang (plötzliche Veränderungen) in der Lage, meine "Maske" abzunehmen,
und mein selbst erbautes Gefängnis zu verlassen?
-
Kann ich wirkliche Kritik
vertragen und bin noch in der Lage, darin eine lehrreiche Chance zu
sehen?
Dinge, die ich tun kann:
-
Sich Auseinandersetzungen
stellen, die zu einer wirklichen Klärung der Lebensverhältnisse
beitragen.
-
Nicht mit seinem
"schlechten" Schicksal hadern, das man zu tragen hat, sondern ein Ziel
ins Auge fassen, auf das man zusteuern kann.
-
Durch jeden
Schicksalsschlag werden die Karten neu gemischt und es entsteht eine
Chance im Leben, die wir wahrnehmen sollten.
-
Oft kann man in dieser
Zeit selbst nicht viel tun, weil Einiges mit einem selbst passiert. Ist
dies der Fall sollte man sich wenigstens auf einen vollkommenen
Neubeginn einstellen.
Affirmationen:
-
Die Aufgabe, die mir
gestellt ist, nehme ich an.
-
Ich öffne mich der
allgemeinen Kommunikation. Diese fließende Energie genieße ich.
-
Auch in einer Niederlage
bleibe ich "ICH" und habe Kraft
-
Auch aus Trümmer und
Scherben kann ich einen neuen Anfang schaffen.
Esoterische Erklärungsweise:
Bei dieser Karte wird der
Blitz als Offenbarung und nicht als Zerstörung angesehen.
Die blitzartige Erkenntnis der Wahrheit zerstört nur die Illusion.
Der zugeordnete Planet ist
Mars (Widder), das Element ist Feuer Es werden also Strukturen und
Aggressionen
niedergerissen. Der Turm kann auch auf eine heftige Freisetzung
unterdrückter Energien hindeuten.
Wir sehen hier auch die
Gefahr, die uns droht, wenn wir die Dunkelheit in uns nicht erkennen. Nun
wissen
wir jedenfalls: "Der Tod" ist nicht das Ende aller Probleme, sondern der
Mensch wird nach "der Transformation"
mit entscheidenden Tatsachen konfrontiert und es werden ihm keine
Entscheidungen abgenommen, Er kann sich
auch nicht auf einer Ebene ausruhen. Selbst wenn man sich aus den Ketten
befreit hat, wird man nicht automatisch
auf den richtigen Weg geleitet. Es gilt Entscheidungen zu treffen und den
Überblick über das Ganze nicht zu verlieren.
Dabei entsteht die Frage, ob
es sich überhaupt lohnt, sich vom Teufel zu lösen, den Weg aufwärts
einzuschlagen, nur um eines Tages den Rückschlag zu erleiden und in
entfernte Tiefen zu fallen. Aber
die dargestellte Zerstörkraft des Feuers hat eine korrigierende Wirkung,
womit die ursprüngliche
Ordnung wieder hergestellt und in Balance gebracht wird.
Der Urstoff, von dem
ausgegangen wird, muss sich viele Umwandlungen gefallen lassen, immer wieder
seine
Form ändern, Zerstörung und Neuschaffung über sich ergehen lassen, bis er
endlich das wird, wozu er bestimmt ist.
Die Kraft, die sich über das
Bild mitteilt, ist aber nicht nur der menschlichen Seele zueigen, sondern
ist im Kosmos
im Ganzen wirksam. Der Mensch ist also nicht hilflos und verlassen, sondern
auch in der Tiefe stehen diese Kräfte
für einen Neubeginn zur Verfügung. Der Sturz hinab ist nicht endgültig und
nutzlos sondern dient als
Lernprozess und echte Chance, wenn man sich geirrt hat.
Weder darf der Mensch in der
Trägheit verharren, noch im Übermut zu hoch hinaus wollen. Man muss
lernen, seinen Weg innerhalb der gegebenen Schöpfungsordnung zu gehen.
Spirituelles Lernen schließt absolute
Zerstörung alter Lebensstile und Pläne mit ein. Die Einrichtungen unseres
Lebens, die sinnlos geworden
sind werden unerbittlich zerstört, wenn wir uns selbst nicht davon lösen.
Das bedeutet, dass die
Entscheidung dazu auch von Außen kommt, bzw. mit Nachdruck vertreten wird.
Zusammengefasste Botschaft:
Man soll stets bedenken, dass
alles was Menschen mit Händen und eigenem Geist erschaffen, vergänglich ist.
In Bild XVI wird er mit Kraft konfrontiert, zerstörend und aufbauend. Beide
Formen muss er als Bestandteile der
großen kosmischen Ordnung kennen und akzeptieren, wenn nötig auch an sich
selbst. Man muss lernen
diese polare Kraft in richtiger Weise zu nutzen, um zur Harmonie der
kosmischen Ordnung beizutragen
und nicht zum persönlich Machtgewinn zu missbrauchen.
Der Turm steht auch für
Verhärtung und Verkrustung der menschlichen Seele, die durch einen heftigen
Impuls von Außen erschüttert und aufgebrochen wird. Die Abtrennung von der
Außenwelt (vom Leben) ist oft
zu schroff, so dass die Seele zu verkümmern beginnt. Deshalb ist die
Zerstörung des Turms (falsches Bewusstsein)
durch etwas Erschütterndes vielleicht erst bedrohlich. Wenn sich aber der
Staub gesetzt hat, erkennen wir
das selbst geschaffene Gefängnis und der Zusammenbruch ermöglicht eine neue
Phase der Lebendigkeit.
Der Blitz = Ereignis von außen
gelenkt. Flammen = begleitende Kraft, bekleidete Personen = wir verlieren
nicht alles, die Krone = die weltliche Macht wird uns genommen, kein Boden =
in dies Augenblick
wissen wir nicht wohin der Weg führt.
Divinatorische Bedeutung:
Der Turm bedeutet in der Regel
eine Umwälzung oder Explosion. Der Betreffende hält trotz klarer
Alarmzeichen
stur an seinem Kurs fest. Wenn er seine Haltung nicht ändert, kann es zu
einer Explosion oder einer anderen
Katastrophe kommen. Auf jeden Fall ist der Turm als Warnung zu verstehen.
Vor allem bei dieser Karte ist es
ratsam, sich die anderen Karten anzusehen, da dort sicher der Hinweis auf
eine nützliche Alternative zu finden ist.
Der Turm hat auch eine
befreiende Wirkung, da sich dadurch evtl. auch neue Möglichkeiten eröffnen.
Er fegt alte Verhaltensmuster beiseite und zerbricht alte Strukturen im
Leben einer Person.
Je mehr man stur und starr an
alte Ansichten festhält, desto plötzlicher und traumatischer wird der
wahrscheinliche Zusammenbruch dieser verbrauchten Ideen sein. Dies ist keine
"Katastrophenkarte", doch ihre
Lehren können heilsam sein. Es ist evtl. ein Stadium erreicht, wo innere
Bewusstseinsveränderungen,
äußere Veränderungen verursachen können.
Stichworte:
-
Totaler Wechsel und
Verlust von Sicherheit führen zu Neubeginn.
-
Unerwartete
Zusammenbrüche, weil man überbeschützend ist.
-
Verlust von Stabilität der
zum Durchbruch verhilft.
-
Plötzliche, erschütternde
Ereignisse.
-
Das Zusammenbrechen von
Plänen, aber auch die zündende Erkenntnis.
-
Belebende u. befreiende
Erfahrung bewusst suchen mit psychologischen Methoden.
-
Aufgabe rigider
Standpunkte und Vorstellungen.
-
Zusammenbruch alter
Überzeugungen.
-
Aus der derzeitigen
Umgebung herauswachsen.
-
Evtl. Verlust der
Sicherheit.
Partnerschaftsfragen:
-
Die Partnerschaft wird
durch "äußere Einwirkung" wahrscheinlich total verändert.
-
Heftige (aber
wahrscheinlich klärende) Auseinandersetzungen
-
Zeit zur wirklichen
Offenbarung, (rückhaltlos)
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XVII. Der STERN
Diese Karte beschäftigt sich
mit der schöpferischen Kraft des Kosmos
Intuitive Seite:
Stellen wir uns einmal vor: Es
ist Sommer und wir sind auf einer herrlichen Blumenwiese. Dabei ist
es vollkommen gleichgültig ob es Tag ist oder Nacht. Denn am Tag erfreut uns
die Natur mit ihrem Leben und
Treiben und in der klaren Nacht können wir das herrliche Firmament
bewundern. Alles um den Menschen herum lebt.
Der gesamte Kosmos (soweit man sich das veranschaulichen kann) hat uns zum
Mittelpunkt. Ja, jeder Einzelne
von uns ist der Mittelpunkt des Kosmos, wird von diesem ernährt und
erhalten, Und wir, - was tun wir dabei?
Haben wir nicht auch eine Verpflichtung?
Da wir nicht nur Mittelpunkt,
sondern auch ein Spiegelbild des Kosmos sind, tragen wir alles, absolut
alles
in uns. Es geht sogar noch weiter. - Mit jeder einzelnen Körperzelle aus der
seine Physis zusammengesetzt ist,
bildet der Mensch dieses Universum nach, - ist quasi selbst der Kosmos. Der
einzige Unterschied besteht darin,
dass wir uns abgetrennt haben mit unserem Bewusstsein und deswegen in der
Welt der Dualität leben.
Wenn wir erkennen können, dass man sich von der Schöpfung nicht abtrennen
muss, sondern sich mit
ihr verbinden kann, dann fließt alles in uns über. Dann kann der Mensch aus
dem Vollen schöpfen.
Er wird nicht mehr fragen: "Woher kommt die Kraft?". Er wird nicht mehr
fragen:
"Wie viel kann ich geben?" Es ist ein einziges Fließen.
Es ist vollkommen unwichtig
was ich habe und vollkommen unwichtig was ich gebe. Nichts
gehört mir und deshalb besitze ich alles. Erst wenn das absolute "Nichts"
mein Lebensinhalt ist,
nicht Sinne der Depression, sondern des stetigen Seins, weil ich keine
Verhaftungen mehr verspüre, dann kann
ich auch weitergeben was von "den Sternen" kommt.
Und doch, - dies ist nicht das
Ziel. Es ist der Augenblick, wo ich anderen Menschen Kraft geben kann,
wo künstlerisches Talent überfließt, wo Dinge geschehen, die als Wunder
bezeichnet werden. Es ist die Zeit,
wo das "Ich", dieses kleine, schreiende Ego, nicht mehr so wichtig ist und
der Boden bereitet werden kann für
andere Menschen, damit die in der Zukunft Neues schaffen können. Es ist der
Punkt an dem die Liebe
überfließt und Zeichen setzt für eine neue Entwicklung, die man genauso gut
mit Anderen teilen kann.
Aber es ist, wie schon gesagt,
noch nicht das Ziel für den einzelnen Menschen, das erreicht ist. Noch
haben wir den Lebensbaum nicht zurückerobert. Diese Zeit der selbstlosen
Hingabe der totalen Aufopferung ist
jedoch eine sehr wichtige Zeit. Hier nimmt man sich selbst nicht mehr so
wichtig, sondern man ist der liebende,
nährende Kosmos für andere und die Gefühle fließen so überreichen Maße, dass
der "Mitmensch" davon
satt werden kann. Das Leben wird zur Aufgabe (im doppelten Sinn der
Bedeutung des Wortes) und
zwar auch wieder nicht als Selbstzweck, sondern lebendig gewordene Liebe, -
reine Energie!
Dabei kommt es einzig und
allein auf den Zustand an, der Zweck ist unwichtig. Das heißt:
Ein Künstler, der einfach alles daran setzt, seine Kunst zum fließen zu
bringen und nicht sich selbst oder
seinen materiellen Nutzen denkt, ist dabei genauso wertvoll wie ein Mensch,
der sein gesamtes Leben einem
karitativen Zweck unterordnet. Ein Wissenschaftler, der seine wahren
Erkenntnis über seine Existenz stellt, nimmt
beispielsweise den gleichen Rang ein. Es ist also gleichgültig welchen
Status ein Mensch hat und was er tut,
wichtig ist, dass durch Zurücknahme des eigenen Persönlichkeitsanspruchs,
die Energie zum Überfluss
gebracht wird. Nicht durch Unterdrückung oder Gewalt darf dies geschehen,
Selbstkasteiung oder
Hoffnung auf "himmlische" Belohnung, sondern die Hingabe der eigenen
Existenz ist entscheidend.
Allerdings kann man auch
sagen, wer wirklich in der Lage ist sich auf solche Art und Weise zu
offenbaren bzw.
zu öffnen, steht unter einem gewissen Schutz. Die gleiche Energie, die im
Übermaß gegeben wird, mit der gearbeitet
wird und die als Kraft nach außen abgestrahlt wird, - diese Energie erhält
und hilft, das tun, was man tun will.
In diesem Stadium gibt es
eigentlich auch keine größeren Lebensängste. Innerer Friede ist eingekehrt,
gepaart
mit Geduld. Man fühlt sich gehalten und ein Vertrauen macht sich breit, dass
die Dinge sich zum Guten wenden.
Die Vergangenheit mag noch so
hart gewesen sein. Hier empfinden wir das nicht mehr als Negativum,
sondern wir verneigen uns vor den Erfahrungen, die wir machen durften. Die
Schmerzen haben uns reif
werden lassen und deswegen kann man sie jetzt auch mit anderen teilen.
Nun stehen wir "über den
Dingen" und können das Empfinden ausgießen, damit es fruchtbar wird. Wir
sind
gehalten und beschützt, wenn wir es nur zulassen. Weil uns nichts gehört
besitzen wir alles.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Wo sehe ich mein
Lebensziel?
-
Hänge ich oder trauere ich
irgendwelchen vergangenen und überholten Phantasiegebilden nach und
verpasse deswegen wichtige schöpferische Entwicklungsphasen?
-
Kann ich dankbar Überfluss
in meinem Leben zulassen und annehmen?
-
Bin ich in der Lage jedes
Joch zu tragen, ohne dass es mich erdrückt?
Dinge, die ich tun kann:
-
Bewusst etwas sehr
egoistisches tun, damit ich wirklich erspüren kann, wie es ist egolos zu
sein.
-
Bewusst in wirkliche
Hoffnungslosigkeit hineingehen, damit ¬ich erkennen kann was Hoffnung
wirklich ist.
-
Versuchen durch
Kreativität (auch im weitesten Sinn)anderen Menschen, Liebesenergie
spürbar zu übermitteln.
-
Mir klar machen, dass ich
glücklich sein darf und mir auch Wünsche erfüllen soll.
-
Nur ein wirklich
glücklicher Mensch kann auch Freude geben
Affirmationen:
-
Meine Wünsche gehen in
Erfüllung
-
Von positiven Kräften
werde ich geführt und geleitet. Ich bin sicher.
-
Ich kann geben und nehmen.
Diese Offenheit ist ein Teil meiner Lebensenergie.
Esoterische Erklärungsweise:
Der Stern ist die "Essenz der
Inspiration". Sprache allein reicht nicht aus bei dem Versuch,
die hier gebundenen Energien zu beschreiben. Nur durch hochsensibilisierte
Intuition kann man den Stern
erreichen. Sie ist die direkte Voraussetzung für das Bewusstsein, das die
"versteckte Sonne" und "Licht in der
Natur genannt wird. Um damit arbeiten zu können, bedarf es der Erfahrung der
Meditation.
Hier sehen wir das Prinzip der
Expansion, der Freude und des neuen Wachstums, Vertrauen und Loyalität.
Das astrologische Zeichen des Stern ist der Wassermann, dessen Element die
Luft ist. Es ist das Zeichen
der Visionäre, der Lehrer und Erfinder.
Hier sehen wir ein Bild der
Demut, in der wir uns einfach als Teil der Natur anerkennen. Neben diesen
Gedanken
des Einsseins mit der Natur, führt uns die Schlichtheit dieser Karte zu den
Ursprüngen des Lebens zurück.
Ein Neubeginn ist möglich.
Das Bild des Sterns
beschäftigt sich auch mit der Sexualität (auf allen Ebenen). Leben
hervorbringen,
fruchtbar sein, ist nur die eine Seite. Die andere Seite ist ein
vorsatzloses, willenlose, planloses Spiel, das nur
der Lust verpflichtet ist. Auch die Lust gehört zur göttlichen
Schöpfungsordnung. Damit der Mensch den richtigen
Sinn seines Lebens findet, muss er auch lernen Lust zu leben und zu erleben.
Wer nicht fähig ist, Lust um der Lust,
willen zu akzeptieren und sich ihr in spielerischer Weise, hinzugeben, der
weiß nicht um eine wichtige Dimension
seines menschlichen Lebens und bleibt darum letzten Endes unerfüllt. Auch
hier gilt es, die rechte Mischung
bzw. das rechte Maß zu beachten.
Das Licht der Seele kann
endlich frei scheinen. Leblose Lebensräume können fruchtbar gemacht werden,
wenn man hinter die Vordergründigkeit der Dinge schaut und die Tiefe entdeck
Astrologische Einflüsse führen,
wenn sie mit menschlichen Verstehen zusammenkommen, zu tieferen und reiferen
Beziehungen sowie
Erfahrungen demutsvoller Einsicht in die großartige Weisheit der kosmischen
Gesetze.
Zusammengefasste Botschaft:
Die verschiedenen Symbole der
Karte verweisen auf eine höher Ordnung, der wir unterliegen. Traditionell
wird diese
Karte als Schutzkarte angesehen, d.h. der Platz an dem sie liegt steh unter
einem guten Stern. Dass die
Vorsehung in einem mehr als ausreichenden Maße für uns sorgt, wird durch das
Ausgießen der Krüge gezeigt.
Das Wasser, das auf die Erde
fließt, lässt diese fruchtbar werden. Das Wasser, das wieder ins Wasser
gegossen
wird, zeigt das Übermaß und die Fülle an Energien, die uns aus der
Unendlichkeit des Himmels zufließen. Die
Botschaft ist hier die Hoffnung Inspiration und Ermutigung, verstärkt durch
echte Einsicht Hierbei kann
man zu einem neuen Leben finden, mit größere Einsicht und tiefem
Verständnis.
Divinatorische Bedeutung:
Die Bedeutung des Sterns ist
so unmittelbar wie das Bild. Es erscheint manchmal auch nach einer
Zeit voller Schwierigkeiten und ist eine Karte der Erneuerung. Sie bietet
die Chance, einen neuen
Anfang zu wagen, oder es eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Manchmal stellt der Stern auch
die Aufforderung, zu Grundprinzipien zurückzukehren. Diese Rückkehr
zur Grundlage bedeute Reinigung. Wir müssen uns erlauben, diese Erneuerung
zu erleben Der Stern
bedeutet aber auch Demut und fordert uns auf, nicht so arrogant zu sein.
Natürlich kann die negative
Bedeutung dieser Karte auch Spannung und Furcht anzeigen, Liebe
auszudrücken,
weil eine Blockierung besteht. Dann deutet der Stern auf einen alten
"Schmerz" hin, den man ergründen sollte.
Stichworte:
-
Zeiten großer Hoffnung,
Vertrauen in die Zukunft
-
Aktivitäten, die begonnen
werden haben große Bedeutung für die Zukunft.
-
Begegnungen, neue
Freundschaften und Beziehungen stehen unter einem guten Stern.
-
Gute Gelegenheit
-
Vertrauen
-
Zukünftige Möglichkeiten
-
Hoffnung
-
Spirituelle Führung
-
Verwirklichung
Partnerschaftsfragen:
-
Hoffnung auf eine neue
Liebe!
-
Intuitive Übereinstimmung
-
Glückliche Zeit, die eine
Partnerschaft bereichern kann.
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XVIII. Der MOND
Diese Karte spricht für die
Entscheidung im unbewusstem Bereich.
Intuitive Seite:
Du hast Angst vor der Tiefe,
weil sie unheimlich ist? Du hast Angst vor der Höhe, weil sie unbekannt ist?
Du hast Angst vor den Menschen, weil du sie anscheinend nicht ergründen
kannst? Du hast Angst vor
deiner eigenen Seele, weil du sie bei "Licht" nicht sehen kannst?
Du hast also Angst? Mal zeigt
sie sich offen, mal verborgen; mal beherrscht sie dich,
mal beherrschst du sie! Was ist das für ein Phänomen, - diese Angst?
Dieses Gefühl kann uns lähmen,
bis wir nicht mehr in der Lage sind etwas zu tun und jede helle
Lebendigkeit von uns gewichen ist. Es kann uns aber auch zur Vorsicht mahnen
und hilft deshalb manchmal
unbedachte Dinge zu vermeiden, damit kein Unglück geschieht. Mit der Angst
kann man aber auch wunderbar
andere Menschen beherrschen und Situationen erzwingen, die sonst nicht
möglich wären. Doch beherrschen
wir uns selbst nicht auch mit diesem "unheimlichen Gefühl"? Was ist das also
für ein Zustand der oft mit
eiskalter Hand unsere Seele ergreift und sämtliche Systeme zum Wanken
bringen kann?
Angst ist, ganz einfach
ausgedrückt, ein unbekannter Faktor. Es ist etwas, das wir zum Zeitpunkt des
Empfindens, nicht ganz einordnen, begreifen oder erkennen können. Diese
"Unwissenheit stürzt uns in eine
Art Verzweiflung und es gehört schon sehr viel Mut dazu, sich diesem
"Vernichtungsgefühl" in den Weg
zu stellen. Dabei ist alles nichts weiter als Illusion!
Wir bilden uns Dinge ein, die
nicht der Realität entsprechen und das nimmt uns viel Lebenskraft. Gerade
dann
sind wir zu den Gefangenen geworden, die wir niemals sein wollten und
niemand ist da, um uns zu helfen.
Wir sind scheinbar allein gelassen worden. Was kann man also tun?
Versuchen wir uns einmal
vorzustellen welche Empfindungen ein Embryo im Mutterleib
haben könnte. Letztendlich sind wir ja alle diesen Weg gegangen, auch wenn
uns zum gegenwärtige
Zeitpunkt die Erinnerung daran vielleicht noch fehlt.
Dieses Embryo ist recht
allein, in einer gewissen Dunkelheit. Sicher, - es wird ernährt und hat neun
Monate Gelegenheit, sich zu entwickeln. Aber dann wird der Platz zu eng und
auch äußere (hormonelle) Umstände
zwingen das Embryo bzw. das zur Lebensfähigkeit entwickelte Kind, diese
dunkle „Raumkapsel“ zuverlassen. Im Leib
also hört es Geräusche. Es gluckert, gurgelt, klopft und zischt um es herum;
es wird gedrückt, gestoßen, geschubst
und ich könnte mir vorstellen, dass dies alles Faktoren sind, die in der
Lage sind einem Menschen Angst
einzujagen oder auch aufzubauen. Aber, es hilft nichts, - da muss man
durch. Jeder von uns!
Deshalb ist das Erste, was man
bei Angst tun kann: Geh auf sie zu! Erkenne dieses Gefühl als das was es
ist.
Es ist ein absolutes Nichts !
Es ist ein "Schwarzes Loch“ das alles in seinen Bann zieht und dir die Kraft
zum reagieren nimmt. Es ist eine Illusion, die wir uns selbst aufgebaut
haben und die zudem meist noch
ansteckend ist. Es ist wie ein Fieber das um sich greift und auch schon viel
Unheil angerichtet hat.
Eltern infizieren ihre Kinder, Staatsoberhäupter ihr Volk, die Kirche ihre
Gläubigen usw.
Dabei können wir wählen
zwischen der tiefen Nacht unserer Seele der Verzweiflung des Alleinseins
und der lichten Sonne, die alle Illusionen verbrennt.
Wirklich, - kriecht die Angst
tatsächlich nur Nachts in uns hoch in der Dunkelheit, so dass man froh
ist um den hellen Morgen? 0der ist das nicht nur eine weitere Illusion, die
der Tag nur verdeckt, weil
wir dann mit unseren "äußeren Augen" abgelenkt sind, während unsere "innere
Augen" (unsere Seele)
nur des Nachts sehen können. Flüchten wir uns nicht in die Helligkeit
vor uns selbst?
Wir werden unsere Ruhe nur
finden, wenn wir in der Lage sind, ' unserem körperlichen und seelischen
Auge keine Trugbilder mehr zu akzeptieren (auch wenn diese entstehen). Man
darf sich nicht fangen lassen
von der Angst, die nur verhindern will, dass man die Wirklichkeit erkennt.
Nämlich, - dass wir eine Seele haben,
ein Bewusstsein, dem man nichts anhaben kann, dem nichts geschehen kann,
wenn wir uns der Liebe öffnen.
Mögen wir auch noch so weit
"unten" sein, die Sonne scheint für uns Tag und Nacht, weil die Erde es ist,
die sich dreht. Der Mond (als Abglanz der Sonne) scheint auch Tag und Nacht,
weil die Erde es ist, die sich
dreht. Alles ist an seinem Platz und geht seinen gewohnten Gang, nur unsere
subjektiven Wahrnehmung verändert
sich ab und zu. Dann bilden wir uns ein wir würden Realitäten sehen und
dabei sind die ganz wo anders.
Eigentlich ist doch alles in Ordnung! Oder?
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Erwarte ich für mein Tun
im irdischen Leben direkt oder indirekt Dank und Lohn? Bleibt dieser
Dank und Lohn aus ziehe ich mich dann enttäuscht zurück?
-
Können wir zu unseren
Taten stehen, ob diese nun Sünde waren oder nicht?
-
Habe ich eine Sehnsucht
nach anderen Lebenssituationen in mir, wo Träume und Visionen realisiert
werden können?
-
Trage ich auch eine
Sehnsucht nach einer tiefen Lieben in mir, von deren Existenz ich bisher
nur träumte?
Dinge, die ich tun kann:
-
Versuchen, durch aktive
Bewusstheit, immer gegenwärtig zu entscheiden, ob ich dem
logisch-rationalen Verstand oder der inneren Stimme oder Intuition
vertrauen soll. Dieses ist eine gute Möglichkeit, einen erfüllten,
individuellen Lebensweg zu finden (unsere eigenen Lebenswahrheit).
-
Man kann sich neu auf den
Weg machen (auch mit Belastung). Sich selbst neu zu gebären, setzt
nämlich meist Überwindungen und Selbstverleugnung voraus.
-
Man kann sich jetzt auch
schon damit vertraut machen, dass wir einem "kollektiven
Unterbewusstsein" verbunden sind. Es ist also nötig, dass wir lernen, in
anderen Menschen eine Art Bruder oder Schwester zu sehen.
Affirmationen:
-
Ich lebe in der Realität
und sehe klar.
-
Meine Sehnsucht ist eine
Triebkraft in meinem Leben. Mein Mut führt zur Verwirklichung und räumt
Blockaden aus.
-
Auch unter Beachtung
meiner Vergangenheit ist der Weg die Zukunft frei und offen.
-
Meditation ist das Licht,
das uns weiterhilft.
-
Meine Träume können
Wegweiser für mein Leben sein.
Esoterische
Erklärungsweise:
Der Mond ist ein Reich der
Magie, in dem wir Kraft brauchen, den Weg zurück zum Licht der rationalen
Welt zu finden. Die Kraft des Mondes erschließt Teile unseres Selbst, die
normalerweise verborgen
bleiben, zumindest gegenüber dem „Ich – Bewusstsein“. Als mystische Karte
werden wir in eine
heilige Realität, jenseits der gewöhnlichen Wahrnehmungen geführt.
Das astrologische Zeichen ist
der Krebs, das Element das Wasser traditionell das Symbol für
Fruchtbarkeit und neues Leben. Der Krebs selbst steht auf einer frühen Stufe
der Evolution scheint uns
sehr fremdartig. Aber gerade deshalb bringt er dem grundsätzlichen
Unbewussten näher. Tiefe Ängste
können an die Oberfläche gebracht, aber auch in schier unlösbaren Griff
festgehalten werden.
Der Mond ist die Karte des
Mythos und der tiefgehenden Träumen die uns mit physischer Gewalt
ergreifen und deshalb jenseits rationalen Erklärung auf einer anderen Ebene
sind. Unsere Alltagswelt hindert
uns daran, eine größere Welt zu erleben, die in uns und auch außerhalb
von uns ist.
Bei dieser Karte können wir
uns auch mit Platon, Hermes oder indischen Philosophen konfrontiert fühlen,
die uns etwa besagen, dass diese "unsere Welt" nur Illusion ist, bzw. wir
nur Schatten der wirklichen Welt sehen.
Ebenso Mythen und Märchen die wie unwahre Erzählungen anmuten und doch
Spiegelungen des Spirituellen sind.
Sie bringen uns einer Wahrheit nahe, die mit "normalen" Worten meist
nicht ausgedrückt werden kann.
Der Mond ist individuell,
nicht allgemein. Vielleicht sind, vom Mond ausgelöste Ängste, der ganzen
Menschheit
gemeinsam, aber wir erleben sie individuell tief in uns selbst. Unter dem
Einfluss des Mondes finden wir uns bei
extremen Situationen, in einem sonderbar geistigen Zustand und von den
normalen Erfahrungen
abgeschnitten. Trotzdem ist auch diese Erfahrung wahr. Man irrt sich, wenn
man die alltägliche Welt
für wirklich hält. Das Universum (und die eigene Seele) ist oft viel
befremdlicher als wir annehmen.
Dies ist das zweite Bild, das
keine menschliche Gestalt aufweist. Wahrscheinlich weil die Seelenqualität,
um die es beim Mond geht gestaltlos ist ...
Durch den Krebs, der das
Embryonale in allen Aspekten Verkörpert, gehen wir vom Ursprung aus.
Hund und Wolf zeigen, wie ursprüngliche, animalische Triebkräfte des
Unbewussten, dem menschlich
Willen unterstellt werden, sobald dieser "den Pfad" beschritt hat. Beide
Tiere heulen den Mond an, der damit
auch zum Symbol der Göttin Hekate wird und oft auch dreiköpfig dargestellt
wird (Selene, Diana, Hekate).
Die verschiedenen Ebenen und Wirklichkeiten lassen sich ebenso daraus
ableiten. Dass man beispielsweise
geträumt hat, weiß man erst nach dem Erwachen (in einer anderen
Realität).
Symbole und Elemente des
Astralen können der Schatten und jede Spiegelung sein, also Reflexion.
Der Schatten kann das Ausmaß der Dinge verzerren (vergrößern, verkleinern).
Der Spiegel zeigt seitenverkehrt.
So sind also auch hier die Gefahren aufgezeigt die darin liegen, dass ein
Mensch sich nur in Tagträumen
oder Spekulationen oder auch durch Drogen (chemisch oder meditativ) im
"Urgrund" verliert.
Natürlich gibt es auch hier
einen gangbaren Mittelweg. Wenn wir lernen, die Sprache des Traumes zu
verstehen und nutzbringend auf unser Leben zu übertragen. Ebenso wie das
Hineingehen in die eigenen Tiefen
(zuerst unter guter Anleitung). Die Türme auf dem Bild ragen nämlich hoch in
die Landschaft und erklären damit,
dass die Polarität im Astralen nicht aufgehoben ist, sondern auf seine
ungewohnte Weise in Erscheinung treten kann.
Die Karte des Mondes bedeutet
jedoch nichts Negatives, sondern zeigt uns nur die andere Seite der Dinge,
der Menschen, die andere Seite von uns selbst. Letztlich werden wir nicht
umhinkommen,
auch diese Seite anzuschauen und uns damit auseinander zu setzen.
Zusammengefasste Botschaft:
Die Mondkarte führt uns in die
Tiefe der Gefühlswelt und damit auch zu der Märchenwelt
unserer Phantasien, Sehnsüchte, Träumereien, aber auch zu diffusen Ängsten,
Alpträumen und Phobien.
Ihre lichte Seite ist damit das belebte Gefühlsleben, Sentimentalität,
bildhaftes Denken, Träume und alle in
uns lebende Märchenfiguren. Der Weg, den die Karte zeigt, ist der Ausgang
ins Ungewisse, weil jede
eise in die Tiefe unserer Gefühlswelt ein Abenteuer ohne Kompaß ist.
Auch die Scheren des Krebses
sind der Mondsichel ähnlich. Die unberechenbare Gehrichtung
steht für die Konzeptionslosigkeit dieser Reise; das stille Wasser auch für
tiefe Abgründe. Wolf und Hund
sind die animalischen Instinkte und Reaktionen. Diese Instinkte dürfen, auch
wenn sie uns bedrohen sollten,
nicht bekämpft, nicht getötet, sondern müssen überlistet werden.
Der Wanderer, der diesen Weg
beschreitet, wird all den guten Feen, aber auch den Ungeheuern begegnen,
von denen die Fabeln und Legenden berichten. Das Märchenhafte an dieser
Reise ist aber,
dass sie immer weiter geht - bis ans Ende der Welt.
Divinatorische Bedeutung:
Der Mond zeigt eine Zeit
intensiver Imagination an. Dies können Phantasien, Träume, Hoffnungen,
Ängste sein. Vielleicht sollte diese Kraft auch in Kreativität umgesetzt
werden. Dann ist der Mond ein
Energieschub, jedoch chaotisch oder schwierig zu steuern. Wir müssen in
dieser Phase die Gefühle,
Phantasien und Ängste auf uns zukommen lassen. Wir müssen uns hineinbegeben.
Aber dies muss nicht unbedingt eine furchterregende Erfahrung sein.
Der Mond repräsentiert
Intuition und das was das Unbewusste erleuchtet. Dieses Unbewusste
spricht in Symbolen. Um davon zu profitieren, muss man lernen, diese Symbole
zu deuten,
sonst können wir in die Falle der Selbsttäuschung geraten.
Stichworte:
-
Hindernisse aus der
Vergangenheit, die offensichtlich den Fortschritt bremsen, müssen
überwunden und ausgeglichen werden, bis sie weniger werden und
schließlich verschwinden.
-
Meditation kann ein
Gegengewicht zur Verführung durch äußere, nicht kontrollierbare
Einflüsse sein.
-
In seiner negativen
Bedeutung kann das Seelenleben von Träumereien und Drogen zerstörerisch
beeinflußt werden.
-
Zeiten belebter Phantasie,
starker Träume, Sehnsucht märchenhafter Erlebnisse, Ängste und Phobien.
-
Gefahr von außen
-
Illusionäre Situation
-
Ausdruck von Gefühlen
-
Ein gelöstes Geheimnis
Partnerschaftsfragen:
-
Suchen und evtl. auch
Finden des "Seelenpartners".
-
Suche nach dem Urgrund des
Partners (auch um sich selbst zu finden).
-
"Märchenhafte" oder
ungewöhnliche Partnerschaft. Die "normale" Rollenverteilung ist außer
Kraft gesetzt in beiderseitigen Einvernehmen.
-
Aufgrund seelischer
Ursachen sind Differenzen zum Thema Sexualität vorhanden und belasten
die Verbindung.
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XIX. Die SONNE
Diese Karte führt uns in das
bewusste Erleben von Glück.
Intuitive Seite:
Endlich sehen wir das Licht am
Ende des Tunnels: Die "Glückssträhne" ist da. Keine Dunkelheit mehr,
kein Kummer, kein Leid Es ist geschafft! Nie mehr unglücklich sein!
Das ist wunderbar, das ist
schön! Aber ist es auch so einfach. Bist du sicher, dass du ungeteiltes
Glück
auch verkraften kannst. Vom Glück geht nämlich eine ungeheure Kraft aus, -
es ist eigentlich die Kraft in
eigener Person. Alles kann damit weggebrannt werden was negativ und dunkel
ist. Doch es ist wie in der
"äußeren Natur": Licht ohne Schatten, Tag ohne Nacht, war eine verderbliche
Angelegenheit. Die Pflanzen
würden verdorren Wasser eintrocknen, das Leben auf unserer Erde würde
insgesamt stagnieren. Aber
das Glück ist trotzdem eine Sache, die wir anstreben sollen. Es ist das
Licht zu dem wir uns hinwende
müssen. Es ist unser Ziel und doch, auch hier dürfen wir gewisse
Gesetzmäßigkeiten nicht vergessen.
Sich dieser Licht-Sonne (bzw.
dem Glück) zu nähern, verlangt Anpassung und zwar eine Anpassung an
die Gesetze des Lebens hier auf der Erde. Man muss selbst sehr viel Kraft in
sich entwickelt haben, um dieser
äußeren Kraft standzuhalten. Man muss selbst sonnigen Gemüts sein, um die
Glücks-Sonne zu
ertragen und Nutzen daraus ziehen zu können.
Die Polarität heißt in diesem
Fall nicht: "Wie oben, so unten" sondern "Wie innen, so außen".
Je mehr wir in uns selbst die
Licht-Sonnen Kraft der Liebe entwickeln können, um so mehr wird
sich die äußere Licht-Sonnen Liebe in unserem Leben manifestieren können.
Und trotzdem ist das Glück
auch eine relative Sache. Für viel Menschen bedeutet, "Glück zu haben",
einfach, sich endlich ausruhen zu können, nichts mehr zu tun, anderen die
Mühsal zu überlassen, nicht
mehr kämpfen zu müssen. Aber grenzt das nicht schon an Resignation? Was ist
das für ein Leben,
wo ich mich nur noch bedienen und berieseln lasse? Wozu lebe ich dann
überhaupt?
Dann gibt es aber auch
Menschen, die trotz (nach außen hin) vermeintlichen Leides, glücklich und
zufrieden sind. Trotz eigener Schwierigkeiten oder unangenehmer Umgebung,
tragen sie eine Licht-Liebe in
sich, die oft genug unverständlich erscheint. Diese Menschen sind durchwärmt
von außen und innen.
Man sollte sich in diesem
Zusammenhang auch klarmachen, welch Freiheit wir auf der Erde genießen.
Die Sonne ist das lebensspendende Element unserer Existenz hier auf Erden.
Nichts - absolut nichts, würde
in der Form existieren wie es heute möglich ist, gäbe es die Sonne als
wärmenden Planeten nicht. Ihr ist egal
was wir hier anstellen und ob wir unsere eigene Heimat in die Luft jagen.
Ihr ist es vollkommen gleichgültig
welche Sünden wir begehen und warum. Aber sie stellt uns die Lebensenergie
zur Verfügung. Es liegt
an uns alleine, wie, wo und zu welchem Zweck wir die Energie verwenden.
Es liegt an uns, wie, wo und zu welchem Zweck wir uns öffnen.
Jeder ist dazu aufgefordert,
durch die Arbeit an sich selbst, die Kanäle zu öffnen,
die es der Licht-Liebe möglich machen, die gebärende, belebende Kraft zu
entfalten.
Wir müssen den Anfang machen
zum Glücklichsein. Immer ist die Sonne da, nur wenden wir uns
meist dem Schatten zu und glauben dieses Schatten-Spiegelbild sei das
Dasein. Warum wenden wir uns also
nicht um und beschreiten den lichtvollen Weg und lassen die Schatten der
Vergangenheit hinter uns?
Auch wenn der Vergleich etwas
eigenartig klingen mag, mit der Kraft, die wir Gott nennen, ist es genauso.
Eigentlich ist sie immer da und für uns existent. Wir sind nicht verlassen,
auch wenn wir das manchmal glauben
mögen, weil wir die Freiheit haben uns der Liebe zuzuwenden oder nicht. Wir
haben den Weg zu beschreiten und
jeder Impuls hat vom Menschen selbst auszugehen wenn er sich dieser
Gott-Kraft-Liebe nähern will und wenn dies
sein wirklicher Wille ist, wird es ihn auch bereichern und beglücken. Jeder
von uns hat die gleiche Chance.
Es gibt keine Gewinner und
Verlierer. Jeder kämpft für sich selbst. Doch wenn du die Liebe gefunden
hast,
kannst du sie mit allen teilen und anderen Menschen auch Mut machen, ihnen
das Licht bringen, damit das Glück
schon ein kleiner Vorgeschmack ist, für das was noch kommen kann, an
lebendigem, fruchtbare liebenden Dasein.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Fordere ich Opfer von
anderen, die mir nicht zustehen?
-
Mangelt es mir an
gesellschaftlicher Verantwortung?
-
Liebe ich mich selbst?
-
Liebe ich "Das Kind" in
mir und kann ich ihm „gefahrlos“ begegnen?
-
Habe ich mein Bedürfnis
nach Liebe bisher nicht ernst genommen oder gar unterdrückt?
Dinge, die ich tun kann:
-
Für eine gewisse
(maßvolle) Zeit kann das Leben genommen und genossen werden wie es
kommt, ist und auch wieder geht
-
Das "innere Kind" suchen
und ihm die Liebe zukommen lasser die ich mir von anderen wünsche.
-
Das Glück steht mir zu und
auch die Kraft und deswegen darf ich mich dieser Energie öffnen. Denke
darüber nach!
Affirmationen:
-
Ich empfinde Achtung vor
mir selbst und liebe mein Leben
-
Meine Welt ist innen und
außen Ordnung.
-
Ich kann genießen. Alles
und in jeder Hinsicht!
Esoterische Erklärungsweise:
Die Sonne ist das Zentrum
unseres physikalischen Sonnensystems. Aber sie ist auch Ursprung und Licht
dieses Lebens, so wie ein Kind auch den Anfang unseres wahren
Selbstbewusstseins darstellt. Hier trifft
nun der bewusste Wille auf das Unbewusste und eignet sich dieses Wissen an.
Deshalb verkörpert
ein Kind auch die Zukunft. Seine Wurzel liegt in der Vergangenheit, es lebt
in der Gegenwart
und trägt die Zukunft des individuellen Bewusstseins in sich.
Das Jahr ist ein Sonnenzyklus,
der sich aus der Bewegung der Erde und der Sonne ergibt. Auf diese
Weise wird die Sonne zur Energiequelle im Zentrum unserer Existenz. Man kann
die Sonne auch mit Gott
assoziieren. Von der Sonne (Gott) erhalten wir das Geschenk des Lebens. Für
"Licht" muss man nämlich
nicht arbeitet und so erkennen wir hier nicht nur die Macht, sondern auch
die Liebe.
Der zuständige Planet für
diesen Trumpf ist die Sonne. Astrologisch regiert sie den Kopf und betätigt
sich in diesem Sinne als Zentrum der Persönlichkeit, die vom rationalen
Verstand (Kopf) aus unserem Leben
steuert. Da im Tarot allerdings "der Mond' vor "der Sonne" kommt, bedeutet
dies, dass wir erst die
gefühlsmäßigen Aspekte unseres Selbst erkennen müssen, ehe wir beginnen
unser Leben zu steuern.
Im Vergleich zum Mond ist die
Sonne konstanter (kein rhythmisches schrumpfen und Wachsen,
nur große Grundzyklen wie Tag und Nacht, Sommer und Winter).
Das der Sonne zugehörige
Element ist das Feuer. Bei zu starker Energie kann vieles zerstört
und verbrannt werden. Auch hier muss ein Mittelweg gefunden werden.
So wie der Mond das Frauliche
symbolisiert, finden wir hier bei der Sonne den Mann als Symbol.
Der Mensch ist nun sich selbst
bewusst geworden und agiert in einem "sinnlichen" Lebensraum.
Wenn der Mensch "bewusster" wird, wird er auch zur Persönlichkeit. Der
Mensch ist sich, bei dieser
Karte, der vielfältigen elementaren Kräfte in ihm und außerhalb seiner
Selbst bewusst geworden.
Ohne Hilfsmittel kann er das Tier (Pferd) nach seinem Willen lenken.
Ein Merkmal des bewusst
lebenden Menschen ist auch seine Fähigkeil zur Kommunikation,
wobei es aber darauf ankommt andere Grenzen zu respektieren und eigene zu
wahren.
Zusammengefasste Botschaft:
Die Sonne ist die sich ständig
verausgabende Kraft, deren Licht und Wärme unsere Erde lebendig werden
lässt.
Sie steht für unseren Lebenswillen, unsere Lebendigkeit, Lebensmut und
Zuversicht. Die Lebensenergie
besitzt verjüngende Kraft. Das Kind ist das Symbol für ein neues,
unschuldiges Leben. Es reitet mit dem
roten Tuch der Lebenskraft auf dem Pferd (Träger der Elemente).
Mit der Einfachheit eines
Kindes, dem Leben zu begegnen, ist der Anfang eines Entwicklungsweges,
aber auch der Ausdruck innere Reife am Lebensende gegeben.
Das Lebensproblem ist nicht
ein Problem das gelöst werden muss sondern es muss in seiner Wirklichkeit
erfahren werden. (Man muss sich z.B. auch ins Wasser begeben, wenn man
wirklich erfahre will, was es ist.)
Das Licht vertreibt die
täuschenden Schatten des Mondes und bringt Klarheit. Es ist das klare
Bewusstsein des
Geistes. So kann man zur "Vollkommenheit" aufsteigen und zur Einheit, behält
dabei aber seine Individualität.
Divinatorische Bedeutung:
Traditionell ist die Aussage
Freude und Einfachheit. Nach Zeiten des Kummers ist hier eine
Entspannungsphase.
Der Entsprechende hat eine schwierige Zeit hinter sich und es kommt nun eine
Phase der Energie im Leben.
Man sollte sich um eine
einfacherer Einstellung zum Leben bemühen, das Problem bei der Wurzel packen
und klare
Entscheidungen treffen. Auch rationelles Handeln ist angeraten. Die Sonne
bringt Selbstvertrauen und die sexuelle
Energie der Betroffenen steht zur Diskussion. Hier kann die Sexualität
Freude aber auch Schmerzen bringen.
Stichworte:
-
Der nun erwachte Geist ist
frei von Beschränkungen durch veraltete Strukturen. Durch bewusstes
Leben werden wir angespornt zu höheren Idealen und Handlungen.
-
Inneres Licht und innere
Welt
-
Die Sonnenseite des Lebens
genießen.
-
Optimistische,
tatkräftige, aktive Phase
-
Sich des Lebens freuen,
das Leben bejahen, sich jung fühlen und ausleben.
-
Gelungene Leistung,
Hingabe, Wärme
-
Materielles Glück, das
entsteht, weil man die einfach» Dinge des Lebens zu schätzen weiß.
-
Die Aufmerksamkeit wendet
sich von der physischen zur mentalen Ebene.
Partnerschaftsfragen:
-
Im Augenblick "stimmt
einfach alles"!
-
Die jetzige Zeit für
gemeinsame Unternehmungen nutzen und genießen.
-
Dem Bedürfnis nach - Liebe
- kann z. Zt. voll nachgegeben werden.
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XX. Das GERICHT
Diese Karte macht uns mit den
Möglichkeiten des Karmas vertraut
Intuitive Seite:
Eigentlich hast du es ja schon
immer gewusst, da ist noch etwas anderes als wir mit unseren körperlichen
Sinnen erkennen können. Das Leben ist mehr als Arbeiten, Geldverdienen,
Hetzen, Rennen Schlafen und dann
geht es wieder von vorne los. Und auch die Liebe ist anders als wir sie
gemeinhin betreiben.
Doch jetzt kommt eine
wesentliche Frage. Obwohl du das vielleicht schon lange gewusst hast, - hast
du
auch danach gelebt? Ist dieses Wissen oder diese Ahnung angewendet worden
und hast du dich
dadurch etwas loslösen können von der irdischen Materie?
Du bist hier auf die Erde
gekommen, um die Seele zu vervollständigen und deinen Geist bewusst
zu machen (deiner bewusst zu werden). Als Hilfsmittel wurde dir der
physische Körper gegeben damit
durch diese Abgrenzung als Individuum mehr über die Liebe erfahren kann.
Denn erst wenn man
getrennt ist, erfährt man die Sehnsucht nach der Einheit besonders deutlich.
Deswegen müssen wir diese Erde
hier, unser Leben und unsere Körper dazu benutzen, mehr über das
Bewusstsein und die Freiheit "der Seele" zu erfahren. Deshalb ist es auch
notwendig die Materie zu achten,
dieses wunderbare Werkzeug und Hilfsmittel aber keinesfalls dürfen wir uns
davon abhängig machen. Die Materie
darf nicht zum Inhalt aller Handlungen werden, weil wir diese Werkzeuge
irgendwann wieder zurückgeben müssen.
Dann werden wir erklären, was
wir damit gemacht haben und wie es uns ergangen ist. Dabei geht
es nicht um Belohnung oder Strafe sondern die offene und ehrliche
Selbstbeurteilung. Dies ist eine Abrechnung
vor der wir uns nicht verschließen können. Niemand straft uns und niemand
lobt uns, - wir selbst, jeder für sich"
werden erkennen wie wir unser Leben gelebt haben und danach richtet sich der
weitere Weg.
(Man kann allerdings auch schon zu Lebzeiten daran arbeiten.)
Es ist dann ein Augenblick wo
Freiheit und Ruhe eintreten können Nichts engt mehr ein, weil die Ketten
gesprengt sind, die uns so Ins Fleisch geschnitten haben. Diese Zeit der
Wahrheit ist auch eine Zeit der
Erlösung und Loslösung und für eine kurze Weile sind wir "dem Himmel" nah.
Man bekommt
einen Vorgeschmack von dem was da ist und ewig sein wird".
Aber um dies jetzt schon
wirklich erfahren zu können, müssen wir uns vertraut machen mit den Süchten,
die unser gesamtes Leben umgeben. Sie umgeben uns, - keiner verlangt, dass
man sie einverleibt. Dabei geht es
nicht nur um stoffliche Süchte sondern einfach um alles, das wir nicht
lassen können. Die Zeit ist jetzt da, uns zu
befreien (liebevoll). Alles was uns anbindet hat eine gewisse Unfreiheit zur
Folge und lässt die innere (göttliche)
Stimme verstummen, überdeckt sie mit Dingen, die nichtiger zu sein scheinen,
als das eigene Selbst.
Jeder von uns ist in
irgendeiner Form süchtig. Dabei spielt es, keine Rolle ob das die Sucht nach
Anerkennung,
Liebe, Materiellem, nach Geborgenheit, Kommunikation, Ansehen, Macht oder
auch Opferbereitschaft ist.
In jedem Fall sind wir nicht frei.
Freiheit bedeutet nicht
unbedingt Chaos. Wirkliche Freiheit ist die Form, sich so auszudrücken,
zu leben, zu lieben wie man selbst ist . Das geschieht im idealen Fall
niemals auf Kosten anderer. Nur, die
Umwelt einer solchen wirklich freien Person findet dies meist bedrohlich und
weil so viele Menschen
unfrei sind, macht ihnen das Angst oder sie verstehen es nicht.
Lass dich nicht in eine
materielle Form pressen (auch nicht von deinem vermeintlichen Selbst),
sondern
steh auf und wende dich dem Licht entgegen. Hör den Ruf der (inneren)
Stimme, damit du dir deiner Kraft
bewusst wirst. Jeder Mensch hat diese innere Kraft der Freiheit zur
Verfügung und wenn er sie anwendet,
wird er sich, die Schöpfung und andere besser verstehen.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Kann ich in meinem Inneren
fühlen, dass ich von nichts und niemand abhängig zu sein brauche und
durchaus in der Lage bin, meinen Weg aus eigener Kraft zu gehen?
-
Weiß ich, dass mein Leben
vor mir liegt und gehe furchtlos und voller Mut voran?
-
Habe ich die Gegensätze,
denen ich ständig in vielerlei Form begegne vereint oder gespalten?
-
Bin ich lernbereit im
Sinne einer zukünftigen Wandlung und bereit, auch dafür Opfer zu
bringen?
-
Kann ich akzeptieren, dass
ich ein "multidimensionales“ Wesen bin?
Dinge, die ich tun kann:
-
"Suchtarbeit" betreiben!
Mich mit meinen Süchten identifizieren und sie dann nach dem erkennen
(anerkenne) transformieren und auflösen. Dies muss Schicht um Schicht
geschehen.
-
Mich einer Neuorientierung
im Leben stellen. Da dies aber hauptsächlich auf geistiger Ebene
erfolgt, muss ich aus der Vergangenheit lernen, damit die Zukunft anders
wird.
-
Da alles im Leben eine
Sache der Schwingung bzw. der Strahlung ist, kann ich mit gedanklicher
Hinwendung zum Licht versuchen, die Lebensenergien meiner Umgebung
wahrzunehmen. Infolge dieser "neuen" Art der Wahrnehmung wird sich die
Lebensenergie von uns selbst verändern. (Meditation der
"durchscheinenden Präsenz".)
Affirmationen:
-
Ich treffe zur richtigen
Zeit die richtigen Menschen.
-
Ich bin in der Lage, das
Für und Wider in meinem Lebe offen zu beurteilen.
-
Ich bin und gebe mich und
anderen frei. Jeder soll seinen Weg gehen wie es richtig für ihn ist.
Esoterische Erklärungsweise:
Das Gericht ist das Ergebnis
am Ende eines Prozesses. Dieser Begriff ist allerdings etwas irreführend,
da wir immer aufs Neue das Ende eines Prozesses erfahren. Es ist eine
momentane Wendung nach
innen im Rückblick, bevor etwas völlig Neues beginnt.
Das Gericht erklärt, ob man,
der jeweiligen Entwicklungsstufe entsprechend, in unbewältigte,
unbewusste Inhalte verstrickt ist oder nicht. Beides sind (zeitlich
bedingte) Zustände des Bewusstseins als
Ergebnis der Selbstprüfung. Dies betrifft auch Grundaussagen des
Christentums ("Erlösung" oder "Verdammnis").
Es scheint kompliziert, ist jedoch im Prinzip einfach. Der Geist steigt
durch die Seele in die Materie ab. Er bleibt
dort jedoch nicht inaktiv, sondern hebt die Welt der Materie auf eine höhere
Ebene. Hat sich die Seele durch
ihre Erfahrung wieder befreit (einschl. des Leidens), so besitzt sie nun
größeres Verständnis (Bewusstsein).
Das Gericht behandelt, als
"Oktave" des Todes, das Thema der Zeit. Auch hier "stirbt" etwas
Beschränktes
und Abgenutztes Jedoch sind es hier nicht die engen Grenzen der
Persönlichkeit sondern es ist eine ganze
"Weltansicht". Diese Karte geht übt den Tod hinaus zur Wiedergeburt (auch im
weitesten Sinne).
Das Eintreten in der Zeit ist nun eine Art Evolution, eine erweitert
Realität.
Der zuständige Planet ist der
Pluto. Er bedeutet Zerstörung aber auch Regeneration.
Das zugehörige Element ist das Feuer.
Der Mensch ist zusammengesetzt
aus den Elementen der Vergangenheit. Das ist der Ausgangspunkt mit
dem gearbeitet wird. Dies nennt man Karma. Karma bedeutet, dass der Mensch
durch seine Erfahrungen und
Taten die Möglichkeit hat, sich in seinem Leben weiterzuentwickeln, so dass
mit jeder "Mischung" seine Elemente
reichhaltiger und feiner werden und dass die daraus hervorgehende
"Auferstehung" auf eine bessere Stufe erfolgen
kann. Egal welche Ebene dies auch sein mag. Wir finden in dieser Karte auch
die "Erlösung". Dieser Aspekt deutet
auf ungemein tiefgehende Erfahrungen hin. Sie reichen von der Hoffnung, die
plötzlich aus tiefer Verzweiflung
erwächst, bis hin zur befreienden Entfaltung des bislang verkannten oder
verschütteten Selbst.
Es ist in Mythen und Märchen der Abschluß, - der lebensspendende Kuß.
Oder in christlich-religiöser Sicht auch das Leben Jesu, - das
Christusbewusstsein.
Zusammengefasste Botschaft:
Der Engel auf Bild XX stößt
kraftvoll in seine Trompete und der schallende Klang hat offenbar
die Menschen aufgeweckt, die in beinernen Sarkophagen lagen. Die Menschen
verlassen den Sarkophag
nicht, sondern stehen darin. Das gibt den Anschein, als würden Boote (=
Materie = Quader form) auf dem
Wasser schwimmen. In diesem Urwasser wird die Materie (Sarkophag), zum
schützenden Boot, das uns trägt,
und uns davor bewahrt, den Boden unter den Füßen zu verlieren und in der
Tiefe des Wassers zu ertrinken.
Das Boot (Materie) trägt uns zum Ziel. Bei näherer Überlegung wird man also
erkennen, dass die Materie
kein Gefängnis oder Beschränkung ist und der Mensch an sie gefesselt wird,
sondern sie gibt
Schutz und Geborgenheit und ist Träger unserer Seele und Individualität.
Der Engel hat auch die
Aufgabe, diese göttliche Botschaft zu verkünden. Ton ist Vibration und
Schwingung. Unter diesem Aspekt wird der Ton der Trompete zur göttlichen
Energie. In Mythen und Märchen
ist dies immer der eigentliche Höhepunkt: Das Erreichen des Ziels, für das
der Held so lange gekämpft hat
und viele Prüfungen bestehen musste. Es ist die Hebung des Schatzes, die
Erlösung des Gefangenen ...
Dies ist der Ausdruck des
höchsten Zustandes des persönlichen Bewusstseins. Man muss alle
Zyklen des Lebens erfahren, um schließlich triumphierend zum ewigen Leben
und zum
Verschmelzen mit dem Ursprung aufzusteigen.
Divinatorische Bedeutung:
Das Gericht ist eine
kraftvolle Karte. Sie besagt, dies sei die Zeit der Änderung. Derjenige,
bei dem das Gericht erscheint, wird in einer neuen Situation
"wiedergeboren". Damit kann eine wirkliche
Veränderung der Lebensumstände gemeint sein (Arbeitsplatz, Umzug,
Beziehungen usw.). Häufig ist
eine neue Situation auch psychologischer Natur, eine neue Art das Leben zu
sehen.
Die Wiedergeburt kann
natürlich auch eine schmerzhafte Phase notwendig machen. Man hat dann oft
das Gefühl, dass nichts mehr klappt. Dennoch steht Optimismus an.
Veränderungen kommen hier
nicht allmählich, sondern sehr spontan.
Psychologisch (geistig) steht
man bereits im neuen Leben (der neuen Situation).
Stichworte:
-
Aus trüber Phase, aus
Hoffnungslosigkeit vom Warten erlöst werden.
-
Eine Phase des Auflebens
und Aufblühens.
-
Erfolg trotz
Schwierigkeiten, die einen Richtungswechsel erzwingen.
-
Positions- und
Glaubenswechsel.
-
Das Werk der Verwandlung
muss zu Ende geführt werden.
-
Entscheidungen sind
verlangt, die bestehende Beziehung zerstören.
-
Ursache und Wirkung.
-
Ernten, was man gesät hat.
-
Eine neue Chance.
-
Spiritueller Fortschritt.
-
Ausgleich einer karmischen
Verpflichtung.
Partnerschaftsfragen:
-
Bei dieser Karte geht es
darum, alles was z. Zt. in dieser Partnerschaft geschieht anzunehmen und
den tieferen Sinn darin zu erkennen. Auch in der Bedeutung, dass wir
alle einen gemeinsamen Weg haben.
-
Man soll auch auf
tolerante Art und Weise dem Partner ggf. den "geistigen" Weg
ermöglichen.
-
Bei reifen und/oder
alleinstehenden Menschen kann sich eine geistig-reine Beziehung
ankündigen, der viel Gemeinsamkeit zugrunde liegt.
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XXI. Die WELT
Diese Karte zeigt uns die
Harmonie und Vollendung unserer Existenz
Intuitive Seite:
"Das Auge ist das Spiegelbild
der Seele", so heißt es. Aber steht auch geschrieben:
"Selig die nicht sehen und doch glauben oder "Wer Augen zum Sehen hat, der
sehe".
Was ist das für ein Symbol
"das Auge"? Wenn wir einen Umstand erkennen, werden uns sprichwörtlich
"die Augen geöffnet". Befinden wir uns in einer wallenden Gemütsbewegung, so
ist dieses Organ sogar in
der Lage, Emotionen bzw. Gefühle sichtbar zum Ausdruck zu bringen. Man weint
und dieser salzige Wassertropf
hat fast die gleiche Form wie das Auge. Das Auge hat äußerlich nahezu eine
Kugelform, die sich im Inneren durch
die Iris fortsetzt. Man besitzt allerdings auch noch ein "drittes Auge ein
Energiezentrum auf der Mitte unserer Stirn.
Jedes Auge für sich ist eine abgeschlossene Einheit und doch besitzen wir
zwei dieser Organe bzw. drei davon.
Es ergeben sich dadurch unendlich viele Möglichkeiten der Wahrnehmung und
der Kombination des Verstehens.
Schauen wir also nochmals in den Spiegel, beobachten wir unsere Augen und
versuchen uns in diesem
Zentrum wiederzufinden. Noch bewusster als bisher, sollten wir auch in den
Augen unser Mitmenschen,
deren und unsere Wahrheit erkennen. Es ist ein Tor ein Fixationspunkt, eine
Öffnung zum Universum.
So wie man mit dem Auge nach
außen sehen kann, so kann man auch nach innen sehen. Die gesamte Einheit
ist dadurch erkennbar, das Zentrum deines Selbstes. Alles liegt in uns
verborgen und wenn wir uns nur einen Spalt
öffnen, können wir die Wahrheit erkennen, den Stand der Dinge. Die
Anerkennung der Vollkommenheit unserer
Schöpfung lässt nun, da wir zu "sehen" gelernt haben, ein genaue
Standortbestimmung zu und das ist der
Zeitpunkt, den wir innerlich feiernd und jubelnd begehen können. Zu wissen
wo wir sind,
lässt uns endlich den Weg finden, den wir begehen wollen.
Dies ist der Zeitpunkt wo du
klar siehst, was dich, deine Lebendigkeit und dein Leben betrifft.
Du hast alle Möglichkeiten in dir, du kannst alles erreichen und verlierst
nichts dabei.
Du hast dich selbst gefunden
und das ist das "Höchste" was dir in dieser Existenz geschehen kann. Aber es
ist ja nicht einfach geschehen, sondern es war meist viel Leid, Arbeit und
Schmerz nötig, die Verkrustungen
aufzubrechen und sich selbst zu gebären und so wie du dich durch die Arbeit
an dir selbst gebären kannst,
genauso wirst du dich später für ein neues Leben selbst zeugen können.
Alle Möglichkeiten sind
vorhanden und es kann fröhlich ein neues Spiel begonnen werden, das uns
auf unserem Weg noch weiterführt, immer mehr zur Einheit hin, - immer mehr
zum lebendigen Leben zu
unseren Wurzeln, unserem Ursprung zurück. Und doch ist es kein
rückwärtsgehen, sondern ein Vorwärtsschreiten
und so nähern wir uins von zwei Seiten "der Einheit". Weil es dabei kein
Anfang und kein Ende gibt.
Sind wir in unserem Leben also
in einer Situation, wo wir nach langen Kämpfen endlich das angestrebte
Ziel erreicht haben, dann sollten wir auch voller Freude nach unten schauen
können, weil wir nun wissen "wie
es gemacht wird" und was alles möglich ist. Der Sieg gehört dir allein, aber
im stetigen Wandel wirst du bald
wieder neue Herausforderungen finden, deren Ziel genauso lohnend ist.
Es macht Freude ein lebendiger
Teil, der sich immer wieder erneuernden Schöpfung zu sein.
Das ist auch die Freiheit, die wir unser Eigen nennen dürfen.
Wir dürfen mit uns spielen, -
ein Leben lang!
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Ist die "Realität" meine
einzige Religion oder bin ich in der Lage durch Beschäftigung mit Mythen
und Mysterien, ein Lücke zu schließen, die den Weg für die Zukunft
öffnen könnte?
-
Kann ich, nach inzwischen
erlangter äußerer und innerer Unabhängigkeit, das zuvor Erlernte in der
Welt und für die Welt einsetzen?
-
Da ich nun Liebe empfangen
und auch geben kann, leben will und leben kann, meine Gefühle tief und
reich sind, kann ich da wirklich verzeihen und krasse Gegensätze
vereinen?
Dinge, die ich tun kann:
-
Wenn ich auch wirklich an
meinem Ziel bin, so muss ich doch zur rechten Zeit den Weltenkranz
durchschneiden, ihn sprengen und mit all meinen Möglichkeiten,
Fähigkeiten und Chancen, erneut den Weg beschreiten. Keinesfalls darf
ich im "Glück" erstarren, sondern die Lebendigkeit muss einen neuen
Ausdruck bekommen.
Affirmationen:
-
Ich bin voller Liebe und
deswegen perfekt. Das ist selbstverständlich.
-
Ich fühle mich sicher und
geborgen und habe sehr viel Energie.
-
Meine
Ausdrucksmöglichkeiten sind vielfältig. In Verbindung mit befreiten
Emotionen bringt mich das noch weiter.
-
Innere Widersprüche lasse
ich zu und löse sie auf.
Esoterische Erklärungsweise:
Die Welt" steht für ein
umfassendes Bewusstsein, bei dem wir über alle Formen und Begrenzungen
des materiellen Universums hinausgehen, um zu einer Einheit zu gelangen. Es
ist eine ekstatische Öffnung
des Selbst zum Universum. Die Erleuchtung z.B. .ist jedoch nicht ein Zustand
der gehobenen Bildung, sondern
das blitzartige Aufflammen der Wahrheit. Hier kann man den Vergleich mit der
"Kundalini-Schlange" wagen, eine
Kraft, die eingerollt in der Basis der Wirbelsäule ruht und die dann über
die Wirbelsäule zum Kopf aufsteigt.
Der Planet für "die Welt" ist
der Saturn, in der Astrologie der Planet der Beschränkung und der
Begrenzung.
Man kann den Saturn aber auch als Lehrer betrachten, der uns sagt, wie wir
aus unseren Schwierigkeiten
lernen können. Das Element dieser Karte ist die Erde. Dies passt nur
scheinbar nicht zur "Welt". Können wir nun
die Erde allerdings als "göttliches Wesen" anerkennen wird es auch möglich
sein, sich wieder mit ihr zu verbinden.
Gerade wenn wir auch über das
Atmen nachdenken, so erkennen wir dass uns dies ermöglicht zu leben.
Mit diesem unaufhörlichen Energieaustausch verbinden wir uns mit der Erde.
Das einfache Bild eines
Atemzuges lehrt uns, dass die ganze Welt in uns ist so wie wir in der Welt
sind.
Man sollte sein Leben also
auch als immerwährende Konfrontation von Gegensätzen begreifen, die man
auszugleichen versucht damit die Kraft frei fließen kann, die dann natürlich
auch belebend wirkt.
Das Leben soll also nicht in
seiner "Zerrissenheit" als Last erfahren, sondern gerade in seiner
Widersprüchlichkeit als fruchtbare Spannung bejaht werden. Das ist das Thema
der Karte.
Nach langem Reifeprozess
vermag die tanzende Figur das Leben zu genießen und zu bejahen. Im Gegensatz
zum Märchen bleibt diese Zustand nicht ewig. Der neue Zyklus beginnt bald
wieder. Aber auch wenn die Erfahrungen
der nächsten Reise (über 21 Stationen) der letzten ähneln, so ist es nicht
die gleiche Reise. Es ist nicht der
ewige Kreis in dem wir gefangen sind, sondern ein Spirale, die uns ständig
höher steigen lässt.
Zusammengefasste Botschaft:
Mit dieser Karte ist das Ende
der Reise durch die große Arkana erreicht. Die Einheit, die vor Anbeginn
der Reise verloren ging und die Inhalt unserer tiefen Sehnsucht ist, zeigt
sich nun wieder hergestellt,
ohne dass dabei die Spannung der Polarität die uns unentwegt vorwärts trieb,
erloschen ist.
Der Kranz kann zweierlei
bedeuten, Ei oder Ellipse. Ei = Uranfang des Lebens (Keim), Vollkommenheit
und Harmonie. Ellipse = Symbol der kosmischen Ordnung im Sinne der
Astronomie. Schleife Spirale (hebt die
flächige Form auf). Die tanzende Gestalt ist scheinbar schwerelos im Raum.
Der Schleier oder Schal verbirgt
ein Geheimnis. Wahrscheinlich ist das Geheimnis der Androgyn=Symbol für den
Ausgleich der Gegensätze. Der
Stab in beiden Händen bedeutet auch die Vereinung der Gegensätze. Dieser
Spannungsausgleich führt aber
nicht zur Bewegungslosigkeit sondern zum Tanz. Spannung will also überbrückt
und ausgeglichen
werden. Wo dies geschieht fließt Energie, die alles in Bewegung hält.
Die Welt stellt das Endziel
dar, die Vervollkommnung die spirituellen Entwicklung, die Erkenntnis
der Wahrheit und der Ursprung aller Dinge.
Die Elemente verschmelzen und
alles wird zum Ursprung (aus der wieder eine neue Welt entsteht).
Der Tod hat seine Gewalt verloren.
Divinatorische Bedeutung:
Die traditionelle Bedeutung
des Trumpf XXI ist Erfolg. Dies kann sich auf etwas Bestimmtes
beziehen (z.B. Beruf, Partnerschaft aber auch einfach auf mehr Erfüllung).
In "kämpferischen" Zeiten
signalisiert die Karte Befreiung. Dies gilt für Kämpfe beruflicher,
emotionaler oder auch gesundheitlicher Natur.
Manchmal ergibt die Befragung
im Ganzen, dass der Erfolg nicht automatisch kommt, sondern man
muss etwas unternehmen. Man soll sich dann von anfänglichen Widerständen und
Rückschlägen nicht
entmutigen lassen. Das Auftauchen dieser Karte zeigt also ein Potential zum
Erfolg und der Erfüllung an (auch
wenn der Mut dazu fehlt). Es wird aber auch gesagt, dass auf der Höhe des
Erfolges entsprechend
Dispositionen getroffen werden sollen, die diesem Erfolg gerecht werden.
Stichworte:
-
Erfolg ergibt sich durch
die Beachtung von geistigen- physikalischen Gesetzen.
-
Man muss auch dem
Schicksal vertrauen können, um zur Einheit zu kommen.
-
Fehlendes Verstehen der
kosmischen Gesetze führt zu Fehl schlagen auf allen Wegen.
-
Auch den Alltag intensiv
spüren und erleben.
-
In der eigenen Mitte sein.
-
Allen Anforderung mit
spielerischer Leichtigkeit gerecht werden.
-
Erfolgreicher Abschluß.
-
Vollendung und Befreiung
-
Kosmisches Bewusstsein
-
Eine Reise
Partnerschaftsfragen:
Hier ist die Partnerschaft
vollendet und harmonisch. Eine Verbesserung kann nicht erreicht werden.
Um diese Beziehung allerdings so weiter bestehen zu lassen, muss Kraft
aufgewendet werden. Dies
geschieht nicht wegen einer evtl. komplizierten Partnerschaft, sondern weil
vielleicht andere Aufgaben
wichtiger wären. Die Betroffenen spüren diese Sachverhalt intuitiv und die
notwendig neuen
Schritt werden dann in beiderseitigem Einverständnis unternommen.
Besteht eine Beziehung, die
nicht so harmonisch ist, und diese Karte wird gezogen, dann sollte
schnellstens ein neuer Weg gefunden oder eine Trennung angestrebt werden.
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ANHANG
Allgemeine Hinweise:
Wie versprochen bringe ich
hier im Anhang ein paar Legetechniken, doch möchte ich jeden ermuntern,
mutig zu sein und selbst mit Fantasie, eigene Methoden zu entwickeln.
Wenn eine Karte genügt für die
Aussage, - dann genügt sie eben und wenn man das Gefühl hat, es ist richtig,
dass drei Karten zu einer Frage als Antwort gelegt werden, dann ist es auch
in Ordnung. Im intuitiven
Tarot gibt es keine festen Regeln, denn alles ist fließend.
Gespielt wird, entsprechend
dem vorab Beschriebenen, mit den 22 Karten der Großen Arkane.
Es kommt mir sehr darauf an, psychologische Denkanstöße zu liefern, um
dadurch das allgemeine Leben
etwas transparenter zu gestalten. Für diesen Zweck sind die Karten der
Großen Arkane ausreichend.
Mischen und ziehen soll jeder
wie er will, gemäß der intuitiven Seite des Tarot. Es ist vollkommen
gleichgültig,
ob die Tarotkarten auf einer Unterlage durcheinander gemischt werden oder
aber per Hand". Ebenso ist es bei
dieser Methode gleich, ob die Karte aus einem aufgefächerten Block gezogen
wird, oder sonst irgendwie/wo.
"Offen" ist eine Karte wenn das Bild dem Spieler zugewandt ist, "verdeckt"
wenn das Bild nicht eingesehen
werden kann. Während man mischt oder zieht sollte man möglichst leer
(unvoreingenommen) an die zu
erforschende Frage, Situation oder Information denken. Hoffnungen,
Erwartungen, Ängste usw. sollten in
diesem Augenblick ausgeschaltet werden. Bitte nicht versuchen, die Deutung
nach eigenem Wunsch zu beugen!
Sei auch nicht Enttäuscht, wenn du eine bestimmte Antwort erwartet hast und
es zeigt sich ein anderes
Bild. Suche dann ganz unvoreingenommen nach dem tieferen Sinn und versuche,
zu kommunizieren.
Viele Menschen wollen
Anweisungen, konkret - korrekt – präzise. Das "Buch" aufschlagen -
nachschauen
- nachlesen = Ergebnisse steril und problemlos. Dies ist nicht die
Konfrontation mit sich selbst, so wie ich
sie verstehe. Deshalb habe ich auch bewusst davon Abstand genommen, eine
"konkrete"
Gebrauchsanweisung zu geben. Das ist auch der Grund warum es bei den
Erklärungen der
Legetechniken keine Fallbeispiele oder ähnliches gibt.
Spielen heißt die Devise, -
mit Erkenntnissen, mit Karten, mit sich und dem Selbst.
Habe einfach den Mut und lasse
deine Intuition sprechen!
Wie man das macht?
Am Besten nicht darüber nachdenken, - dann klappt's meistens!
Viel Spaß!
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Legetechniken:
Arbeitskarte:
Sehr einfach, doch oft von
großen Nutzen ist es, für eine gewissen Zeitraum (Tag, Woche, Monat)
eine Karte verdeckt zu ziehen.
Für "Neulinge" ist es dann zu
empfehlen, sich die, der Karte entsprechenden Seite (Kartenerklärung),
durchzulesen. Daraus können dann besser die notwendigen Schlussfolgerungen
gezogen werden.
Geübte werden sofort wissen welches Thema sie bearbeiten könne (sollen).
Erweiterung:
Es ist auch möglich, falls man
grundlegende Erfahrungen mache möchte, beim Magier (I) beginnend,
sich pro Woche oder Monat in der Folge, eine andere Karte vorzunehmen. Die
Erfahrungen Gedankengänge
kann man dann versuchen, in die derzeitige Lebensart zu interpretieren. Bei
konsequenter Durchführung
dieses Systems, sollte allerdings beachtet werden, dass erheblich
Reaktionen eintreten können,
die dem zeitlich ablaufende Lernprozess entsprechen.
Erkennungsspiel:
Zu diesem Spiel gehört keine
bestimmte Frage. Es bedarf nur des Wunsches, mehr über sein
eigenes Unterbewusstsein zu erfahren.
Die Karten werden offen
ausgelegt und man wählt intuitiv und möglichst spontan
| a) - die
Karte, die am meisten zusagt |
| |
| b) - die
Karte, die nicht zusagt. |
zu a) Diese Karte
repräsentiert den Teil an dir, den du am meisten magst.
zu b) Diese Karte
repräsentiert den Teil an dir, den du am wenigsten kennst oder magst.
Meditiere über diese Aussage
und versuche ehrlich, den tiefen Inhalt zu erspüren.
Erweiterung:
Hier werden verdeckt
zwei Karten gezogen:
|
a) - Gedanklich
dem positiven-offenen Bewusstsein zugewandt. |
|
|
|
b) - Gedanklich
dem unterdrückten Bewusstsein zugewandt. |
Nachdem man auch hier versucht hat, den Sinn zu erspüren, kann man diese
beiden Karten mit denen
der Vorrunde vergleichen, bzw. natürlich auch mit der persönlich wichtigen
Aussage. Möglicherweise
tut sich da manche unerkannte Illusion auf oder der richtige Weg wird
gewiesen.
Psycho-Spiel:
Dieses Spiel wird in mehreren,
aufeinander folgenden Etappen gespielt und du solltest deswegen
dafür etwas mehr Zeit und Ruhe einkalkulieren.
1. Schritt:
Schreibe dir eine oder mehrere
psychologischen Fragen oder Probleme auf, die zu dieser Zeit von
Bedeutung sind. z.B. Liebe ich meine Mutter/Vater wirklich?
Habe ich diesem oder jenem
Menschen schon verziehen? Welche Einstellung habe ich zu meinem Partner?
Was bedeutet mir die Sexualität? u.s.w. ...
2. Schritt:
Wenn die Fragen auf gelistet
sind, dann beantworte sie schriftlich (ohne Karten) von deinem Intellekt
oder deiner Vorstellung her.
3. Schritt:
Die 22 Tarotkarten werden nun
offen ausgelegt und du suchst bewusst die Karte heraus, die deiner Meinung
nach zu deiner Antwort passt, bzw. den Sinn am treffendsten symbolisiert
(Ziffer oder Namen notieren).
4. Schritt:
Nun werden die Karten verdeckt
gezogen (für jede Frage neu mischen) und auch hier Ziffer oder Name
notieren.
5. Schritt:
Sind diese Arbeitsgänge
beendet, schau das Ergebnis an.
a) Wie weichen bewusste
Antworte und Karte von der unbewusst gezogenen ab.
Wo sind Gemeinsamkeiten? Wo Differenzen?
b) Wo habe ich evtl. einen
falschen Blickwinkel gehabt, war ich einer Falscheinschätzung
erlegen oder bin die Angelegenheit richtig angegangen.
c) Welche Hinweise ergeben
sich, damit das Problem harmonisiert bzw. bereinigt werden
kann, wenn dies notwendig ist.
Ermittlung persönlicher
Karten:
Wer sich den Spaß machen
möchte herauszufinden, welche Hauptthemen sich möglicherweise durch sein
Leben ziehen, der kann den Versuch mit dieser Legetechnik bzw. Rechenmethode
wagen.
Die Persönlichkeitskarte:
Bilde die Summe aus deinem
Geburtsdatum (Tag, Monat Jahr) und hieraus die Quersumme (n) bis
eine Zahl nicht größer als 21 entsteht.
Die Wesenskarte:
Die erneute Quersumme aus der
Persönlichkeitszahl ist die Zahl der Wesenskarte. Falls die
Persönlichkeitszahl einstellig ist, sind Persönlichkeitszahl und Wesenskarte
identisch.
Die Wachstumskarte:
Die Wachstumskarte ergibt sich
als Quersumme aus Tag und Monat der Geburt und des gegenwärtigen Jahres.
Beispiele:
26.o4.1952 = 26+4+1952 = 1982
1+9+8+2 = 20
1. Persönlichkeitskarte XX =
Das Gericht
Erneute Quersumme aus 20=2+0=2
2. Wesenskarte II = Die
Hohepriesterin
26.04.1991 = 26+4+1991 = 2021
2+0+2+1 = 5
3. Wachstumskarte für 91 ist V = Der Hierophant
Die Persönlichkeitskarte
Sie steht für die äußere
Erscheinung Dies ist das persönliche Leitthema. Damit hat man zu leben,
zu lieben und evtl. zu kämpfen.
Die Wesenskarte:
Sie symbolisiert die innere
Thematik Dies betrifft auch alles was mit der Außenwelt, der
Kommunikation zu tun hat (Umwelt, Beruf, Familie usw.)
Die Wachstumskarte:
Sie verdeutlicht das
gegenwärtige Hauptthema
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