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TAROT
EIN SPIEL des LEBENS
(Lebensspiel)
Kleines Kursbuch für Ein- oder Aussteiger
von
Doree Averlon
(SYNAN)
Copyright: by *BLAUER DIAMANT™*
Doris Stilgenbauer, Worms
-- Alle Rechte vorbehalten --
Sämtliche Teile der folgenden Ausführungen sind urheberrechtlich
geschützt.
Juli 2005
Diese Zusammenfassung über Tarot soll unterhalten bzw. spezifisches
Wissen vermitteln und dient ausschließlich
dem privaten Gebrauch. Es wird denen zur Verfügung gestellt, die ein
persönliches Interesse daran haben.
Was Leser und Leserinnen in der Praxis damit anfangen, unterliegt der
eigenen Verantwortung.
Jeglicher Nachdruck, auch auszugsweise, die fotomechanische Wiedergabe
oder andere Bearbeitungen
(auch Übersetzungen) bedürfen der schriftlichen Genehmigung von *BLAUER
DIAMANT™*.
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(Mini-) Erklärung:
Seit meinem (Doris Stilgenbauer) 25 Lebensjahr habe ich mich sehr für die
Aussagen des wundervollen und weisen
TAROT – SPIEL interessiert und darin eine gewisse Meisterschaft erlangt. Für
mich war es immer sehr faszinierend,
mich im Spiegelbild dieser Zusammenhänge zu erkennen und die Reflektionen in
meinen Alltag einzubauen. Nicht
die „Vorhersage“ war meine große Leidenschaft dabei, sondern das Feilen an
den eigenen Ecken und Kanten.
Gearbeitet habe ich dabei mit der „Großen Arkana“, die sich aus 22 Karten
zusammensetzt und bevorzugte das
klassische Raider Waite Tarot-Deck, welches ich als wissenschaftlich nutzbar
bezeichnen möchte. Natürlich
sind auch andere Karten wundervoll und haben ihren Reiz. Jeder hat eben so
seine Lieblinge...
10 Jahre habe ich dann Tarot - Kurse gegeben. Oftmals drei verschiedene
Gruppen in der Woche. Es waren
interessante Jahre, in denen ich die Teilnehmer/innen der eigenen und
persönlichen Kraft näher bringen durfte.
Stärkung des Selbstbewusstseins sowie innere Stabilität war das erklärte
Ziel. Alles hat seine Zeit und so beendete
ich diese „Lehrtätigkeit“ im Jahre 2000. In den Jahren 1990/1991 habe ich,
unter dem Synonym „Doree Averlon“ ein
Grundlagenbuch von 160 Seiten über die Deutung und Bedeutung von TAROT
geschrieben. Es ist umfassend und
besonders für Einsteiger geeignet. Da ich die Angewohnheit habe, alle Texte
mit der Hand zu schreiben,
bin ich dankbar für deine „Treue Seele“ (R. E.), welche die aufreibende
Arbeit
übernommen hatte, all das in den Computer einzuspeisen.
Nachfolgend stelle ich dieses Grundlagenbuch zur (ausschließlich) privaten
Nutzung zur Verfügung und weise dabei
nochmals auf die Copyright – Rechte hin. Die entsprechend interpretierten
Tarotkarten (Raider Waite),
sind im Buchhandel zu beziehen.
Seit dem Jahr 2005 gebe ich wieder gelegentlich TAROT – Kurse, die
allerdings neue Inhalte haben und zum
*BLAUER DIAMANT™* gehören. Sie sind noch mehr als vorher, auf die Erkenntnis
und Stärkung der eigenen
Persönlichkeit ausgerichtet. Tarot ist ein wundervolles „Spiel“ von Weisheit
und Verständnis. Wenn wir es
zulassen, dann können wir sehr viel über uns selbst erfahren. Der Weg zur
Selbsterkenntnis,
zu dem <Ich Bin>, ist besonders wichtig im Leben eines Menschen.
Tarot wird hiermit zur Möglichkeit der „Inneren Reifung“ und der klaren
Ermächtigung von persönlichem Bewusstsein.
Eine Stabilisierung im Alltag ist jedem Individuum dienlich. Tarot wird, auf
diese Weise verwendet, nicht zur
„Vorhersage“ benutzt, sondern dient als Spiegelbild der Seele. Es ist ein
wirkliches Erlebnis und natürlich auch
ein Abenteuer, sich auf die eigene, ganz persönliche, Reise zu begeben. In
der Unabhängigkeit der eigenen
Existenz liegt die wahre Freiheit. Tarot kann auch Geduld, Liebe,
Geborgenheit und Zuversicht lehren, welche
uns Zufriedenheit beschert. Wenn wir in die Tiefe der Symbolik eindringen
und diesen „Schatz“ heben,
so finden wir einen inneren Reichtum, den so manch einer nicht für möglich
hält.
Tarot ist natürlich nur einer von vielen Wegen, - doch diese Art von Weg
kann sehr heilsam sein,
für eine spezielle Ganzwerdung des individuellen Selbst... Also des <ICH
BIN> ...
So bleibt mir nur noch übrig, viel Spaß bei der Lektüre zu wünschen!
Lichtvolles Sein
DORIS STILGENBAUER
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Inhaltsverzeichnis
Übersicht Tarot-Karten:
Tarot-Kursbuch
Vorwort
Es war mir ein Bedürfnis, nachdem ich sehr intensive Erfahrungen mit dem
Tarot spielen gemacht hatte, diese
gewonnenen Werte auf aktiv-brauchbare Art und Weise weiterzugeben. Natürlich
ist deshalb die "Lektüre" auch
auf meinen Umgang mit der Materie abgestimmt und viele persönliche Ansichten
verarbeitet.
Tarot ist für mich lebendiges Leben. Es ist ein Spiel, aber wie jedes Spiel
hat es ernste und heitere Seiten,
besinnliche und verrückte. Es ist ein wirkliches Auf und Ab, Hin und Her.
Sämtliche Aspekte des menschlichen
Seins können von uns selbst erfasst, beleuchtet und in Szene gesetzt werden.
Man wird quasi automatisch
auf das Wesentliche im eigenen Leben hingewiesen und kann sich damit
auseinandersetzen,
theoretisch, praktisch, wie man mag ...
Dies empfinde ich persönlich als eine herrliche Sache und ich freue mich
jedes Mal aufs Neue wenn ich sehe,
dass andere interessierten Menschen ebenfalls mit Elan dieses Abenteuer
wagen und ähnliche Bereicherungen
erfahren dürfen. Und so danke ich hiermit allen, die durch Nachsicht,
Geduld, Kritik und Arbeitseifer dazu
geholfen haben, dass diese Gedanken schriftlich fixiert werden konnten und
natürlich danke ich auch
dem "Zufall", der wollte, dass diese Niederschrift entstand.
Das Wichtigste aber war und ist die Liebe!
Worms, im Sommer 1991
Doree Averlon
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Einleitung
T A R O T (-SPIEL)
Was Tarot ist oder sein kann:
Tarot ist ein Kartenspiel aus insgesamt 78 Einzelkarten. Dies teilen sich
auf in die große Arkana
mit 22 Karten und die kleine Arkana mit 56 Karten.
Wir arbeiten hier nur mit der Großen Arkana, die traditionell mit
lateinischen Ziffern durchnummeriert ist und
zwar von 0 bis XXI. Jede Karte trägt einen bestimmten Namen, dieser kann
allerdings bei anderen
Kartendecks etwas variieren. Der Inhalt, bzw. was die Karte aussagt, ist
jedoch in etwa gleich.
Woher "Tarot", dieses logische System von Einzelkarten stammt wer es
"erfunden" oder entdeckt hat, aus
welchem Land, aus welchem Jahrhundert, wird sich nicht mit Sicherheit
beantworte lassen. Es ist aber anzunehmen,
dass es aus altägyptischer Zeit ist. So jedenfalls sagen es die Legenden,
die auch behaupten, dass es das Buch
Toth sei. Das Interessante an diesem Buch ist, dass es keine starr
aufeinander folgenden Seiten hat, sondern
durch die Struktur des Kartenspiels die Möglichkeiten zu vielfältige
Kombinationen bietet.
Die Sprache des Tarot ist eine reine Bildersprache, die direkt eben über das
Bild, mit dem Menschen, seinem Herzen
und seine Verstand Kontakt aufnimmt und eine Verbindung herstellen soll und
kann. Erklärungen in Form von Worten
(oder Büchern!) sind eigentlich überflüssig. Sie können lediglich
Hilfestellung leisten, sie verkürzen die Zeit
bis zum inneren Verstehen. Schaut die Bilder an und ihr werdet begreifen.
Bei der Beschreibung der Karten in den folgenden Arbeitsblättern beziehe ich
mich auf die Karten
des Rider-Waite-Tarot.
Das Tarotspiel hat einige Möglichkeiten wie man mit ihm arbeiten kann und
eine davon läuft auf das "Wahrsagen"
hinaus. Dies hat einen unangenehmen Beigeschmack wegen der vielfältigen
Scharlatanerie, die in diesem Bereich
betrieben wurde und immer noch betrieben wird. Davon möchte ich mich
allerdings distanzieren. Ich bevorzuge
die Divination, d.h. den Aspekt: Das "Wahre zu erkennen" bzw. die "Wahrheit
sehen wollen". Mit Hilfe des Tarot
können wir sehen lernen ..., die Wahrheit in uns und um uns. Wir bekommen
damit die Möglichkeit, uns mit
unserer Persönlichkeit, unseren Wünschen, Zielen und Hoffnungen
Auseinanderzusetzen,
über sie nachzudenken. Die Karten fungieren hier als Hilfsmittel und Stütze.
Es sind alles Selbsterfahrungsprozesse, nur auf einer andere Ebene, die
zunächst ungewohnt sind. Es werden
viele neue Zusammenhänge erfahren, die erst einer geistigen
Auseinandersetzung bedürfen. Sich diese Ebene
zu erschließen, braucht etwas Zeit und man hat ebenso die große Möglichkeit,
durch Selbst Erkenntnis
zu einer Selbst-Heilung zu gelangen.
Auf diese Weise festigt das Tarot den Charakter durch die Ehrlichkeit sich
selbst gegenüber, erweitert das
Bewusstsein durch die Bereitschaft zur Toleranz und Akzeptanz, gibt ein
Ventil für unterdrückte Gefühle, gibt
Entscheidungshilfen. Jeder wird nur so weit in die Tiefe gehen können, wie
er es verkraften und erfassen kann.
Damit haben wir einen gewisse Schutz (auch vor uns selbst).
Alles in unserem Leben ist schwingende Energie bzw. Frequenz. Diese
Frequenzen existieren überall und sie sind
außer im "Hörbereich" oder vielleicht Geruchssinn nicht körperlich
wahrnehmbar. Aber auch unsere Gedanken sind
Energie und Frequenz. Wären sie das nicht, so könnten wir ja auch keine
Hirnstrommessungen vornehmen. Diese
Energie, so subtil und so fein sie ist, ist immer um uns und in uns. Jedes
Atom "schwingt" und wir genauso.
Wir erfahren das auch tag-täglich z. B. durch Sympathie und Antipathie.
Auf dieser Frequenz, auf dieser Grundlage helfen uns die Karten. Die
Energien (teilweise von uns selbst gesendet),
ermöglichen es, dass die Karten in der Kombination zu liegen kommen, wie es
sich darstellt. Diese Art zu Arbeiten
ist also nichts Unnatürlich» oder etwas, dem man sich "verschreiben" oder
auch an das man "glauben" muss.
Es funktioniert ganz einfach so.
Diese Arbeit stellt also keinesfalls ein Hindernis für religiös gläubige
Menschen dar. Im Verlauf des "Spiels"
werden Sie erkennen, dass man gerade über den Weg des Tarot seinen Glauben
an einen Gott wieder finden kann.
Wir haben immer Boden unter den Füßen, eben weil wir nicht "glauben" müssen,
sondern weil wir "wissen" werden.
Es gibt beim Tarot nichts, was man nicht logisch erklären könnte und so
werden auch "wissenschaftlich"
denkende Menschen zu ihrem Recht kommen.
Alles hat seine Ursache im Universum.
Die Tarot-Karten stellen Teilaspekte von uns dar. Das heißt, dass jeder
einzelne Trumpf der Teil eines
Wesenzuges in uns ist, mehr oder weniger ausgeprägt ist, in positiver oder
negativer Ausrichtung.
Deswegen ist es notwendig, sich genau mit dem (eigenen) psychologischen
Hintergrund zu befassen und auch
einwirken zu lassen. Das Gesamte, mit allen Beziehungen und Wechselwirkungen
untereinander, ist im günstigsten
Fall der vollendete Mensch und den gilt es ja anzustreben.
Jede Karte ist also wirklich wert, auf ihre Deutung (Bedeutung) hin
untersucht und durchleuchtet zu werden.
Wir müssen den Part in uns suchen, der damit korrespondiert. Alles werden
wir in uns finden - und unsere
Beziehung dazu. Hier ist natürlich auch sehr große Ehrlichkeit sich selbst
gegenüber notwendig
und auch Liebe. Falls man nicht gerade Naturtalent ist, kann man dieses aber
lernen.
Außerdem wird eine Denkweise gefordert, die uns eigentlich etwas verloren
gegangen ist. Wir sind im Allgemeinen
so erzogen (oder es gewöhnt), dass wir zuerst den Intellekt bemühen und von
da ausgehend das Gefühl entwickeln.
Nun gilt es zu lernen, den umgekehrten Weg zu gehen. Zuerst ist die Stille
gefragt, da diese feine, innere Bewegung,
die entstehen könnte, überhaupt wahrgenommen werden kann. Was dann aufsteigt
an Positivem oder auch
Negativem, eben aus diesen tiefen "Wassern" hoch kommt wie kleine
Luftblasen, möchte unbedingt zugelassen
werden. Man sollte es perlen, aber auch brodeln lassen und dann erst sollte
der Intellekt bemüht werden,
damit jedes "Ding" auch seinen rechten Platz bekommt, - erneuert, entstaubt
und verschönert.
Noch etwas können wir bemerken, wenn wir die Arbeit (an uns) richtig
vollziehen: Weil wir immer tieferen Einblick
in menschliche Stärken und Schwächen bekommen, insbesondere auch eigenen,
wird das Verständnis und die
Toleranz gegenüber Mitmenschen größer und tiefer. Auch so lernen wir eine
Seite der Liebe kennen, die uns und
anderen zugute kommt. Die Duldsamkeit und das Verständnis lässt die
Akzeptanz größer werden, das Gegenüber so
zu lassen wie es ist, und sich nur dann in sein Leben einzumischen, wenn das
Bedürfnis dazu besteht.
So werden nicht nur wir durch die Arbeit mit uns selbst bereichert, sondern
auch all diejenigen, die uns anvertraut
sind. Eben diese Teilaspekte, mit denen wir uns in Form der Tarotkarten
auseinander setzen, erfordert eine hohe
Toleranzgrenze von uns, - und unseren Mitmenschen gegenüber.
Jeder von uns hat eine andere Aufgabe und jeder hat demzufolge auch ein
anderes Problem in diesem Leben zu
bewältigen und statt sich gegenseitig zu verurteilen und einzuengen, sollten
wir uns besser helfen. Dort wo keine
Hilfe möglich ist, weil die eigene Kraft nicht ausreicht oder das
Verständnis der Umstände dies nicht ermöglichen,
kann man wenigstens neutrale Toleranz walten lassen. Mischt man sich nicht
ein oder distanziert sich,
ist das oftmals auch schon Hilfe genug.
Auf der anderen Seite sollten wir allerdings auch nicht erwarten, dass man
uns hilft und dies vielleicht gar dem
Mitmenschen zum Vorwurf machen, wenn dies nicht geschieht. Jeder ist so wie
er ist und jede Einsicht in die
(eigene) Verhaltensweise, setzt den persönlichen Willen dazu voraus. Also
auch nur helfen, wenn ersichtlich ist,
dass das Gegenüber die Hilfe auch wirklich braucht oder will. Aufgedrängte
Unterstützung führt
nur zu Abwehr und Aggression.
Natürlich sollen wir uns auch nicht "auf dem Kopf herumtrampeln“ lassen,
aber die daraus entstehenden Reaktionen
haben angemessen zu erfolgen. Meist ist der Gedanke, dass der Andere etwas
Bestimmtes denken
könnte zuerst da und entbehrt sehr der Realität.
Auch dafür ist also die Beschäftigung mit dem Tarot gut, die Selbstdisziplin
zu üben und dadurch unser eigenes
Leben klar zu strukturieren, damit es endlich möglich ist, hinter die
Kulissen zu schauen.
Jeder tut das natürlich in seiner eigenen Sprache und mit seinen eigenen
Sinnbildern. Da hat kein "am Wort kleben"
Platz. Es ist wichtig zwischen den Zeilen zu lesen, einfach den Sinn
erfassen. Je mehr wir dabei in unsere eigene
Stille gehen, um so deutlicher wird das eben noch Abgelehnte fassbar.
Durch Erziehung, Kulturkreis, festgelegte Moralvorstellungen aber auch
seelische Verletzungen, die ein Mensch
erfahren hat, ist er auf bestimmte Symbole und Worte "allergisch". Dann wird
eine Sperre aufgebaut, eine
Abwehrhaltung dringt ein und aus diesem Vorurteil heraus, wird oft
Lehrreiches nicht ausgenutzt.
Tarot erzieht also auch, bei richtiger Betrachtungsweise, zur Offenheit.
Eine Offenheit, die notwendig ist, wenn wir
aus alten Gleisen heraus wollen. Vorurteile sind bei Allem was man
unternimmt und tut ein Hindernis. Erst wenn man
sich, nach eingehender Betrachtung und Information sicher ist, etwas
abzulehnen, dann hat man auch ein gutes
Gefühl dabei, bzw. nagen hinterher nicht Zweifel am Gemüt.
Die Offenheit in allen Dingen, in Bezug auf ein vorurteilsfreies Handeln,
ist eine faire Angelegenheit. Offenheit und
Fairness sind für mich wie Zwillinge, die einfach nicht zu trennen sind. Dem
Leben und Lebendigen (auch der Liebe)
eine Chance zu geben und offen-vorurteilsfrei auf die Dinge zugehen, ist
eine faire Geste,
die in der heutigen Zeit leider nicht mehr so oft zu finden ist.
Auch das sollten wir wieder lernen!
Die "Verletzungsgefahr" bei dieser Art von Offenheit ist überhaupt nicht so
groß wie man annimmt. Denn:
Sei dir bewusst, dass du einzigartig bist!
Mach dir klar, dass du wichtig bist und du gebraucht wirst, an dem Platz, an
dem du gerade stehst.
Lerne dich selbst zu lieben und zu akzeptieren und dich selbst anzunehmen.
zu 1 . Jeder Mensch ist ein Individuum, das auf die ihm einzig mögliche Art
existiert. Keiner hat das Recht und die
Veranlassung, im Leben eines Anderen Veränderungen herbeizuführen, wenn dazu
nicht die Erlaubnis erteilt wurde.
Im Gegenzug sollte man dafür endlich die Verantwortung für das eigene Leben
übernehmen und erkennen, das
man immer selbst Auslöser ist für das Geschehen, auch wenn dies
vordergründig nicht erkennbar ist.
zu 2. Auch wenn es manchmal kaum vorstellbar ist, schafft man sich das Leben
und die Lebensumstände selbst
und deswegen ist es so ungemein wichtig, dass man das, was man gerade tut,
mit größter Aufmerksamkeit erledigt.
Nur dann kann ich mit dem erreichten Ergebnis auch zufrieden sein. Die Welt
ist nicht nur "Friede, Freude, Eierkuchen",
sie will erobert werden in allen Nuancen und dazu ist es wichtig, dass ICH
dort, wo ich mich gerade befinde das
optimale Ergebnis erziele. Das gelingt nicht ohne Selbstbewusstsein und der
"schielende" Blick auf meine evtl.
"negative" Umwelt nützt mir dabei nichts. Sei wie du bist und tue was du
kannst!
zu 3. Das Vertrauen zu sich selbst, schafft den Urgrund auf den wir das
Leben bauen können. Ohne die Liebe zu
uns selbst geht das Lebendige an uns vorbei und die Kraft ist vergeudet. Du
brauchst andere nicht um Liebe
anzubetteln. Keiner kann dir geben, was du selbst im Übermaß bei dir hast.
Suche danach und wenn du nur
einen kleinen Zipfel erhascht hast, gib ihn nie wieder her.
Natürlich bedarf man oftmals auf seinem Weg der Unterstützung und in der Not
wird da auch Jemand oder Etwas
sein, das ehrlich hilft aber auch dann darf man sich nicht abhängig machen.
Man kann offen sein für die Hilfe,
es soll jedoch nie zu einer bleibenden Einrichtung werden.
Wenn dies mit in den aktuellen Lebensplan eingerechnet wird, dann ist die
"Verletzungsgefahr" gar nicht so groß
und sollten doch Wunden geschlagen werden, so können sie eine Erfahrung
darstellen, die stärker macht und
reifen lässt. Wunden können auch eine Hilfe und lehrreich sein. Man kann an
Widerständen auch wachsen.
So ist das Spiel des Tarot gleichzeitig ein Spiel des Lebens. Die
Teilaspekte, bzw. die Gesamtheit dieser
losen Blätter, sind eine Hilfe bei unseren Überlegungen und nicht nur das,
wir bekommen auch gleichzeitig
praktische Hilfen an die Hand, wenn wir nur ehrlich genug zu uns selbst
sind.
Mir macht dieses Spiel (das Leben) in seinen Höhen und auch Tiefen Freude
und jede "ungeplante"
Schwierigkeit ist für mich eine neue Herausforderung. Wir sind nicht hier
auf der Erde
"zumAusruhen", wir sind hier um zu L E B E N !
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Arbeitsweise:
Es gibt zwei Möglichkeiten mit dem Tarot zu arbeiten:
a) Der "klassische" (esoterische) Weg
b) Der intuitive Weg.
Wir werden hier hauptsächlich mit der intuitiven Seite des Tarot arbeiten.
Dies bietet den Vorteil, dass man
sehr schnell weiß um was es geht und dies im Alltag verwenden und umsetzen
kann.
Falls es aber jemanden doch interessiert, so habe ich am Ende der jeweiligen
Kartenbesprechung noch
kurz die klassische Seite berücksichtigt. So hat also trotzdem jeder die
Möglichkeit, sich über
beide Seiten zu informieren und den Weg zu wählen, der ihm am besten liegt.
Aufgliederung:
Die Karten werden so erklärt, dass man, je nach Informationswunsch, einen
schnellen Überblick hat.
Rubriken:
Intuitive Seite: Hier wird möglichst greifbar, lebensnah und mit
Hilfe von "Gleichnissen" erklärt, mit nicht allzu
philosophischem Hintergrund. Der Inhalt bezieht sich also auf die praktische
Seite des Leben.
Fragen, die ich mir stellen kann: Diese Fragen sollen zu etwas mehr
Selbsterkenntnis verhelfe.
Natürlich nur, wenn dies gewünscht ist. Es ist eine Art Eigenerforschung.
Dinge, die ich tun kann: Wenn man aufgrund der Fragen oder anderer
Fakten zu dem Schluss kommt,
dass man auf praktischem Wege etwas unternehmen will, um vielleicht eine
Klärung der gegenwärtigen
Situation herbeizuführen, wird man in dieser Rubrik einen guten Ratschlag
finden.
Affirmationen: Dies sind positiv gestaltete Sätze. Wenn man sie
häufig wiederholt oder nieder schreibt,
tritt eine unbewusste Konditionierung ein. Das Gemüt reagiert auf diese
ständige Prägung (ähnlich
autogenem Training). Man kann sich einen Satz (gemäß dem zu bearbeitenden
Thema)
heraussuchen oder aber auch mehrere Sätze kombinieren.
Esoterische Erklärungsweise: Hier wird die
philosophisch-theoretisch-theologische Seite der Karte
dargestellt. Aber auch aus "esoterischer" Sicht ist es nur eine
oberflächliche Erklärung, denn da gäbe
es noch viel mehr ... Wer daran Gefallen findet oder weitergehendes
Interesse hat, wird Wege finden
(evtl. auch über entsprechende "Fachliteratur"), sich die gewünschten
Informationen zu beschaffen
oder vielleicht sogar eigene Gedanken walten lassen.
Zusammengefasste Botschaft: Es wird versucht in wirklicher
Kurzfassung das Wesentliche
(auch über die Symbole), der entsprechenden Karte darzustellen.
Divinatorische Bedeutung: Diese Erklärung kann zur Deutung oder
Auslegung des "Kartenspiels"
herangezogen werden. Es dient dem vereinfachten Erkennen des Sachverhalts.
Stichworte: Auch die Stichworte helfen in vereinfachter und
allgemeiner Art beim Deuten der Karten.
Partnerschaftsfragen: Da häufig gewünscht, ist dies als Ratgeber
gedacht, der sich auf Fragen
betreffend Partnerschaftssituationen bezieht. Hier lässt sich oft „der Stand
der Dinge“ ableiten.
Hinweise: Es besteht darüber Klarheit, dass es in der nun folgend
Abhandlung einige vielleicht
unbekannte oder ungewöhnliche Worte und Redewendungen gibt. Trotzdem habe
ich ganz
bewusst auf der Erklärung verzichtet.
Ich finde, dass es doch recht reizvoll sein könnte, "zwischen" den Zeilen zu
lesen, den übertragenen Sinn zu
ergründen oder sich die Mühe zu unterziehen, hinter die Bedeutung des noch
Unbekannt zu kommen. Im Anhang
zu den Kartenerklärungen sind noch einige "Legebeispiele" aufgeführt. Dazu
wünsche ich jetzt schon viel
"Spaß der Freud". Man muss im Leben ja nicht immer alles so tierisch ernst
nehmen aber ein paar
Gedanken(an)stöße haben noch nie geschadet.
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Dann also jetzt zur ...
TAROT – KARTEN – AUFKLÄRUNG:
O. Der NARR
Der Narr ist eine Karte der
Ungebundenheit.
Intuitive Seite:
Alle Wege stehen dem Narren offen, der tanzend hinauszieht in die Welt.
Da ist ein Mensch der lacht. Wenn er ein bisschen lacht, da finden wir das
freundlich, beneiden ihn sogar.
Wenn er viel lacht, dann ist dies schon etwas suspekt ("in der heutigen Zeit
gibt es ja so wenig zu lachen")
und lacht ein Mensch immer, da kann er nur verrückt sein (denkt man).
Warum leisten wir uns nicht ab und zu den Luxus, lachend durch unseren
Alltag zu gehen, - einfach so. Selbst im
größten Leid bleibt uns das Lachen. Es verändert nichts, nicht zum Guten,
aber auch nicht zum Schlechten. Das
Lachen ist ganz einfach und lebt nur für den Augenblick. Würde einiges nicht
um vieles leichter, wenn man nicht
dauernd vor und zurück schaut, sondern einfach nur der Gegenwart huldigt;
nicht lange fragt, mach ich's falsch
oder mach ich's richtig; was war in der Vergangenheit, was bringt die
Zukunft, - eben einfach nur leben.
Du sagst, dies sei nicht die reale Welt, tanzend und lachend die Zeit zu
verbringen. Man muss planen, etwas tun,
die Zukunft ins Auge fassen, die Vergangenheit beachten. Doch wo lebst Du
dann? Irgendwo dazwischen? Wann
ist dann für Dich die Gegenwart, wenn Du immer nur in der Zukunft oder in
der Vergangenheit lebst?
Kannst Du die Freude und Losgelöstheit des Augenblicks noch empfinden?
Warum lassen wir uns einen Stempel aufbrennen, der uns ständig sagt, was wir
zu tun und zu lassen haben?
Ich denke wir sind alt genug, unser Bündel zu schnüren und auf Wanderschaft
zu gehen. Wir können dabei viel
Wahrheit lernen, z.B. von der Natur, die sich selbst genügt. Eine Blume
blüht, weil sie blüht - basta! Die Sonne
scheint, weil sie scheint - und das auf alle Menschen und zudem atmen wir
alle die gleiche Luft. Wer jemals in
seinem Leben einen Augenblick empfunden hat, an dem die Zeit stillstand,
wird es niemals vergessen.
Denken wir ruhig auch an künstlerische Menschen, von denen wir uns verwöhnen
lassen und die um so größere
Meister sind, je mehr sie nur, sich selbst vergessend, dem Moment huldigen,
der sie in ihrer Kunst davonträgt.
Wie sehr beneiden wir diese Menschen und machen ihnen doch zum Vorwurf, dass
sie nicht auf dem Boden der
Realität stünden. Wir sollten uns ein kleines Stück dieser Lebensweisheit,
Freiheit und Fröhlichkeit gönnen.
Machen wir's den Kindern nach, die einfach nur spielen. Der Ernst des Lebens
holt uns früh genug ein,
doch sind in diesem Stadium alle Möglichkeiten offen.
Natürlich werden wir von unserer Umwelt geprägt, aber wir haben auch einen
eigenen Willen. Damit können wir
uns, zumindest Zeitweise, aus dieser Umwelt entfernen und dem Augenblick,
der Freiheit huldigen. Vielleicht sogar
inmitten der Natur und unseren Instinkten freien Lauf lassen. Es steckt sehr
viel Weisheit und Schönheit in diesem
Verschmelzen mit dem Augenblick. Denn dann können wir lachen über die Welt
und so manche
ihrer theatralischen, aber auch illusorischen Inszenierungen.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
kann ich noch über mich
selbst lachen?
-
Bin ich zu starr und ernst
geworden?
-
Mache ich mir zuviel
Sorgen über Vergangenheit oder Zukunft und vergesse darüber das
gegenwärtige Leben?
-
Bin ich gerne auf dieser
Welt?
Dinge, die ich tun kann:
-
Spiele spielen, egal mit
wem.
-
Mal was ganz "Unsinniges"
tun.
-
Mich von künstlerischen
Tun oder Dingen verzaubern lassen, auch wenn sie keinen Nutzen haben.
-
Den Versuch wagen, mit
Pflanzen zu reden oder Tiere zu verstehen.
-
Tanzen, egal ob zu zweit
oder alleine und mich im Tanz fühlen.
Affirmationen:
-
Ich genieße den Augenblick
und erlaube mir, auch für die Zukunft den Augenblick zu genießen.
-
Ich darf Kind sein oder
Weiser - ganz wie ich will.
-
In mir und dem Leben
liegen alle Möglichkeiten.
Esoterische Erklärungsweise:
Der Narr ist vielleicht das seltsamste und schwierigste Bild, da es von der
Ziffer her eigentlich nicht zur Großen
Arkana gehört und wird deshalb auch 0 oder XXII benannt. Aus diesem Grund
ist auch nicht ersichtlich, ob man
die Karte an den Anfang oder das Ende der Großen Arkana stellen soll. Man
wird beide Möglichkeiten finden.
Deshalb denke ich, dass dieses Bild auch in etwa die Menschlichkeit auf
unserer Erde darstellt. Der Anfang ohne
Ende, das Ende ohne den Anfang. Wir haben alles in uns was wir brauchen,
doch oftmals wissen wir es nicht.
Trotzdem ist es da!
Der Tanz der Narren erscheint unkoordiniert, also keiner ordnenden
Vorstellung oder Idee unterworfen;
eine beinahe archaische Ungebundenheit.
Viele weiße Elemente sind in diesem Bild. Es ist die Farbe des Lichts, die
so dargestellt wird (Spektralfarben).
Damit ist auch die Möglichkeit gegeben etwas zu bezeichnen wie es ist, bevor
es Ordnung und Form annimmt.
Man könnte die Interpretation des Narren auch durch das Wort „Möglichkeit"
ersetzen, da in ihm alle Möglichkeiten
des menschlichen Selbst dargestellt sind (sogar die Vergangenheit und
Zukunft), die beide zu dieser Zeit keinen
Einfluss auf den Tänzer nehmen können. Es ist der klassische "Augenblick",
eine Momentaufnahme des Nichts
und Alles. Das Zeichen 0 in Verbindung mit der Möglichkeit des Auf- und
Abschreitens bringt uns zur Spirale,
welche die eigene Bewegung des Voranschreitens von einer Ebene zur anderen
symbolisiert. So kann die 0
einerseits die Vollkommenheit symbolisiere, andererseits das totale Chaos.
Doch auch das Chaos
stellt eine Einheit dar, in der alle Möglichkeiten eingeschlossen sind.
Der astrologische Planet ist der Uranus, Planet des Unerwarteten, der Freude
an der Überraschung, allzeit bereit
sich in das unbekannte zu stürzen. Das zugehörige Element ist die Luft,
bezeichnend für das Denken und den Geist.
In vielen Märchen und Mythen begegnet uns das Bild des Narren, des reinen
Toren, der weder klug noch
welterfahren ist und doch am Ende die Prinzessin heimführt. Der Narr ist in
jeder Deutung der Außenseiter, der
aber auch gerade durch diese Stellung viele Wahrheiten sehen kann. Somit ist
der Narr der Herold der Großen
Arkana. Die Wirklichkeit lässt sich niemals auf eine bestimmte Erklärung
oder Philosophie reduzieren. Deshalb ist
sie Nichts. Wir können das Leben niemals als ein Spiel mit festen Regeln
betrachten,
daran erinnert uns der Narr. Das Leben ist immer anders.
Trotzdem ist der Narr nicht vollkommen. Er repräsentiert zwar die Freiheit,
jedoch wird mit der Zeit eine gewisse
Integration notwendig werden. Seine Lehre ist, dass der Fall in das
Bewusstsein und die Trennung unumgänglich
sind, wenn Individualität zum Vorschein kommen soll. Tarot lehrt uns, dass
wir gerade über das Bewusstsein
zu einem Zustand gelangen können, in dem wir uns der unbewussten Energie des
Narren bewusst werden.
Das Tier unten auf dem Bild stellt die animalische Triebhaftigkeit unseres
Wesens dar. Die christliche Moral
fordert uns auf, das Tier zu überwinden, moderne Psychologen meinen wir
müssen es akzeptieren und Ökologen
sagen, dass wir es irgendwie lieben müssen. Die Esoteriker und Mystiker
aller Religionen sprechen allerdings
von einer anderen Bewusstseinsebene, einer direkten Verbindung zwischen
jedem Wesen und dem Kosmos.
Die Isolation ist eine Illusion, denn wir sind in jedem Atom und mit den
fernsten Sternen verbunden, um zum
kosmischen Bewusstsein zu gelangen. Denn nur durch die Erkundung verborgener
Weisheiten in uns selbst,
können wir die Wahrheit in der Schöpfung finden.
Zusammengefasste Botschaft:
Der Narr ist "der Geist auf der Suche nach Erfahrungen". Dabei führt ihn
seine Neugier und seine Sehnsucht. Ohne
Konzept geht er spontan seinen Weg. Das Chaos, das er anrichtet, schafft
manchmal auch eine neue Ausgangsbasis.
Divinatorische Bedeutung:
Der Narr weist auf eine Situation hin, wo der Mensch intuitiv handeln
sollte. Man soll also dem eigenen Instinkt
folgen, ohne auf den Rat der anderen oder Normen der Gesellschaft zu achten.
Aber gerade bei dieser Karte
ist besonderer Wert darauf zu legen, welche anderen Bilder noch beigeordnet
sind.
Diese müssen dann im Zusammenhang betrachtet werden.
Stichworte:
-
Der Narr steht auch für
einen neuen Zyklus der Existenz
-
Trotzdem müssen wir uns
vor Selbsttäuschung schützen.
-
Von der Intuition leiten
lassen.
-
Sich den Folgen einer
Handlung nicht bewusst sein.
-
Abenteuerliches
Unternehmen
-
Wahl zwischen
verschiedenen Möglichkeiten
-
Mangelnde Aufmerksamkeit
für das Detail
Partnerschaftsfragen:
-
Hier wird nur für den Augenblick gelebt. - In aller Unschuld und
Unbefangenheit. Das bedeutet, dass man sich
auch von den "Problemen" einer Beziehung lösen kann.
-
Die Partnerschaft, wenn sie besteht, ist vorübergehend, da der Narr nur
alleine ein Narr ist. Dies ist die totale
Freiheit. (Verantwortungslosigkeit?)
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- Karten-Übersicht
I. Der MAGIER
Die Karte der Macht, nach dem Eintauchen in die Welt
Intuitive Seite:
Der Magier ist derjenige, der mitten im Leben steht und mit den
Möglichkeiten, die er von Geburt an
mitbekommen hat, etwas anfangen will.
Für unser Leben bedeutet das, dass wir unabhängig von unserer jetzigen
Lebenssituation uns auf den Weg
machen. Wir müssen uns beginnen abzunabeln (egal von was). Es sollte endlich
etwas unternommen werden.
Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob wir eine gute oder schlechte
Vergangenheit (nah oder fern) haben.
Es ist egal ob wir arm oder reich sind, glücklich oder unglücklich. Das
Erscheinen des Magiers fordert uns auf,
sofort uns selbst an die Hand zu nehmen und nach eingehender Analyse der
gegebenen Möglichkeiten,
uns auf den Weg zu machen.
Wir leben hier auf dieser Erde. Von dieser Materie können wir nicht fliehen.
Durch die gesetzmäßige
Anziehungskraft und die Beschaffenheit unseres Körpers sind wir gebunden -
von Anfang bis Ende - von der
Geburt bis zum Tod - hier zu verweilen. Was allerdings möglich ist, das ist
die freie Bewegung auf diesem Erdenball;
natürlich unter Berücksichtigung einiger Gesetzmäßigkeiten. Aber wenn man
nur will, gehen diese universellen
Gesetze bald "ins Blut" und es ist wie beim Autofahren, die Reaktionen und
Bewegungsabläufe geschehen
automatisch, so dass man sehr gut nur auf den Weg zu achten braucht, auf dem
man sich fortbewegt.
Also, egal in welchen Schwierigkeiten ihr gerade steckt, was z.B. für
Partnerschafts- oder
Geschäftsprobleme gerade anstehen, beim Magier heißt es
"Ärmel hochkrempeln" und ran an die Arbeit.
Einfach mal nachschauen was da ist und welche Möglichkeiten für mich da
sind.
Harte Arbeit ist es natürlich und nicht umsonst wird diese Karte auch den
„Gauklern“ und Illusionisten“ zugeordnet.
Hektische Betriebsamkeit, stressiges „auf der Stelle“ treten, „kopfloses“
Drauflosrennen, bringen mit Sicherheit
nicht den rechten Erfolg und erschöpfen nur die Kraft. Die Arbeit braucht
also auch eine Grundlage.
Schaut mal in den Spiegel und fragt Euch ob Ihr überhaupt noch da seid! Oder
hat Euch der Alltag schon
geschluckt? Man sollte also versuchen, sich selbst wieder zu fühlen und
wissen - dass man ist!
Man soll versuchen die Realität zu sehen, nicht zu sehr in Träumerische
abschweifen und mit Disziplin einen
neuen Anfang wagen. Disziplin ist kein Zwang, sondern bedeutet Freiheit. Die
Disziplin ist der freie Wille,
endlich etwas tun zu wollen- nicht zu müssen. Der Freiraum, der dadurch
entsteht, dass ich nicht getrieben
werde und anschließend mir auch selbst keine Vorwürfe mache, gibt eine
Energie frei. Diese Energie nun
kam schon wieder verwendet werden, um andere Dinge (z.B.
kreativ-künstlerisch) in Angriff zu nehmen.
Zur Arbeit an den Lebensumständen gehört auch die Arbeit an uns selbst. Die
Augen dürfen nicht vor
eigenen Unzulänglichkeiten verschlossen werden. Denn ob Unzufriedenheit oder
Zufriedenheit
in unserem Inneren sind, das teilt sich auch der Umwelt mit.
Es gilt also auch, die Polaritäten zu beachten, nach dem Motto "So wie es in
den Wald hineinruft, so schallt es
auch wieder heraus". Durch die Beobachtung (Beachtung) unserer Umwelt, wie
die Menschen z.B. reagieren,
- auch auf uns - , können wir erkennen, wo die Arbeit bei uns selbst
ansetzen muss.
Packen wir das Leben also an!
Den Kopf in den Sand zu stecken gilt nicht!
Dies ist der Anfang!
Es ist der bewusste Wille, mit all den Möglichkeiten, die mir eigen sind,
etwas anzufangen.
Fragen, die ich mir stellen kann:
-
Wer bin ich?
-
Wo ist zur Zeit mein Standpunkt?
-
Was kann ich aktiv tun, um meine Situation in den Griff zu bekommen?
-
Sammle ich meine Energie und arbeite damit oder verschleudere ich sie?
-
Bin ich nur "Reaktion" von anderen oder habe ich genügend
Selbstbewusstsein in meinem Leben?
Dinge, die ich tun kann:
-
Mit Disziplin ein frei gewähltes Ziel setzen und aktiv daran arbeiten.
(Nicht zuviel auf einmal, kleine Schritte
wählen)
-
Sich selbst erfahren (wollen).
-
Etwas nur für mich tun, um nach diesem "Kräfte sammeln" frei zu sein für
neue Aufgaben (auch kreativer Art).
Affirmationen:
-
Ich bin mir meiner Möglichkeiten voll bewusst und habe alles was ich
brauche, um mein Leben zu gestalten.
-
Ich nehme meine eigene Stärke wahr und mein Leben selbst in die Hand.
-
Ich akzeptiere meinen derzeitigen Zustand, damit ich für die Zukunft
darauf aufbauen kann
-
Indem ich Verantwortung für mein eigenes Leben übernehme, werde ich
frei.
Esoterische Erklärungsweise:
Der Magier repräsentiert das Schlagwort: "ICH BIN"
Das Element des Magiers, bzw. der Karte, ist die Luft. Die Element
entspricht dem menschlichen Geist.
Er repräsentiert die Kraft des Intellekts.
Die Karte entspricht auch dem männlichen Prinzip (I), gemäß der Vorstellung,
das Maskuline sei aufrecht, direkt
und kraftvoll. Es bezeichnet Willensstärke und zielstrebiges Bewusstsein.
Der zugehörige Planet ist Merkur,
als Repräsentant der geistigen und magischen Kraft (Heiler, Schreiber,
Schwindler usw.).
Mit dem Magier tauchen wir in die Welt ein, in die Entstehung der
Polaritäten, worauf alles aufbaut:
Licht und Dunkelheit, Aktivität und Ruhe, Vernunft und Instinkt usw...
So klar diese Gliederung auch sein mag, sollten wir immer daran denken, dass
die Pole idealistische
Abstraktionensind. Sie kommen niemals getrennt vor - nur verbunden. Dabei
kann dann gerade die eine
oder andere Seite dominierend sein.
Wenn wir in diese Welt kommen, so müssen wir uns mit den Gegensätzen und
Widersprüchen auseinandersetzen.
Der Magier ist der Schöpfer, der mit der dunklen Masse oder Materie ringen
muss um das darin verborgene Licht
freizusetzen. Er sucht auch die Wahrheit, sucht ein Verständnis für die
innere Natur und die Wiedervereinigung
der Gegensätze. Doch der Verstand allein reicht nicht aus, um mit dem Leben
zurechtzukommen. Trennen wir das
Denken vom unbewussten Verlangen, kann es geschehen, dass sich all unser
Wissen als nutzlos herausstellt!
Deshalb ist der Magier auch eine Karte der Weisheit. Wird dies Wissen
allerdings missbraucht und statt zum
Dienst am Anderen nur für eigene Interessen eingesetzt, wird man darunter zu
leiden haben.
Für die Frau ist der Magier eine der wichtigsten Karten bei der Entwicklung
ihres Selbstes, für den Mann ist
es die Hohepriesterin. Jeder Mensch darf auch die Qualitäten des anderen
Geschlechts in sich wahrnehmen.
Zusammengefasste Botschaft:
Der Magier ist das Symbol des Menschen in männlicher Erscheinungsform,
ausgedrückt durch die Haltung
von Stab und Magier sowie im Schwert auf dem Tisch des Magiers. Er ist der
Wollende und Macher. Auf der
Ebene der Materie (Tisch) soll der Mensch mit Hilfe der vier Urkräfte
(magische Werkzeuge), die ihm in seinem
Unterbewusstsein zur Verfügung stehen, ordnen oder etwas vollbringen. Jedes
Wollen ist ein Neubeginn
(liegende 8 über dem Haupt des Magiers). Der Schlangengürtel zeigt den
Umkreis an, in dem
der menschliche Wille frei handeln kann.
Bei dieser Karte wird uns auch der Schlüssel zur Entzifferung der anderen
Karten an die Hand gegeben:
"Wie oben, so auch unten." (Der weise Lehrspruch des Hermes Trismegistos.)
Divinatorische Bedeutung:
Der Magier ist eine Karte der Macht. Damit ist gemeint, dass man die
Fähigkeit besitzen soll, sein Leben in
positive Bahnen zu lenken. Dies bedeutet, alte Situationen zu
transformieren, damit neue hervorgebracht
werden können. In einer Zeit der Stagnation (Stillstand) könnte ein
gewaltiger Energieschub zum Durchbruch
kommen, auch kreativ gesehen. Probleme sollen mit neuem Mut angegangen
werden.Der Magier
überwindet Widerstände nicht nu bei anderen, sondern auch bei sich selbst.
Stichworte:
-
Einweihung über den Verstand, Klarheit und Durchblick.
-
Streben, der Welt zu dienen.
-
Flexibilität.
-
Äußere Erscheinungsformen verbergen die Wirklichkeit.
-
Schlauheit und innere Weisheit.
-
Jemand, der eins wird mit dem Zyklus des Lebens.
-
Die Fähigkeit, im negativen wie im positiven Sinne die Dinge nach
eigenem Willen zu beugen.
-
Freier Wille.
-
Konzentration des Willens auf ein Ziel.
-
Umsetzen von Gedanken in Aktion.
-
Selbstkontrolle.
-
Organisatorische Fertigkeiten sind vorhanden oder werde verlangt.
-
Kraftvolle Persönlichkeit.
-
Kreativität.
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II. Die HOHEPRIESTERIN
Die Karte des Übersinnlichen
Intuitive Seite:
Die Hohepriesterin ist
diejenige, die uns unsere seelische (über- sinnliche) Seite etwas näher
bringen will.
Sie zeigt uns, dass Intuition im Leben unbedingt notwendig ist, damit wir
mehr über den Sinn und das Innere
der Dinge und uns selbst erfahren können.
Hinter den "Vorhang" zu schauen, versuchen zu ergründen wie die Dinge
wirklich sind, überhaupt die "Ecke"
zu sehen, wo wir unsere Seele vergraben und versteckt haben, ist die Mühe
wert.
Da ist etwas in Deinem Innern, doch Du weißt nicht was es ist Du fühlst es
nur. Du spürst es manchmal
stärker, manchmal schwächer. Beunruhigt es Dich, weil es nicht erklärbar
ist? Der Verstand kann keine
logische Folgerung nachweisen? Das was Du da Fühlst ist Deine Seele, dieses
Etwas, das da ist und
das man mit rein materiellen Sinnen nicht benennen kann.
Du findest es unheimlich? Nein, - das muss nicht sein, es ist ja ein Teil
von Dir selbst, ein Teil des eigenen Ich.
Aber es ist ein Teil, der sich nicht aufdrängt; leise ist er, ganz leise,
bis Du Dich zu ihm hinbemühst.
Manchmal ist dieser Weg dorthin etwas mühsam zu finden, weil er im Dunkeln
liegt und wir es verlernt haben,
auf das Gefühl zu achten. Am Tage, bei Licht, bei wachem Verstand, ja da
sieht alles so einfach aus. Alles lässt
sich so wunderbar verdrängen Die "Aktivität" lässt der Seele kaum Platz zum
Atmen. Aber unser Innenleben
will auch atmen, will belebt sein und aktiv. Deshalb sollten wir uns auf den
Weg begeben, es zu suchen.
Dazu ist es notwendig, dass wir im Reisegepäck ein paar Attribut haben, wie
z.B.: Unvoreingenommenheit,
Neutralität, Neugierde und man muss außerdem "reinen Herzens" sein, denn die
Seele ist oft hinter Schleiern
verborgen, die leicht zerreißen können. Sei also behutsam mit Eurer Seele
und Euren Gefühlen, wenn Ihr sie sucht.
Und wenn Ihr sie gefunden
habt, verweilt ein wenig, lasst Euch Zeit. Manchmal darf man sich den Luxus
leisten
zu ruhen und zu fühlen, denn die Seele, die Gefühle, haben viel zu sagen und
sie sagen es nur in der Ruhe,
im Dunkeln, nicht im grellen Schein der Sonne und Aktivität.
So wie wir erst bei Nacht die
Schönheit der Sterne bewundern können und beobachten wie sie die Bahn
ziehen,
die Faszination des Mondes erkennen, so offenbaren sich die innersten Gefühl
erst wenn die Stille eingekehrt ist.
Tag und Nacht gehören jedoch zusammen. Keiner kann ohne den Anderen
existieren und jedes Ungleichgewicht
bringt Veränderungen. So sagt uns die Hohepriesterin, dass wir in die
Geheimnisse eintauchen sollen, die
Geheimnisse unseres eigenen Lebens. Aber seid behutsam, die Schleier halten
viel verborgen,
- die Grundlage unserer Existenz.
So wie die Hinwendung zum
eigenen Du geschieht und wir ergründen was da noch in uns lebt, so geschieht
dies natürlich auch mit unserer Umwelt. Wie stehen wir da zu unserem
nächsten Mitmenschen?
Auch da sollten wir dem Sachverhalt auf den Grund gehen.
Fragen, die ich mir stellen
kann:
-
Habe ich Angst vor mir
selbst und meinen Gefühlen?
-
Empfinde ich noch etwas
(will ich das überhaupt) oder habe ich mich abgekapselt weil mir das
Urvertrauen fehlt?
-
Habe ich Angst vor der
Zukunft?
-
Verurteile (Vorurteile)
ich manche Mitmenschen nur weil ich sie nicht verstehe und entstehen
daraus persönliche Probleme?
Dinge, die ich tun kann:
-
Über mich selbst
nachdenken und den Mut aufbringen, meine Gefühle als eine Grundlage
meines Lebens anzuschauen.
-
Meditation in, mit und
über das Wasser-Element.
-
Ab und zu sich in innere
Dunkelheit und Ruhe begeben.
-
Sich in natürlicher
Dankbarkeit üben.
Affirmationen:
-
Ich kann mein Leben klar
analysieren und durchdenken.
-
Ich bin in der Lage mich
selbst zu erfahren.
-
Meine Intuition ist eine
gute Führung und deswegen vertraue ich mich auch meiner geistigen
Führung an.
-
Ich teile meine "Weisheit"
mit anderen.
Esoterische Erklärunqsweise:
Die Hohepriesterin trägt die
Zahl zwei, also die andere Seite der Polarität (jedes Ding hat zwei Seiten).
Das Element ist Wasser, als Ausdruck des unbewussten Gefühls. Der
astrologische Planet zur Karte ist der Mond.
An den Gezeiten erkennen wir den Zusammenhang zwischen den Beiden.
Das Wasser an sich ist eine
"formlose" Masse, die sich jedoch mit Energie erheben kann. Es symbolisiert
das
Unbewusste und damit auch die unbewusste Energie. Eine Energie, die man oft
nicht packen kann, so wie
unsere Gefühle (falls die Wogen zu hoch gehen). Versuchen wir uns aber davon
abzulösen, werden wir
bzw. unsere Gefühle verdorren.
Die Bilder und Mythen, die aus
dieser Karte zu uns sprechen, gehören zu den ältesten Erinnerungen der
Menschheit. Die Hohepriesterin steht für Ruhe und Aufnahmebereitschaft,
Hingabe und Verständnis,
Gleichgewicht und Gelassenheit. Zu dieser Symbolik gehören der Mond, die
Meere, die Nacht und die Erde.
Es ist das göttliche Lebensprinzip überhaupt, auf schöpferische Art und
Weise.
Die Hohepriesterin führt in
einen präindividuellen Zustand zurück, nämlich das Gefühl, ein Teil von
Allem zu sein.
Wenn wir uns damit verbinden, könnten wir das Ich-Gefühl sogar vollständig
verlieren.
Hierin liegt natürlich auch eine Gefahr.
Die Hohepriesterin zeigt keine
Gefühlsregung. Denn Gefühle und Denken sind Hervorbringen von
Individualität.
Zusammengefasste Botschaft:
Diese Karte hat ihre Bedeutung
auch in "Die Einheit in der Zweiheit", ausgedrückt durch die Säulen.
Vereinigung von Gegensätzen ist auch ein Symbol des Kreuzes. Der Kopfschmuck
ist das weibliche Prinzip und
bedeutet Geborgenheit im Kosmos eingeschlossen die wechselnden Mondphasen.
Die Kugel (der Mond) führt diese Symbolik weiter. Die Weiblichkeit ist der
Materie sehr nah, ruht förmlich auf ihr (Steinblock) . Die göttliche Gesetze
liegen in der Hohepriesterin verborgen (Tora-Rolle). Der Vorhang ist Symbol
der Fruchtbarkeit und "Defloration".
Dieser Vorhang muss durchschritten werden, wenn man zum Meer der Erkenntnis
kommen will. Wer ihn durch-
schreitet kommt mit den Grundgesetzen des Lebens überhaupt in Verbindung.
Divinatorische Bedeutung:
Die Karte der Hohepriesterin
betrifft eine Zeit, in der man Ruhe braucht und nach innen schauen sollte
(In der
Stille auf sich selbst besinnen). Der Betreffende soll Frieden mit sich
selbst suchen. Geduld und Ruhe sind
oberstes Gebot. Es ist eine Zeit der Intuition und nicht der Analyse. Man
braucht Zeit.
Stichworte:
-
Die Hohepriesterin zeigt
uns die Energie, die die Intelligenz des unterbewussten Gedächtnisses
vereint.
-
Die Wahrheit ist verborgen
und kann nur durch Intuition weibl. Weisheit oder Offenbarung enthüllt
werden.
-
Naturkräfte.
-
Künstlerische und medialen
Fähigkeiten.
-
Intuition.
-
Kreative Fähigkeiten.
-
Vermeiden emotionaler
Bindungen.
-
Lebensangst.
-
Das Stadium von
Möglichkeiten, die bereits bewusst sind aber noch der Entwicklung
harren.
-
Hüterin eines
Geheimnisses.
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III. Die HERRSCHERIN
Karte der Öffentlichkeit
Intuitive Seite:
Mit der Herrscherin kommt das
Empfinden ins Spiel. Die Möglichkeit, die Umwelt gefühlvoll anzunehmen.
Du hast etwas geschaffen und bist nun stolz darauf. Du hast den Schritt
gewagt und dein Schicksal in die Hand genommen und merk nun ganz genau, dass
sich etwas bewegt. Fast von selbst ergeben sich die Möglichkeiten.
Was jetzt geschieht ist
herrlich, fassbar und lebendig, es ist kreativ und wachsend. Die Welt
beginnt lebendig zu
werden, und es entsteht das Gefühl, die Dinge nehmen Gestalt an. Aber mit
diesem "Gestaltannehmen" wächst
auch die Macht, darüber zu herrschen.
Diese Macht ist eine
mütterliche Macht, die ausgeübt wird (meist) im engsten Bereich (Familie,
Untergebene,
Schüler usw.). Darin liegt auch die Gefahr der Fehleinschätzung über dieses
Objekt der Macht. Wer in diesem
"mütterlichen Machtbereich" tätig ist, tut sich oft schwer an wirklicher
Objektivität. Ein treffend Beispiel wäre
wohl die fehlgeleitete Mutterliebe, die oft das Recht beugt; sei es um das
Kind ständig "zu entschuldigen"
als auch die Erpressung einer "Mutter" mit Hilfe der Liebe.
Deswegen ergeht bei der
Herrscherin die Aufforderung an all sich über ihren geschaffenen
Machtbereich und
den korrekt Umgang damit einige Gedanken zu machen (gilt für Männer u
Frauen).
Wir kommen bei dieser Karte
auch mit der Natur in Berührung. ist wilde, urwüchsige Natur, die uns
Nahrung
und Leben bringt. Ohne die "milden" Gaben der Natur (Früchte, Gemüse, Korn
usw.) wäre eine physische
Existenz auf dieser Erde für uns nie möglich. So solltest du dich auch als
Kind der Natur sehen, die dich erhält
und der du dankbar sein solltest. Aber statt dessen quälen wir oft genug
diesen lebendigen "Organismus",
der uns selbstlos liebend dient.
Was können wir doch alles
bekommen: Holz, Nahrung, Erze, Stoffe. Alles können wir bekommen, um daraus
etwas zu nehmen und zu gestalten, Macht darüber auszuüben und zu herrschen.
Und dann entsteht die Situation,
dass wir noch denken, wir wären es alleine, die eine Existenzberechtigung
hätten.
Haltet also in dem Bereich, in
dem ihr "mütterliche Gewalt" habt, die Augen offen. Seid gerecht, aber
liebevoll gerecht. Alles dürft ihr verwenden, dafür ist es da. Aber
vernichtet nicht die eigene Grundlage.
Wenn wir eben an die Mutter
Natur gedacht haben und dass wir die Kinder sind, so müssen wir auch
bedenken,
dass unser eigener Körper auch aus diesen Materialien geschaffen ist.
Bedenke also auch, wie du mit dir und
deinen Körper umgehst. Vergewaltige auch ihn nicht. Dein Körper ist alles
was du hast, um dich hier auf dieser
Basis Erde zu bewegen. Sei liebevoll und freundlich zu dieser wundervoll
kreativen Schöpfung und lasse auch da
keine Fehleinschätzung aufkommen. Du bist nicht der Körper, aber du bist
untrennbar mit ihm verbunden.
Du bist nicht die Natur und die Erde, aber du bist untrennbar mit ihr
verbunden.
Als "Herrscherin" hast du nur
einen begrenzten Bereich zur Verfügung, der auf Lebendigkeit und Erhalt
zugerichtet ist. Wenn du dabei die dir gegebenen Möglichkeiten überschätzt,
wird es zum Chaos kommen,
da du in diesem Stadium noch nicht die Kraft besitzt, die Dinge wieder ins
Gleichgewicht zu bringen.
Fragen, die ich stellen kann:
-
Wie gehe ich mit mir und
der Natur um (Körper und Umwelt)
-
Bin ich in der Lage, mit
meiner "Macht" liebevoll und gerecht umzugehen?
-
Kann ich auch kreativ
arbeiten oder ist bei mir nur alle "Mittel zum Zweck"?
-
Habe ich Probleme mit der
"Weiblichkeit" (bei mir oder andern), weil ich nicht verzeihen kann?
-
Bin ich zu passiv im Leben
und ruhe mich auf meinen Lorbeeren aus?
Dinge, die ich tun kann:
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