TAROT

 

EIN SPIEL des LEBENS

(Lebensspiel)

 

Kleines Kursbuch für Ein- oder Aussteiger

von

Doree Averlon

(SYNAN)

 

 

Copyright: by *BLAUER DIAMANT™* Doris Stilgenbauer, Worms

 

-- Alle Rechte vorbehalten --

 

Sämtliche Teile der folgenden Ausführungen sind urheberrechtlich geschützt.

Juli 2005

 

Diese Zusammenfassung über Tarot soll unterhalten bzw. spezifisches Wissen vermitteln und dient ausschließlich
dem privaten Gebrauch. Es wird denen zur Verfügung gestellt, die ein persönliches Interesse daran haben.
Was Leser und Leserinnen in der Praxis damit anfangen, unterliegt der eigenen Verantwortung.

 

Jeglicher Nachdruck, auch auszugsweise, die fotomechanische Wiedergabe oder andere Bearbeitungen
(auch Übersetzungen) bedürfen der schriftlichen Genehmigung von *BLAUER DIAMANT™*.

 

 

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(Mini-) Erklärung:

Seit meinem (Doris Stilgenbauer) 25 Lebensjahr habe ich mich sehr für die Aussagen des wundervollen und weisen
TAROT – SPIEL interessiert und darin eine gewisse Meisterschaft erlangt. Für mich war es immer sehr faszinierend,
mich im Spiegelbild dieser Zusammenhänge zu erkennen und die Reflektionen in meinen Alltag einzubauen. Nicht
die „Vorhersage“ war meine große Leidenschaft dabei, sondern das Feilen an den eigenen Ecken und Kanten.

 

Gearbeitet habe ich dabei mit der „Großen Arkana“, die sich aus 22 Karten zusammensetzt und bevorzugte das
klassische Raider Waite Tarot-Deck, welches ich als wissenschaftlich nutzbar bezeichnen möchte. Natürlich
sind auch andere Karten wundervoll und haben ihren Reiz. Jeder hat eben so seine Lieblinge...

 

10 Jahre habe ich dann Tarot - Kurse gegeben. Oftmals drei verschiedene Gruppen in der Woche. Es waren
interessante Jahre, in denen ich die Teilnehmer/innen der eigenen und persönlichen Kraft näher bringen durfte.
Stärkung des Selbstbewusstseins sowie innere Stabilität war das erklärte Ziel. Alles hat seine Zeit und so beendete
ich diese „Lehrtätigkeit“ im Jahre 2000. In den Jahren 1990/1991 habe ich, unter dem Synonym „Doree Averlon“ ein
Grundlagenbuch von 160 Seiten über die Deutung und Bedeutung von TAROT geschrieben. Es ist umfassend und
besonders für Einsteiger geeignet. Da ich die Angewohnheit habe, alle Texte mit der Hand zu schreiben,
bin ich dankbar für deine „Treue Seele“ (R. E.), welche die aufreibende Arbeit
übernommen hatte, all das in den Computer einzuspeisen.

 

Nachfolgend stelle ich dieses Grundlagenbuch zur (ausschließlich) privaten Nutzung zur Verfügung und weise dabei
nochmals auf die Copyright – Rechte hin. Die entsprechend interpretierten Tarotkarten (Raider Waite),
sind im Buchhandel zu beziehen.

 

Seit dem Jahr 2005 gebe ich wieder gelegentlich TAROT – Kurse, die allerdings neue Inhalte haben und zum
*BLAUER DIAMANT™* gehören. Sie sind noch mehr als vorher, auf die Erkenntnis und Stärkung der eigenen
Persönlichkeit ausgerichtet. Tarot ist ein wundervolles „Spiel“ von Weisheit und Verständnis. Wenn wir es
zulassen, dann können wir sehr viel über uns selbst erfahren. Der Weg zur Selbsterkenntnis,
zu dem <Ich Bin>, ist besonders wichtig im Leben eines Menschen.

 

Tarot wird hiermit zur Möglichkeit der „Inneren Reifung“ und der klaren Ermächtigung von persönlichem Bewusstsein.
Eine Stabilisierung im Alltag ist jedem Individuum dienlich. Tarot wird, auf diese Weise verwendet, nicht zur
„Vorhersage“ benutzt, sondern dient als Spiegelbild der Seele. Es ist ein wirkliches Erlebnis und natürlich auch
ein Abenteuer, sich auf die eigene, ganz persönliche, Reise zu begeben. In der Unabhängigkeit der eigenen
Existenz liegt die wahre Freiheit. Tarot kann auch Geduld, Liebe, Geborgenheit und Zuversicht lehren, welche
uns Zufriedenheit beschert. Wenn wir in die Tiefe der Symbolik eindringen und diesen „Schatz“ heben,
so finden wir einen inneren Reichtum, den so manch einer nicht für möglich hält.

 

Tarot ist natürlich nur einer von vielen Wegen, - doch diese Art von Weg kann sehr heilsam sein,
für eine spezielle Ganzwerdung des individuellen Selbst... Also des <ICH BIN> ...

 

So bleibt mir nur noch übrig, viel Spaß bei der Lektüre zu wünschen!

 

Lichtvolles Sein

 

DORIS STILGENBAUER

 

 

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Inhaltsverzeichnis

 

 


 

 

Übersicht Tarot-Karten:

 

 

 

 


 

 

Tarot-Kursbuch

 

 

Vorwort

 

Es war mir ein Bedürfnis, nachdem ich sehr intensive Erfahrungen mit dem Tarot spielen gemacht hatte, diese
gewonnenen Werte auf aktiv-brauchbare Art und Weise weiterzugeben. Natürlich ist deshalb die "Lektüre" auch
auf meinen Umgang mit der Materie abgestimmt und viele persönliche Ansichten verarbeitet.

 

Tarot ist für mich lebendiges Leben. Es ist ein Spiel, aber wie jedes Spiel hat es ernste und heitere Seiten,
besinnliche und verrückte. Es ist ein wirkliches Auf und Ab, Hin und Her. Sämtliche Aspekte des menschlichen
Seins können von uns selbst erfasst, beleuchtet und in Szene gesetzt werden. Man wird quasi automatisch
auf das Wesentliche im eigenen Leben hingewiesen und kann sich damit auseinandersetzen,
theoretisch, praktisch, wie man mag ...

 

Dies empfinde ich persönlich als eine herrliche Sache und ich freue mich jedes Mal aufs Neue wenn ich sehe,
dass andere interessierten Menschen ebenfalls mit Elan dieses Abenteuer wagen und ähnliche Bereicherungen
erfahren dürfen. Und so danke ich hiermit allen, die durch Nachsicht, Geduld, Kritik und Arbeitseifer dazu
geholfen haben, dass diese Gedanken schriftlich fixiert werden konnten und natürlich danke ich auch
dem "Zufall", der wollte, dass diese Niederschrift entstand.

 

Das Wichtigste aber war und ist die Liebe!

 

Worms, im Sommer 1991

 

Doree Averlon

 

 

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Einleitung

 

T A R O T (-SPIEL)

 

Was Tarot ist oder sein kann:

 

Tarot ist ein Kartenspiel aus insgesamt 78 Einzelkarten. Dies teilen sich auf in die große Arkana
mit 22 Karten und die kleine Arkana mit 56 Karten.

 

Wir arbeiten hier nur mit der Großen Arkana, die traditionell mit lateinischen Ziffern durchnummeriert ist und
zwar von 0 bis XXI. Jede Karte trägt einen bestimmten Namen, dieser kann allerdings bei anderen
Kartendecks etwas variieren. Der Inhalt, bzw. was die Karte aussagt, ist jedoch in etwa gleich.

 

Woher "Tarot", dieses logische System von Einzelkarten stammt wer es "erfunden" oder entdeckt hat, aus
welchem Land, aus welchem Jahrhundert, wird sich nicht mit Sicherheit beantworte lassen. Es ist aber anzunehmen,
dass es aus altägyptischer Zeit ist. So jedenfalls sagen es die Legenden, die auch behaupten, dass es das Buch
Toth sei. Das Interessante an diesem Buch ist, dass es keine starr aufeinander folgenden Seiten hat, sondern
durch die Struktur des Kartenspiels die Möglichkeiten zu vielfältige Kombinationen bietet.

 

Die Sprache des Tarot ist eine reine Bildersprache, die direkt eben über das Bild, mit dem Menschen, seinem Herzen
und seine Verstand Kontakt aufnimmt und eine Verbindung herstellen soll und kann. Erklärungen in Form von Worten
(oder Büchern!) sind eigentlich überflüssig. Sie können lediglich Hilfestellung leisten, sie verkürzen die Zeit
bis zum inneren Verstehen. Schaut die Bilder an und ihr werdet begreifen.

 

Bei der Beschreibung der Karten in den folgenden Arbeitsblättern beziehe ich mich auf die Karten
des Rider-Waite-Tarot.

 

Das Tarotspiel hat einige Möglichkeiten wie man mit ihm arbeiten kann und eine davon läuft auf das "Wahrsagen"
hinaus. Dies hat einen unangenehmen Beigeschmack wegen der vielfältigen Scharlatanerie, die in diesem Bereich
betrieben wurde und immer noch betrieben wird. Davon möchte ich mich allerdings distanzieren. Ich bevorzuge
die Divination, d.h. den Aspekt: Das "Wahre zu erkennen" bzw. die "Wahrheit sehen wollen". Mit Hilfe des Tarot
können wir sehen lernen ..., die Wahrheit in uns und um uns. Wir bekommen damit die Möglichkeit, uns mit
unserer Persönlichkeit, unseren Wünschen, Zielen und Hoffnungen Auseinanderzusetzen,
über sie nachzudenken. Die Karten fungieren hier als Hilfsmittel und Stütze.

 

Es sind alles Selbsterfahrungsprozesse, nur auf einer andere Ebene, die zunächst ungewohnt sind. Es werden
viele neue Zusammenhänge erfahren, die erst einer geistigen Auseinandersetzung bedürfen. Sich diese Ebene
zu erschließen, braucht etwas Zeit und man hat ebenso die große Möglichkeit, durch Selbst Erkenntnis
zu einer Selbst-Heilung zu gelangen.

 

Auf diese Weise festigt das Tarot den Charakter durch die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, erweitert das
Bewusstsein durch die Bereitschaft zur Toleranz und Akzeptanz, gibt ein Ventil für unterdrückte Gefühle, gibt
Entscheidungshilfen. Jeder wird nur so weit in die Tiefe gehen können, wie er es verkraften und erfassen kann.
Damit haben wir einen gewisse Schutz (auch vor uns selbst).

 

Alles in unserem Leben ist schwingende Energie bzw. Frequenz. Diese Frequenzen existieren überall und sie sind
außer im "Hörbereich" oder vielleicht Geruchssinn nicht körperlich wahrnehmbar. Aber auch unsere Gedanken sind
Energie und Frequenz. Wären sie das nicht, so könnten wir ja auch keine Hirnstrommessungen vornehmen. Diese
Energie, so subtil und so fein sie ist, ist immer um uns und in uns. Jedes Atom "schwingt" und wir genauso.
Wir erfahren das auch tag-täglich z. B. durch Sympathie und Antipathie.

 

Auf dieser Frequenz, auf dieser Grundlage helfen uns die Karten. Die Energien (teilweise von uns selbst gesendet),
ermöglichen es, dass die Karten in der Kombination zu liegen kommen, wie es sich darstellt. Diese Art zu Arbeiten
ist also nichts Unnatürlich» oder etwas, dem man sich "verschreiben" oder auch an das man "glauben" muss.

 

Es funktioniert ganz einfach so.

 

Diese Arbeit stellt also keinesfalls ein Hindernis für religiös gläubige Menschen dar. Im Verlauf des "Spiels"
werden Sie erkennen, dass man gerade über den Weg des Tarot seinen Glauben an einen Gott wieder finden kann.
Wir haben immer Boden unter den Füßen, eben weil wir nicht "glauben" müssen, sondern weil wir "wissen" werden.
Es gibt beim Tarot nichts, was man nicht logisch erklären könnte und so werden auch "wissenschaftlich"
denkende Menschen zu ihrem Recht kommen.

 

Alles hat seine Ursache im Universum.

 

Die Tarot-Karten stellen Teilaspekte von uns dar. Das heißt, dass jeder einzelne Trumpf der Teil eines
Wesenzuges in uns ist, mehr oder weniger ausgeprägt ist, in positiver oder negativer Ausrichtung.

 

Deswegen ist es notwendig, sich genau mit dem (eigenen) psychologischen Hintergrund zu befassen und auch
einwirken zu lassen. Das Gesamte, mit allen Beziehungen und Wechselwirkungen untereinander, ist im günstigsten
Fall der vollendete Mensch und den gilt es ja anzustreben.

 

Jede Karte ist also wirklich wert, auf ihre Deutung (Bedeutung) hin untersucht und durchleuchtet zu werden.
Wir müssen den Part in uns suchen, der damit korrespondiert. Alles werden wir in uns finden - und unsere
Beziehung dazu. Hier ist natürlich auch sehr große Ehrlichkeit sich selbst gegenüber notwendig
und auch Liebe. Falls man nicht gerade Naturtalent ist, kann man dieses aber lernen.

 

Außerdem wird eine Denkweise gefordert, die uns eigentlich etwas verloren gegangen ist. Wir sind im Allgemeinen
so erzogen (oder es gewöhnt), dass wir zuerst den Intellekt bemühen und von da ausgehend das Gefühl entwickeln.
Nun gilt es zu lernen, den umgekehrten Weg zu gehen. Zuerst ist die Stille gefragt, da diese feine, innere Bewegung,
die entstehen könnte, überhaupt wahrgenommen werden kann. Was dann aufsteigt an Positivem oder auch
Negativem, eben aus diesen tiefen "Wassern" hoch kommt wie kleine Luftblasen, möchte unbedingt zugelassen
werden. Man sollte es perlen, aber auch brodeln lassen und dann erst sollte der Intellekt bemüht werden,
damit jedes "Ding" auch seinen rechten Platz bekommt, - erneuert, entstaubt und verschönert.

 

Noch etwas können wir bemerken, wenn wir die Arbeit (an uns) richtig vollziehen: Weil wir immer tieferen Einblick
in menschliche Stärken und Schwächen bekommen, insbesondere auch eigenen, wird das Verständnis und die
Toleranz gegenüber Mitmenschen größer und tiefer. Auch so lernen wir eine Seite der Liebe kennen, die uns und
anderen zugute kommt. Die Duldsamkeit und das Verständnis lässt die Akzeptanz größer werden, das Gegenüber so
zu lassen wie es ist, und sich nur dann in sein Leben einzumischen, wenn das Bedürfnis dazu besteht.

 

So werden nicht nur wir durch die Arbeit mit uns selbst bereichert, sondern auch all diejenigen, die uns anvertraut
sind. Eben diese Teilaspekte, mit denen wir uns in Form der Tarotkarten auseinander setzen, erfordert eine hohe
Toleranzgrenze von uns, - und unseren Mitmenschen gegenüber.

 

Jeder von uns hat eine andere Aufgabe und jeder hat demzufolge auch ein anderes Problem in diesem Leben zu
bewältigen und statt sich gegenseitig zu verurteilen und einzuengen, sollten wir uns besser helfen. Dort wo keine
Hilfe möglich ist, weil die eigene Kraft nicht ausreicht oder das Verständnis der Umstände dies nicht ermöglichen,
kann man wenigstens neutrale Toleranz walten lassen. Mischt man sich nicht ein oder distanziert sich,
ist das oftmals auch schon Hilfe genug.

 

Auf der anderen Seite sollten wir allerdings auch nicht erwarten, dass man uns hilft und dies vielleicht gar dem
Mitmenschen zum Vorwurf machen, wenn dies nicht geschieht. Jeder ist so wie er ist und jede Einsicht in die
(eigene) Verhaltensweise, setzt den persönlichen Willen dazu voraus. Also auch nur helfen, wenn ersichtlich ist,
dass das Gegenüber die Hilfe auch wirklich braucht oder will. Aufgedrängte Unterstützung führt
nur zu Abwehr und Aggression.

 

Natürlich sollen wir uns auch nicht "auf dem Kopf herumtrampeln“ lassen, aber die daraus entstehenden Reaktionen
haben angemessen zu erfolgen. Meist ist der Gedanke, dass der Andere etwas Bestimmtes denken
könnte zuerst da und entbehrt sehr der Realität.

 

Auch dafür ist also die Beschäftigung mit dem Tarot gut, die Selbstdisziplin zu üben und dadurch unser eigenes
Leben klar zu strukturieren, damit es endlich möglich ist, hinter die Kulissen zu schauen.

 

Jeder tut das natürlich in seiner eigenen Sprache und mit seinen eigenen Sinnbildern. Da hat kein "am Wort kleben"
Platz. Es ist wichtig zwischen den Zeilen zu lesen, einfach den Sinn erfassen. Je mehr wir dabei in unsere eigene
Stille gehen, um so deutlicher wird das eben noch Abgelehnte fassbar.

 

Durch Erziehung, Kulturkreis, festgelegte Moralvorstellungen aber auch seelische Verletzungen, die ein Mensch
erfahren hat, ist er auf bestimmte Symbole und Worte "allergisch". Dann wird eine Sperre aufgebaut, eine
Abwehrhaltung dringt ein und aus diesem Vorurteil heraus, wird oft Lehrreiches nicht ausgenutzt.

 

Tarot erzieht also auch, bei richtiger Betrachtungsweise, zur Offenheit. Eine Offenheit, die notwendig ist, wenn wir
aus alten Gleisen heraus wollen. Vorurteile sind bei Allem was man unternimmt und tut ein Hindernis. Erst wenn man
sich, nach eingehender Betrachtung und Information sicher ist, etwas abzulehnen, dann hat man auch ein gutes
Gefühl dabei, bzw. nagen hinterher nicht Zweifel am Gemüt.

 

Die Offenheit in allen Dingen, in Bezug auf ein vorurteilsfreies Handeln, ist eine faire Angelegenheit. Offenheit und
Fairness sind für mich wie Zwillinge, die einfach nicht zu trennen sind. Dem Leben und Lebendigen (auch der Liebe)
eine Chance zu geben und offen-vorurteilsfrei auf die Dinge zugehen, ist eine faire Geste,
die in der heutigen Zeit leider nicht mehr so oft zu finden ist.

 

Auch das sollten wir wieder lernen!

 

Die "Verletzungsgefahr" bei dieser Art von Offenheit ist überhaupt nicht so groß wie man annimmt. Denn:

 

Sei dir bewusst, dass du einzigartig bist!

 

Mach dir klar, dass du wichtig bist und du gebraucht wirst, an dem Platz, an dem du gerade stehst.

 

Lerne dich selbst zu lieben und zu akzeptieren und dich selbst anzunehmen.

 

zu 1 . Jeder Mensch ist ein Individuum, das auf die ihm einzig mögliche Art existiert. Keiner hat das Recht und die
Veranlassung, im Leben eines Anderen Veränderungen herbeizuführen, wenn dazu nicht die Erlaubnis erteilt wurde.
Im Gegenzug sollte man dafür endlich die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen und erkennen, das
man immer selbst Auslöser ist für das Geschehen, auch wenn dies vordergründig nicht erkennbar ist.

 

zu 2. Auch wenn es manchmal kaum vorstellbar ist, schafft man sich das Leben und die Lebensumstände selbst
und deswegen ist es so ungemein wichtig, dass man das, was man gerade tut, mit größter Aufmerksamkeit erledigt.
Nur dann kann ich mit dem erreichten Ergebnis auch zufrieden sein. Die Welt ist nicht nur "Friede, Freude, Eierkuchen",
sie will erobert werden in allen Nuancen und dazu ist es wichtig, dass ICH dort, wo ich mich gerade befinde das
optimale Ergebnis erziele. Das gelingt nicht ohne Selbstbewusstsein und der "schielende" Blick auf meine evtl.
"negative" Umwelt nützt mir dabei nichts. Sei wie du bist und tue was du kannst!

 

zu 3. Das Vertrauen zu sich selbst, schafft den Urgrund auf den wir das Leben bauen können. Ohne die Liebe zu
uns selbst geht das Lebendige an uns vorbei und die Kraft ist vergeudet. Du brauchst andere nicht um Liebe
anzubetteln. Keiner kann dir geben, was du selbst im Übermaß bei dir hast. Suche danach und wenn du nur
einen kleinen Zipfel erhascht hast, gib ihn nie wieder her.

 

Natürlich bedarf man oftmals auf seinem Weg der Unterstützung und in der Not wird da auch Jemand oder Etwas
sein, das ehrlich hilft aber auch dann darf man sich nicht abhängig machen. Man kann offen sein für die Hilfe,
es soll jedoch nie zu einer bleibenden Einrichtung werden.

 

Wenn dies mit in den aktuellen Lebensplan eingerechnet wird, dann ist die "Verletzungsgefahr" gar nicht so groß
und sollten doch Wunden geschlagen werden, so können sie eine Erfahrung darstellen, die stärker macht und
reifen lässt. Wunden können auch eine Hilfe und lehrreich sein. Man kann an Widerständen auch wachsen.

 

So ist das Spiel des Tarot gleichzeitig ein Spiel des Lebens. Die Teilaspekte, bzw. die Gesamtheit dieser
losen Blätter, sind eine Hilfe bei unseren Überlegungen und nicht nur das, wir bekommen auch gleichzeitig
praktische Hilfen an die Hand, wenn wir nur ehrlich genug zu uns selbst sind.

 

Mir macht dieses Spiel (das Leben) in seinen Höhen und auch Tiefen Freude und jede "ungeplante"
Schwierigkeit ist für mich eine neue Herausforderung. Wir sind nicht hier auf der Erde
"zumAusruhen", wir sind hier um zu L E B E N !

 

 

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Arbeitsweise:

 

Es gibt zwei Möglichkeiten mit dem Tarot zu arbeiten:

 

a) Der "klassische" (esoterische) Weg

 

b) Der intuitive Weg.

 

Wir werden hier hauptsächlich mit der intuitiven Seite des Tarot arbeiten. Dies bietet den Vorteil, dass man
sehr schnell weiß um was es geht und dies im Alltag verwenden und umsetzen kann.

 

Falls es aber jemanden doch interessiert, so habe ich am Ende der jeweiligen Kartenbesprechung noch
kurz die klassische Seite berücksichtigt. So hat also trotzdem jeder die Möglichkeit, sich über
beide Seiten zu informieren und den Weg zu wählen, der ihm am besten liegt.

 

Aufgliederung:

 

Die Karten werden so erklärt, dass man, je nach Informationswunsch, einen schnellen Überblick hat.

 

Rubriken:

 

Intuitive Seite: Hier wird möglichst greifbar, lebensnah und mit Hilfe von "Gleichnissen" erklärt, mit nicht allzu
philosophischem Hintergrund. Der Inhalt bezieht sich also auf die praktische Seite des Leben.

 

Fragen, die ich mir stellen kann: Diese Fragen sollen zu etwas mehr Selbsterkenntnis verhelfe.
Natürlich nur, wenn dies gewünscht ist. Es ist eine Art Eigenerforschung.

 

Dinge, die ich tun kann: Wenn man aufgrund der Fragen oder anderer Fakten zu dem Schluss kommt,
dass man auf praktischem Wege etwas unternehmen will, um vielleicht eine Klärung der gegenwärtigen
Situation herbeizuführen, wird man in dieser Rubrik einen guten Ratschlag finden.

 

Affirmationen: Dies sind positiv gestaltete Sätze. Wenn man sie häufig wiederholt oder nieder schreibt,
tritt eine unbewusste Konditionierung ein. Das Gemüt reagiert auf diese ständige Prägung (ähnlich
autogenem Training). Man kann sich einen Satz (gemäß dem zu bearbeitenden Thema)
heraussuchen oder aber auch mehrere Sätze kombinieren.

 

Esoterische Erklärungsweise: Hier wird die philosophisch-theoretisch-theologische Seite der Karte
dargestellt. Aber auch aus "esoterischer" Sicht ist es nur eine oberflächliche Erklärung, denn da gäbe
es noch viel mehr ... Wer daran Gefallen findet oder weitergehendes Interesse hat, wird Wege finden
(evtl. auch über entsprechende "Fachliteratur"), sich die gewünschten Informationen zu beschaffen
oder vielleicht sogar eigene Gedanken walten lassen.

 

Zusammengefasste Botschaft: Es wird versucht in wirklicher Kurzfassung das Wesentliche
(auch über die Symbole), der entsprechenden Karte darzustellen.

 

Divinatorische Bedeutung: Diese Erklärung kann zur Deutung oder Auslegung des "Kartenspiels"
herangezogen werden. Es dient dem vereinfachten Erkennen des Sachverhalts.

 

Stichworte: Auch die Stichworte helfen in vereinfachter und allgemeiner Art beim Deuten der Karten.

 

Partnerschaftsfragen: Da häufig gewünscht, ist dies als Ratgeber gedacht, der sich auf Fragen
betreffend Partnerschaftssituationen bezieht. Hier lässt sich oft „der Stand der Dinge“ ableiten.

 

Hinweise: Es besteht darüber Klarheit, dass es in der nun folgend Abhandlung einige vielleicht
unbekannte oder ungewöhnliche Worte und Redewendungen gibt. Trotzdem habe ich ganz
bewusst auf der Erklärung verzichtet.

 

Ich finde, dass es doch recht reizvoll sein könnte, "zwischen" den Zeilen zu lesen, den übertragenen Sinn zu
ergründen oder sich die Mühe zu unterziehen, hinter die Bedeutung des noch Unbekannt zu kommen. Im Anhang
zu den Kartenerklärungen sind noch einige "Legebeispiele" aufgeführt. Dazu wünsche ich jetzt schon viel
"Spaß der Freud". Man muss im Leben ja nicht immer alles so tierisch ernst nehmen aber ein paar
Gedanken(an)stöße haben noch nie geschadet.

 

 

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Dann also jetzt zur ...

 

TAROT – KARTEN – AUFKLÄRUNG:
 

 

 


 

 

O. Der NARR

 

Der Narr ist eine Karte der Ungebundenheit.

 

Intuitive Seite:

 

Alle Wege stehen dem Narren offen, der tanzend hinauszieht in die Welt.

 

Da ist ein Mensch der lacht. Wenn er ein bisschen lacht, da finden wir das freundlich, beneiden ihn sogar.
Wenn er viel lacht, dann ist dies schon etwas suspekt ("in der heutigen Zeit gibt es ja so wenig zu lachen")
und lacht ein Mensch immer, da kann er nur verrückt sein (denkt man).

 

Warum leisten wir uns nicht ab und zu den Luxus, lachend durch unseren Alltag zu gehen, - einfach so. Selbst im
größten Leid bleibt uns das Lachen. Es verändert nichts, nicht zum Guten, aber auch nicht zum Schlechten. Das
Lachen ist ganz einfach und lebt nur für den Augenblick. Würde einiges nicht um vieles leichter, wenn man nicht
dauernd vor und zurück schaut, sondern einfach nur der Gegenwart huldigt; nicht lange fragt, mach ich's falsch
oder mach ich's richtig; was war in der Vergangenheit, was bringt die Zukunft, - eben einfach nur leben.

 

Du sagst, dies sei nicht die reale Welt, tanzend und lachend die Zeit zu verbringen. Man muss planen, etwas tun,
die Zukunft ins Auge fassen, die Vergangenheit beachten. Doch wo lebst Du dann? Irgendwo dazwischen? Wann
ist dann für Dich die Gegenwart, wenn Du immer nur in der Zukunft oder in der Vergangenheit lebst?

 

Kannst Du die Freude und Losgelöstheit des Augenblicks noch empfinden?

 

Warum lassen wir uns einen Stempel aufbrennen, der uns ständig sagt, was wir zu tun und zu lassen haben?
Ich denke wir sind alt genug, unser Bündel zu schnüren und auf Wanderschaft zu gehen. Wir können dabei viel
Wahrheit lernen, z.B. von der Natur, die sich selbst genügt. Eine Blume blüht, weil sie blüht - basta! Die Sonne
scheint, weil sie scheint - und das auf alle Menschen und zudem atmen wir alle die gleiche Luft. Wer jemals in
seinem Leben einen Augenblick empfunden hat, an dem die Zeit stillstand, wird es niemals vergessen.

 

Denken wir ruhig auch an künstlerische Menschen, von denen wir uns verwöhnen lassen und die um so größere
Meister sind, je mehr sie nur, sich selbst vergessend, dem Moment huldigen, der sie in ihrer Kunst davonträgt.
Wie sehr beneiden wir diese Menschen und machen ihnen doch zum Vorwurf, dass sie nicht auf dem Boden der
Realität stünden. Wir sollten uns ein kleines Stück dieser Lebensweisheit, Freiheit und Fröhlichkeit gönnen.
Machen wir's den Kindern nach, die einfach nur spielen. Der Ernst des Lebens holt uns früh genug ein,
doch sind in diesem Stadium alle Möglichkeiten offen.

 

Natürlich werden wir von unserer Umwelt geprägt, aber wir haben auch einen eigenen Willen. Damit können wir
uns, zumindest Zeitweise, aus dieser Umwelt entfernen und dem Augenblick, der Freiheit huldigen. Vielleicht sogar
inmitten der Natur und unseren Instinkten freien Lauf lassen. Es steckt sehr viel Weisheit und Schönheit in diesem
Verschmelzen mit dem Augenblick. Denn dann können wir lachen über die Welt und so manche
ihrer theatralischen, aber auch illusorischen Inszenierungen.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • kann ich noch über mich selbst lachen?

  • Bin ich zu starr und ernst geworden?

  • Mache ich mir zuviel Sorgen über Vergangenheit oder Zukunft und vergesse darüber das gegenwärtige Leben?

  • Bin ich gerne auf dieser Welt?

Dinge, die ich tun kann:

  • Spiele spielen, egal mit wem.

  • Mal was ganz "Unsinniges" tun.

  • Mich von künstlerischen Tun oder Dingen verzaubern lassen, auch wenn sie keinen Nutzen haben.

  • Den Versuch wagen, mit Pflanzen zu reden oder Tiere zu verstehen.

  • Tanzen, egal ob zu zweit oder alleine und mich im Tanz fühlen.

Affirmationen:

  • Ich genieße den Augenblick und erlaube mir, auch für die Zukunft den Augenblick zu genießen.

  • Ich darf Kind sein oder Weiser - ganz wie ich will.

  • In mir und dem Leben liegen alle Möglichkeiten.

 Esoterische Erklärungsweise:

 

Der Narr ist vielleicht das seltsamste und schwierigste Bild, da es von der Ziffer her eigentlich nicht zur Großen
Arkana gehört und wird deshalb auch 0 oder XXII benannt. Aus diesem Grund ist auch nicht ersichtlich, ob man
die Karte an den Anfang oder das Ende der Großen Arkana stellen soll. Man wird beide Möglichkeiten finden.
Deshalb denke ich, dass dieses Bild auch in etwa die Menschlichkeit auf unserer Erde darstellt. Der Anfang ohne
Ende, das Ende ohne den Anfang. Wir haben alles in uns was wir brauchen, doch oftmals wissen wir es nicht.
Trotzdem ist es da!

 

Der Tanz der Narren erscheint unkoordiniert, also keiner ordnenden Vorstellung oder Idee unterworfen;
eine beinahe archaische Ungebundenheit.

 

Viele weiße Elemente sind in diesem Bild. Es ist die Farbe des Lichts, die so dargestellt wird (Spektralfarben).
Damit ist auch die Möglichkeit gegeben etwas zu bezeichnen wie es ist, bevor es Ordnung und Form annimmt.

 

Man könnte die Interpretation des Narren auch durch das Wort „Möglichkeit" ersetzen, da in ihm alle Möglichkeiten
des menschlichen Selbst dargestellt sind (sogar die Vergangenheit und Zukunft), die beide zu dieser Zeit keinen
Einfluss auf den Tänzer nehmen können. Es ist der klassische "Augenblick", eine Momentaufnahme des Nichts
und Alles. Das Zeichen 0 in Verbindung mit der Möglichkeit des Auf- und Abschreitens bringt uns zur Spirale,
welche die eigene Bewegung des Voranschreitens von einer Ebene zur anderen symbolisiert. So kann die 0
einerseits die Vollkommenheit symbolisiere, andererseits das totale Chaos. Doch auch das Chaos
stellt eine Einheit dar, in der alle Möglichkeiten eingeschlossen sind.

 

Der astrologische Planet ist der Uranus, Planet des Unerwarteten, der Freude an der Überraschung, allzeit bereit
sich in das unbekannte zu stürzen. Das zugehörige Element ist die Luft, bezeichnend für das Denken und den Geist.

 

In vielen Märchen und Mythen begegnet uns das Bild des Narren, des reinen Toren, der weder klug noch
welterfahren ist und doch am Ende die Prinzessin heimführt. Der Narr ist in jeder Deutung der Außenseiter, der
aber auch gerade durch diese Stellung viele Wahrheiten sehen kann. Somit ist der Narr der Herold der Großen
Arkana. Die Wirklichkeit lässt sich niemals auf eine bestimmte Erklärung oder Philosophie reduzieren. Deshalb ist
sie Nichts. Wir können das Leben niemals als ein Spiel mit festen Regeln betrachten,
daran erinnert uns der Narr. Das Leben ist immer anders.

 

Trotzdem ist der Narr nicht vollkommen. Er repräsentiert zwar die Freiheit, jedoch wird mit der Zeit eine gewisse
Integration notwendig werden. Seine Lehre ist, dass der Fall in das Bewusstsein und die Trennung unumgänglich
sind, wenn Individualität zum Vorschein kommen soll. Tarot lehrt uns, dass wir gerade über das Bewusstsein
zu einem Zustand gelangen können, in dem wir uns der unbewussten Energie des Narren bewusst werden.

 

Das Tier unten auf dem Bild stellt die animalische Triebhaftigkeit unseres Wesens dar. Die christliche Moral
fordert uns auf, das Tier zu überwinden, moderne Psychologen meinen wir müssen es akzeptieren und Ökologen
sagen, dass wir es irgendwie lieben müssen. Die Esoteriker und Mystiker aller Religionen sprechen allerdings
von einer anderen Bewusstseinsebene, einer direkten Verbindung zwischen jedem Wesen und dem Kosmos.
Die Isolation ist eine Illusion, denn wir sind in jedem Atom und mit den fernsten Sternen verbunden, um zum
kosmischen Bewusstsein zu gelangen. Denn nur durch die Erkundung verborgener Weisheiten in uns selbst,
können wir die Wahrheit in der Schöpfung finden.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Der Narr ist "der Geist auf der Suche nach Erfahrungen". Dabei führt ihn seine Neugier und seine Sehnsucht. Ohne
Konzept geht er spontan seinen Weg. Das Chaos, das er anrichtet, schafft manchmal auch eine neue Ausgangsbasis.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Der Narr weist auf eine Situation hin, wo der Mensch intuitiv handeln sollte. Man soll also dem eigenen Instinkt
folgen, ohne auf den Rat der anderen oder Normen der Gesellschaft zu achten. Aber gerade bei dieser Karte
ist besonderer Wert darauf zu legen, welche anderen Bilder noch beigeordnet sind.
Diese müssen dann im Zusammenhang betrachtet werden.

 

Stichworte:

  • Der Narr steht auch für einen neuen Zyklus der Existenz

  • Trotzdem müssen wir uns vor Selbsttäuschung schützen.

  • Von der Intuition leiten lassen.

  • Sich den Folgen einer Handlung nicht bewusst sein.

  • Abenteuerliches Unternehmen

  • Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten

  • Mangelnde Aufmerksamkeit für das Detail

Partnerschaftsfragen:

  • Hier wird nur für den Augenblick gelebt. - In aller Unschuld und Unbefangenheit. Das bedeutet, dass man sich
    auch von den "Problemen" einer Beziehung lösen kann.

  • Die Partnerschaft, wenn sie besteht, ist vorübergehend, da der Narr nur alleine ein Narr ist. Dies ist die totale
    Freiheit. (Verantwortungslosigkeit?)

 

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I. Der MAGIER

 

Die Karte der Macht, nach dem Eintauchen in die Welt

 

Intuitive Seite:

 

Der Magier ist derjenige, der mitten im Leben steht und mit den Möglichkeiten, die er von Geburt an
mitbekommen hat, etwas anfangen will.

 

Für unser Leben bedeutet das, dass wir unabhängig von unserer jetzigen Lebenssituation uns auf den Weg
machen. Wir müssen uns beginnen abzunabeln (egal von was). Es sollte endlich etwas unternommen werden.
Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob wir eine gute oder schlechte Vergangenheit (nah oder fern) haben.
Es ist egal ob wir arm oder reich sind, glücklich oder unglücklich. Das Erscheinen des Magiers fordert uns auf,
sofort uns selbst an die Hand zu nehmen und nach eingehender Analyse der gegebenen Möglichkeiten,
uns auf den Weg zu machen.

 

Wir leben hier auf dieser Erde. Von dieser Materie können wir nicht fliehen. Durch die gesetzmäßige
Anziehungskraft und die Beschaffenheit unseres Körpers sind wir gebunden - von Anfang bis Ende - von der
Geburt bis zum Tod - hier zu verweilen. Was allerdings möglich ist, das ist die freie Bewegung auf diesem Erdenball;
natürlich unter Berücksichtigung einiger Gesetzmäßigkeiten. Aber wenn man nur will, gehen diese universellen
Gesetze bald "ins Blut" und es ist wie beim Autofahren, die Reaktionen und Bewegungsabläufe geschehen
automatisch, so dass man sehr gut nur auf den Weg zu achten braucht, auf dem man sich fortbewegt.

 

Also, egal in welchen Schwierigkeiten ihr gerade steckt, was z.B. für Partnerschafts- oder
Geschäftsprobleme gerade anstehen, beim Magier heißt es

 

"Ärmel hochkrempeln" und ran an die Arbeit.

 

Einfach mal nachschauen was da ist und welche Möglichkeiten für mich da sind.

 

Harte Arbeit ist es natürlich und nicht umsonst wird diese Karte auch den „Gauklern“ und Illusionisten“ zugeordnet.
Hektische Betriebsamkeit, stressiges „auf der Stelle“ treten, „kopfloses“ Drauflosrennen, bringen mit Sicherheit
nicht den rechten Erfolg und erschöpfen nur die Kraft. Die Arbeit braucht also auch eine Grundlage.

 

Schaut mal in den Spiegel und fragt Euch ob Ihr überhaupt noch da seid! Oder hat Euch der Alltag schon
geschluckt? Man sollte also versuchen, sich selbst wieder zu fühlen und wissen - dass man ist!

 

Man soll versuchen die Realität zu sehen, nicht zu sehr in Träumerische abschweifen und mit Disziplin einen
neuen Anfang wagen. Disziplin ist kein Zwang, sondern bedeutet Freiheit. Die Disziplin ist der freie Wille,
endlich etwas tun zu wollen- nicht zu müssen. Der Freiraum, der dadurch entsteht, dass ich nicht getrieben
werde und anschließend mir auch selbst keine Vorwürfe mache, gibt eine Energie frei. Diese Energie nun
kam schon wieder verwendet werden, um andere Dinge (z.B. kreativ-künstlerisch) in Angriff zu nehmen.

 

Zur Arbeit an den Lebensumständen gehört auch die Arbeit an uns selbst. Die Augen dürfen nicht vor
eigenen Unzulänglichkeiten verschlossen werden. Denn ob Unzufriedenheit oder Zufriedenheit
in unserem Inneren sind, das teilt sich auch der Umwelt mit.

 

Es gilt also auch, die Polaritäten zu beachten, nach dem Motto "So wie es in den Wald hineinruft, so schallt es
auch wieder heraus". Durch die Beobachtung (Beachtung) unserer Umwelt, wie die Menschen z.B. reagieren,
- auch auf uns - , können wir erkennen, wo die Arbeit bei uns selbst ansetzen muss.

 

Packen wir das Leben also an!

Den Kopf in den Sand zu stecken gilt nicht!

Dies ist der Anfang!

Es ist der bewusste Wille, mit all den Möglichkeiten, die mir eigen sind, etwas anzufangen.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Wer bin ich?

  • Wo ist zur Zeit mein Standpunkt?

  • Was kann ich aktiv tun, um meine Situation in den Griff zu bekommen?

  • Sammle ich meine Energie und arbeite damit oder verschleudere ich sie?

  • Bin ich nur "Reaktion" von anderen oder habe ich genügend Selbstbewusstsein in meinem Leben?

Dinge, die ich tun kann:

  • Mit Disziplin ein frei gewähltes Ziel setzen und aktiv daran arbeiten. (Nicht zuviel auf einmal, kleine Schritte
    wählen)

  • Sich selbst erfahren (wollen).

  • Etwas nur für mich tun, um nach diesem "Kräfte sammeln" frei zu sein für neue Aufgaben (auch kreativer Art).

Affirmationen:

  • Ich bin mir meiner Möglichkeiten voll bewusst und habe alles was ich brauche, um mein Leben zu gestalten.

  • Ich nehme meine eigene Stärke wahr und mein Leben selbst in die Hand.

  • Ich akzeptiere meinen derzeitigen Zustand, damit ich für die Zukunft darauf aufbauen kann

  • Indem ich Verantwortung für mein eigenes Leben übernehme, werde ich frei.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Der Magier repräsentiert das Schlagwort: "ICH BIN"

 

Das Element des Magiers, bzw. der Karte, ist die Luft. Die Element entspricht dem menschlichen Geist.
Er repräsentiert die Kraft des Intellekts.

 

Die Karte entspricht auch dem männlichen Prinzip (I), gemäß der Vorstellung, das Maskuline sei aufrecht, direkt
und kraftvoll. Es bezeichnet Willensstärke und zielstrebiges Bewusstsein. Der zugehörige Planet ist Merkur,
als Repräsentant der geistigen und magischen Kraft (Heiler, Schreiber, Schwindler usw.).

 

Mit dem Magier tauchen wir in die Welt ein, in die Entstehung der Polaritäten, worauf alles aufbaut:
Licht und Dunkelheit, Aktivität und Ruhe, Vernunft und Instinkt usw...

 

So klar diese Gliederung auch sein mag, sollten wir immer daran denken, dass die Pole idealistische
Abstraktionensind. Sie kommen niemals getrennt vor - nur verbunden. Dabei kann dann gerade die eine
oder andere Seite dominierend sein.

 

Wenn wir in diese Welt kommen, so müssen wir uns mit den Gegensätzen und Widersprüchen auseinandersetzen.
Der Magier ist der Schöpfer, der mit der dunklen Masse oder Materie ringen muss um das darin verborgene Licht
freizusetzen. Er sucht auch die Wahrheit, sucht ein Verständnis für die innere Natur und die Wiedervereinigung
der Gegensätze. Doch der Verstand allein reicht nicht aus, um mit dem Leben zurechtzukommen. Trennen wir das
Denken vom unbewussten Verlangen, kann es geschehen, dass sich all unser Wissen als nutzlos herausstellt!

 

Deshalb ist der Magier auch eine Karte der Weisheit. Wird dies Wissen allerdings missbraucht und statt zum
Dienst am Anderen nur für eigene Interessen eingesetzt, wird man darunter zu leiden haben.

 

Für die Frau ist der Magier eine der wichtigsten Karten bei der Entwicklung ihres Selbstes, für den Mann ist
es die Hohepriesterin. Jeder Mensch darf auch die Qualitäten des anderen Geschlechts in sich wahrnehmen.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Der Magier ist das Symbol des Menschen in männlicher Erscheinungsform, ausgedrückt durch die Haltung
von Stab und Magier sowie im Schwert auf dem Tisch des Magiers. Er ist der Wollende und Macher. Auf der
Ebene der Materie (Tisch) soll der Mensch mit Hilfe der vier Urkräfte (magische Werkzeuge), die ihm in seinem
Unterbewusstsein zur Verfügung stehen, ordnen oder etwas vollbringen. Jedes Wollen ist ein Neubeginn
(liegende 8 über dem Haupt des Magiers). Der Schlangengürtel zeigt den Umkreis an, in dem
der menschliche Wille frei handeln kann.

 

Bei dieser Karte wird uns auch der Schlüssel zur Entzifferung der anderen Karten an die Hand gegeben:
"Wie oben, so auch unten." (Der weise Lehrspruch des Hermes Trismegistos.)

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Der Magier ist eine Karte der Macht. Damit ist gemeint, dass man die Fähigkeit besitzen soll, sein Leben in
positive Bahnen zu lenken. Dies bedeutet, alte Situationen zu transformieren, damit neue hervorgebracht
werden können. In einer Zeit der Stagnation (Stillstand) könnte ein gewaltiger Energieschub zum Durchbruch
kommen, auch kreativ gesehen. Probleme sollen mit neuem Mut angegangen werden.Der Magier
überwindet Widerstände nicht nu bei anderen, sondern auch bei sich selbst.

 

Stichworte:

  • Einweihung über den Verstand, Klarheit und Durchblick.

  • Streben, der Welt zu dienen.

  • Flexibilität.

  • Äußere Erscheinungsformen verbergen die Wirklichkeit.

  • Schlauheit und innere Weisheit.

  • Jemand, der eins wird mit dem Zyklus des Lebens.

  • Die Fähigkeit, im negativen wie im positiven Sinne die Dinge nach eigenem Willen zu beugen.

  • Freier Wille.

  • Konzentration des Willens auf ein Ziel.

  • Umsetzen von Gedanken in Aktion.

  • Selbstkontrolle.

  • Organisatorische Fertigkeiten sind vorhanden oder werde verlangt.

  • Kraftvolle Persönlichkeit.

  • Kreativität.

Partnerschaftsfragen:

  • Pack's an!

  • Halt durch!

  • Mach was draus!

  • Aufbruch in eine Beziehung.

 

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II. Die HOHEPRIESTERIN

 

Die Karte des Übersinnlichen

 

Intuitive Seite:

 

Die Hohepriesterin ist diejenige, die uns unsere seelische (über- sinnliche) Seite etwas näher bringen will.
Sie zeigt uns, dass Intuition im Leben unbedingt notwendig ist, damit wir mehr über den Sinn und das Innere
der Dinge und uns selbst erfahren können.


Hinter den "Vorhang" zu schauen, versuchen zu ergründen wie die Dinge wirklich sind, überhaupt die "Ecke"
zu sehen, wo wir unsere Seele vergraben und versteckt haben, ist die Mühe wert.


Da ist etwas in Deinem Innern, doch Du weißt nicht was es ist Du fühlst es nur. Du spürst es manchmal
stärker, manchmal schwächer. Beunruhigt es Dich, weil es nicht erklärbar ist? Der Verstand kann keine
logische Folgerung nachweisen? Das was Du da Fühlst ist Deine Seele, dieses Etwas, das da ist und
das man mit rein materiellen Sinnen nicht benennen kann.


Du findest es unheimlich? Nein, - das muss nicht sein, es ist ja ein Teil von Dir selbst, ein Teil des eigenen Ich.
Aber es ist ein Teil, der sich nicht aufdrängt; leise ist er, ganz leise, bis Du Dich zu ihm hinbemühst.


Manchmal ist dieser Weg dorthin etwas mühsam zu finden, weil er im Dunkeln liegt und wir es verlernt haben,
auf das Gefühl zu achten. Am Tage, bei Licht, bei wachem Verstand, ja da sieht alles so einfach aus. Alles lässt
sich so wunderbar verdrängen Die "Aktivität" lässt der Seele kaum Platz zum Atmen. Aber unser Innenleben
will auch atmen, will belebt sein und aktiv. Deshalb sollten wir uns auf den Weg begeben, es zu suchen.


Dazu ist es notwendig, dass wir im Reisegepäck ein paar Attribut haben, wie z.B.: Unvoreingenommenheit,
Neutralität, Neugierde und man muss außerdem "reinen Herzens" sein, denn die Seele ist oft hinter Schleiern
verborgen, die leicht zerreißen können. Sei also behutsam mit Eurer Seele und Euren Gefühlen, wenn Ihr sie sucht.

 

Und wenn Ihr sie gefunden habt, verweilt ein wenig, lasst Euch Zeit. Manchmal darf man sich den Luxus leisten
zu ruhen und zu fühlen, denn die Seele, die Gefühle, haben viel zu sagen und sie sagen es nur in der Ruhe,
im Dunkeln, nicht im grellen Schein der Sonne und Aktivität.

 

So wie wir erst bei Nacht die Schönheit der Sterne bewundern können und beobachten wie sie die Bahn ziehen,
die Faszination des Mondes erkennen, so offenbaren sich die innersten Gefühl erst wenn die Stille eingekehrt ist.
Tag und Nacht gehören jedoch zusammen. Keiner kann ohne den Anderen existieren und jedes Ungleichgewicht
bringt Veränderungen. So sagt uns die Hohepriesterin, dass wir in die Geheimnisse eintauchen sollen, die
Geheimnisse unseres eigenen Lebens. Aber seid behutsam, die Schleier halten viel verborgen,
- die Grundlage unserer Existenz.

 

So wie die Hinwendung zum eigenen Du geschieht und wir ergründen was da noch in uns lebt, so geschieht
dies natürlich auch mit unserer Umwelt. Wie stehen wir da zu unserem nächsten Mitmenschen?
Auch da sollten wir dem Sachverhalt auf den Grund gehen.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Habe ich Angst vor mir selbst und meinen Gefühlen?

  • Empfinde ich noch etwas (will ich das überhaupt) oder habe ich mich abgekapselt weil mir das Urvertrauen fehlt?

  • Habe ich Angst vor der Zukunft?

  • Verurteile (Vorurteile) ich manche Mitmenschen nur weil ich sie nicht verstehe und entstehen daraus persönliche Probleme?

Dinge, die ich tun kann:

  • Über mich selbst nachdenken und den Mut aufbringen, meine Gefühle als eine Grundlage meines Lebens anzuschauen.

  • Meditation in, mit und über das Wasser-Element.

  • Ab und zu sich in innere Dunkelheit und Ruhe begeben.

  • Sich in natürlicher Dankbarkeit üben.

Affirmationen:

  • Ich kann mein Leben klar analysieren und durchdenken.

  • Ich bin in der Lage mich selbst zu erfahren.

  • Meine Intuition ist eine gute Führung und deswegen vertraue ich mich auch meiner geistigen Führung an.

  • Ich teile meine "Weisheit" mit anderen.

Esoterische Erklärunqsweise:

 

Die Hohepriesterin trägt die Zahl zwei, also die andere Seite der Polarität (jedes Ding hat zwei Seiten).
Das Element ist Wasser, als Ausdruck des unbewussten Gefühls. Der astrologische Planet zur Karte ist der Mond.
An den Gezeiten erkennen wir den Zusammenhang zwischen den Beiden.

 

Das Wasser an sich ist eine "formlose" Masse, die sich jedoch mit Energie erheben kann. Es symbolisiert das
Unbewusste und damit auch die unbewusste Energie. Eine Energie, die man oft nicht packen kann, so wie
unsere Gefühle (falls die Wogen zu hoch gehen). Versuchen wir uns aber davon abzulösen, werden wir
bzw. unsere Gefühle verdorren.

 

Die Bilder und Mythen, die aus dieser Karte zu uns sprechen, gehören zu den ältesten Erinnerungen der
Menschheit. Die Hohepriesterin steht für Ruhe und Aufnahmebereitschaft, Hingabe und Verständnis,
Gleichgewicht und Gelassenheit. Zu dieser Symbolik gehören der Mond, die Meere, die Nacht und die Erde.
Es ist das göttliche Lebensprinzip überhaupt, auf schöpferische Art und Weise.

 

Die Hohepriesterin führt in einen präindividuellen Zustand zurück, nämlich das Gefühl, ein Teil von Allem zu sein.
Wenn wir uns damit verbinden, könnten wir das Ich-Gefühl sogar vollständig verlieren.
Hierin liegt natürlich auch eine Gefahr.

 

Die Hohepriesterin zeigt keine Gefühlsregung. Denn Gefühle und Denken sind Hervorbringen von Individualität.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Diese Karte hat ihre Bedeutung auch in "Die Einheit in der Zweiheit", ausgedrückt durch die Säulen.
Vereinigung von Gegensätzen ist auch ein Symbol des Kreuzes. Der Kopfschmuck ist das weibliche Prinzip und
bedeutet Geborgenheit im Kosmos eingeschlossen die wechselnden Mondphasen. Die Kugel (der Mond) führt diese Symbolik weiter. Die Weiblichkeit ist der Materie sehr nah, ruht förmlich auf ihr (Steinblock) . Die göttliche Gesetze liegen in der Hohepriesterin verborgen (Tora-Rolle). Der Vorhang ist Symbol der Fruchtbarkeit und "Defloration".
Dieser Vorhang muss durchschritten werden, wenn man zum Meer der Erkenntnis kommen will. Wer ihn durch-
schreitet kommt mit den Grundgesetzen des Lebens überhaupt in Verbindung.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Die Karte der Hohepriesterin betrifft eine Zeit, in der man Ruhe braucht und nach innen schauen sollte (In der
Stille auf sich selbst besinnen). Der Betreffende soll Frieden mit sich selbst suchen. Geduld und Ruhe sind
oberstes Gebot. Es ist eine Zeit der Intuition und nicht der Analyse. Man braucht Zeit.

 

Stichworte:

  • Die Hohepriesterin zeigt uns die Energie, die die Intelligenz des unterbewussten Gedächtnisses vereint.

  • Die Wahrheit ist verborgen und kann nur durch Intuition weibl. Weisheit oder Offenbarung enthüllt werden.

  • Naturkräfte.

  • Künstlerische und medialen Fähigkeiten.

  • Intuition.

  • Kreative Fähigkeiten.

  • Vermeiden emotionaler Bindungen.

  • Lebensangst.

  • Das Stadium von Möglichkeiten, die bereits bewusst sind aber noch der Entwicklung harren.

  • Hüterin eines Geheimnisses.

Partnerschaftsfragen:

  • Die Absicht (den Plan) nochmals überdenken - in aller Ruhe - damit nicht im Überschwang der Gefühle falsche Entscheidungen getroffen werde.

  • Mit Intuition dem Partner behilflich sein.

 

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III. Die HERRSCHERIN

 

Karte der Öffentlichkeit

 

Intuitive Seite:

 

Mit der Herrscherin kommt das Empfinden ins Spiel. Die Möglichkeit, die Umwelt gefühlvoll anzunehmen.
Du hast etwas geschaffen und bist nun stolz darauf. Du hast den Schritt gewagt und dein Schicksal in die Hand genommen und merk nun ganz genau, dass sich etwas bewegt. Fast von selbst ergeben sich die Möglichkeiten.

 

Was jetzt geschieht ist herrlich, fassbar und lebendig, es ist kreativ und wachsend. Die Welt beginnt lebendig zu
werden, und es entsteht das Gefühl, die Dinge nehmen Gestalt an. Aber mit diesem "Gestaltannehmen" wächst
auch die Macht, darüber zu herrschen.

 

Diese Macht ist eine mütterliche Macht, die ausgeübt wird (meist) im engsten Bereich (Familie, Untergebene,
Schüler usw.). Darin liegt auch die Gefahr der Fehleinschätzung über dieses Objekt der Macht. Wer in diesem
"mütterlichen Machtbereich" tätig ist, tut sich oft schwer an wirklicher Objektivität. Ein treffend Beispiel wäre
wohl die fehlgeleitete Mutterliebe, die oft das Recht beugt; sei es um das Kind ständig "zu entschuldigen"
als auch die Erpressung einer "Mutter" mit Hilfe der Liebe.

 

Deswegen ergeht bei der Herrscherin die Aufforderung an all sich über ihren geschaffenen Machtbereich und
den korrekt Umgang damit einige Gedanken zu machen (gilt für Männer u Frauen).

 

Wir kommen bei dieser Karte auch mit der Natur in Berührung. ist wilde, urwüchsige Natur, die uns Nahrung
und Leben bringt. Ohne die "milden" Gaben der Natur (Früchte, Gemüse, Korn usw.) wäre eine physische
Existenz auf dieser Erde für uns nie möglich. So solltest du dich auch als Kind der Natur sehen, die dich erhält
und der du dankbar sein solltest. Aber statt dessen quälen wir oft genug diesen lebendigen "Organismus",
der uns selbstlos liebend dient.

 

Was können wir doch alles bekommen: Holz, Nahrung, Erze, Stoffe. Alles können wir bekommen, um daraus
etwas zu nehmen und zu gestalten, Macht darüber auszuüben und zu herrschen. Und dann entsteht die Situation,
dass wir noch denken, wir wären es alleine, die eine Existenzberechtigung hätten.

 

Haltet also in dem Bereich, in dem ihr "mütterliche Gewalt" habt, die Augen offen. Seid gerecht, aber
liebevoll gerecht. Alles dürft ihr verwenden, dafür ist es da. Aber vernichtet nicht die eigene Grundlage.

 

Wenn wir eben an die Mutter Natur gedacht haben und dass wir die Kinder sind, so müssen wir auch bedenken,
dass unser eigener Körper auch aus diesen Materialien geschaffen ist. Bedenke also auch, wie du mit dir und
deinen Körper umgehst. Vergewaltige auch ihn nicht. Dein Körper ist alles was du hast, um dich hier auf dieser
Basis Erde zu bewegen. Sei liebevoll und freundlich zu dieser wundervoll kreativen Schöpfung und lasse auch da
keine Fehleinschätzung aufkommen. Du bist nicht der Körper, aber du bist untrennbar mit ihm verbunden.
Du bist nicht die Natur und die Erde, aber du bist untrennbar mit ihr verbunden.

 

Als "Herrscherin" hast du nur einen begrenzten Bereich zur Verfügung, der auf Lebendigkeit und Erhalt
zugerichtet ist. Wenn du dabei die dir gegebenen Möglichkeiten überschätzt, wird es zum Chaos kommen,
da du in diesem Stadium noch nicht die Kraft besitzt, die Dinge wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Fragen, die ich stellen kann:

  • Wie gehe ich mit mir und der Natur um (Körper und Umwelt)

  • Bin ich in der Lage, mit meiner "Macht" liebevoll und gerecht umzugehen?

  • Kann ich auch kreativ arbeiten oder ist bei mir nur alle "Mittel zum Zweck"?

  • Habe ich Probleme mit der "Weiblichkeit" (bei mir oder andern), weil ich nicht verzeihen kann?

  • Bin ich zu passiv im Leben und ruhe mich auf meinen Lorbeeren aus?

Dinge, die ich tun kann:

  • Mein inneres Verhältnis zu "Frauen" klären.

  • Viel in der Natur, besonders im Garten arbeiten.

  • Kreative Dinge gestalten und hervorbringen.

  • Mich mit Kindern beschäftigen.

  • Bestimmtes verzeihen, damit aus dem Wegfall der alte Hindernisse endlich Neues entstehen kann.

Affirmationen:

  • Mein Körper ist mein Haus und dieses Haus bietet mir sicheren Schutz.

  • Ich nehme meine Weiblichkeit/Männlichkeit voll und ganz (emanzipiert) an.

  • Ich achte die Natur innerhalb und außerhalb von mir und bin voller Dankbarkeit.

  • Ich stelle mich den Herausforderungen des Lebens mit Fleiß.

  • Ich bin in der Lage, ohne Schuldgefühle zu geben und zu nehmen.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Die III. symbolisiert die Natur, die aus dem Zusammenwirken zweier Pole entsteht. Die Herrscherin verkörpert
den Triumph des menschlichen Willens und ist Symbol für Mutterliebe und Sexualität. Der Planet Venus
(auch Göttin der Liebe und der Leiden- schaff) ist dieser Karte zugehörig. Das Element Erde steht für
die Lebenskraft der Herrscherin mit ihrem nun individuell Bewusstsein.

 

Die Karte stellt auch die Natur dar, das materielle Universum das aus der Verbindung der polaren Gegensätze
hervorgeht; eben das zum Selbst vereinigte Geistige und Seelische. So geschieht auch das Fortschreiten
des Bewusstseins: Beginnend, als einfach physische Geschöpfe von Trieben geleitet. Infolge der folgend
widrigen Lebensumständen bilden wir dann eine individuelle Persönlichkeit aus.

 

Wenn wir die Verbindung zur sexuellen Energie und Liebe nie abreißen lassen, kann eben diese Energie
sich in göttliche Offenbarung wandeln.

 

Die Herrscherin ist keineswegs nur reine Emotion, - sie denkt, trifft Entscheidungen und handelt in der Welt.
Die Gestalt auf dem Bild gebietet über Leben und Tod (im Sinne der Wiedergeburt), lichte und dunkle Aspekte.
Erst diese Dinge machen eine Frau wirklich zur Herrscherin (im Sinne des Tarot).

 

Das Bild zeigt uns auch, dass Nützlichkeit und Schönheit verbunden werden sollen und können. Kunst und damit
Kultur können nur entstehen, wenn sich aktiv-dynamische Kraft und passive-statische Materie miteinander verbinden.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

In den ersten drei Bildern werden uns das Gesetz der Polarität und deren Auswirkungen vor Augen geführt.
Diese Polarität bestimmt unsere ganze Existenz, es ist ein Grundgesetz des Kosmos überhaupt.

 

Das Thema der Herrscherin ist Fruchtbarkeit und Kreativität. Das Bild strömt Dynamik aus, Leben in voller
Entfaltung und Erwartung. Das Durchschreiten des Vorhangs, die Überwindung der polaren Gegensätze, die
Vereinigung des Männlichen mit dem Weiblichen, hat aus der Hohepriesterin eine Herrscherin gemacht.
Die sprießenden Kornähren verweisen auf die allgemeine Kreativität der Natur. So auch die Gewissheit,
dass nach jedem Tod ein Neuwerdung erfolgt.

 

Der Kunstsinn des Menschen ist angesprochen (das Lager auf dem die Herrscherin ruht). Das 12-sternige Diadem
bezieht sich auf die Tierkreiszeichen (Symbol des Kosmos). Der Wasserfall bezeichnet das Fließen von
einer Ebene zur anderen.

 

So wie die Hohepriesterin entschleiert ist und nun innere Geheimnisse preisgibt, so ist die Herrscherin nun
verschleiert im Gewand der Natur.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Die Herrscherin bedeutet auch Leidenschaft, was natürlich auch Empfinden und Gefühl voraussetzt. Dies kann
sich äußern in Sexualität oder Mutterschaft (beides auch im weitesten Sinn). Ich sehe darin auch keine Gegensätze,
da ohne Sex keine Frau Mutter werden kann. Ohne ein gewisses Empfinden kann nichts wirklich schönes
hervorgebracht werden. Beides, Sexualität und Mutterschaft sind Symbole für Erfüllung und Reife.

 

Allerdings können diese Leidenschaften auch die Liebe zur Natur oder zu fröhlichen Tätigkeiten zeigen.
Auch dabei besteht die Fähigkeit, Ideen hervorzubringen und Dinge zu realisieren. Auch Probleme mit
„Mütter“ und „Kinder“, egal aus welcher Sicht kommen als Deutung der Herrscherin in Frage.

 

Stichworte:

  • Fruchttragen und Fruchtbarkeit führen zur Hinwendung zu irdisch-physischen Werten und zur Entwicklung von Gesundheit und "Wohlstand".

  • Dem Weg der Harmonie durch Konflikte hindurch folgen.

  • Fruchtbarkeit

  • Kreativität

  • Entwicklung

  • Die Macht der Inspiration

  • Praktische Entschlossenheit

Partnerschaftsfragen:

  • Hinweis auf eine reife Frau oder Mutter

  • Aktive, fließende Liebe (Energie)

  • Noch nicht am Endziel der Hoffnungen und Wünsche sein, aber ein "brauchbares" Ergebnis haben.

 

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 IV. Der HERRSCHER

 

Karte der Stärke und Verantwortung

 

Intuitive Seite:

 

Eigentlich fühlst du dich wohl! Du hast es geschafft, - endlich Mühsam war dein Weg bis hierher.
Wirklich, du hast es nicht Leicht gehabt, bist aber nicht daran zerbrochen, sondern du hast den Anderen
endlich einmal gezeigt was in dir steckt.

 

Jetzt erkennen sie dich an und wenn da irgendwelche Zweifel aufkommen sollten (bei den andern),
dann wirst du dich schon zu wehren wissen und dich behaupten.

 

Es ist dir wohl sehr wichtig, was andere von dir halten? Nein nicht dass ich an deiner Kompetenz zweifeln würde,
-aber wendest du dafür nicht ein bißchen zuviel Kraft auf? Brauchst du dies Kraft und auch Macht unbedingt,
um die Bestätigung andere Menschen zu haben? Ja, natürlich zwingst du sie nicht dazu. Schließlich bist du
kein Unmensch und bist sehr gerecht. Ich weiß das schon. Aber geh in dich. Bist du nicht doch schon von
den Leuten abhängig, - auf eine ganz subtile Art, die dir selbst nicht bewusst ist?

 

Sei mir nicht böse und denk ganz einfach mal darüber nach!

 

Freiheit im weltlich-materiellen Sinn ist natürlich etwas wunderbares, aber eine dauerhafte Ungezügeltheit wird
zum Chaos. So ist der Herrscher eine wichtige Figur, um das Chaos in Ordnung zu bringen. Wo viele Menschen
zusammenleben muss gerade dort, um die gegenseitige Toleranz zu wahren, ein Reglement geschaffen werden.
Diese Gesetze dürfen allerdings nicht die "Luft zu Atmen" nehmen. Dies gilt für alle Bereiche, ob Familie, Beruf,
Staat usw.. Deswegen setzt die Position eines Herrschers (auch als Frau, Vater, Vorgesetzter, Staatsoberhaupt)
äußerst Selbstdisziplin voraus. Und nicht nur das, sondern auch sehr viel Selbstliebe, damit die Macht
nämlich nicht zur Selbstdemonstration betrieben wird.

 

Man muss sich selbst so in „der Gewalt“ haben, dass das Bibelwort wahr wird:
„Wer von euch der Größte (Erste) sein will, der sei der Diener aller.“

 

Mit dem Herrscher setzt auch irgendwo die Kultivierung der Erde ein, der Kampf mit den Naturgewalten, die Arbeit
mit der Materie überhaupt. Nun geschieht also nicht nur das kreative Arbeiten, sondern auch das nützliche.

 

Du darfst also hier bewusst erzeugen, darfst Kraft und Macht anwenden, um Ordnung in deine Umwelt zu bringen.
Natürlich auch Ordnung in dich selbst. Aber beobachte dich sehr gut dabei, damit du nicht zum Sklaven
deiner eigenen Begierde wirst und in deinen eigenen Normen erstarrst.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Lebe ich einfach nur in den Tag hinein, oder kann ich wirklich zupacken, ohne dass ich mich gleich zu sehr gezwungen fühle?

  • Rebelliere ich permanent gegen Obrigkeiten?

  • Fühle ich mich ständig eingeengt, weiß aber trotzdem nicht was ich will?

  • Wenn ich weiß was ich will, kann ich es dann auch durchführen?

  • Bin ich ein gerechter Herrscher (auch als Frau) oder brauche ich nur die Selbstbestätigung?

  • Habe ich ein strenges Elternhaus gehabt und will mir nicht selbst etwas beweisen?

  • Habe ich Gewohnheiten, Laster oder auch Süchte? Wenn ja, warum habe ich sie?

Dinge, die ich tun kann:

  • Körperlich, sportliche Betätigung (die aber nicht nur auf Leistung abzielt).

  • Meine Angelegenheiten "ordnen".

  • Philosophische Bücher lesen und die Ideen versuchen im materiellen Leben zu integrieren.

  • Gedichte rezitieren, evtl. laut singen.

  • Meditation über bewusste Atmung. (Das ist eine selbstverständliche Kommunikation mit der Außenwelt)

Affirmationen:

  • Ich bin in der Lage, mich selbst zu erkennen und mein Aufgaben.

  • Ich habe ein gutes Selbstwertgefühl, Energie und Tatkraft.

  • Ich erkenne und übernehme Verantwortung; ruhe in mir und habe mein Leben im Griff.

  • Ich sage „ja“, wenn ich das auch wirklich meine und sage „nein“, wenn ich es so meine. Das ist mein natürliches Recht.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Der Herrscher und die Zahl Vier gelten traditionell als Männlich. Die Grundeigenschaften aus positiver Sicht sind:
Sprache, Gesetz und Stabilität. Die Vier kommt universell vor. Es ist auch die logische Voraussetzung für jedes
Ganzheitsurteil, welches unbedingt einen vielfachen Aspekt benötigt (konstatieren – empfinden;
darstellen – denken; entscheiden – fühlen; Herkunft -Intuition).

 

Das astrologische Zeichen des Herrschers ist der Widder, als Zeichen des Frühlings, Vitalität, erneuernder
Energie und sexueller Potenz, aber auch Aggression. Zugehöriges Element ist Feuer.

 

Das Ziel der Karte liegt in der Herrschaft des Geistes über die Natur; Verteidigung im Erreichten, Ordnung
und Klarheit im Unterschied zu Willkür und Chaos.

 

Durch den Beginn des Tierkreises (Widder) ist der Herrscher auch ein Symbol für das Prinzip der ordnenden Kraft.
Dies aber nicht im kosmischen Sinn, sondern es geht spezifisch um die menschlich soziale Ordnung in der Welt.
Im Tarot "erschafft" die Herrscherin den Herrscher, weil ihr die schöpferischen Attribute zugesprochen werden.
Die allgemein Auffassung, der Mann sei "das Erste" hat im Tarot keine Gültigkeit, da die Materie aus
der Schöpfung hervorgegangen ist.

 

Ordnung ist Voraussetzung und Bedingung für das Leben in diese Welt. Das Chaos selbst ist lebensfeindlich.
Nur wo die Kräfte die im Chaos zweck- und ziellos vorhanden sind, aufgenommen geordnet und ausgeglichen
werden, kann Leben gedeihen. Jedoch liegt hier die Gefahr, dass der Herrscher vom irdisch-materielle zu sehr
beherrscht wird. Um das zu vermeiden, muss der Geist (Äther) über die vier Elemente hinauswachsen. Ordnung ist
also nur dann fruchtbar und positiv, wenn sie vom Geist durchdrungen und gelenkt wird.
Allein vom materiellen Gesichtspunkt aus, wirkt die Ordnung ein- und beengend.

 

Die Aufgabe des Herrschers ist also, die Ordnung in der Welt zu errichten, damit sich das Leben weiterentwickeln
und behaupten kann. Darin steckt auch die Widersprüchlichkeit, die untrennbar mit der Ordnung und Institution
verbunden ist. So sind gerade hier Kompromiss und Beschränkung erforderlich.

 

Zusammengefasste Botschaft:

Als Widder bzw. Feuerzeichen werden Durchsetzungsvermögen Autorität und Gewalt über die Triebe beim Herrscher
dargestellt. Der Geist beginnt, sich über die Materie zu erheben. Die Wurzel der Macht ruht allerdings im
weiblichen Unbewussten, sowie in der Fähigkeit beides zu nutzen (männl. und weibl. Eigenschaften).

 

Der Herrscher enthält das Symbol des ewigen Lebens und die zeugenden Kraft (Ankh - Kreuz). Er regiert mit
Verstand (Stab der rechten Hand) und ist irdischer Herrscher. Die Widderköpfe sind Symbol für Stärke,
Aufbruch der Kräfte, Mut und Führungsanspruch. Dies kann eingeengt werden durch Strenge, Kühle
und Steifheit (eiserne Rüstung).

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Es können Neuanfänge im Leben eines Menschen kommen, die auch mit Energiezuwachs verbunden sind.
Der Herrscher steht auch für Selbstbewusstsein, das im Bedarfsfall sehr rigoros eingesetzt wird.

 

Natürlich kann auch unser Selbst dargestellt werden, bzw. gewisse Gefahren wie z.B. Arroganz,
Empfindungslosigkeit, die Tendenz andere zu manipulieren. Vielleicht werden auch wichtige Erfahrungen
der Vergangenheit ignoriert oder unterdrückt.

 

Stichworte:

  • Der Herrscher wird wegen seiner Autorität und Führungsrolle respektiert.

  • Entscheidungen fußen auf äußerlichen Fakten.

  • Ursache und mögliche Auswirkungen bedenkt er nicht.

  • Er steht fest zur Entscheidung, kann dabei aber tyrannisch und unsensibel vorgehen.

  • Der Herrscher drückt die Fähigkeit zur Kommunikation in gesellschaftlich akzeptierter Form aus.

  • Führerschaft, Patriarchalische Gefühle

  • Dominanz, Autorität

  • Väterliche Gewalt

  • Mut

  • Disziplin

  • einflussreiche Position

  • Kopf regiert über Herz

  • Überwindung vergangener Schwierigkeiten

  • Dinge in Ordnung bringen (reicht von der einfachen Reparatur bis zur Bereinigung zerrütteter Verhältnisse).

  • Ideen und Pläne (endlich) in die Tat umsetzen.

  • Wünsche verwirklichen (.... sich manchmal von selbst).

Partnerschaftsfragen:

  • Erfahrene männliche Kraft (evtl. auch im übertriebenen Sinn)

  • Gemeinsame Entwicklung innerhalb einer festen Ordnung (evtl. auch im negativen Sinn)

  • Das Anstreben „sicherer“ Liebesverhältnisse.

 

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V. Der HIEROPHANT

 

Die Karte der Vereinigung – im Sinne der Einung

 

Intuitive Seite:

 

Das Leben ist so vielfältig; mal ist es schön, mal ist es hässlich. Ein ständiges Auf und Ab bewegt deine Person.
Egal was du tust, manchmal hast du einfach das Gefühl, irgendwie ohnmächtig im Raum zu stehen. Es fühlt sich
vielleicht an wie ein Kieselstein über den die Gezeiten hinweggehen, - mal liegt er im Trockenen, mal fließt das
Wasser über ihn hinweg. Es ist, als wären wir ein Spielball in dieser "Erdenschaukel", durch äußere Kräfte hin-
und herbewegt. Doch wäre es vielleicht möglich, da wir den rechten Standpunkt noch nicht gefunden haben?
Den Punk nämlich an dem wir für eine Weile sagen können: "Hier bin ich hier bleib ich."

 

Dazu ist es aber notwendig, uns eine andere Wirklichkeit zu schaffen; eine Wirklichkeit, die uns Schutz
und Heimat bietet. Wir können uns z.B. ein Haus bauen, um die Stürme des Lebens über uns hinwegfegen zu
lassen. Ein Haus ist nicht in der Natur gewachsen, sondern es muss konstruiert werden. Also ist es eine
andere Wirklichkeit, die real ist und existiert.

 

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, mit einem solchen "Schutz-Haus“ in Verbindung zu kommen.
Entweder wir bitten jemanden, uns in sein Haus aufzunehmen oder wir bauen uns selber eines.

 

Wenn wir in das Haus eines anderen gehen, so sind wir auf das Wohlwollen dieses Hausherren angewiesen und
müssen seine Hausordnung beachten, damit wir nicht wieder, scheinbar schutzlos, hinaus müssen. Im günstigen
Fall ist es ein weiser gütiger Hausherr, der uns lehren kann, selbst einen Schutz zu bauen, der mit uns voller
Güte seine Habe teilt. Wir können dann dankbar sein, sein Wissen vermehren und selbst stark werden.

 

Aber oftmals führt dieser Weg zur Trägheit und man wird eine unangenehme Last für den Gastherrn und es bleibt
ihm keine andere Wahl, als uns die Tür zu weisen. In jedem Fall sind wir abhängig von dieser Person, die natürlich
auch das Monopol ausnutzen kann und uns für seine eigenen Machtdarstellung missbraucht, knechtet und die
Angst vor dem „Draußen“ so schürt, bis wir alles tun, nur weil wir den Glauben an uns selbst verloren haben.

 

Der zweite Weg ist mühsam. Während wir mit der "Natur" kämpfen brauchen wir auch noch Kraft für den Bau
unseres "Schutz-Hauses“. Vielleicht haben wir auch nicht genügend Geschick und es geht manches schief.
Vieles kann also passieren bis endlich unser Gebäude steht. Doch dafür sind wir frei in unseren
Entscheidungen und nur dem eigenen Selbst verpflichtet.

 

Wenn du diesen Weg wählst, kann es aber geschehen, dass nun die Menschen an deine Tür klopfen.
Wie verhältst du dich dann? Du kannst dein Wissen, das du mühsam gesammelt hast, teilen. Du kannst
diese anderen Menschen aber auch knechten und bewusst in die Irre führen, da sie ja keine Möglichkeit
haben (vorerst), dich zu überprüfen. Sie müssen dir glauben.

 

Deshalb seid wachsam und objektiv auf allen Lebenswegen. Manchmal muss man, wenn man etwas wissen
oder lernen will, erst an die Möglichkeit glauben und an ihre Existenz. Dies ist einfach notwendig, um ein
bestimmtes Ziel zu erreichen. Ich muss also erst einmal einem anderen glauben, dass "Etwas" existiert,
bevor ich es vielleicht selbst einmal in Augenschein nehmen kann und es dann letztendlich weiß.

 

Aber sei dabei stets wachsam (nicht misstrauisch), damit du nicht in die Irre geführt wirst.

 

Wenn du selbst ein Mensch bist, der nicht mehr glaubt, sondern schon weiß, dann bemühe dich um Objektivität
dir und anderen gegenüber, damit du niemanden in die Irre führst. Du darfst das Vertrauen, das man dir
entgegenbringt und auch den Glauben nicht missbrauchen.

 

Dies ist natürlich im lebendigen Leben genauso wie im geistigen. In dem Augenblick, wo du dir Gedanken machst
woher du kommst, wohin du gehst, worin der Sinn des Lebens besteht, was die Kraft ist, die man Gott nennt,
bist du vorerst auf Menschen angewiesen, die darin anscheinend Erfahrung gesammelt haben und das muss man
dann einfach vorerst mal glauben. Doch dieser Glaube sollte zu erfahrbarem Wissen werden,
- auf dem einen oder anderen Weg.

 

Deshalb sei wachsam und habe auch den Mut deine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Es gibt keinen Menschen,
der dir den Glaube (z.B. an Gott) befehligen kann und auch keinen Menschen, der die Kraft hat, den Zutritt zu
"irgendeinem Himmel" zu verwehren, wenn du das rechte Wissen und Leben hast. Sei wachsam und objektiv!

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Habe ich Probleme mit Obrigkeiten und traditionellen Denkweisen?

  • Stehe ich im Bann einer Sache oder eines Menschen und kann mich nicht entziehen?

  • Bin ich fanatisch und akzeptiere in dieser Beziehung keine andere Meinung?

  • Setze ich andere Menschen mit meiner Meinung zu sehr unter Druck?

  • Bin ich ehrlich und bereit zu teilen?

Dinge, die ich tun kann:

  • Mich stets bemühen die Dinge von zwei Seiten und derer Hintergründe zu sehen und dann bewusst meine Entscheidungen treffen.

  • Mildtätig von meinem Überfluss (egal was) an bedürftigen Menschen etwas abgeben.

  • Religiöse Texte objektiv lesen und versuchen, den Inhalt menschlich zu verstehen.

Affirmationen:

  • Die Lebensfreude ist ein wichtiger Faktor in meinem Leben.

  • Ich liebe mich selbst und kann deshalb auch andere lieben.

  • Ich verzeihe mir und anderen vermeintliches Unrecht.

  • Durch Ehrlichkeit in meinem Leben entscheide ich mich für die Realität.

  • Ich folge meiner inneren Führung und handle selbstverantwortlich.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Der astrologische Planet des Hierophanten ist die Venus, das Tierkreiszeichen der Stier. Dieser ist eigentlich
das Symbol der männlichen Kraft und Sexualität. Jedoch sagt uns die Verbindung, dass die patriarchalische
Religion, ihrem strikt männlicher Erscheinungsbild zum Trotz, ihre Kraft und Wirklichkeit aus der
Herrscherin zieht. Als Adam den Apfel von Eva annahm, nahm er das Gesetz der Herrscherin an.

 

Auch die Nummer V des Hierophanten bringt uns zur Göttin zurück. Die Zahl kann in männlicher und
weiblicher Weise zerlegt werden:

 

V= I + IV, naheliegender ist jedoch die Zerlegung III + II. Fünf ist auch die wichtigste Zahl der "Wicca",
jener Form des Göttinnenkults, der die patriarchalischen Jahrhunderte überlebt hat und in unserer
Zeit wieder aufgetaucht ist.

 

Der Fünfstern repräsentiert die Menschheit. Stellt man sich mit gespreizten Beinen und seitlich ausgestreckten
Armen hin, bildet der Körper mit dem Kopf einen fünf zackigen Stern. Deshalb sieht man auch die Zahl Fünf
als eine Verbindung Gottes mit den Menschen.

 

Aufgabe des Hierophanten ist es, einen Suchenden durch die Mysterien zu geleiten, ihm im Streben
nach Erkenntnis behilflich zu sein und ihn auf den dafür notwendigen Weg zu führen, besonders der
einzelne Mensch ist dem Hierophanten anvertraut.

 

Neu bei dieser Karte ist, dass zwei weitere Gestalten auf dem Bild erscheinen. Diese Zwei sind Suchende, die
um Zulassung zu den Mysterien bitten oder darin unterwiesen werden. Trotzdem sind beide nicht gleich.
Wer mit der spirituellen Entwicklung und Kraft in Kontakt kommt, wird immer zwei Wege vor sich haben.

 

Die Kraft ist immer dazu da, etwas zu bewirken. Wer über die Kraft gebietet, hat die Möglichkeit mit dem Willen
bewusst zu verändern. Die Gestalten werden also auf einen Weg gerufen, auf dem die Auseinandersetzung mit
den Kräften der Polarität zur Aufgabe gestellt ist, auch um den Preis eines persönliche! Opfers. Es muss etwas
geopfert, auf etwas verzichtet werden, um dadurch bereit und fähig zum Empfang von etwas Neuem zu werden.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Das fünfte Bild konfrontiert den Menschen mit seinen geistigen und spirituellen Möglichkeiten, die ihm
ebenso als Aufgabe übertragen sind wie seine materiellen Belange. Hier steht der Mensch als Ganzes da.
Es ist die Vereinigung der vier Elemente unter Hinzufügen des Fünften (Geist, Äther). Hier ergeht die
Aufforderung, sich des Menschseins bewusst zu werden.

 

Die dreifache Krone und das dreifache Kreuz sind Zeichen der Zuständigkeit über Himmel, Erde und Hölle. Die
Säulen erzählen uns, dass im Wesentlichen alles gleich ist. Der Schlüssel führt uns zum Bewussten, wie
Unbewussten. In Gedanken einer menschlichen Beziehung zum Göttlichen, durch Lehren, durch Weitergabe
von Traditionen von einer Generation zur nächsten - liegt der höchste Wert des Hierophanten.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Im Hierophanten können bei einer Befragung drei Gedanken zum Ausdruck kommen: Tradition, Gemeinschaft und
Lehre. Deshalb kann diese Karte eine Zeit anzeigen, in der traditionelle Muster einen starken Einfluss ausüben,
ebenso wie rollenkonformes Verhalten. Man lebt nach Erwartungen der Gesellschaft und nicht nach eigenen
Intentionen.


Der Hierophant zeigt die Stabilität und Festigkeit einer Ehe an. Er drückt auch Wissen und Bildung aus.
Dies kann sich auf eine religiöse Gemeinschaft beziehen, allerdings auch auf starre Doktrin.

 

Die Karte ist auch eine Aufforderung , evtl. neue Vorsätze zu fassen, in Sinnfindung, Selbstausrichtung
und Selbsteinordnung spürbar voranzukommen.

 

Stichworte:

  • Repräsentation spirituellen Wissens und Weisheit und die für eine spirituelle Lebensführung notwendigen Leitlinien.

  • Die physische Grundlage, von der die geistige Suche aus geht.

  • Überwinden physischer Bedürfnisse führt zu Freiheit von zwanghaftem Verhaftet sein.

  • Offenbarung

  • Lehre

  • Einsicht

  • Traditionell

  • Konventionell

  • Gnade

  • Barmherzigkeit

  • Schicksalsprüfung, die allerdings Freiheit bringt (als Auswirkung positiv).

Partnerschaftsfragen:

  • Geistige Führung in einer Partnerschaft

  • Probleme werden mit "Weisheit" gelöst

  • Der Wunsch eine "Ehe" einzugehen.

  • Die Lebensfreude wird durch einen Partner autoritär unterdrückt und sucht nun nach einem Ausweg. (Negative Form)

 

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VI. Die LIEBENDEN

 

Karte der Liebe und damit auch des Lebens

 

Intuitive Seite:

 

Wusstest du eigentlich, dass die Liebe eine der gefährlichsten Gefühle ist? Ich meine gefährlicher als
Hass, Zorn, Neid, usw.! Das kommt daher, weil die Liebe alles vermag. Sie ist ein Zauberding mit
unvergleichlicher Kraft und Geschicklichkeit.

 

Liebe lässt uns Versprechen brechen; aus Liebe werden Kriege geführt; Liebe schafft es, dass wir alltägliche
Pflichten versäumen oder sie besser ausführen; aber Liebe überwindet auch Hass und lässt Feinde zu
Freunde werden, fügt vieles zusammen, was unendlich entzweit schien.

 

Nun, - habe ich zuviel versprochen? Und das waren jetzt nur einige Beispiele. Sicher fallen euch selbst
noch mehr ein, wenn ihr darüber nachdenkt.

 

Die Liebe drängt zur Entscheidung und führt letztendlich doch wieder zur Gemeinsamkeit.

 

Wenn du liebst geschieht etwas mir dir. Dann bist du in einem anderen Zustand, die Realität verliert ihre
Verbindlichkeit und manches sieht man durch die berühmte "rosarote Brille". Was ist das also für eine Energie,
die wir alle suchen, die verändern kann und uns manchmal sogar Angst macht,
weil sie scheinbar nicht zu beherrschen ist?

 

Nun, vor allen Dingen ist dies eine Energieform, die sich anscheinend gut in uns selbst verbergen kann und
nur ganz langsam und zu gewissen Zeiten zum Vorschein kommt. Manchmal können wir auch nur beobachten
wie sie wirkt. Dann existiert diese Energie irgendwie außerhalb von uns. Aber wir fühlen uns wohl,
wenn sie uns umfließt und nährt. Wir sehnen uns also auch danach.

 

So, was haben wir denn bis jetzt?

 

Eine gefährliche, aber auch sinnvolle "Waffe", die meist außerhalb unserer Kontrolle wirkt. Wir finden diese
Energie nicht real und trotzdem sehnen wir uns danach. Alles lebt besser mit der Liebe, aber sie schafft
gleichzeitig massenhaft Konflikte, falls wir nicht aufpassen. Es ist zum Verzweifeln, - es scheint als
drehe man sich bei der Betrachtung dieses Themas im Kreise.

 

Ich denke, es ist wie bei so vielen Dingen; wollen wir näheres erfahren, müssen wir uns öffnen, müssen es
zulassen, dass diese Energie Besitz von uns ergreift , - egal ob sie aus unserem Inneren oder von Außen
kommt und aus diesem Gefühl heraus, müssen wir dann versuchen zu handeln.

 

Die Liebe, diese wundervoll, herrliche Energie, ist eben ein verflixtes Ding.

 

Aber es gibt noch mehr zu bedenken. Wir haben Vater und Mutter hinter uns gelassen, auch den Priester,
und nun sind wir mündig, Wir können nun nach eigenem Ermessen handeln, in eigener Verantwortung sozusagen.
Was man zum Leben aus geistiger und materieller Sicht braucht haben wir gelernt. Jetzt darf man dieses mit
eigener Kraft und Kreativität anwenden. Die Zeit der 'Behütung" ist vorbei. Es gibt keine "dummen" Kinder
mehr. Nun musst du in die Welt hinaus, - alleine, zu zweit oder gemeinsam mit vielen anderen.

 

Da es aber so schwer ist, mit sich alleine zurecht zu kommen, sucht man sich ein Gegenüber. Doch liebt man
nur sich selbst in dem Maße, in dem man den Anderen liebt. Und da stellt sich die Frage: liebe ich ihn wirklich
oder benutze ich ihn nur, weil ich die liebende Einheit in mir noch nicht gefunden habe?

 

Ist diese Liebe also wirklich Liebe oder nur eine Art Zweckgemeinschaft?

 

Kaum sind wir der Obhut unserer "Erzieher" entronnen und schon begeben wir uns in eigene Abhängigkeiten. Wenn
du es aber richtig anfängst kannst du daraus lernen, wie man das Paradies wieder findet. Nein, - das ist wohl nicht
ganz korrekt, weil wir uns das Paradies selbst erschaffen können, - aus eigener Kraft und Hilfe der Liebe.

 

Diese Liebe ermöglicht uns die Vereinigung mit Allem in dem wir das "Du" erkennen können: dem Partner,
anderen Menschen, der Natur und wer mag, auch mit dem was wir "Gott" nennen. Wir können unser eigenes
Leben erforschen, bewältigen, uns Untertan machen um dann nach unendlich langer Reise, in uns selbst
gefestigt vereinigt, an den Ursprung unserer Wurzeln zurückzukehren.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Will ich wirklich Gemeinsamkeit oder bringe ich nur denen "Liebe" entgegen, die auch mich "lieben"?

  • Bin ich in der Lage, Verzeihung in meinem Leben, mir und anderen zu gewähren?

  • Habe ich eine natürliche Einstellung zur Sexualität?

  • Habe ich den Mut, mich für die "Freiheit" zu entscheiden oder habe ich Angst vor der Verantwortung für mein eigenes Leben?

Dinge, die ich tun kann:

  • Verzeihungsarbeit leisten.

  • Mit freiem Standpunkt der Sexualität gegenüber treten Sexualität nicht nur aus geschlechtlicher Betrachtungsweise, sondern auch im weitesten Sinn als aktive Form des Zugehens auf alles Lebendige (Leben).

  • Sich mit dem eigenen Ursprung beschäftigen (seelisch und körperlich), um mehr Freiheit für die Zukunft zu erlangen

Affirmationen:

  • Ich erlebe Sexualität als Bereicherung des eigene Körperausdrucks und als Möglichkeit der Einheits-Erfahrung. (Sexualität ist Lebenskraft und Erotik die "Zärtlichkeit" der Seele)

  • Ich liebe das Leben und den Weg auf dem ich es erlebe.

  • Es ist wunderbar, Spaß und Vergnügen zu haben.

  • Alle Entscheidungen, die ich treffen muss, treffe ich mit Vitalität und Offenheit.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Bei den Liebenden merkt man deutlich, wie verschieden man die Dinge betrachten kann. Die Einen legen großen
Wert auf das Entscheidungsthema (die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten), die Anderen wollen mehr den
versöhnlichen Aspekt der Karte berücksichtigen. Für mich existieren beide Aussagemöglichkeiten gleichrangig.

 

Der Trumpf VI ist eine komplexe Karte, da es um verschiedene fundamentale Problemstellungen geht, einschl.
des Spirituellen. Insgesamt gesehen ist das Ziel also: das Recht auf Entscheidung Verantwortungs-
bereitschaft, sowie Hingabe und Vereinigung der Gegensätze.

 

Die Zahl 6 ist eine Zahl der Vollständigkeit, wenn wir sie im Sinne der Schöpfung betrachten. (z.B. sechs
Tage zur Erschaffung der Welt), aber sie wird auch als die Zahl bezeichnet, mit der Gott in die Welt kam.

 

Die Liebenden stehen im Zeichen der Zwillinge, sind besetzt mit dem Planeten Merkur und das Hauptelement ist
die Luft. Das Tierkreiszeichen "Zwilling" wird häufig als geistig orientiert beschrieben und ist deswegen ein
scheinbarer Widerspruch zu dieser "sinnlichen" Karte. Der Zwilling steht aber auch für Dualität und bringt
dadurch den gleichen Gedanken zum Ausdruck.

 

Auch der Doppelaspekt, das körperliche Verlangen, dem die Spiritualität entgegensteht, ist möglich. Jedoch ist
das Element der Liebenden die Luft, somit das zuführende Element des Geistes. Durch unsere Sexualität sind wir
mit der übrigen Natur verbunden. Dahinter verbirgt sich ein machtvoller Gedanke: Sex und Spiritualität sind
keine Gegensätze, sondern die Erscheinungsformen der gleichen Realität. Sex ist die Grundbedingung
unserer Existenz. Die spirituelle Sehnsucht ebenfalls.


Das Tarot sieht Gott nicht als etwas Vages und Unbekanntes, das außerhalb der Welt steht. Gott bzw. die Göttin
erfüllt unser ganzes Dasein, auch uns selbst. Verstehen wir unser eigenes Wesen und die Gesetze der Natur,
werden uns die eigenen Handlungen insbesondere die Liebe, zu Gott führen.

 

Eine zentrale Aussage der Karte ist daher, dass auch die Sexualität zu spiritueller Erweckung führen kann.
Spirituelle Qualität von Liebe ist keine Trennung von gewöhnlichen Erfahrungen.
Liebe selbst ist göttlich, emotional und sexuell.

 

Unterschwellig bekommen wir natürlich auch Hinweise darauf, das aus der Liebe auch Leid erwachsen kann.
Man kann besessen sein von Sexualität, fühlt sich zurückgestoßen oder der Körper brennt voller Verlangen.
Tiefer geht das Leid noch, stirbt ein geliebter Mensch oder gar die Liebe selbst. Wenn jedoch die sexuelle
Vereinigung dazu benutzt wird, das kosmische Verständnis zu erwecken, wird dies nur positive Ergebnisse haben.

 

Schon in früheren Zeiten wurde der Geist als Gefangener der Materie bezeichnet. Es ist eine Schwierigkeit, über
unsere Schwächen hinwegzukommen. Sie steht für Unwissenheit, Furcht, Isolation, sowie unsere Unfähigkeit zu
lieben, oder uns selbst einem anderen Menschen hinzugeben. Die Liebenden zeigen uns an, dass die
menschliche Liebe in der Lage ist, unsere Schwächen zu beheben.

 

An dieser Karte muss der Mensch die Verantwortung für seine eigenen Handlungen übernehmen, da er nun in der
Lage ist, aus eigener Kraft Veränderungen herbeizuführen. Er ist also dazu bestimmt oder verurteilt, in jeder
Sekunde seines Lebens eine Entscheidung zu treffen, egal wie geringfügig diese auch sein mag. Die Fähigkeit
des Menschen, Einfluss auf das polare Kräftespiel zu haben, heißt nicht, dass er dies auch mit Souveränität tut.

 

Gleichzeitig mit dem Erlangen des Bewusstseins wird der Mensch mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten konfrontiert
und damit, dass jedes "aus-dem-Gleichgewicht-geraten" als Leid auf ihn zurückfällt. Wir können uns also auch
im Gegensatz zu den Naturgesetzen bewegen (müssen allerdings die Folgen tragen). Diese Spannung des
Widerspruchs ist etwas ganz anderes als die Polaritätsspannung zwischen den Geschlechtern.

 

Es ist ein Schnittpunkt, der sich zwischen Hierarchie und Loslassen befindet. Wir können und müssen loslassen,
sind aber trotzdem nicht frei, weil wir eingebunden sind in einer größer Ordnung (z.B. Naturgesetze).

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Nach dem Sündenfall hat der Mensch zwar Erkenntnis erlangt, aber die direkte Verbindung zum Göttlichen ist
verloren gegangen. Eine dichte Wolke des Irrtums und der Desorientierung nimmt den Menschen die Sicht.
Der Engel vermittelt allerdings, dass der Mensch fähig ist, Gott in Bildern (Archetypen) aus dem
kollektiven Unbewussten zu erkennen.

 

Zwei Dinge hat der Mensch aus dem Paradies mitnehmen dürfen: die Frucht vom Baum der Erkenntnis und den
Baum des Lebens (als Werkzeug für den Lebensweg). Wie ein Berg bestiegen wird, so kann auch Gott nur durch
Bewältigung von Widerstand und Mühsal gefunden werden. Die Vertreibung aus dem Paradies ist die Geburt
des Menschen (so wie du und ich), auf die Ebene der materiellen Welt. Jede Geburt bedeutet Überwindung
eines Widerstandes, um als Individuum den Weg auf der Welt fortzusetzen. Vor einer Barriere ankommen,
mit er Aufgabe sie zu überwinden, erfordert und bringt Dynamik und damit Leben.

 

Liebe und Sexualität sind Bereiche in unserem Leben, die wir nicht nur verstandesmäßig wählen können.
Die verschiedenen Themenbereiche der Karte VI können also wie folgt aussehen:

 

a) Menschliche Liebe

Dies ist das Thema, das unserer gewöhnlichen Erfahrung als Mensch am nächsten steht.
Es zeigt uns den Wert der Liebe und des Verlangen im Leben der Menschen.

 

b) Spirituelle Riten

In Verbindung mit Tantra, Gnostik und Alchemie führt uns der Tarot in die esoterische Vorstellung ein, dass
Sexualität die Schranken zwischen Geist und Materie überwindet. Sex ist eine körperliche Betätigung, die uns
intensiv unsere Körperlichkeit erleben lässt und die Isolation gegenüber anderen Menschen und der
Welt aufhebt. Deswegen kann die sexuelle Liebe zu spiritueller Erweckung führen.

 

c) Die Sexualität der Natur

Durch die sexuelle Liebe kann man einen Teil der archaischen Empfindung zurückgewinnen, dass die Welt
lebendig ist und sich durch Verlangen erneuert und erfüllt. Deshalb kann uns Liebe und Verlangen mit
dem übrigen Dasein verbinden.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Für den Betreffenden spielt die Liebe oder eine Beziehung eine wesentliche Rolle. Jedoch soll man in einer
Beziehung nicht sein Selbstgefühl aufgeben. Es wird eigentlich nur eine ehrlich Öffnung dem anderen
Menschen gegenüber verlangt.

 

Die Karte will uns sagen, dass wir unsere männlichen und weiblichen Aspekte harmonisieren sollen.


Natürlich können "die Liebenden" auch auf Schwierigkeiten in der Zweisamkeit hinweisen. Bei Mangel an Liebe
im Bereich des Betreffenden, zeigt die Kombination der Karten die Ursache des Mangels an.

 

Stichworte:

  • Es ist wichtig unparteiische Standpunkte einnehmen, um innere und äußere Streitigkeiten aufzulösen

  • Der Prozess ist wichtiger als das Ergebnis

  • Innerhalb von Beziehungen neue Phasen erleben

  • Sich mit Liebe einer Aufgabe widmen

  • Wahl zwischen Weisheit und Leidenschaft

  • Emotionale Belastungen, Prüfungen

Partnerschaftsfragen:

  • Liebesverhältnis im "Hier und Jetzt" (unter Berücksichtigung beidseitiger Freiheit und Verantwortung).

  • Lebendige, faszinierende Beziehung, die nicht unbedingt in einer festen Bindung endet.

  • Partnerschaft die als "Mittel zum Zweck" dient (z.B. weil man den anderen ge-)braucht oder sich vor dem Alleinsein fürchtet

  • Entscheidungsthema in einer bestehenden Beziehung.

  • Für einen einsamen Menschen die Aufforderung, sich gefühlsmäßig voll der Liebe zu öffnen, da dies die Grundlage für eine neue Beziehung sein kann.

 

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VII. Der WAGEN

 

Karte der widerstreitenden Kräfte und der dynamischen Fortbewegung

 

Intuitive Seite:

 

Planst du eine Zukunft, die sich völlig von deiner bisherigen Vergangenheit unterscheidet?
Ja, - dann bist du bereit für "den Wagen".

 

Das Alte genügt dir nicht mehr und dein Geist sucht einen neuen Horizont, sucht neue Wege, ein Abenteuer.
Dennoch weißt du nicht was dich erwarten wird. Doch so wie es jetzt läuft, so geht es nicht weiter.

 

Manche ergreifen die Flucht, andere lassen alles hinter sich. Alles ist in Bewegung und man kann auf nichts
vertrauen, als auf die eigenen Möglichkeiten von Kraft und Intellekt. Das Gefühl spielt keine große Rolle mehr.
Es ist da weder Angst noch Hass noch tiefer gehende Liebe, nur der übergroße Wille, die Dinge zu ändern.

 

Nun bist du ein "Macher", aber ehe andere auf dein Kommando hören, musst du ihnen etwas bieten und ihnen
beweisen was du kannst. Ein wenig mag dich das auch zum Sklaven machen, - ein Sklave deiner selbst und der
anderen Menschen, die von dir erwarten, dass du es schaffst und ihnen den Weg ebnest.

 

Aber dies ist nur der Hintergrund und in der Gegenwart unwichtig. Wichtig ist nur der Augenblick, denn lässt
man die Zügel nur eine kurze Weile außer acht, läuft der Wagen in die falsche Richtung oder er geht gar
zu Bruch und ein Weiterkommen ist unmöglich.

 

Es ist wichtig, sich selbst immer bewusst zu sein, - aufmerksam sein. Wenn man z.B. Auto fährt, kann eine
kleine Unachtsamkeit katastrophale Folgen haben und man erreicht nicht das Ziel, das man sich gesetzt hat.
Natürlich sind da auch viele Schwierigkeiten.

 

Um beim Autofahren zu bleiben, es können Schnee und Eis ein Weiterkommen fast unmöglich machen; starke
Stürme könnten den Wagen von der Straße wehen; sengende Hitze lässt die Aufmerksamkeit des Fahrzeugführers
erheblich sinken; Übermüdung kann tödlich sein; Alkohol ist Gefahr für Leib und Leben auch von anderen Menschen.
Kurzum, - sei immer bei dir selbst, voller Konzentration, beachte dich selbst und deine Umgebung und entscheide
hier und jetzt was zu tun ist. Wende den Intellekt und den Willen an, um dies auch durchzusetzen.

 

Nun gibt es natürlich auch diese "Naturtalente", diese Geschäftsleute, die alles mit Intention betreiben, ob das
Beruf oder der Sport ist. Trotzdem, bei aller Bewunderung, die wir ihnen zollen, irgendwie sind sie nicht lebendig,
sondern irgendwie verhärtet und die Gefühle werden mit Füßen getreten. Am liebsten würden sie sich selbst
noch vor den Wagen spannen, damit es schneller geht, - von tiefer Unrast getrieben.

 

Man kann aber nicht immer nur auf Reisen sein, immer nur rennen und rennen, ständig auf der Wanderschaft.
So erfährt man wenig über sich selbst, Land und Leute.

 

Also, - sei zielstrebig und trotze den "Naturgewalten", wenn es darum geht eine neue Entscheidung
anzustreben und auch mal eine Traum zu realisieren. Aber wenn man am Ziel angekommen ist,
sollte man rasten und sich selbst und die nähere Umgebung neu kennen Lernen.

 

Mit dem Verweilen hier auf Erden, sind wir auch an einen gewisse Zeitfaktor gebunden. Heute wissen wir, dass
die Zeit (z.B. im "Weltraum) auch anders bemessen werden kann. Sei dir also der Zeit bewusst in der du lebst
und die dir hier auf Erden zur Verfügung steht. Wir sind aus zeitlicher Materie hergestellt, also einem gewissen
Verschleiß unterworfen. Um so wichtiger ist auch hier, das 'Jetzt" zu bedenken. Während der Wagen (oder
unsere Körper) der Zeit, beginnend bei unserer Geburt und endend beim Tod, uns durch das Leben trägt,
soll der Intellekt ein helles Auge haben, den dies allein bleibt uns erhalten, wenn wir einmal nicht mehr
"in der Zeit" sind. Deshalb sei bewusst, sei "in der Zeit" und nimm das Leben in die Hände.
Führe die Zügel umsichtig und mit Konsequenz, leite die Energie in die richtigen Wege.

 

Wenn du etwas tun willst, was du auch zu tun vermagst, dann schiebe es bitte nicht auf die lange Bank.
Jetzt ist der geeignete Augenblick dafür.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Mache ich mich zum Sklaven meiner eigenen Zielstrebigkeit?

  • Leiste ich mir keine Gefühle mehr, weil ich den Intellekt über alles gestellt habe?

  • Lebe ich einfach nur so vor mich hin und bin nicht bereit notwendige Dinge zielstrebig voranzutreiben?

  • Bin ich schon so dumpf und abgestumpft, dass ich selbst keine inneren Abenteuer mehr suche?

  • Besteht gerade jetzt die Notwendigkeit, mein Leben in die Hand zu nehmen?

Dinge, die ich tun kann:

  • Sich mit dem "Lebenssinn" beschäftigen.

  • Darüber nachdenken worin mein Lebenssinn besteht.

  • Sein Leben aktiv in die Hand nehmen und nicht einfach alles "laufen" lassen.

  • Verantwortung übernehmen (egal um was es geht) und sich nicht vor heiklen Aufgaben drücken.

  • Alle körperliche, aktivierende Dinge wie Joggen, Schwimme usw. und zwar zum Zwecke der Selbsterfahrung.

Affirmationen:

  • Ich nehme meinen Körper an und verbessere damit mein Lebensgefühl.

  • Mit Dynamik nehme ich Herausforderungen in meinem Leben an

  • Ich weiß was ich will und strebe umsichtig diesem neuen Ziel entgegen.

  • Voller Aufmerksamkeit beachte ich meine Gefühle und Gedanken und lenke sie in die richtige Richtung.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Die Zahl sieben bedeutet traditionell "Sieg". Als Summe aus drei und vier deutet sie auf die Verbindung von
Herrscher und Herrscherin hin und repräsentiert einen Sieg des menschlich Willens über die gewöhnlichen
Probleme des Lebens.

 

So kann man hier auch die Konfrontation der Willenskraft mit der Angst darstellen, auch die Fähigkeit
im Chaos des Lebens Ordnung zu schaffen.

 

Die astrologischen Zeichen sind mit Krebs und Jupiter angegeben.

 

Die Karte ist auch ein Zeichen des Mutes. Dieser mutige Sinn stellt sich der Welt mit all seiner Kraft gegenüber,
sucht dabei aber mehr die Beherrschung seiner selbst, als Gewalt über die Umwelt. Setzen wir uns aber mit
unseren tiefsten Ängsten und Instinkten auseinander, entdecken wir, dass sie die Quelle der Energie sind,
die Spiritualität umwandeln kann. Die Sieben bezeichnet den spirituellen Sieg. Im "erkennenden" Verstehen liegt
die Möglichkeit, unsere Ängste zu bewältigen, unsere physische Vergänglichkeit zu akzeptieren, und dieses
Erkennen als Energiequelle zu nutzen. Dies ist die "Nachtseite" des Wagens. Bei "Tageslicht" triumphiert er
über Herausforderungen: wie man Karriere macht, einen Platz in der Welt findet, eine Familie gründet usw.

 

Der Wagen ist auch das erste Bild, bei dem Bewegung ins Spiel kommt. Die Bilder I - V kann man auch als
Schöpfungsvorgang erleben. In Bild VI wollte der Mensch Erkenntnis und erlangte Bewusstsein
(seiner selbst, vom Ich zum Du, vom Du zur Welt).

 

Dieser Bewusstwerdungsprozeß war eng verbunden mit der Gesetzeserfahrung und Polarität. Von dieser
Ausgangslage her, geht nun der Mensch in die Welt und bewegt sich in ihr, womit wir auch den Faktor Zeit
in den Tarotbildern haben. Der Mensch erkennt nun sein Leben als fortlaufende Dynamik (im Gesetz der Polarität).
Damit entsteht die Aufgabe, Herr über die Zeit zu werden. Erlebt man die Gegenwart in richtiger Weise,
hat das automatisch Einfluss auf die Zukunft.

 

Zur Beurteilung der irdischen Realität müssen wir uns mit der Polaritäten vertraut machen (vor allem in uns selbst).
Aufgabe ist es nun, die Kontrolle über die auseinanderstrebenden Kräfte zu erlangen, sie zu vereinen und zu
koordinieren, dass man sie in die gewünschte Richtung bewegen kann.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Der Mensch hat die Geborgenheit und Sicherheit verlassen und ist auf dem Weg zu Neuem. Er ist in die Realität
gezogen, die er zu akzeptieren und zu beherrschen lernen muss. Als Lenker des Wagen ist er der Forderung
ausgesetzt, mit den auseinanderstrebende Kräften der Polaritäten fertig zu werden, sie auch zu bändigen,
damit sie einem einheitlichen, gemeinsamen Ziel ihre Dienste leisten. Der Mensch ist aus seinem
vegetativen Dasein erwacht und erreicht nun mittels seiner Bewusstheit neue Ufer.

 

Diese Karte repräsentiert auch den kontrollierten, vervollkommnenden Zustand der Persönlichkeit und die
höheren Prinzipien der menschlichen Natur.

 

Die Sphinxen, die den Wagen ziehen sind wohl das Sinnbild für die menschliche Seele. Der achtstrahlige Stern
steht auch (wie die Lemniskate) für die Unendlichkeit oder den ewigen Kreislauf. Das Viereck auf der Brust
= irdischer Herrscher. Der Stab mit der Spitze nach oben sind die hohen Ziele.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Der Wagen stellt vor allen Dingen die Bedeutung der Willenskraft für Auseinandersetzungen mit Problemen dar.
In schwierige Zeiten, kann auch die Entschlossenheit durchzuhalten angezeigt werden.

 

Wenn mehrere Karten bei der Befragung auf Schwäche hindeuten, der Wagen aber in einer Hauptposition
erscheint, ist Optimismus und Festigkeit angeraten. Die Karte kann auch negative Einflüsse aufzeigen. Dann
sollte man die Situation passiv annehmen, anderen die Führung überlassen oder das Ereignis hinnehmen.

 

Die Umgebung des Wagens ist also bei der Deutung sehr zu beachten. Auch Hinweise auf tief sitzende Ängste,
von denen man getrieben wird, sind vom Wagen zu erwarten, jedoch auch die Aufforderung, über die Ängste zu
triumphieren. Die innere Trägheit sollte überwunden werden. Oft ergeht im Zusammenhang mit anderen Karten
die Empfehlung, sich nicht zum Herrn über Ereignisse und andere Menschen machen zu wollen.

 

Stichworte:

  • Wenn man zu sehr vom Freiheitsdrang besessen ist, fesselt man sich selbst.

  • Unfähigkeit widerstreitende Gefühle zu kontrollieren, verursacht Depression und Gefühlskälte.

  • In einer Angelegenheit ein deutliches Stück vorankommen.

  • Mit Elan an Aufgaben herangehen.

  • Gegensätzlichkeiten zusammenbringen.

Unternehmenslust

  • In Dienen umgewandelte Empfindsamkeit.

  • Hilfe, auch durch innere Führung, zur Vermeidung von Illusionen.

  • Fehlende (Selbst-) Beherrschung.

  • Überwindung von Hindernissen.

  • Reisen

Partnerschaftsfragen:

  • Aufbruch in die Gemeinsamkeit oder Ausbruch aus ihr.

  • Das Verfolgen gemeinsamer Interessen in die Zukunft.

  • Je nach Person, auch die Bereitschaft, sich kompromisslos durchzusetzen, ("ohne Rücksicht auf Verluste" -
    eigene und andere.)

 

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VIII. Die KRAFT

 

Diese Karte macht uns mit der inneren Kraft des Unterbewusstseins bekannt

 

Intuitive Seite:

 

Weißt du was Lust ist, unbändige, tief empfundene Befriedigung? Dabei ist es vollkommen gleichgültig woran du
Lust empfunden hast und was dich befriedigt hat. Hast du schon jemals dieses Gefühl gehabt, dieser Augenblick
wo du bewusst dem "Tier" in dir nachgegeben hast und es dazu benutzt hast, dich zur Vollendung zu führen?

 

Jeder, absolut jeder Mensch hat ein sinnliches Kraftpotential in sich, das auch ausufern kann. Begeben wir uns
also auf die Suche nach diesem "Tier" in uns, schauen wir uns an wie es aussieht und was es alles kann.
Ja, - ganz recht, ich möchte es ans Tageslicht holen, damit es uns mit seiner unbändigen Kraft dienen
kann. Diese sinnliche Kraft ist lebendig, gibt Energie und Wohlbefinden, kann uns schützen und
hilft uns, die Natur der Dinge besser zu handhaben und zu verstehen.

 

Der Mensch hat in sich eine feurige Lebensenergie, die ihn vorwärts treibt. Sie ist quasi der Motor des Lebens.
Aber diese Energie ist nicht von fassbarer Qualität, sondern hauptsächlich eine "seelische" Energie, so wie
z.B. auch Sonnenstrahlen nicht greifbar sind und doch die Ursache dafür darstellen, dass etwas auf der
Erde gedeiht. Diese "innere" Sonne ist unbändig, teils chaotisch, wild und zwingend. Deshalb verschließen
wir sie gerne vor uns und anderen. Wir haben Angst damit umzugehen.

 

An Stellen wo wir scheinbar nicht vorsichtig waren und deshalb die Tier-Sonne zum Vorschein kam, wurden wir
davon überflutet, verloren die Beherrschung und es kam evtl. zu Explosionen, die wir hinterher vielleicht sogar
bereut haben. Dann haben wir sie um so mehr verschlossen und unterdrückt, bis die Kraft zu stark wurde und
die Explosion noch größere Ausmaße angenommen hatte. So wurden wir dann letztendlich doch von der
Tier-Sonne beherrscht, die wir nicht haben wollten und der ständige Wechsel war zermürbend,
und an die Harmonie nicht mehr zu denken.

 

Hier liegt wohl auch eine der Wurzeln vom Widerstreit zwischen den Geschlechtern. Der Mann wird beherrscht
durch die Reize der Weiblichen und empfindet dies vielfach als Bedrohung, so dass er durch Unterdrückung
eigentlich seine eigene Schwäche vertuschen will.

 

Aber auch die Frau lässt ihre Lust nicht zu, um den Mann zu strafen, der so wenig Gefühl zeigt. Es ist ein
sich ausweitende Konflikt, der allerdings nur zu lösen ist, wenn jeder sich bemüht, in sich selbst die
"dunklen Ecken" kennen zu lernen, sie zu akzeptieren und mehr noch, - sie zu benutzen.

 

Denn wenn ich die Lust beherrsche, mich wirklich hinzugeben, und diese energetische Kraft in all mein Tun
einzusetzen, dann wird mir auch ein wirklich befriedigender Höhepunkt nicht versag bleiben. Lasse ich mich aber
von der Lust beherrschen, wird dies nur ein müdes Aufflackern, ein fader Abglanz dessen sein, das wirklich möglich
ist. Aber ausgehend vom Höhepunkt sollte man noch mehr bedenken. Jede Bergsteiger weiß, dass der Aufstieg zum Gipfel eine gefährliche mühevolle Sache ist, dass aber der Abstieg eine genauso kraftvolle,
wie auch zermürbende Aktion sein kann.

 

Egal, wo wir also einen Höhepunkt antreffen: in unserem Lebe oder im Beruf beispielsweise, müssen wir auch bereit
sein zu einem würdevollen Abstieg. Wir müssen akzeptieren, dass diese "sinnliche" Kraft in uns einem Wandel
unterworfen ist, dem wir uns immer bewusst sein sollten, das heißt, die Kraft muss beherrscht und eingeteilt
werden. Wenn es gelingt, die lustvolle, sinnlich-energetische Liebe im Leben zu integrieren, haben wir eine
wundervolle Macht und auch Kraft in den Händen, die uns herrschen lässt, ohne zu beherrschen, die uns
lieben lässt, ohne zu besitze und die uns leben lässt mit der Natur in uns, ohne sie und uns zu vergewaltigen.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Sollte ich meine Kräfte besser einteilen (oder meine Aufgaben)?

  • Reicht meine innere Kraft, um mein angestrebtes Ziel wirklich erhalten zu können.

  • Kann ich meiner Umwelt noch neue Impulse geben, oder bin ich jetzt schon am Ziel, allein und total erschöpft?

  • Habe ich den Kreislauf des Lebens begriffen oder machen mir selbst "kleine Abschiede" ungewöhnliche Schmerzen?

  • Wie gehe ich mit, nach Freiheit drängenden Kräften, in meiner Umgebung um?

  • Habe ich Probleme mit meiner männlichen Weiblichkeit oder weiblichen Männlichkeit und inwieweit trage ich dieser Konflikt nach außen?

Dinge, die ich tun kann:

  • Sich mit dem eigenen Körper beschäftigen und ihn nicht als lästiges Übel ansehen, sondern als ein willkommenes Geschenk.

  • Sanftheit soll zu einer Disziplin werden.

  • Die Anima in Liebe und Partnerschaft aktiv und kreativ ausleben und sich davon erheben lassen.

  • Weibliches und Männliches gleichermaßen akzeptieren.

Affirmationen:

  • Indem ich mein Ego erkenne, kann ich mich besser in Selbstbeherrschung üben.

  • Ich bin mutig und bändige alle Widerstände ruhig und gelassen.

  • Ich lasse meine innere Kraft fließen, so dass sie auch nach Außen wirken kann.

  • ch nehme meine Körperlichkeit sanft und zärtlich an und gebe mich dem natürlichen Lebensrhythmus hin.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Diese Karte mit der Ziffer "acht" wird als weibliche Zahl bezeichnet.

 

Das astrologische Symbol ist der Löwe und in Verbindung mit dieser Karte steht der Löwe für Leidenschaft und Verlangen, da vom Weiblichen nicht unterdrückt, sondern zur Transformation gebracht wird.
Es ist deswegen auch ein starkes und Vertrauensvolles Zeichen.

 

Wird diese Energie nicht transformiert, kann sie zu Überheblichkeit und Herrschsucht führen.
Kommt die Energie aber zum Aufsteigen, wird sie eine Quelle göttlicher Inspiration.

 

Die Karte der Kraft folgt auf den Wagen, wo sich der Wagenlenker seinen tiefen Ängsten gestellt hat
und diese Kraft nun aus diese Sieg geboren wird.

 

Deshalb beinhaltet dieser Trumpf auch keine Arroganz, sondern die Haltung einer natürlichen Demut,
die nichts mit Schwachheit zu tun hat. Denn wenn wir unsere eigene Kraft finden, weitet sich das Leben.
Wenn wir sie in uns fühlen, werden wir alt und jung zugleich.

 

Die Karte ist zwar weiblich und die Frau wird dazu angehalten den männlich-aktiven Teil in sich zu suchen,
wozu natürlich gewisse Anstrengungen notwendig sind, - dies gilt natürlich analog auch für den Mann.
Auf jeden Fall muss jeder der mit Bewusstheit auf eine höhere Ebene will, sich der Ganzwerdung
unterziehen. Die Integration der männlichen Löwenkraft führt die Frau zu neuer Kreativität. Der Mut
nach innen zu sehen, verleiht die Kraft, die Natur zu besiegen, mag sie auch noch so mächtig erscheinen.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Die Karte der Kraft zeigt die Meisterung und Zähmung unserer animalischen Natur sowie die Stärke,
den Mut und die Tatkraft die erwachsen, wenn diese Urkräfte kanalisiert werden. Dabei geht es nicht
um das Bekämpfen und Unterdrücken dieser Kräfte, sonder zunächst um deren Annahme.

 

Die Frau hält fast spielerisch dem Löwen das Maul zu, der für all die Kraft, Zwänge, Gefahren, Herausforderungen
usw. des täglichen Lebens steht. Die Lemniskate (über dem Kopf der Frau) ist das Symbol unendlichen
Neuwerdens, also die unerschöpfliche Lebenskraft jedes Menschen (geflochtene Krone). Das weiße
Gewand steht für die unendlich vielen Möglichkeiten, die man aufgrund seiner innere Kraft besitzt.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

"Die Kraft" bezieht sich insbesondere auf die persönliche Eigenschaft der inneren Stärke. Es ist die Karte
der Liebe und Güte. Man steht den Dingen positiv gegenüber. Die Kraft kann auch mit der Zähmung innerer
Leidenschaften zu tun haben. Wenn das erfragte Problem mit Zorn, Obsession oder Sucht zu tun hat, weist
die Karte auf die Überwindung hin und/oder der Möglichkeit der Befreiung davon. Im gegebenen Fall ist
egozentrisches Beharren, auf "meiner Kraft", "meiner Stärke" aufzugeben. Gerade dann müssen
wir uns der Energie öffnen, die uns umhüllt und durchdringt.

 

Fühlt man sich von allen Kräften abgeschnitten, schwach, überfordert und ausgebrannt oder von emotionellen
Gefühlen überwältigt und diese Karte erscheint, dann sollen Diät, Ruhe Meditation und Entspannungsübungen helfen.

 

Stichworte:

  • Eine Zeit großer Tatkraft, Mut und hoher Risikobereitschaft.

  • Erfolg und öffentliche Anerkennung.

  • Kraftvolle und leidenschaftliche Phasen.

  • Begegnung mit den animalischen Kräften in uns (z.B. Habgier, Rachsucht, Zerstörungswut).

  • Geistige und körperliche Gesundheit sind voneinander abhängig.

  • Spirituelle und / oder mentale Stärke

  • Mut

  • Entschlossenheit

  • Moralische Kraft

  • Überwindung von negativen Impulsen

  • Entwicklung bisher verborgener Kräfte

  • Liebe triumphiert über Hass

Partnerschaftsfragen:

  • Liebe und Partnerschaft aktiv und kreativ ausleben und sich davon erheben lassen.

  • In der Partnerschaft werden Probleme wahrscheinlich erfolgreich bewältigt.

  • Oftmals eine lebensfrohe und zugleich tiefe, innige Verbindung.

 

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 IX. Der EREMIT

 

Bei dieser Karte öffnet sich die Welt der inneren Betrachtung

 

Intuitive Seite:

 

Allein -!!!!!! ??????

 

"Endlich allein", "Gott sei Dank allein" oder "allein und einsam" ? Wie wirkt dieses Wort "allein" auf dich?
Oder sagst du: Ich will alleine sein", "Ich muss alleine sein" oder heißt es "Alle stoßen mich aus,
so dass mir keine andere Wahl bleibt, als alleine zu sein"?

 

Wie ist es bei dir, wenn du dich zurückziehst? Gehst du nur gezwungenermaßen oder weil du dich wirklich
in eine Betrachtung zurückziehen willst? Oder ziehst du dich vielleicht sogar zurück weil du Mitleid erregen willst?
Auch dies kann ein Grund sein dass man sich bewusst zurückzieht, sich als "armer Tropf" fühlt und dafür
ständig Liebe in Form von Mitleid will.

 

Das Schlimme daran ist, dass man es selbst kaum merkt und andere Menschen für die eigene Einsamkeit
verantwortlich macht. Doch eben dies ist nicht der Fall. In der Dunkelheit der Seele sehen wir viele Gestalten,
die nur unserer eigenen Angst und Bitternis entspringen und nichts sind als Phantasiegebilde, die sich bei
"Licht" besehen in Wohlgefallen auflösen würden.

 

Die Schau in die Vergangenheit unseres Lebens kann uns sehr viel lehren, aber meist sehen wir diese Vergangenheit
nur mit Groll und die Frage wirft sich auf: "Warum gerade ich, - warum muss gerade mir das passieren?" Doch diese
Frage wird oft mit innerem Bedauern gestellt und eine Antwort meist gar nicht erwarte Manchmal scheint also
die Frage wichtiger zu sein als die Antwort darauf.

 

Eigentlich schade wenn die Chance vertan wird, etwas zu lernen. Dabei ist einfach, sich zu öffnen und den
Ursprung der Dinge zu beobachten, zu sehen wie sich alles bis zum heutigen Tag entwickelt hat. Diese Erkenntnis
kann noch weiter gehen, denn unsere Einsichten und Erfahrungen können, wenn wir wieder aus der Stille zurück-
gekehrt sind, den Mitmenschen ein Licht sein und eine Stütze, um die Angst zu überwinden, die sich in deren
Innerstem entwickelt. Weil wir nun die Schemen und unangenehmen Gestalten kennen, diese Gebilde aus
dunkler Angstphantasie, lösen sie sich durch ihre wissenschaftliche Betrachtung in Nichts auf.

 

Doch es gibt auch die jubelnde Stille, die Einsamkeit, die Freude bereitet, wo man gestützt auf den Wanderstab,
der Halt gibt, sich der Betrachtung des Dunkeln hingibt, damit man das Licht besser erkennen kann. Es ist
dann das innere Licht, das man anschließend in die Welt hinausträgt, wenn man gefestigt und geläutert ist.

 

Diese Stille und Einsamkeit führt uns an den Ursprung unserer Existenz, das ist erhebend, das ist herrlich,
denn endlich sehen wir im Dunkeln, was wir bei Licht niemals erkannt haben.

 

Wir können auch auf der Höhe unseres Lebens sein, in der Betrachtung unseres Weges, den wir schon
zurückgelegt haben. Aber wir müssen auch die innere Größe haben, den Abstieg zu wagen und uns nicht
auf diesem Gipfel vergraben, weil wir die "ewig Ersten" sein wollen.

 

Denn selbst nach tiefster Einsamkeit besteht die wahre Größe in der Weitergabe der Erkenntnis. Von der
Einsamkeit des Gipfels in die Einsamkeit des Tales zurückzukehren, erfordert die Einsicht, dass der Lebensweg
unser Eigentum ist, auf dem wir viele Menschen treffen, den aber keiner für uns gehen kann.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Kann ich wirklich von mir aus eine gewisse Zukunftsgestaltung betreiben oder bin ich in dieser Beziehung sehr anfällig Hänge ich mich an andere Menschen in der Meinung, dass ich selbst die Lebensenergie nötiger habe?

  • Gestatte ich anderen und mir, sich ohne Schuldgefühl zurückzuziehen und besitze ich genügend Toleranz, auch anderen diese Einsamkeit zu geben, die sie für eigene Gedanken brauchen?

  • Bin ich in der Lage, die Einsamkeit zu lieben und achtsam im Hier und Jetzt zu leben oder isoliere ich mich in eine Form, die eine ausgleichende Kommunikation mit der Umwelt nicht mehr zulässt?

  • Habe ich Angst vor dem Tod, glaube keine Zeit mehr zu haben und verkrampfe mich bei diesem Gedanken?

Dinge, die ich tun kann:

  • Auch hier ist die Atmung eine wichtige Übung, aber nicht im Sinne der Konzentration darauf, sondern des freien Fließens mit der Beobachtung der ziehenden Gedanken, die bei diesem Vorgang auftreten.

  • Die eigene Rolle im Leben überdenken, natürlich auch im Sinne der "Ich-Bezogenheit" und dann von diesem Rollenspiel evtl. Abstand nehmen, als Konsequenz der inneren Erfahrung

  • Sich im Sinne eines "Klosterlebens" zurückziehen oder gerade durch bewusste Konfrontation mit der Umwelt "in die Stille" gehen. In beiden Fällen kann man, durch das Hineinhorchen in sich, zu einer neuen Lebensweise finden.

  • Hier besteht auch durch tiefe Meditation (oder tiefes Denken) die Möglichkeit, sich für das bewusste Leben oder Sterben zu entscheiden. (Angst vor dem Leben zu haben bedeutet nämlich nur, nicht sterben zu wollen.)

Affirmationen:

  • Von nichts lasse ich mich hetzen oder zwingen.

  • Meine Achtsamkeit liegt in der Gegenwart und auf dem Wesentlichen.

  • In der Einsamkeit kann ich eine positive Lebenseinstellung finden.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Der Eremit hat eine extrovertierte und eine introvertierte Seite. Er ist eine Figur, die Mut macht, antreibt,
sanft aufrichtet und vor allem weiß, was wir nicht wissen. Der Eremit ist Lehrer und Seelenführer.
Er ist unser persönlicher "Moses", der uns in das versprochene Land des Lichtes führt.

 

Aber er kann auch der Zauberer sein, ein bösartiger und grausamer Eremit der Berge, der uns in die Irre führen
und in Gefahr bringen kann. Hier nun sollte die Selbsterkenntnis ansetzen, die den dunklen Weg erleuchtet.

 

Der Eremit zeigt die ersten Anfänge von Bewusstheit, welche die innere Weisheit der Hohepriesterin in das
Licht des Bewusstsein heben kann.

 

Traditionell bezeichnet der Eremit einen weisen Lehrer, der sich von der Gesellschaft zurückgezogen hat,
um Weisheit zu erlangen, jetzt aber das Licht des Wissens für andere empor hält.

 

Das astrologische Symbol der Karte, Jungfrau, ist auch ein Aspekt der Hohepriesterin. Dies deutet wiederum den
Rückzug an. Denn die Jungfrau steht nicht nur für sexuelle Unschuld, sondern auch für die bewusste Entscheidung,
sexuelle Beziehungen zu vermeiden. Wirkliche Eremiten haben sich zu allen Zeiten von der menschlichen Gesellschaft
zurückgezogen, um über kulturspezifisch Vorstellungen hinaus, zu einer persönlichen Beziehung zu Gott zu gelangen.
Reife ist ebenfalls eine vordergründige Aussage des Bildes und diese Reife wird meist mit älteren Menschen in
Verbindung gebracht. Der Eremit ist der erste ältere Mensch auf den Bildern. Natürlich darf jedes
Lebensalter zu der ihm gemäßen Reife finden.

 

Jeder lernt irgendwann in seinem Leben, alleine zu sein Solange man auf seinem Entwicklungsweg nicht gelernt
hat, allein und auf sich gestellt zu sein, bleibt man immer von einer Seite abhängig. Der Eremit ist also reif genug,
den bisher zurückgelegten Lebensweg in einem neuen Licht zu erblicken, um daraus neues Wissen und neue
Erkenntnisse für den noch vor ihm liegenden, noch in der Zukunft verborgenen Pfad zu gewinnen.
So bedeutet dies aus der Sicht des Karma auch "Entwicklung".

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Diese Karte bereitet etwas Neues vor. Deshalb heißt es, sich einen Moment umzuwenden, mit erhobener
Laterne einen möglichst weiten Umkreis ins Licht rücken, um mit Hilfe des Hexagramms den bisherigen
Weg, aus einer Einheit einander durchdringende Wirklichkeit zu erkennen.

 

Diese Station des Eremiten ist nicht die letzte unseres Weges. Der Stab gibt die Kraft des strahlenden Feuers.
Die Kraft dieser Erleuchtung hilft, sich nach vorne zu wenden, auf einen neuen Weg.

 

Ein Mensch, der dem Weg zu höherem Bewusstsein und zur Vollkommenheit der Seele folgt. Er geht allein,
fern der materiellen Welt, wo er in Abgeschiedenheit eine einfache Existenz führen kann. So mag er die Wahrheit
in den Offenbarungen seiner Seele finden. Er ist meist weit auf dem Weg fortgeschritten, was für andere schwer
begreiflich ist. Dennoch ist er gewillt, denen, die sich aufrichtig seiner Führung anvertrauen, den Weg zu erhellen.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Der Eremit signalisiert den Rückzug von äußeren Aktivitäten aus einem persönlichen Grund
(psychologischerRückzug). Hier sitzt man aber nicht nur in der Stille (Hohepriesterin), sondern arbeitet an
sich selbst. Anschließend wendet man sich wieder der Umwelt zu. Jetzt braucht man aber Zeit für sich selbst.
Der Eremit symbolisiert auch Selbständigkeit oder Selbstentwicklung, mit oder ohne Lehrer.

 

Stichworte:

  • Verborgene Dinge sollte man geduldig mit Innenschau und Meditation enthüllen.

  • Durch Verzicht und Dienen kann man Weisheit erlangen.

  • Jeder von uns ist letztlich allein

  • Die wichtigsten Dinge muss jeder für sich selbst tun

  • Fastenperioden

  • Meditations- und Besinnungserfahrungen

  • Ruhiges, ungestörtes Aufgeben unliebsamer Gewohnheiten

  • Bescheidenheit lernen

  • Zeit in der Kräfte gesammelt werden

  • Einsame Seele

  • Keine Bedürfnisse oder Verlangen nach materiellem Gewinn

  • Spirituelle Inspiration

  • Innere Weisheit

Partnerschaftsfragen:

  • Zeit zur Selbstverwirklichung (Trennung auf Zeit)

  • Allein oder mit dem Partner die Vergangenheit kritisch untersuchen, um evtl. den richtigen Weg für die Zukunft zu suchen.

  • Geduldig mit dem Partner umgehen.

 

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X. Das RAD DES SCHICKSALS

 

Diese Karte beschäftigt sich mit der Balance der Materie - dem natürlichen Ausgleich

 

Intuitive Seite:

 

Wir leben auf einer Kugel. Man stelle sich das mal so richtig vor, - wir leben auf einer Kugel und schweben

mit dieser Kugel ganz frei im Weltraum, nur eingebunden in die Kräfte, die auch die anderen Planeten unseres
Sonnensystems bewegt. Magnetische Kräfte halten unseren menschlichen Körper fest, eine Hülle von Ozon schützt
uns vor dem Weltraum. Eigentlich ist die nichts anderes als ein überdimensionales Ei mit einer sehr dünnen Hülle.

 

Falls irgendwann einmal diese Kräfte (universelle, naturgesetzmäßige Kräfte), welche die Erde im Gleichgewicht
halten versagen, diese gewissen Gesetzmäßigkeiten nicht mehr funktionieren, ist es auch um die Existenz unserer
Menschheit schlecht bestellt. So sind wir körperlich unabdingbar in diese Gesetzmäßigkeiten eingebunden, die das
einfache Vorstellungsvermögen eigentlich übersteigen, weil der Körper nichts anderes ist, als die Verbindung von
Naturelementen und dazu gehören die Lebewesen (Tier, Pflanze, Mineral), die die Mitbevölkerung darstellen.

 

Das was uns darüber erheben sollte ist ein Bewusstsein, das diese Gegebenheiten respektiert, erkennt und achtet.
Wo dieses Bewusstsein nicht vorhanden ist und somit Gesetzmäßigkeiten nicht erkannt werden, benimmt sich
das menschliche Leben der Natur entgegengesetzt, was meist leidvolle Erfahrungen mit sich bringt.

 

Wo und warum auch immer man sich entscheidet, auf dieser Erde zu leben, sind wir angeschlossen an das
Leiden der Menschheit deren ungeöffnete Bewusstheit sich der Natürlichkeit widersetzt.

 

Eine Erleichterung kann dann entstehen, wenn wir versuchen die Angelegenheiten geistig und mit einigem
Abstand zu betrachten. Aus der Entfernung erklärt sich einiges einfacher. Ist man dahinter gekommen wie
die Sache läuft, dann sollte man sich zum Mittelpunkt bewegen, denn dort ist die geringste Rotation.

 

Im übertragenen Sinn heißt das also, dass wenn wir einigermaßen ruhig leben wollen, wir unseren eigenen
Mittelpunkt finden müssen. Je eher wir uns damit abfinden, dass wir nur eine Gesetzmäßigkeit unter vielen sind
- also überhaupt nichts besonders (im körperlichen Sinn); eben einfach nur ein Organismus in einem Organismus,
um so schneller gelingt es uns, Ruhe zu finden. Ein Kampf gegen Dinge, die wir nicht ändern können
verbraucht Kraft, die man sich genauso gut auch sparen kann.

 

Es ist also ein Glück und eine Herausforderung auf dieser unserer Erde, leben zu dürfen. Das ständige Auf
und Ab, die vielen Hochs und Tiefs in unserer Existenz, geben uns die Möglichkeit dazuzulernen. Es ist manchmal
unfassbar, was es alles für "Wunder" gibt und wie wandelbar alles ist. Absolut nichts wird wieder wie es war. Nichts
bleibt wie es ist. Was einmal Wahrheit war, kann zur Lüge werden und was Liebe war zu Hass. Freude und Leid
liegen eng beisammen und sind doch Gegensätze. Was hat also Bestand? - Nichts hat Bestand!

 

Ist das nicht eine irrsinnig, wahnwitzige Komödie, ein wirklich kosmischer Witz? Was hat da noch Bedeutung,
außer dem beständigen Bewusstsein, das in der Lage ist, diese herrliche "Aufführung" zu bewundern. Die Liebe
zum Wandel und zu allen Geschöpfen, die der Kosmos hervorbringt, der Reiz des Unbekannten, der Witz und
die Freude, die in allem Lebendigen steckt, macht dieses Rad zu einem Glücksrad, das uns vorwärts treibt
in neue Abenteuer. Diese Abenteuer ergeben sich aus der Vergangenheit und somit hat alles Besondere,
das in der Zukunft geschieht, den Beigeschmack der alten Zeit und des Chaos.

 

Das ist aufregend, das macht neugierig und je mehr wir aus unserer eigenen Mitte heraus leben, um so klarer
liegt dieser hervorragende Schöpfungsakt vor unseren Augen und wir können lachen. Das ist ein entspanntes Lachen,
eben weil unser Leben eine geniale, kosmische Aufführung ist, in der jeder die Hauptrolle übernehmen kann.

 

Spielen wir uns selbst nicht die größten Streiche? Es gibt kein anonymes Schicksal, das uns zu irgendwelchen
Dingen zwingt. Alles was geschieht ist unsere eigene Inszenierung! Wir reagieren, wir agieren, wir verteilen oder
wir behalten ein. Alles, absolut alles auf unserer herrlichen Erde ist eine Sache von Ursache und Wirkung. Nichts
geschieht ohne unser Zutun, nichts geschieht ohne unser Wissen auf dieser herrlichen Erde und dies ist ein
Umstand der uns glücklich machen sollte. Nun können wir unsere Freiheit genießen, weil wir das Gesetz
des Rades erkennen und uns mit der Drehung und der Mitte gleichzeitig identifizieren können.
Wir müssen nicht das Opfer dieser Existenz sein, wir sind auch gleichzeitig der Täter.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • In welche Richtung bewegt sich mein Leben?

  • Habe ich die "innere Wärme" verloren, weil ich nur noch den Verstand einsetze?

  • Kommt meine "innere Armut" daher, weil ich das Vertrauen in die Schöpfung, eine höhere Instanz, verloren habe?

  • Kann ich mein Leben in allen Höhen und Tiefen hinnehmen ohne einen gewissen Fatalismus zu entwickeln?

  • Kann ich das Leben auch mit seinen Gegensätzen lieben und akzeptiere ich auch die Widersprüche in mir?

Dinge, die ich tun kann:

  • Nach neuen Tätigkeiten Ausschau halten (meinem Leben ein neue Richtung geben).

  • Zen-Meditation üben. Dies ist eine Art der Meditation, die nur die "Leere und das Nichts" sucht.

  • Mich mit Naturgesetzen befassen, sie evtl. schriftlich auflisten und darüber nachdenken.

  • Wenn ich mich im Leben bisher nur in der Rolle des Opfer gesehen habe, diese Haltung gründlich überprüfen

Affirmationen:

  • Ich ruhe in meiner eigenen "Mitte" (ein Punkt der Stabilität).

  • Ständig "wiederkehrende" Probleme erkenne ich und kann durch konsequente Betrachtung eine Lösung herbeiführen.

  • Ich bin aufmerksam und erkenne dadurch die "Zeichen der Zeit".

  • Weil ich die Naturgesetze als individuelle Grundlage verstehe, bewege ich mich in einem „ruhigeren“ Leben.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Die Zahl Zehn beendet eine Sequenz von Zahlen und leitet eine neue ein. Deshalb mag der Trumpf X auch ein
umlaufendes Rad darstellen. Es ist die Auseinandersetzung mit dem Leben ( Schicksal), das sich immer ändert mit
unerwarteten Erfahrungen, Die Idee des umlaufenden Rades hat das Geheimnis der Zeit, sowie dasjenige seiner
Zyklen zum Inhalt. Als Sterbliche können wir die Folgen von Ereignissen erst erkennen, nachdem sie einge-
treten sind. Das Schicksalsrad ist dem Planeten Jupiter zugeordnet, der die Expansion repräsentiert.

 

Wie Kinder müssen wir mit jeder neuen Umdrehung des Rades, mit jeder neuen Generation alles wieder neu lernen.
Wir sind aber auch alte Seelen, die schon viele Inkarnationen durchlaufen haben. Deshalb müssen wir mehr als
unser eigenes Schicksal in die Hand nehmen. Auch das Schicksal der Erde hängt von uns ab. Wir müssen
dafür sorgen, dass sich das Rad weiter dreht, indem wir dem Leben eine Chance geben.

 

Es ist das erste Bild im Tarot, das ohne Menschen dargestellt ist. Dieses Bild folgt einer bestimmten
Struktur und Ordnung, z.B. die Kreisformen und die "fixen" Kreuze. Die eigenartigen Figuren sind aus der
ägyptischen Mythologie bekannt. All diese Dinge haben wohl die Bedeutung, da jeder versucht,
der Bewegung des Rades den ihm gemäßen Anstoß zu geben.

 

Die sich bekämpfenden Antriebskräfte werden zeichnerisch durch den Gegensatz von "nach oben" oder
"nach unten" dargestellt. Auch die Sphinx ist vorhanden. Sie übt die ausgleichende Kraft, die Kontrolle aus.
Wollen wir also Meister unseres Schicksals werden die Bewegung des Rades unter Kontrolle bringen, dann müssen
wir die Kraft der vier Elemente in uns vereinigen, müssen zur Sphinx werden und somit die Balance des
Rades überwachen.

 

Die Grundaussage besteht auch darin, dass sich die Schöpfungsordnung in verschiedenen Elementen
manifestiert, die sich durch unterschiedliche Symbole und Bilder voneinander abheben. Aber auch alle
sich unähnlichen Symbole zeigen durch "Korrespondenzketten" immer wieder die wenigen großen
Prinzipien, die durch alle Ebenen ihre Gültigkeit bewahren.

 

Das Rad des Tarot verkündet das Gesetz der Natur.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Die Schicksalskarte führt fast automatisch zur Standpunktdiskussion, die da heißt:

 

Freier Wille contra Vorherbestimmung

 

Insofern ist es die gleiche Bewegung des Rades, das der Eine als Aufschwung willkommen heißt (Glücksrad) und
der andere als Abschwung fürchtet (Schicksalsrad). Sicher ist nur, - das Rad dreht sich ständig weiter!

 

Auf der anderen Seite ergibt sich durch Disziplinierung die Möglichkeit, die Auffassung zu vertreten, dass
 jeder in sein Leben genau die Erfahrungen macht, die er braucht, um sich weiterzuentwickeln. Die Macht über
das Schicksal verlangt eine höhere Einsicht in den gesamten Prozess. Wir sollten die Karmagesetze verstehen lernen
und eine weiter gespannte Weltsicht einnehmen. Es ist ein Punkt der pendelt zwischen Einsicht und
Notwendigkeit in Verbindung mit Selbst-Akzeptanz.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Das Schicksalsrad weist auf veränderte Umstände oder ein unerwartetes Ereignis hin. Das Rad des Lebens dreht
sich zum Besseren oder Schlechteren des Betreffenden und er muss sich mit der neuen Situation auseinandersetzen.
Die beiliegenden Karten weisen dann auf die Vorgehensweise hin.

 

Das traditionelle Schicksalsrad stellt immer eine gewisse Machtlosigkeit dar. Mann kann jedoch auch in die
Speichen greifen und versuchen Herr seines Lebens zu sein.

 

Stichworte:

  • Nichts bleibt ewig so wie es ist.

  • Veränderung ist unvermeidlich und jede Situation, sei sie gut oder schlecht, wird schließlich vergehen.

  • Eine gewisse Duldsamkeit ist vonnöten

  • Bestimmung

  • Schicksal

  • Wohlstand oder Armut

  • Unerwartetes Glück oder Unglück usw.

  • das Gesetz des Karma (Ursache und Wirkung)

  • Unvermeidlichkeit

Partnerschaftsfragen:

  • Man sollte sich mehr in den Partner hineinfühlen, um mehr über ihn zu erfahren, damit es nicht ständig zu "Wiederholungssituationen" kommt.

  • Oftmals kündigen sich hier auch widerstreitende Einflüsse an. Wie und ob man ihnen begegnen kann, ist abzuwägen.

  • Evtl. ergeben sich neue Partnerschaftskonstellationen (mitunter auch als Folge eigner Uneinsichtigkeit).

 

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 XI. Die GERECHTIGKEIT

 

Diese Karte macht uns mit realen Entscheidungen vertraut

 

Intuitive Seite:

 

Öfters hört man, dass es keine Gerechtigkeit mehr gibt. Viel Schlimmes geschieht auf dieser Welt und es mag
lange dauern, alle Ungerechtigkeiten aufzuzählen. So geschieht es dann auch, dass viele Menschen sich fragen
warum so etwas ist und warum Gott es wohl zulassen mag. Aber meist fragen das genau die Leute, die ansonsten
mit dem Schöpfer sowieso nicht viel zu tun haben wolle und benutzen diesen Umstand noch als Argument:

 

"Wenn es einen liebenden Gott gäbe, dann würde solches Unrecht nicht geschehen."

 

Doch machen wir es uns da nicht ein bisschen zu einfach? Auf der einen Seite wollen wir als menschliche Individuen
die Freiheit um auch nach eigenem Ermessen handeln zu können und auf der anderen Seite erschallt gleich der Ruf,
dass man dies bei Mensche unterbinden soll, die offensichtlich mit dieser Freiheit nicht umgehen können.

 

Da soll unser "allmächtiger Gott" - und das trauen wir ihm ja auch wohl zu - gleich vorher entscheiden, wer
frei handeln darf und wer nicht. Also doch Menschen erster und zweiter Ordnung? Oder? Wo bliebe dann
die wirkliche Willensfreiheit, sich für oder gegen Etwas entscheiden zu können.

 

Die Gerechtigkeit wäre, nach diesem Beispiel, von Anfang an gebeugt. Jeder hat aber den gleichen Anspruch sich
in Freiheit und im Rahmen der Naturgesetze zu bewegen oder nicht. Würde, sofern wir das wünschen, "Gott" oder
eine andere übergeordnete Macht dies von vornherein verhindern, wäre die Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit mehr.

 

Die "Waagschalen" sind aber sensibel genug, sofort auf Disharmonien zu reagieren. Es ist also besonders
wichtig, den Umgang mit den Naturgesetzen zu lernen und sich darin einzugliedern. Die Gerechtigkeit ist
nämlich eine sehr exakte Angelegenheit und jeder ist bei sich selbst gefordert, dies anzuerkennen.

 

Wir sehen oftmals die Gerechtigkeit nur verletzt, indem uns vermeintlich Negatives angetan wird (oder auch
selbst tun). Aber es gibt auch eine positive Verletzung der Harmonie und zwar dann wenn man sich ständig
in das Leben anderer einmischt, weil wir meinen ihnen helfen zu müssen.

 

Man opfert sich auf, man drängt (?) sich auf und versteht die Welt nicht mehr, dass scheinbar nur Undank
ihr Lohn ist. Dieses kleine Beispiel soll uns die Sensibilität des Gleichgewichts anzeigen. Wir dürfen weder im
Positiven noch im Negativen andere Menschen zwanghaft belästigen. Nicht immer ist das was wir meinen
auch für einen anderen Menschen nützlich. Eine scharfe Unterscheidung ist hier gefragt.

 

Trotzdem können wir blind auf die Gerechtigkeit vertrauen, weil über kurz oder lang immer ein Ausgleich
geschaffen wird. Es ist nicht immer sichtbar für uns und beileibe nicht immer so, wie wir uns das vorstellen. Es
geht hierbei nicht um Rache oder Verurteilung, sondern um die Wiederherstellung eines harmonischen Zustandes.
Leider ist das Vertrauen in diesen natürlichen Vorgang bei vielen verloren gegangen. Menschen meinen, dass an
ihnen die Gerechtigkeit vollzogen werden soll und meinen damit im weitesten Sinn die Befriedigung, die in einer
Wiedergutmachung oder Rache steckt! Die andere Partei (im weitesten Sinn) soll büßen.
Das ist in vielen Augen Gerechtigkeit.

 

Aber die Gerechtigkeit hat mit diesem Vorgang nichts zu schaffen weil ihre Aufgabe nur die Ausgleichung ist.
Das darf nicht verwechselt werden.

 

Da diese Institution, wie schon beschrieben, ein harmonischer Vorgang ist, gibt es immer Möglichkeiten
auszugleichen. Hier geht es wirklich nicht um Strafe und Verurteilung, sondern um das Feststellen der Tatsachen
oder des Tatbestandes. Je nachdem ob die Waagschale sich hebt oder senkt, muss ein Ausgleich im Sinn des
Gesetzes geschaffen werden. Dies hat natürlich auch im weitesten Sinn, etwas mit unserer Fähigkeit zu
tun, uns selbst zu verzeihen und natürlich auch anderen, wobei aber auch vorausgesetzt wird,
dass die "Gegenpartei" ebenso zur Einheit bereit ist und sie annimmt.

 

In verschiedenen Aussagen des Neuen Testaments kommt die geforderte Eigenverantwortlichkeit des menschlichen
Handels recht deutlich zum Ausdruck. Z.B.: "Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet." "Mit dem Maß,
mit dem ihr messt, werdet ihr gemessen werden." "Wem ihr die Sünden vergebt, dem werden sie vergeben."

 

Die Gerechtigkeit ist also Etwas, was die eigenen, menschliche Unzulänglichkeiten bestens zum Vorschein bringt
und offenbar werden läßt, doch mit der steten Möglichkeit zur Korrektur. Es ist eine Sache von Ursache und Wirkung.

 

Dies bedeutet aber auch, dass wir uns zur Gerechtigkeit hinbemühen müssen. Sie kommt nicht zu uns, wir
kommen aber auch nicht an ihren Tatsachen vorbei. Diese Gesetze haben wir zu lernen, - jeder Einzelne von
uns, denn Gerechtigkeit widerfährt uns nur dann, wenn wir in dieser harmonisierenden Institution leben,
selbst in uns verwirklichen und damit umgehen können.

 

Wenn wir das schaffen, dann gelingt es uns vielleicht auch hinter das Geheimnis unserer Existenz, der Existenz
menschlichen Lebens zu kommen. Bei dieser Karte suchen wir nicht mehr das Geheimnis, das im Unbewussten
unserer Seele verborgen ist, sondern hier geht es um die Lebens- und Überlebensmöglichkeit des
Menschen in der Wechselbeziehung mit allem was um und in ihm ist.

 

Da ist auch die Wahrheit, die wir finden müssen und die schwer zu fangen ist. Es mag sein wie es ist.

Wir müssen uns der Realität stellen.

 

Wir (die menschl. Rasse) wollten Eigenständigkeit. Jetzt haben wir sie und eine ganz exakte Schöpfung dazu.
Sind wir denn immer noch nicht zufrieden?

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Bin ich bereit die volle Verantwortung für mein eigenes Tun und auch Lassen zu übernehmen und habe auch die Kraft dazu dies zu ertragen?

  • Verzeihe ich anderen wirklich, falls sie mich verletzt haben und kann ich mir auch selber verzeihen, wenn ich es war?

  • Besitze ich den Mut, andere nicht für etwas verantwortlich zu machen, das ich selbst zu tragen hätte?

  • Falls ich im Unrecht bin, bin ich in der Lage mich selbst zu korrigieren?

  • Habe ich Angst vor Entscheidungen oder bin ich manchmal gar entscheidungsunfähig?

  • Rechne ich "gerne" mit anderen Menschen ab und beharre oft (selbst-)gerecht auf meinem Standpunkt?

Dinge, die ich tun kann:

  • Beziehungen prüfen! Dabei kann man sehr gut eigene Ungerechtigkeiten erkennen. (Verhaltensmuster).

  • Spiegelmeditation!

  • Sich bewusst im Spiegel anschauen, evtl. auch mit sich reden

Affirmationen:

  • Ich bin objektiv mir selbst gegenüber.

  • Die Harmonie im Leben ist mir ein großes Anliegen. Dieser Ausgleich ist wichtig, um richtige Entscheidungen treffen.

  • Mein eigener innerer Friede (Harmonie) bringt auch Friede in meine Umwelt.

  • Im Verzeihen liegt der Weg zur Freiheit.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Die Gerechtigkeit, so wie wir sie verstehen, stellt nur eine äußere Sichtweise dar. Spirituell treibt sie uns zur
Entwicklung haben wir begriffen, dass wir immer die Folgen unseres Tun zu tragen haben, ist die Achtsamkeit
auf das was wir tun größer. Man trägt Verantwortung für das Leben. Es wird dann das Leben zum Vorteil für uns
und die Welt eingerichtet. Moralische Kriterien spielen dafür keine Rolle. Die Ereignisse treten nicht ein, weil sie
es sollten, sondern weil sie es, als Konsequenz unserer eigenen Handlungen und der Bedingungen des Lebens,
müssen. Man muss also auf eine Situation in der einzig möglichen Art reagieren. Damit sind alle Situationen
und Umstände gemeint, die wir nicht beeinflussen oder steuern können. Ereignisse wie Krankheit
(eigene und diejenige anderer), Tod, soziale Umwälzungen stelle insofern Zwänge dar,
als wir lernen müssen, damit auf bestmögliche Weise umzugehen.

 

Damit wird nicht der Wille eingeschränkt, sondern es ist die Herausforderung, sich mit Schwierigkeiten
auseinander zu setzen Die Bedeutung der Gerechtigkeit, ist also in der Waage zu suchen dem Gleichgewicht
von Innerem und Äußerem, von Notwendigkeit und freiem Willen. Verlangt wird also nicht nur
die Selbsterkenntnis sondern auch das Handeln danach.

 

Das astrologische Zeichen für diese Karte ist die Waage. Das Element Luft steht für Intellekt und
Denkvermögen, damit wir die inneren Wahrheiten unseres Lebens auch entdecken.

 

Intellekt und Emotionen sind keine Gegensätze. Die Analyse einer Situation wird sich auf ehrliche
Gefühle stützen müssen und die diesen Gefühlen zugrunde liegenden Ereignisse.

 

Die Waage bringt auch die Wechselwirkung zwischen uns und der Welt ins Gleichgewicht. Einerseits
müssen wir die äußeren Einflüsse auf unser Leben akzeptieren; andererseits wird das Gleichgewicht
durch unsere eigenen Handlungen und Entscheidungen hergestellt.

 

Wir müssen durch die äußeren Umstände unseres Lebens zur inneren Bedeutung und zu den Ereignissen
"durchblicken" (deren Ursachen). Wenn wir diese Klarheit erlangen können, bleiben wir nicht die, welche wir jetzt sind.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Entfernt erinnert dieses Bild an Hohepriesterin und Hierophanten, Auch hier haben wir es wieder mit Polaritäten
zu tun. Ebenso wird durch den Vorhang eine Grenze gesetzt, die diesmal allerdings absoluter ist. Die Hände weisen
wieder auf ein "Wie oben, so unten", aber (angezeigt durch den Vorhang) nicht auf ein "Wie diesseits, so jenseits"
hin. Das bedeutet, dass diese Form von Gerechtigkeit sich nur in dieser Welt manifestiert. Die Aufgabe der
Gerechtigkeit ist es, die vorhandene Ordnung (Waage) aufrechtzuerhalten und mit der Kraft
des Schwertes, immer wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Justicia wird schon immer als Frau dargestellt. Damit ist angedeutet, dass Recht- und Rechtsprechung kein
formal logischer Vorgang ist, sondern gleichfalls eines guten Gespürs bedarf. Die Karte steht in diesem Sinne
für Ausgewogenheit und Gleichgewicht, nicht zu verwechseln mit innerer Harmonie und Gelassenheit.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Die Aussagen der Gerechtigkeit betreffen hauptsächlich den Gedanken der Bewusstheit. Diese Karte fordert uns
auf, das Leben zu überprüfen, und etwas ins Gleichgewicht zu bringen. Es kann z.B. auch die Bewertung
einer ganz bestimmten Situation sein z. B.: Beziehungsfragen.

 

Für eine aufrichtige Beurteilung ist auch emotionale Aufrichtigkeit erforderlich. Man muss die Empfindung
gegenüber der Situation so offen als möglich erleben. Man sollte bewusst verfolgen was man selbst und was andere
tun. Statt mit konditionierten Reaktionen zu handeln, oder zu glauben dass wir nicht anders können,
lernen wir durch den Trumpf Gerechtigkeit unseren freien Wille zu gebrauchen.

 

'Die Gerechtigkeit ist unerbittlich" und so müssen wir uns von emotionalen Extremen befreien.

 

Stichworte:

  • Bedachtsamkeit führt zur Erkenntnis, dass die Ursache für alle Unausgewogenheiten in einem selbst liegen, ebenso wie die Fähigkeit, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen.

  • Unrecht wieder gutmachen

  • Richtige Balance

  • Spirituelle Gerechtigkeit

  • Karma

  • Erfolgreich Ordnung in ein wirres Leben bringen

  • Vorurteile

  • Zu seinem Recht kommen

  • Die Karte ist auch als Aufforderung zu verstehen, nie gegen die Grundregeln der Fairness zu verstoßen.

Partnerschaftsfragen:

  • Man muss Klarheit in die Partnerschaft bringen. Eine Aufrechnung von Für und Wider ist notwendig, damit die Grundlage klar wird und gegebenenfalls ausgeglichen oder getrennt werden kann, um dem Partner gerecht zu werden.

  • Sollte bei eigener Betrachtung allerdings erkannt werden, dass ständig in der Partnerschaft analysiert und kritisiert wird (im negativen Sinn), sollte von eben diesem Vorgang Abstand genommen und liebendes, freies Mitgefühl dafür eingesetzt werden.

 

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XII. Der GEHÄNGTE

 

Diese Karte ermahnt uns zur schöpferischen Pause am "ICH"

 

Intuitive Seite:

 

Du liebst die Natur und auch das Leben! Du bist ein zufriedener Mensch! Du bist so zufrieden, dass es schon
fast wieder langweilig ist. Was ist das bloß für ein Leben ohne Höhen und ohne Tiefen; nichts regt mehr an,
nichts regt mehr auf?

 

Natürlich könnte auch das Gegenteil der Fall sein. Du kannst dich selbst und andere nicht mehr leiden!
Das Leben ist dir eine rechte Last geworden! Unzufrieden bist du und jeder quält dich niemand gönnt dir
wirklich Ruhe. Was ist das für ein Leben, wenn man getrieben und gehetzt, sich von einem Tag
zu anderen schleppt; nichts mehr einen wirklichen Lichtblick verspricht?

 

Dies genau ist der Zeitpunkt, egal ob nun die "positive" oder die "negative" Seite die Ursache ist,
sich von gewohnten Vorstellungen frei zu machen. Was bedeutet überhaupt "positiv" oder "negativ"?
Ein Leben aus dem man nichts macht (das vor Zufriedenheit strotzt), ist das letztendlich nicht das negative
Dasein in reinster Form? Oder das getriebene, depressive Leben, das von mir nur fordert und damit aber einen
Fortschritt erzwingt, - ist das nicht das positive Leben, welches uns der Wahrheit näher bringt?

 

Diese Standpunkte sind alle recht verwirrend und schon hier können wir erkennen, dass für
keinen Menschen die "Sichtweise" auf Erden gleich ist und der Blickwinkel eines Jeden respektier werden
sollte. Was für die Einen großes Leiden bedeutet, nimmt der Andere vielleicht mit Freuden an und
so manche Freude würde umgekehrt vielleicht ins größte Unglück führen.

 

Wo immer ein Mensch festgefahren ist in alten Mustern und Vorstellungen und das dringende Bedürfnis
verspürt, dies zu ändern, sollten wir das als Außenstehende vorurteilsfrei akzeptieren.
Niemand kann in die Haut einer anderen Person schlüpfen.

 

Es scheint nun auch eine Zeit großer Hilflosigkeit und Verletzlichkeit zu sein. Du fühlst dich
alleine gelassen, hast vielleicht deinen Rückhalt verloren. Irgendwie hoffst du vielleicht auch, dass das
was du im Augenblick erlebst nur "ein böser Traum" und alles bald vorbei ist. Aber ein dumpfes
Gefühl sagt dir, es nicht so und eine tiefe Verzweiflung macht sich breit.

 

Dann ist der Augenblick gekommen, wo du die Zeit anhalten musst. Spring über deinen eigenen Schatten!
Besinne dich auf dich selbst! Steig aus und betrachte alles anders herum. Geh mit dem "Kopf in die Erde"
und lass die Kraft in dich einfließen, indem du eintauchst in die lebendige Natur. Sauge den seelischen
(und auch körperlichen) Schmerz in dich hinein, und gib ihm die Chance dich zu erneuern.

 

Die Dinge im Umkreis sind ohne Bedeutung für dich. Nur du existierst jetzt, - du und deine Stille, - du und
deine Leer Genieße diesen Augenblick, der nur dir gehört und in den sich niemand einmischen kann. Und wenn
du dann wieder in die "normal Welt“ zurückkehrst, hast du einen Teil von dir selbst angenommen und überwunden.
Begrüße also den Schmerz als einen willkommenen Freund, einen lieben Gast. Empfange ihn nicht indem du
ihn duldest, sondern du dich ihm hingibst, mit dem Bewusstsein, dass man alles umkehren kann.

 

Deswegen braucht man den Schmerz allerdings nicht auf masochistische Art suchen. Auch sonst ist die
"Selbst-Besinnung" eine mehr als wünschenswerte Sache, weil sie frei macht von Verhaftungen.
Eine Versuchung lauert überall und Schwächen haben wir alle.

 

Dann können wir die Welt ruhig mal von unten betrachten. Als aufrechte Menschen schauen wir, ab
einem gewissen Alter, sehr gern nur von oben herab. Dabei entgehen uns mit der Zeit viele Details, die wichtig
sein könnten. Irgendwie verschwinden sie aus unserem Leben und mit ihnen manchmal viel Liebenswertes.

 

Dann sollten man wieder den "unteren Standpunkt" einnehmen; vielleicht wie ein Kind,
dass neu entdeckt, sich dabei selbst erkennt und entwickelt. Dieses neue "Unten-Einfach-Selbst"-Gefühl
kann die Grundlage tiefer Inspiration und neuer Ideen sein.

 

Also, wann immer wir uns festgefahren haben, es im Leben nie weitergeht (so oder so),
Unzufriedenheit uns auffrisst, die Ideen stagnieren, uns Kummer den Verstand raubt und usw., dann kehr
dich um und nimm voller Erstaunen das Licht war, das eingebettet (L) - ICH - (T).

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Was wirft mich aus der Bahn, warum fühle ich mich so elend?

  • Kann ich mit meinem jetzigen Denken die Zukunft noch meistern?

  • Zwingt mich etwas, ständig "gegen den Strom zu schwimme und nimmt mir das viel von meiner Kraft?

  • Will ich um jeden Preis anders sein oder auffallen ? (aufgesetzte Märtyrerhaltung)

  • Kann ich mir den "Luxus" erlauben, verletzbar zu sein?

Dinge, die ich tun kann:

  • Lebendigkeit bewahren und sie höher bewerten als jeder Schmerz! (So etwas kann man sich als Haltung aneignen)

  • Tiefenentspannung üben (auch mittels fertiger Kassette), dass alles was geschieht, nicht gleichgültig, aber entspannt entgegengenommen werden kann. (innere Gelassenheit)

  • Ausprobieren wie es ist, sich anders zu fühlen, zu denke, aufzutreten. Mann kann sich z.B. anders kleiden, die Haare färben, das Zimmer neu streichen usw.. Einfach bewusst fühlen wie es anders ist. Oder das genaue Gegenteil davon: Innehalten und für Ruhe sorgen.

Affirmationen:

  • Meine natürliche Lebendigkeit ist stärker als alle Unannehmlichkeiten in dieser Existenz.

  • Indem ich die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachte, bin ich offen für neue Ideen und Energien.

  • Ich besitze den inneren Mut und die Bereitschaft, aus eigener Erfahrung zu lernen.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Die Zahl 12 fügt männliche und weibliche Polaritäten zusammen. Die Umkehrung ist eines
der Hauptthemen des Gehängten. Er opfert das Verlangen des Herrschers, die Erde zu beherrschen
und kehrt seine früheren Glaubensvorstellungen um. Der Gehängte gibt auf was andere für wichtig halten:
Erfolg, Macht, Stolz, das Empfinden des Ich gegenüber dem Universum einmalig, einzigartig und getrennt zu
sein. Er erlangt Verständnis, Frieden, Einheit mit der Erde und Lebensfreude. Das Ich geht in
Auflösung über die Trennung gegenüber dem Leben wird aufgelöst.

 

Beim Gehängten werden Himmel und Erde vereint. Er repräsentiert auch spirituelle Disziplin und opfert sich
buchstäblich selbst Aber diese Unterwerfung bedeutet nicht Unterwerfung im Sinne einer Niederlage, sondern ein
Weg für die Menschheit und den Einzelnen. Denn der Zusammenschluss ist wichtig, - nicht die Trennung.

 

So wie die Frau bei der Karte Kraft angehalten war, den männlich aktiven Teil in sich zu entdecken,
so ist nun der Mann gehalten, passiv zu empfangen, mit sich geschehen zu lassen, erwarten und offen zu
sein für etwas, das auf ihn zukommt.

 

Die Zahl 12 stellt so das Ende eines Zyklus dar, der dann doch weitergehen soll, bzw. dann neu beginnen
muss. Opfertod und Wiederauferstehung sind die archetypischen Stationen an dieser Grenze.

 

Hier ist also eine "Umkehr der Werte" zu verzeichnen. Es ist der Schnittpunkt zwischen Integration und Gehirn.
"Liebe, Güte, Vertrauen" sind in der rechten, "Krieg, Verbrechen, Gewalt" in der linken Gehirnhälfte und
somit der dort vorhandenen Werte. Wir wollen das Gute und erleben das Gegenteil.

 

Das Unbewusste versucht immer wieder eine unmögliche Situation hervorzurufen, um das Individuum
dazu zu zwingen, sein Allerbestes zu geben ..... Es bedarf meist einer unmöglichen Situation, in der
man seinen eigenen Willen und sein eigenes Denkvermögen aufgeben muss und nichts tun kann,
als der unpersönlichen Kraft, des Wachsens und der Entwicklung zu vertrauen.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Dieser Einsame stellt einen Menschen dar, der in Harmonie mit sich selbst und dem Universum steht und
seine Ziele verfolgt. Dieser Friede wird sich auch im Umgang mit anderen Menschen spiegeln.

 

Das Tau-Kreuz (der Baum) ist das Zeichen der Adepten (Eingeweihten), der Heiligung und der Weihung.
Die Beine bilden das Gnostikerkreuz. (Zitat: Hättest du gelernt zu leiden, würdest du nicht leiden müssen).
Dass der Gehängte am rechten Bein hängt bedeutet wohl, dass dieser Zustand bewusst gesucht wurde.
Die Triebe im Holz lassen schon das Aufkeimen der neuen Kraft erkennen.

 

Als letzte Karte des Zwölferzyklus stellt der Gehängte auch die Prüfung dar, die vor den neuen Zyklus gesetzt ist.
Nicht mehr entwicklungsfähige Angewohnheiten, Betrachtungsweisen und anderes mehr werden abgelegt
und durch die Bereitschaft ersetzt, für die Erfahrungen des nächsten Zyklus offen zu sein.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Die Bedeutung des Gehängten drückt ein Verbundensein aus. Damit kann die Natur, ein moralisches Prinzip
oder ein wichtige Lebensziel gemeint sein. Die Karte kann aber auch auf tiefes spirituelles Bewusstsein hinweisen.
Der "Baum" vermittelt die Verbundenheit mit Größerem als den alltäglichen Problemen. Läuft man durch äußere
Einflüsse Gefahr den Boden unter den Füßen zu verlieren, kann die Meditation über den Sinn "des Gehängten"
wieder Halt verschaffen. Der Gehängt steht auch für die Unabhängigkeit, indem man seine eigene Stärke erkennt.


Das Drängen und die Meinung anderer Menschen kann bei einem speziellen Problem ignoriert werden und es gilt, nur
der eigenen Entscheidung zu vertrauen. Oft muss man auch etwa aufgeben, um ein reales Ziel erreichen zu können.

 

Stichworte:

  • Gefühle befreien den Menschen durch ihre offensichtliche Realität.

  • Wenn man seine Intuition höher bewertet als die greifbarer Dinge, dann entsteht Freiheit

  • Alte Verhaltensmuster als Entwicklungsschritt fallen lassen.

  • Pause inmitten von Aktivitäten

  • Wechsel des Lebensstiles

  • Verzicht

  • Selbstopferung

  • Glück, das aus spiritueller Bewusstheit erwächst

  • Materielle Versuchungen überwinden

  • Es gelingt wahre Bedeutung für das persönliche Lebens zu finden.

  • Zwangspause, auch tiefer gehende (z.B. Krankheit), welche die gesamte Lebenseinstellung verändern kann.

Partnerschaftsfragen:

  • Hier soll man sich weniger mit dem Partner, mehr mit sich selbst beschäftigen. Sich selbst Rechenschaft abzugeben kann natürlich (muss aber nicht) auch Veränderungen mit sich bringen.

  • Der Partner wird evtl. falsch bewertet.

  • In einer "extremen" Partnerschaft nicht in einer (masochistischen) Märtyrerhaltung verharren. Jeder Mensch hat seine eigene Würde.

 

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XIII. Der TOD

 

Diese Karte befasst sich mit der Transformation der Seele

 

Intuitive Seite:

 

Ich bin müde und möchte schlafen. Deswegen lege ich mich nieder und bin froh, wenn mich das unbewusste
Dunkel des Schlafes umfängt, mich in seine Arme nimmt. Das Traumland, in dem ich während dieser Zeit der
äußerlichen Ruhe, mein Quartier aufschlage, stört mich nicht. Es ist mir eine Gewissheit, schon beim
Einschlafen, dass ich diese Traumebene wieder verlassen werde und so mag dort geschehen was
will. Die Kraft, die physische Kraft die ich dabei gewinne, ist mir dies alles Wert.

 

So "sterben" wir jeden Tag aufs neue. Doch weil wir die Gewissheit haben, dass für uns mit dem
Schlaf nichts endet, begeben wir uns in diese Phase der Regeneration bzw. Erneuerung, ohne irgendwelche
Angst oder Verkrampfung. Ja, wir empfinden es sogar als äußerst störend, wenn wir keine Ruhe (keinen Schlaf)
finden können. Dieses Abschalten braucht jeder, - ob arm oder reich, groß oder klein, gut oder böse. All dies
bringt uns dem Sinn des Todes etwas näher. Der Tod ist ein Übergang von einer Ebene zur anderen und die
kann natürlich auch sinngemäß im täglichen Leben erfolgen. Immer wenn wir etwas hergeben müssen, das
uns besonders lieb und teuer war, ist es ein Schmerz, der durch und durch geht. Der Tod mag für manche
Menschen die Erlösung sein, zuallererst ist er aber ein Schmerzbereiter. An uns liegt es, wie wir diesen
Schmerz aufnehmen, weil meistens noch die Angst dahinter steht. Die Angst vor unbekannten Dingen nimmt
uns die Luft zum Atmen. Die Angst vor dem was kommt, schnürt uns ein und macht uns bewegungsunfähig.

 

Daraus ergibt sich, dass gerade die Menschen meist die größte Todesangst haben, die sich eigentlich ursprünglich
vor dem Leben fürchten. Sie fürchten sich vor der Lebendigkeit, lassen sie nicht zu, aus Verlustangst. Sie wollen
nicht hergeben und klammern sich an das, was sie glauben zu besitzen. Nichts besitzt man, es sei denn, man
kann es jederzeit lassen. Denn nur mit dieser Einstellung kann man das Leben wirklich genießen und auch
dem Tod lachend entgegentreten. Er ist nicht starr, sondern im höchsten Maße beweglich (lebendig).

 

Der, der den wirklichen physischen Tod erleidet, spürt nichts davon. Er ist in einem Augenblick,
wie beim Schlafen, einfach von einer Seite auf die andere Seite gewechselt. Uns Hinterbliebenen tut es
weh, wir erleiden den Schmerz. Uns, die wir weiterleben müssen, ist etwas genommen worden.

 

Warum stehen wir also nicht ehrlich zu unserer Verzweiflung indem wir uns bewusst machen, dass
es nicht um die geht, die aus dem Leben getreten sind, sondern allein um unsere eigene Einsamkeit. Wenn
wir uns das eingestanden haben, dann sind wir auch nicht mehr handlungsunfähig, sondern bereit das Neue
anzunehmen. Der Tod ist der Abschluss von Altem (Gewohnheiten, Partnerschaften, Verhaltensmustern usw.).
Es ist immer ein "operative Eingriff" am System, wenn die Vergangenheit einfach ausgelöscht wird. Nichts ist
dann mehr so wie es war. Das erfordert Umorientierung, zwingt uns neue Wege zu gehen, bedeutet Flexibilität.
Niemand kann sich auf seinen alten Lorbeeren ausruhen und alte "Ungereimtheiten" interessieren nicht mehr.
Es ist die Chance, endlich neu und anders zu beginnen und mehr noch als das: Es ist die Brücke zum Licht.

 

Wo immer uns der Tod begegnet, in seiner wirklichen und sinngemäßen Form, führt er uns zu neuen Ufern,
ist Richtungsweiser und zwingt uns, uns Höherem zuzuwenden. Er mahnt uns, die materielle Seite unserer Existenz
für einen Augenblick zu vergessen und unsere Seele, dem unsterblichen Teil in uns, Rat zu geben. Wir dürfen
erkennen, dass wir stets die Möglichkeit haben, einen neuen und besseren Anfang zu wagen. Jeden Augenblick,
jede Stunde, jeden neuen Morgen und in jedem neuen Lebe kann dies geschehen. Ist das nicht wundervoll?

 

Ich habe mit Hilfe der irdischen Materie die Möglichkeit bekommen, mich auszudrücken, zu bewegen und das
lebendige Leben zu gestalten. Meine unsterbliche Seele kann all das nach Außen bringen, was sie möchte. Auch
das ist eine herrliche Gestaltungsmöglichkeit im wahrsten Sinne des Wortes, - ein wundervolles Zusammenspiel
der Polaritäten und Kräfte. Aber es ist nur eine Leihgabe und irgendwann muss ich eben wieder zu meiner
seelische Identität zurückkehren, um dann vielleicht doch wieder ein neue Geschenk zu erhalten.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Sind meine zwischenmenschlichen Beziehungen von einem angstvollen verkrampften Umgang geprägt?

  • Versäume ich, aus der Angst heraus, etwas zu verlieren individuelle Entwicklungschancen?

  • Kann ich die Vergangenheit hinter mir lassen, damit ich endlich lebendig werden?

  • Bin ich nur auf mein Leben fixiert und nehme "das Sterben“ anderer Menschen nicht zur Kenntnis?

  • Bin ich voller Feigheit und fliehe vor dem Ernst des Lebens?

  • Welche Ängste sind für mich überhaupt mit dem Thema "Tod“ verbunden?

Dinge, die ich tun kann:

  • Sich Gedanken machen über den ewigen Wandel! Sich dabei immer der Gegenwart bewusst sein.

  • Die Verantwortung für das "Energiepotential" des physischen Körpers bewusst übernehmen

  • Alte, nicht mehr lebensfähige Beziehungen, auflösen.

  • Sich mit der Realität des Todes konfrontieren, z.B. durch ausgedehnte Spaziergänge auf Friedhöfen.

Affirmationen:

  • Das "Loslassen" ist meine lebendige Stärke.

  • Ich lebe im "Hier und Jetzt" und bin mir der Gegenwart voll bewusst.

  • Die Veränderungen in meinem Leben sind eine Notwendigkeit, damit Neues entstehen kann.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Das Verknüpfen des Lebens mit dem Tod, ist der Hinweis, dass der Tod nicht das Ende von Allem bedeutet,
sondern nur ein Vorspiel zu einem neuen Dasein ist.

 

Der Tod ist immer für ein neues Leben notwendig: z.B. die Jahreszeiten in der Natur. Aber er zeigt auch
die grausame Seite der Erde. Im gleichen Augenblick, in dem etwas geboren wird,
ist es auch schon zum Tode verurteilt.

 

Das astrologische Zeichen für die Karte Tod ist der Skorpion. Der Stachel kann töten. Dieses
Tierkreiszeichen regiert aber auch über die Geschlechtsorgane. So ist auch hier der Zusammenhang zwischen
Tod und Zeugung zu erkennen. Die Herausforderung dieses Trumpfes liegt darin, dass wir die Realität
des Todes anerkennen müssen und uns gleichzeitig dem Leben verpflichten sollen.

 

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass spirituelle und sexuelle Energie dasselbe sind. So kann man
sehr gut beobachten, dass die Angst vorm Tod, auch zu einer Art Angst vor dem Sex führen kann. Beim Sex
ergeben wir uns und das könnte als Bedrohung empfunden werden. Die Einheit von Raum und Zeit wird aufgehoben.

 

Beim psychologischen Aspekt klammern sich die Menschen an alte Gewohnheiten und Verhaltensmuster,
auch wenn diese längst nicht mehr sinnvoll sind. Ein Bruch mit alten Gewohnheiten ist wie ein Tod. Aber der
Tod hat auch eine "alte Macht". Oft erkennt man viele falsche Verhaltensmuster recht früh, aber es dauert oft
Jahre, bis man diese unsinnigen Muster als das alte Selbst sterben lassen kann. Die Tatsache zu akzeptieren,
dass man mit der Zeit vergeht, ist eine Art Sieg über die Zeit. Nicht leben zu wollen, ist gleichbedeutend
mit, nicht sterben zu wollen. Werden und Vergeht sind der gleiche Bogen. Vom mittleren Alter an
bleibt nur derjenige lebendig, der Willens ist, mit dem Leben zu sterben.

 

Diese Karte führt uns auch zum Körper-Bewusstsein. Hier liegt der Punkt zwischen Identifikation und
Verantwortung. Wir haben eine bewusste Verantwortung für unseren Körper zu tragen (physisch).

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Wir sehen den 4. apokalyptischen Reiter mit schwarzem Banner darin die mystische Rose, das Symbol
des Lebens und der gereinigten Wünsche. Am Helm die rote Feder, Symbol für den Stein des Weisen. Der Fluss
als Bild der ewigen Bewegung und Entwicklung, darauf das Totenboot des Pharao = der Weg zu neuem Leben.
Im Hintergrund die Sonne als Symbol der Unsterblichkeit.

 

Der Tod ist nicht unser Erzfeind, sondern eine Erfahrung, die so selbstverständlich zu unserem Leben
gehört, wie das Ausatmen zu Einatmen. Die Bilder in denen er sich zeigt sind: der Tod als Erlösung,
als Heimgehen, als ersehnter Ruhebringer und als notwendiger Platzbereiter für das Neue.

 

Dies gilt natürlich auch für die vielen kleinen Tode, die wir im Laufe unseres Lebens sterben.
Eben immer da, wo wir etwas lieb und vertraut Gewordenes aufgeben müssen wo ein Abschied ist,
der natürlich trotz des Freiheitsgewinns sehr schmerzvoll sein kann.

 

Äußere Veränderungen sind notwendig, nicht zuletzt um körperlich Krankheit zu verhindern.
Besonders wichtig ist es, dass wir unser eigenen Gefühle aussprechen gegenüber überwältigenden
Veränderungen, von denen der Tod nur eine ist.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Die Karte des Todes hat höchst selten etwas mit dem physische Tod zu tun. In der Regel steht er
in einer Befragung für psychologisches "Loslassen". Der Tod zeigt an, dass ein Muster oder ein Abschnitt im
Leben eines Menschen zu Ende gegangen ist und der Betreffende ihn auch sterben lassen muss.

 

Dies kann durchaus schmerzhaft sein, besonders wenn etwas Bestimmtes damit gemeint ist,
wie etwa das Ende einer Beziehung. Der Tod wird aber letztendlich für den Betreffenden
von Vorteil sein. Er wird Energien freisetzen, evtl. neue Möglichkeiten eröffnen.

 

Der Tod steht also für die unvermeidliche Umwandlung allen Lebens. Er ist Abschluss und Befreiung.
Auch wird er als eine Phase im dennoch weitergehenden Leben gesehen, eben nur eine Veränderung
gegenüber Altem und Überholtem. Es ist die Erneuerung des Lebens.

 

Stichworte:

  • Verlust, der zur Erneuerung führt.

  • Notwendigkeit bestehende Situationen zu beenden, ehe sich ein höherer Entschluss ereignet.

  • Zusammenbruch als notwendige Voraussetzung für Neugeburt.

  • Alle Erfahrungen, die mit Beenden, Aufgeben, Abschied nehmen und Loslassen (müssen) zu tun haben.

  • Aufgabe (unliebsamer) Gewohnheiten

  • Alle Verlusterlebnisse wie: ungewollte Trennungen, bestohlen werden usw.

  • Transformation

  • Ende einer Phase

  • Befreiung

Partnerschaftsfragen:

  • Ein extremer Wandel in Partnerschaftsbeziehungen ist wahrscheinlich.

  • Eifersüchtiges Festhalten wollen (das aber trotzdem nichts nützt).

  • Vorbereitung für neue Begegnungen.

 

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XIV. Die MASSIGKEIT

 

Die Mischung zum zeitlichen Selbstwert.

 

Intuitive Seite:

 

Du hast es überstanden. Die Vergangenheit ist vorbei und ein neuer Lebensweg öffnet sich. Egal was
nun kommt: eine neue Beziehung, neue berufliche Aktivitäten, Ideen, - also überhaupt neue Lebensumstände;
das Alte, mag es auch noch so schmerzlich gewesen sein, es ist vorüber!

 

Jetzt ist aber noch alles fremd und ungewohnt, deshalb mag es auch wichtig sein, mit Achtsamkeit
und keineswegs oberflächlich ans Werk zu gehen. Sicher spielt sich mit der Zeit alles ein aber nun bist du noch
nicht so stabil in deinem Tun und Walten, Deshalb ist die eben schon genannte Vorsicht sehr wichtig. Es ist nicht
die Vorsicht der Überängstlichkeit, sondern die der Gründlichkeit gemeint. Bist du dann sicherer geworden, kannst
du dich auch weiter vorwagen auf deinem neuen Gebiet, denn es sind ja neue Ziele ins Auge gefasst worden
und das Alte hast du hinter dir gelassen. Aber noch kennt man sich in dieser ungewohnten Umgebung nicht
aus, so dass ein Fehltritt dieses neue Ziel in die Ferne rücken würde, statt es näher zu bringen.

 

Auch viele Talente sollten jetzt entwickelt werden. Du bist nun an einer Stelle, die dich zu großen Dingen
befähigen wird und du wirst lernen müssen (natürlich symbolisch), "über das Wasser zu wandeln", d.h. frei
von allen Bindungen und Konventionen strebst du dem großen Ziel entgegen, was immer es
auch sein mag Vernachlässige kein Detail, dann wird es dir gelingen !!

 

Dies ist auch eine Zeit auf neue Art und Weise mit unserem Körper umzugehen. Wir sollten lernen, unseren
Körper zu beherrschen. Es passt jetzt einfach nicht mehr, dass andere die Schuld bekomm» nach dem Motto:
"Ich bin krank". Das stimmt nicht. Uns' Körper (bzw. das Körperbewusstsein) ist nämlich krank, - nicht wir (im Sinne
dieses bewussten Denkens). Es ist nun wicht herauszufinden, wo die Ursachen in unserem eigenen Bereich liegen;
welche Fehler wir "im Geiste" begangen haben z.B., für die unser Körper ja nur der physische Ausdruck ist.

 

Wir sollten auch daran denken, dass wir von der "kosmische Energie" genauso abhängig sind, wie von
unserem materielle "täglichen Brot". Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, sich Energie zu verschaffen als
nur die Physische. Dies ist der Augenblick sich auch darüber Informationen zu besorgen. Wolle wir nämlich so viele
andere und neue Dinge tun, dann sollten wir uns selbst auch neu gestalten und uns der naturgegebene
Möglichkeiten bewusst werden. Geschieht das nicht, dann ist oftmals kein Weiterkommen, - schlimmer
noch, wir fallen in alte Muster zurück und weil wir mittlerweile wissen, dass die Zukunft möglich ist,
gestaltet sich dieser Vorgang um so schmerzlicher.

 

Nun müssen wir auch lernen, auf leichte und natürliche Art und Weise, aus Verschiedenartigkeiten
Nutzen zu ziehen. Nur im Zusammenschluss können manchmal neue Dinge entstehen. Wer würde als
"Unwissender" schon vermuten, dass aus Eier, Mehl, Zucker, Gewürzen und evtl. Aromastoffen (einfach so),
ein wunderbarer duftender Kuchen entstehen kann. Erst das geschickte Vermischen in Verbindung mit
ausreichender Wärme, lässt dieses kleine natürliche Wunder entstehen. So ist es bei der Natur insgesamt.

 

Und wenn wir hingehen und in unserem Leben nicht mehr alles nur nach "schwarz" oder "weiß" beurteilen,
sondern auch mal Zwischentönungen zulassen; nicht alles gleich verwerfen, sondern in der geschickten
Handhabung uns die Dinge nutzbar machen, es sodann mit gefühlvoller Wärme aufbereiten,
dann kann uns das Erstaunlichste gelingen.

 

Wenn wir uns auf diese Weise verändern, indem wir die gedanklich Einstellung zu Vielem überprüfen, maßvoll
und geschickt uns die Natur zunutze machen und mutig genug sind die Verantwortung für unser neues Wachstum,
in jeder Beziehung, selbst zu übernehmen dann steht unserem weiteren Lebensweg vorläufig nichts im Wege.

 

Machen wir uns also endlich frei von der Vorstellung, dass da "Jemand" ist, der uns auf Schritt und Tritt
überwacht, und straft oder lobt. Natürlich gibt es Gesetzmäßigkeiten, an die man sich zu halten hat,
aber letztendlich sind wir es selbst, die (sich) Ungemach bereiten.

 

Je früher man also lernt, kreativ mit den Gesetzen umzugehen und sie auch bewusst anzuwenden,
um so schneller bekommt man sich sein Leben und damit auch den physischen Körper in den Griff. Wir haben
eine sehr große Freiheit mit uns selbst zu spielen und zu experimentieren. Wir haben also ein Bewusstsein.
Himmlisch schade wenn es nicht angewendet wird.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Vergeude und zersplittere ich zu oberflächlich meine Kräfte, nutze feine Energien nicht und blockiere mich mit groben Verhaltensmustern?

  • Sind meine Ziele wirklich meine Ziele oder glaube ich das nur (mache mir etwas vor)?

  • Habe ich meine innere Balance verloren?

  • Will ich "aussteigen" weil ich die Welt "maßlos" find mitsamt ihren Gefahren?

  • Bin ich in der Lage familiär/partnerschaftlich Verständnis und Toleranz für Eigenarten zuzulassen damit "Wachstumsprozesse" erfolgen können?

Dinge, die ich tun kann:

  • Die Aufgabe könnte darin bestehen, mit aller Offenheit sich selbst gegenüber, eigene Ziele zu überprüfen und zueinander in Verbindung zu setzen. Man kann damit spielen und sich Ruhe gönnen.

  • Meditationen, die sich mit "Lebensenergie" beschäftigen (auch in Form von geführten Meditationskassetten).

  • Versuche eine Harmonie im Leben herzustellen (körperlich, geistig oder materiell-kreativ z.B.).

Affirmationen:

  • Mir steht die vollkommene Lebensenergie zu.

  • Ich erlaube mir, meine Gefühle wahrzunehmen. Meine Seele ist genauso wichtig wie mein Körper.

  • Umsichtig und ausdauernd verfolge ich meinen Weg. Mit den gegebenen Möglichkeiten führt er zum Ziel.

  • Mein natürlicher Lebensrhythmus gibt mir Stabilität in Zeiten der Veränderung.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Diese Karte mahnt uns an, unser Leben auf ein solides Fundament zu stellen. Damit ist gemeint,
dass wir Extreme meiden und immer einen gesunden Mittelweg suchen sollen.

 

Seit dem Narr, auf der Reise durch die großen Arkane, ist das Leben bei der Gerechtigkeit (XI) beurteilt,
beim Gehängten (X] mit der Natur verbunden und der Realität des Todes (XI) gestellt worden. Nun müssen die
entgegen gesetzten Energien (hell-dunkel, aktiv-passiv, männlich-weiblich z.B.) zusammengeführt werden. Hier
soll also Einheit erreicht werden. Die Liebe ist das Elixier, das die entgegen gesetzten Pole vereinigen kann.

 

Deswegen wird diese Karte auch "Alchemie" genannt. Die Alchemisten früherer Zeiten strebten eine
psychische Transformation an und benutzten dabei die Metalle als Symbole für sich selbst.

 

Das astrologische Zeichen für den Trumpf XIV ist der Schütze, Das Element ist das Feuer. Dies gibt der Karte
eine vorwiegend geistige Qualität mit dynamischer Geradheit, allerdings ohne starre Perfektion. Sie fordert uns
auf, unser Leben zu transformieren, unser Verhalten zu ändern, damit wir das Licht in uns befreien können. Dies ist
die moralische Pflicht jedes Menschen. Der wahre Alchemist, der die verschiedenen Seiten seines eigenen Wesens
nicht trennen, sondern vereinigen will, wird versuchen den Gedanken von gut und böse, männlich und
weiblich zu überwinden.

 

Die Mischung ist also die erste Station, zu der wir gelangen nachdem wir in irgendeiner Art und Weise eine
Transformation durchlebt und durchlitten haben. Nun müssen wir lernen was heißt, von einer Ebene zur anderen
zu gelangen und dass Gesetz und Ordnungen, Formen, auf die wir uns bisher verlassen konnten plötzlich ihre
Gültigkeit verlieren oder nicht mehr vorhanden sein können.

 

Wir müssen uns darauf gefasst machen, dass wir uns einer Einebnung unterziehen müssen, die notwendig ist,
damit alles, was wir nach der Transformation mitgebracht haben, auf neue Art gemischt werden kann. Dies
bedeutet dann eine Erweiterung und ein Durchstoßen zu einer neuen Dimension oder Ebene.

 

Psychisch gesehen ist die Energie eine wählerische Angelegenheit die ihre eigenen Bedingungen erfüllt
haben will. Es kann noch viel Energie vorhanden sein.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Die Karte steht für innere Gelassenheit, Ruhe und Harmonie. Der harmonische, wahrscheinlich in beide
Richtungen fließend' Energiestrom zwischen den beiden Krügen, zeigt die Verbindung zwischen Bewusstem
und Unbewusstem, deren Folge tiefe innere Zufriedenheit, ein "in sich Ruhen" ist. Dies bewirkt ein Gleichklang
zwischen Intuition und der uns umgebenden Realität. Die Symbole sind so verteilt: Ein Engel und Sonnenzeichen
= der Führer der Toten zum Licht. Auf der Brust das göttliche Dreieck im irdischen (körperlichen) Quadrat
= Der Körper ist der Tempel Gottes; auch göttliches Wirken auf Erden.

 

Jeder Mensch lebt seine Wahrheit, und die Menschlichkeit drückt sich darin aus, diese individuelle
Wahrheit im Mitmenschen wahrzunehmen und sich darauf einzustellen. Mitgefühl dem anderen
gegenüber zu haben, ist Menschlichkeit.

 

Die Saat der zukünftigen Ereignisse ist ausgestreut, aber das Ergebnis erfordert Geduld. Selbstkontrolle und
Anpassung sind Voraussetzung für die richtige Integration von Einflüssen, die anfangs nicht zusammenpassen.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Diese Karte umspannt einen großen Themenkreis, aber für uns wichtig ist der Gedanke des Messens
und Zusammenführen. Da Messen eine große Sorgfalt erfordert, sollen wir uns mit Bedacht bewegen und überlegen
bevor wir handeln. In diesem Fall muss man sich der Folgen bewusst sein und nicht nur intuitiv entscheiden.

 

Es sind demnach, Extreme zu meiden. Diese Karte bedeutet, dass man sein Leben in die Hand nehmen soll,
statt sich einer optimistischen oder verzweifelten Situation hinzugeben.

 

Das Thema des Zusammenführens ergibt sich aus den beiden Kelchen. Sie fordern uns auf, die verschiedenen
Elemente unseres Lebens zu vereinigen. Manch einer empfindet sein ganzes Leben als gespalten.
Diese Karte rät die unterschiedlichen Aspekte zu verbinden.

 

Stichworte:

  • Diese Karte steht im Zusammenhang mit Mäßigung und Kontrolle.

  • Maßlosigkeit und Übertreiben auf jeder Ebene verhindern den Fortschritt. Dies verzögert die Entwicklung und verschleiert den Weg, der vor dem Menschen liegt.

  • Zeiten der Harmonie, innerer Ruhe und fröhlicher Gelassenheit.

  • Beziehungen als sehr harmonisch erleben.

  • Mit seinem Körper, seiner Gesundheit liebevoll umgehen.

  • Auch hohe (berufliche) Anforderungen und Verpflichtungen mit innerer Freude und Gelassenheit nachkommen.

  • Beherrschung in allen Aspekten des Lebens.

  • Ausgewogenheit

  • Disziplin

  • Harmonie zwischen materiellen und spirituellen Aspekten.

  • Stärkung des Geistes durch maßvolles Verhalten.

  • Geduld.

Partnerschaftsfragen:

  • Wenn wir nun körperlich-seelisch zu einer gewissen Ausgewogenheit kommen, wird sich vielleicht ein entsprechende Partner finden lassen. (Seelenpartner)

  • In bestehende Partnerschaften sollte mehr "Seele" eingebracht werden, damit eine neue, belebtere Energie (Spannung) entstehen kann.

  • Versuchen, die Wünsche und Träume des Partners mit den eigenen in Einklang zu bringen.

 

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 XV. Der TEUFEL

 

Diese Karte zeigt uns den Weg von Hörigkeit und Blindheit hin zur lichtvollen Hoffnung

 

Intuitive Seite:

 

Es steht geschrieben: „Klopfet an, so wird euch auf getan. Suchet, so werdet ihr finden.
Bittet, so wird euch gegeben werden.“

 

Und so haben wir gebeten, gesucht und angeklopft. Die Tür geht auf, - schwerfällig, langsam, - endlich ist
es soweit, damit wir dann entsetzt zurückprallen. Statt des erwarteten Lichtes sehen wir uns konfrontiert
mit Dunkelheit, Bosheit, Widerwillen und vielleicht auch Gewalt. War alles eine Lüge?

 

Wo ist unser versprochener "Himmel", wo ist das "Paradies", das wir hinter dieser Tür zu finden hofften?
Wir waren einer Illusion aufgesessen und glaubten unsere tief versteckten, unreinen Ecken nicht säubern zu
müssen. Haben wir allen Ernstes geglaubt, wenn wir nur schnell genug rennen würden, dann könnte uns "die
Dunkelheit" nicht einholen? Und gerade in dem Augenblick, als wir uns am Sichersten glaubten, da hat der
Teufel uns nicht nur eingeholt, sondern ist das offenbare Geheimnis! Ja, das ist die Verheißung, dass
wir finden was wir suchen. Die Illusion wurde gesucht und nun ist sie gefunden.

 

Wir stehen da, erstarrt, - unfähig etwas zu tun. Was kann ich unternehmen? Sind wir nicht gebunden an
unsere eigenen Laster an all das Negative, das nie gewollt war und sich dabei doch keine (Ab-)Lösung anbot?

 

In diesem Augenblick deines Lebens habe den Mut und stelle dich der Realität deines Selbstes. Erkenne
deinen Zorn, deinen Neid, deinen Haß, die heimliche Eifersucht, den falschen Machtanspruch, die Illusion und
viele andere Dinge mehr; ebenso deine Süchte bis hin zum Selbstmitleid, als vielleicht noch einzige Form der
lebendig-gefühlvollen Regung. Schau in das Innere deiner Welt deiner eigenen Unterwelt. Nimm die Fackel
und leuchte jede geheime Ecke aus! Schau dir alles genau an, damit es seinen Schrecken verliert
und zerre alles ans Tageslicht, damit es zu ungefährlichem Staub zerfallen kann.

 

Je mehr man eigene "dumme" Angewohnheiten ignoriert, unter den Teppich kehrt, unterdrückt, um so mehr
Gegendruck entsteht und führt so zur Entzweiung (Ver-zwei-flung). Wenn wir wirklich lebe wollen, dann müssen wir
uns auch dieser dunklen Seite stellen. Niemand braucht sich zu schämen. Wir alle sind nur Menschen und das ehrliche
Bemühen, Licht in die Dunkelheit zu bringen erfordert Mut und mit diesem Mut wächst die Kraft (auch) der Liebe.

 

Wir sollten diese Kraft in uns nicht verachten, sondern die große Möglichkeit nutzen und endlich diese große
Tür öffnen und mit Liebe, etwas Energie, offenen Augen und frohen Mutes den finsteren Raum betreten,
der nur darauf wartet (be)-gereinigt zu werden.

 

Die Karte des Teufels verheißt uns die Hoffnung. Es ist die Hoffnung darauf, uns selbst zu überwinden,
damit wir endlich Einheit erfahren und friedvolle-lichte Ruhe.

 

Solange es Menschen hier auf Erden gibt, wird man mit "Negativitäten" auskommen müssen. Doch ist
manchmal auch nichts zu ändern so kann man wenigstens den großen Lernprozess darin erkennen.

 

Wenn das Böse offen zutage tritt, sieht man genau wo das Gute ansetzen muss. Der einzige Anker, den wir
als Schiff in dieser bewegten See haben, ist die Objektivität durch Liebe. Und diese Liebe lässt uns erkennen,
dass wir selbst lieben, also das Licht in die Finsternis bringen müssen, damit wir "erleuchtet" werden.

 

Warum nehmen wir also nicht einfach die Ketten ab, - an denen wir so hängen. Jetzt wo wir sie gesehen
haben, ist es eigentlich doch ganz einfach geworden!

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Kann ich meine Gefühle akzeptieren und negative Gefühle auch zulassen?

  • Lebe ich noch in "Verstrickungen"? (Werde ich ausgenutzt und/oder beherrscht, ohne es zu bemerken?)

  • Plagt mich eine fast "neurotische" Anziehung zu jemanden mit dem ich sowieso nicht auskommen kann?

  • Habe ich die Ehrfurcht verloren und bin überheblich und arrogant?

  • Wann richte ich Schaden an, der sich später als irreparabel erweist?

Dinge, die ich tun kann:

  • Immer wieder suchen nach alten Fallstricken (noch nie aufgelöste Verhaltensmuster) an denen ich noch hänge.

  • Genau die eigene Psyche überprüfen, ob dort widersprüchliche Impulse und unklare Gefühle ("blinde" Liebe oder Hass) zu finden sind.

  • Überlegen, ob unsere Situation, unser Leben eine grundlegende Veränderung braucht.

  • Offenen Auges unsere persönliche Hölle betrachten. Bei dieser Art von Meditation müssen wir unser Elend zulassen und unser Leid akzeptieren. (Dieser Vorgang hat absolut nichts mit einer Depression zu tun, in die man hinein fällt oder Selbstmitleid, dem man sich hingibt. Es ist das meditativ bewusste Erleben des Schmerzes, egal welcher Art.

Affirmationen:

  • Ich bin und mache mich frei von allen Zwängen und Abhängigkeiten.

  • Ich nehme die Herausforderung an, mich meinen eigenen (auch negativen) Gefühlen zu stellen.

  • Ich weiß, dass ich eine Persönlichkeit bin - und ich kann genießen.

  • Ich will sehen und habe auch den Mut dazu.

  • Ich bin an keinen Menschen gebunden und ich binde keinen Menschen an mich.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Diese Karte führt nun in die dunklen Bereiche unserer Selbste, die bisher unerforscht waren. Der Teufel zeigt
die dunkle Seite der verborgenen Wünsche. In der Psychologie kommt es häufig zu einer Reinigung, wenn lang
unterdrückte Wünsche freigesetzt werden. Diese frei gewordenen Energie eröffnet neue Möglichkeiten. Dies
kann allerdings auch zum Zusammenbruch führen, wenn der Betreffende noch nicht stabil genug ist.

 

Es ist die Aufgabe des Teufels, der Hüter der Schwelle zu sein, die jeder Initiand überschreiten muss. Daher
entsteht die Notwendigkeit selbstsüchtige Versuchungen, durch die physische Welt der Sinne zu überwinden.
Dies ist dann der Beginn des Verstehens und der gelenkten Willenskraft.

 

Der Teufel bezeichnet nicht die Erkundung des Selbst, sondern der verschiedenen Formen der Knechtschaft.
Dazu gehören: die Illusion, der Materialismus, Oberflächlichkeit und die Sinnlichkeit als negativer Aspekt für die
Menschen, die dadurch zu Sklaven geworden sind (z.B. sexuell. Völlerei, Drogen- u Trunksucht). Daraus ergibt
sich die Täuschung, der Materialismus und der Drang der Befriedigung der sinnlichen Gelüste ohne
Rücksicht auf andere Erwägungen.

 

Häufig jedoch kennen wir unsere eigenen Wünsche nicht. Durch Gewohnheit, Angst und soziale Konditionierung
sind sie unser bewussten Erkenntnis entzogen. Um diese zu erlangen, sollen wir die dunklen Bereiche unseres
Selbst erforschen. Durch die Kenntnis werden verborgene Leidenschaften transformiert.

 

Das astrologische Zeichen für den Teufel wird als Steinbock manchmal auch als Widder angegeben.
(Christus soll übrigens im Zeichen des Widder geboren sein). Der Teufel und der Messias haben mehr miteinander
zu tun, als man gemeinhin annimmt. Das Element ist die Erde, das materielle Universum.

 

Die Erfahrung verborgener Gedanken und Wünsche ist sinnlos, weil sie zu destruktivem Handeln oder der
Furcht führt, etwas Schreckliches über unsere geheimsten Gefühle zu entdecken.

 

Diese Karte zeigt eine Reise. Sie beginnt im Dunkeln, führt über das Unbewusste hin zum Körper und zur
physischen Welt. Sie kann enden in reinem Licht. Es gibt also kein Licht ohne Finsternis Es kann keine Erlösung
von der Zwiespältigkeit des Bewusstseins geben, ohne die Erfahrung der tiefen Verzweiflung.

 

Wollen wir dem spirituellen Pfad folgen, der beim Teufel angedeutet wird, müssen wir die dunklen
Gefühle erkunden, die wir normalerweise unterdrücken.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Die Quersumme der Zahl 15=6 zeigt die Verwandtschaft mit den Liebenden, bzw. deren Schattenseite.
Der Halb-Kubus = Thron des Halbwissens. Die Schwänze der Gestalten stehen für die tierische Natur, haben aber
auch Reste des "Paradieses" an den Enden. Der Nabel deutet auf Menschlichkeit im Sinne der Herkunft hin.
Die Ketten liegen nur lose um den Hals geschlungen = Möglichkeit der Befreiung.

 

Wirkliche Macht auszuüben ist nur möglich mit Hilfe des Teufels der vierten, herausgelösten, geheimen
Seite Gottes. Wenn aber diese losgelöste Seite zur Harmonie und Ganzheit der göttliche Schöpfungsordnung
zurückgeführt wird und auch in unser Bewusstsein wiederkehrt, dann wird alle menschliche Machtwillkür
hinfällig weil dann alles dem großen Ganzen dient.

 

Aber um sich von Ketten zu befreien, muss man sich ihrer bewusst werden.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Der Teufel zeigt meist nur bedrückende Situationen oder gestört Beziehungen an. Auch die Versuchung
und die Sinnlichkeit liegen in dieser Bedeutung. Deshalb könnte dem Betreffenden auch etwas Erregendes,
Gefährliches oder Verbotenes begegnen. Taucht die Karte bei Beziehungsfragen auf, dann kann die
Partnerschaft sehr Aufregend, aber schwierig und möglicherweise sogar gefährlich sein.

 

Wollen wir dem spirituellen Pfad folgen, der beim Teufel angedeutet wird, müssen wir auch unsere
dunklen Gefühle erkunden die wir sonst unterdrücken.

 

Stichworte:

  • Die Seele kann sich aus dem Griff der Negativität herauswinden, indem materielle Werte zurückgewiesen werden und man nach der Wahrheit sucht.

  • Der Weg des Lebens ist oft durch Hindernisse und Illusionen blockiert.

  • Prickelnde und spannende Erfahrungen, in denen die Gefahr liegt, ihnen zu verfallen: Leidenschaft des Spiels, Liebe (oder Lust, Rausch der Kraft oder Macht).

  • Sich von Menschen, Drogen, Geld usw. abhängig fühlen.

  • Erotische Sammelwut

  • Innere Zerrissenheit

  • Versuchung

  • Selbstzerstörung

  • Eigenerkenntnis negativer Werte

Partnerschaftsfragen:

  • Die Situation braucht unbedingt eine Veränderung (Wo sind wir festgefahren?)

  • Analyse: Besteht in der Partnerschaft eine "Hörigkeit* (sexuell und individuell)? Werde ich unter Druck gesetzt, was sehr große Angst in mir hervorruft? Wo bin ich angekettet und merke es nicht (will es nicht merken)? Setze ich den Partner unter Druck oder fessle ihn?

  • "Reinen Tisch machen" !!!

 

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XVI. Der TURM

 

Diese Karte zeigt uns, dass falsches Streben zur Auflösung führt.

 

Intuitive Seite:

 

Wenn du dich im Spiegel betrachtest, was siehst du dann? siehst dich als individuelles Wesen.
Der Körper grenzt sich (dich) gegen die Umwelt ab. Die Behausung des Bewusstseins, das ist es was du
siehst; also quasi eine Maske, eine Ummantelung deiner selbst.

 

Ich frage deshalb nochmals: Was siehst du wirklich, wenn du in den Spiegel schaust?
- Du siehst DICH nicht! Du glaubst nur, dich zu sehen, weil du dir ein Bild gemacht hast von deiner
Erscheinung und so machen wir uns von vielen Erscheinungen im Leben ein Bild, das leider nicht immer der
Realität entspricht. Meist bedarf es dann eines Anstoßes von Außen, um diese Fata Morgana zu zerstören
(aufzulösen). Irgend ein aufrüttelndes Ereignis rückt die Dinge zurecht und es fällt uns wie Schuppen von
den Augen. Dieses Geschehen, was immer es auch sei, kann alles zerstören und doch erwächst aus
dieser scheinbaren Katastrophe Neues, Besseres, weil nun der Blick frei wird für das Wesentliche
und die mühsam aufgebaute Realität einer allgemein gültigen Struktur weicht.

 

Keinesfalls soll unser Bewusstsein zerstört werden, sondern verkrustete Strukturen werden von
Außen aufgebrochen, weil wir selbst dazu nicht in der Lage waren. Auch der Samen im Erdreich wird durch die
Elemente aufgebrochen, damit er sich gemäß seiner vorherbestimmten Anlagen entwickeln kann. Jede
Geburt und jeder Tod stellt einen solchen Aufbruch dar.

 

Wir fühlen uns so sicher in unserer geschaffenen Welt. Errungenschaften der Wissenschaftler,
der Medizin, die hoch entwickelte Technisierung, Computer, Atomspaltung, verfeinerte Architektur; überall
sind die Menschen auf dem Vormarsch jedes Risiko soll nach Möglichkeit abgedeckt werden. Doch beobachte
genau! Ist es nicht so, dass kaum wenn eine schwere Krankheit geheilt werden kann, eine neue dafür auftritt, die
ebenso als Geißel der Menschheit bezeichnen werden könnte? Kaum, dass die Nützlichkeit der atomaren Prozesse
entdeckt wird, die Katastrophe schon vorprogrammiert ist? Kaum, dass Computer als dienstbare Geister eingesetzt
werden, wir schon die unwahrscheinlichen Gefahr erkennen müssen, die der Missbrauch mit sich bringt?

 

Wir können uns hier auf Erden niemals nur auf der menschlich Ebene absichern, d.h. wir aus uns können nicht
alles alleine, nicht auf dieser Ebene und nicht auf einer anderen (noch nicht). Wir sind angeschlossen, an für uns
nicht leicht begreifbare Energien (wer will kann auch Gott sagen), die uns immer, wenn wir als Menschen
ausufern, zurechtrücken. Damit ist jedoch die Chance eines neuen Anfangs verbunden.

 

Wir können unser Leben einfach nicht gegen alles wappnen und versichern. Kein Mensch kann dem Menschen
die totale Sicherheit geben (oder sich selbst). Wo immer wir das Gefühl haben, nur aus uns selbst etwas geworden
zu sein und die Demut vor der Schöpfung vergessen, wo wir uns als Individuum erheben über andere, über
die Natur und uns aufspielen als "die Macher", ist das stürzende Ereignis vorauszusehen.

 

Und doch ist dies nicht als Strafe zu verstehen, sondern es ist nichts anderes als die Zurechtweisung,
damit wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren, - um einige Erfahrung reicher.

 

Dieses Ereignis oder der Sturz ist keine unvermeidbare Sache Sind wir dafür offen, kleine Warnungen und
Vorzeichen zu erkennen und uns in Demut gegenüber der Schöpfung zu üben, besteht keine Notwendigkeit
für eine solche Aktion aus kosmischer Sicht.

 

Wir sind zwar hier auf Erden die so genannte "Krone der Schöpfung", da wir uns aber nicht selbst
geschaffen haben, beste kein Recht, unsere Natur zu knechten oder uns zu überhöhen.

 

Dies gilt natürlich auch für den physischen Körper. Jeder starke Exzess oder Kasteiung wirkt sich
negativ auf das gesundheitliche Niveau aus. Auch jede psychische Abwertung, Abwehr öd Abgrenzung macht
sich als Krankheitszeichen bemerkbar, weil wir so die Natur (den Körper), als Symbol der Schöpfung, ausgrenze.
Die Schöpfung stellt, in jeder Form, eine Einheit dar, die sich so zu Wort meldet.

 

Insgesamt ist also eine Demut anzustreben, die gerade aus dem Wissen um die eigene Kraft, Freiheit und Liebe
entsteht, sonst können uns unvorhersehbare Ereignisse liebevoll in die richtige Richtung drehen.

 

Wollen wir uns in die Gemeinsamkeit (Einheit) der Schöpft hineinbegeben, kann keine Individualität (kein Ich)
zurück bleiben. So ist es im lebendigen Leben. Nur die selbstlose Hingabe birgt in sich die Möglichkeit,
die Einheit im Mensch in eine Einheit mit der Schöpfung umzustrukturieren.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Welchen "Verkrustungen" hänge ich an und wie beweglich bin ich wirklich?

  • Bin ich in der Lage, eine radikale Identitätskrise erleben zu können, ohne meine Dynamik zu verlieren?

  • Bin ich auch ohne äußeren Zwang (plötzliche Veränderungen) in der Lage, meine "Maske" abzunehmen, und mein selbst erbautes Gefängnis zu verlassen?

  • Kann ich wirkliche Kritik vertragen und bin noch in der Lage, darin eine lehrreiche Chance zu sehen?

Dinge, die ich tun kann:

  • Sich Auseinandersetzungen stellen, die zu einer wirklichen Klärung der Lebensverhältnisse beitragen.

  • Nicht mit seinem "schlechten" Schicksal hadern, das man zu tragen hat, sondern ein Ziel ins Auge fassen, auf das man zusteuern kann.

  • Durch jeden Schicksalsschlag werden die Karten neu gemischt und es entsteht eine Chance im Leben, die wir wahrnehmen sollten.

  • Oft kann man in dieser Zeit selbst nicht viel tun, weil Einiges mit einem selbst passiert. Ist dies der Fall sollte man sich wenigstens auf einen vollkommenen Neubeginn einstellen.

Affirmationen:

  • Die Aufgabe, die mir gestellt ist, nehme ich an.

  • Ich öffne mich der allgemeinen Kommunikation. Diese fließende Energie genieße ich.

  • Auch in einer Niederlage bleibe ich "ICH" und habe Kraft

  • Auch aus Trümmer und Scherben kann ich einen neuen Anfang schaffen.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Bei dieser Karte wird der Blitz als Offenbarung und nicht als Zerstörung angesehen.
Die blitzartige Erkenntnis der Wahrheit zerstört nur die Illusion.

 

Der zugeordnete Planet ist Mars (Widder), das Element ist Feuer Es werden also Strukturen und Aggressionen
niedergerissen. Der Turm kann auch auf eine heftige Freisetzung unterdrückter Energien hindeuten.

 

Wir sehen hier auch die Gefahr, die uns droht, wenn wir die Dunkelheit in uns nicht erkennen. Nun wissen
wir jedenfalls: "Der Tod" ist nicht das Ende aller Probleme, sondern der Mensch wird nach "der Transformation"
mit entscheidenden Tatsachen konfrontiert und es werden ihm keine Entscheidungen abgenommen, Er kann sich
auch nicht auf einer Ebene ausruhen. Selbst wenn man sich aus den Ketten befreit hat, wird man nicht automatisch
auf den richtigen Weg geleitet. Es gilt Entscheidungen zu treffen und den Überblick über das Ganze nicht zu verlieren.

 

Dabei entsteht die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, sich vom Teufel zu lösen, den Weg aufwärts
einzuschlagen, nur um eines Tages den Rückschlag zu erleiden und in entfernte Tiefen zu fallen. Aber
die dargestellte Zerstörkraft des Feuers hat eine korrigierende Wirkung, womit die ursprüngliche
Ordnung wieder hergestellt und in Balance gebracht wird.

 

Der Urstoff, von dem ausgegangen wird, muss sich viele Umwandlungen gefallen lassen, immer wieder seine
Form ändern, Zerstörung und Neuschaffung über sich ergehen lassen, bis er endlich das wird, wozu er bestimmt ist.

 

Die Kraft, die sich über das Bild mitteilt, ist aber nicht nur der menschlichen Seele zueigen, sondern ist im Kosmos
im Ganzen wirksam. Der Mensch ist also nicht hilflos und verlassen, sondern auch in der Tiefe stehen diese Kräfte
für einen Neubeginn zur Verfügung. Der Sturz hinab ist nicht endgültig und nutzlos sondern dient als
Lernprozess und echte Chance, wenn man sich geirrt hat.

 

Weder darf der Mensch in der Trägheit verharren, noch im Übermut zu hoch hinaus wollen. Man muss
lernen, seinen Weg innerhalb der gegebenen Schöpfungsordnung zu gehen. Spirituelles Lernen schließt absolute
Zerstörung alter Lebensstile und Pläne mit ein. Die Einrichtungen unseres Lebens, die sinnlos geworden
sind werden unerbittlich zerstört, wenn wir uns selbst nicht davon lösen. Das bedeutet, dass die
Entscheidung dazu auch von Außen kommt, bzw. mit Nachdruck vertreten wird.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Man soll stets bedenken, dass alles was Menschen mit Händen und eigenem Geist erschaffen, vergänglich ist.
In Bild XVI wird er mit Kraft konfrontiert, zerstörend und aufbauend. Beide Formen muss er als Bestandteile der
großen kosmischen Ordnung kennen und akzeptieren, wenn nötig auch an sich selbst. Man muss lernen
diese polare Kraft in richtiger Weise zu nutzen, um zur Harmonie der kosmischen Ordnung beizutragen
und nicht zum persönlich Machtgewinn zu missbrauchen.

 

Der Turm steht auch für Verhärtung und Verkrustung der menschlichen Seele, die durch einen heftigen
Impuls von Außen erschüttert und aufgebrochen wird. Die Abtrennung von der Außenwelt (vom Leben) ist oft
zu schroff, so dass die Seele zu verkümmern beginnt. Deshalb ist die Zerstörung des Turms (falsches Bewusstsein)
durch etwas Erschütterndes vielleicht erst bedrohlich. Wenn sich aber der Staub gesetzt hat, erkennen wir
das selbst geschaffene Gefängnis und der Zusammenbruch ermöglicht eine neue Phase der Lebendigkeit.

 

Der Blitz = Ereignis von außen gelenkt. Flammen = begleitende Kraft, bekleidete Personen = wir verlieren
nicht alles, die Krone = die weltliche Macht wird uns genommen, kein Boden = in dies Augenblick
wissen wir nicht wohin der Weg führt.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Der Turm bedeutet in der Regel eine Umwälzung oder Explosion. Der Betreffende hält trotz klarer Alarmzeichen
stur an seinem Kurs fest. Wenn er seine Haltung nicht ändert, kann es zu einer Explosion oder einer anderen
Katastrophe kommen. Auf jeden Fall ist der Turm als Warnung zu verstehen. Vor allem bei dieser Karte ist es
ratsam, sich die anderen Karten anzusehen, da dort sicher der Hinweis auf eine nützliche Alternative zu finden ist.

 

Der Turm hat auch eine befreiende Wirkung, da sich dadurch evtl. auch neue Möglichkeiten eröffnen.
Er fegt alte Verhaltensmuster beiseite und zerbricht alte Strukturen im Leben einer Person.

 

Je mehr man stur und starr an alte Ansichten festhält, desto plötzlicher und traumatischer wird der
wahrscheinliche Zusammenbruch dieser verbrauchten Ideen sein. Dies ist keine "Katastrophenkarte", doch ihre
Lehren können heilsam sein. Es ist evtl. ein Stadium erreicht, wo innere Bewusstseinsveränderungen,
äußere Veränderungen verursachen können.

 

Stichworte:

  • Totaler Wechsel und Verlust von Sicherheit führen zu Neubeginn.

  • Unerwartete Zusammenbrüche, weil man überbeschützend ist.

  • Verlust von Stabilität der zum Durchbruch verhilft.

  • Plötzliche, erschütternde Ereignisse.

  • Das Zusammenbrechen von Plänen, aber auch die zündende Erkenntnis.

  • Belebende u. befreiende Erfahrung bewusst suchen mit psychologischen Methoden.

  • Aufgabe rigider Standpunkte und Vorstellungen.

  • Zusammenbruch alter Überzeugungen.

  • Aus der derzeitigen Umgebung herauswachsen.

  • Evtl. Verlust der Sicherheit.

Partnerschaftsfragen:

  • Die Partnerschaft wird durch "äußere Einwirkung" wahrscheinlich total verändert.

  • Heftige (aber wahrscheinlich klärende) Auseinandersetzungen

  • Zeit zur wirklichen Offenbarung, (rückhaltlos)

 

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XVII. Der STERN

 

Diese Karte beschäftigt sich mit der schöpferischen Kraft des Kosmos

 

Intuitive Seite:

 

Stellen wir uns einmal vor: Es ist Sommer und wir sind auf einer herrlichen Blumenwiese. Dabei ist
es vollkommen gleichgültig ob es Tag ist oder Nacht. Denn am Tag erfreut uns die Natur mit ihrem Leben und
Treiben und in der klaren Nacht können wir das herrliche Firmament bewundern. Alles um den Menschen herum lebt.
Der gesamte Kosmos (soweit man sich das veranschaulichen kann) hat uns zum Mittelpunkt. Ja, jeder Einzelne
von uns ist der Mittelpunkt des Kosmos, wird von diesem ernährt und erhalten, Und wir, - was tun wir dabei?
Haben wir nicht auch eine Verpflichtung?

 

Da wir nicht nur Mittelpunkt, sondern auch ein Spiegelbild des Kosmos sind, tragen wir alles, absolut alles
in uns. Es geht sogar noch weiter. - Mit jeder einzelnen Körperzelle aus der seine Physis zusammengesetzt ist,
bildet der Mensch dieses Universum nach, - ist quasi selbst der Kosmos. Der einzige Unterschied besteht darin,
dass wir uns abgetrennt haben mit unserem Bewusstsein und deswegen in der Welt der Dualität leben.
Wenn wir erkennen können, dass man sich von der Schöpfung nicht abtrennen muss, sondern sich mit
ihr verbinden kann, dann fließt alles in uns über. Dann kann der Mensch aus dem Vollen schöpfen.
Er wird nicht mehr fragen: "Woher kommt die Kraft?". Er wird nicht mehr fragen:
"Wie viel kann ich geben?" Es ist ein einziges Fließen.

 

Es ist vollkommen unwichtig was ich habe und vollkommen unwichtig was ich gebe. Nichts
gehört mir und deshalb besitze ich alles. Erst wenn das absolute "Nichts" mein Lebensinhalt ist,
nicht Sinne der Depression, sondern des stetigen Seins, weil ich keine Verhaftungen mehr verspüre, dann kann
ich auch weitergeben was von "den Sternen" kommt.

 

Und doch, - dies ist nicht das Ziel. Es ist der Augenblick, wo ich anderen Menschen Kraft geben kann,
wo künstlerisches Talent überfließt, wo Dinge geschehen, die als Wunder bezeichnet werden. Es ist die Zeit,
wo das "Ich", dieses kleine, schreiende Ego, nicht mehr so wichtig ist und der Boden bereitet werden kann für
andere Menschen, damit die in der Zukunft Neues schaffen können. Es ist der Punkt an dem die Liebe
überfließt und Zeichen setzt für eine neue Entwicklung, die man genauso gut mit Anderen teilen kann.

 

Aber es ist, wie schon gesagt, noch nicht das Ziel für den einzelnen Menschen, das erreicht ist. Noch
haben wir den Lebensbaum nicht zurückerobert. Diese Zeit der selbstlosen Hingabe der totalen Aufopferung ist
jedoch eine sehr wichtige Zeit. Hier nimmt man sich selbst nicht mehr so wichtig, sondern man ist der liebende,
nährende Kosmos für andere und die Gefühle fließen so überreichen Maße, dass der "Mitmensch" davon
satt werden kann. Das Leben wird zur Aufgabe (im doppelten Sinn der Bedeutung des Wortes) und
zwar auch wieder nicht als Selbstzweck, sondern lebendig gewordene Liebe, - reine Energie!

 

Dabei kommt es einzig und allein auf den Zustand an, der Zweck ist unwichtig. Das heißt:
Ein Künstler, der einfach alles daran setzt, seine Kunst zum fließen zu bringen und nicht sich selbst oder
seinen materiellen Nutzen denkt, ist dabei genauso wertvoll wie ein Mensch, der sein gesamtes Leben einem
karitativen Zweck unterordnet. Ein Wissenschaftler, der seine wahren Erkenntnis über seine Existenz stellt, nimmt
beispielsweise den gleichen Rang ein. Es ist also gleichgültig welchen Status ein Mensch hat und was er tut,
wichtig ist, dass durch Zurücknahme des eigenen Persönlichkeitsanspruchs, die Energie zum Überfluss
gebracht wird. Nicht durch Unterdrückung oder Gewalt darf dies geschehen, Selbstkasteiung oder
Hoffnung auf "himmlische" Belohnung, sondern die Hingabe der eigenen Existenz ist entscheidend.

 

Allerdings kann man auch sagen, wer wirklich in der Lage ist sich auf solche Art und Weise zu offenbaren bzw.
zu öffnen, steht unter einem gewissen Schutz. Die gleiche Energie, die im Übermaß gegeben wird, mit der gearbeitet
wird und die als Kraft nach außen abgestrahlt wird, - diese Energie erhält und hilft, das tun, was man tun will.

 

In diesem Stadium gibt es eigentlich auch keine größeren Lebensängste. Innerer Friede ist eingekehrt, gepaart
mit Geduld. Man fühlt sich gehalten und ein Vertrauen macht sich breit, dass die Dinge sich zum Guten wenden.

 

Die Vergangenheit mag noch so hart gewesen sein. Hier empfinden wir das nicht mehr als Negativum,
sondern wir verneigen uns vor den Erfahrungen, die wir machen durften. Die Schmerzen haben uns reif
werden lassen und deswegen kann man sie jetzt auch mit anderen teilen.

 

Nun stehen wir "über den Dingen" und können das Empfinden ausgießen, damit es fruchtbar wird. Wir sind
gehalten und beschützt, wenn wir es nur zulassen. Weil uns nichts gehört besitzen wir alles.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Wo sehe ich mein Lebensziel?

  • Hänge ich oder trauere ich irgendwelchen vergangenen und überholten Phantasiegebilden nach und verpasse deswegen wichtige schöpferische Entwicklungsphasen?

  • Kann ich dankbar Überfluss in meinem Leben zulassen und annehmen?

  • Bin ich in der Lage jedes Joch zu tragen, ohne dass es mich erdrückt?

Dinge, die ich tun kann:

  • Bewusst etwas sehr egoistisches tun, damit ich wirklich erspüren kann, wie es ist egolos zu sein.

  • Bewusst in wirkliche Hoffnungslosigkeit hineingehen, damit ¬ich erkennen kann was Hoffnung wirklich ist.

  • Versuchen durch Kreativität (auch im weitesten Sinn)anderen Menschen, Liebesenergie spürbar zu übermitteln.

  • Mir klar machen, dass ich glücklich sein darf und mir auch Wünsche erfüllen soll.

  • Nur ein wirklich glücklicher Mensch kann auch Freude geben

Affirmationen:

  • Meine Wünsche gehen in Erfüllung

  • Von positiven Kräften werde ich geführt und geleitet. Ich bin sicher.

  • Ich kann geben und nehmen. Diese Offenheit ist ein Teil meiner Lebensenergie.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Der Stern ist die "Essenz der Inspiration". Sprache allein reicht nicht aus bei dem Versuch,
die hier gebundenen Energien zu beschreiben. Nur durch hochsensibilisierte Intuition kann man den Stern
erreichen. Sie ist die direkte Voraussetzung für das Bewusstsein, das die "versteckte Sonne" und "Licht in der
Natur genannt wird. Um damit arbeiten zu können, bedarf es der Erfahrung der Meditation.

 

Hier sehen wir das Prinzip der Expansion, der Freude und des neuen Wachstums, Vertrauen und Loyalität.
Das astrologische Zeichen des Stern ist der Wassermann, dessen Element die Luft ist. Es ist das Zeichen
der Visionäre, der Lehrer und Erfinder.

 

Hier sehen wir ein Bild der Demut, in der wir uns einfach als Teil der Natur anerkennen. Neben diesen Gedanken
des Einsseins mit der Natur, führt uns die Schlichtheit dieser Karte zu den Ursprüngen des Lebens zurück.
Ein Neubeginn ist möglich.

 

Das Bild des Sterns beschäftigt sich auch mit der Sexualität (auf allen Ebenen). Leben hervorbringen,
fruchtbar sein, ist nur die eine Seite. Die andere Seite ist ein vorsatzloses, willenlose, planloses Spiel, das nur
der Lust verpflichtet ist. Auch die Lust gehört zur göttlichen Schöpfungsordnung. Damit der Mensch den richtigen
Sinn seines Lebens findet, muss er auch lernen Lust zu leben und zu erleben. Wer nicht fähig ist, Lust um der Lust,
willen zu akzeptieren und sich ihr in spielerischer Weise, hinzugeben, der weiß nicht um eine wichtige Dimension
seines menschlichen Lebens und bleibt darum letzten Endes unerfüllt. Auch hier gilt es, die rechte Mischung
bzw. das rechte Maß zu beachten.

 

Das Licht der Seele kann endlich frei scheinen. Leblose Lebensräume können fruchtbar gemacht werden,
wenn man hinter die Vordergründigkeit der Dinge schaut und die Tiefe entdeck Astrologische Einflüsse führen,
wenn sie mit menschlichen Verstehen zusammenkommen, zu tieferen und reiferen Beziehungen sowie
Erfahrungen demutsvoller Einsicht in die großartige Weisheit der kosmischen Gesetze.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Die verschiedenen Symbole der Karte verweisen auf eine höher Ordnung, der wir unterliegen. Traditionell wird diese
Karte als Schutzkarte angesehen, d.h. der Platz an dem sie liegt steh unter einem guten Stern. Dass die
Vorsehung in einem mehr als ausreichenden Maße für uns sorgt, wird durch das Ausgießen der Krüge gezeigt.

 

Das Wasser, das auf die Erde fließt, lässt diese fruchtbar werden. Das Wasser, das wieder ins Wasser gegossen
wird, zeigt das Übermaß und die Fülle an Energien, die uns aus der Unendlichkeit des Himmels zufließen. Die
Botschaft ist hier die Hoffnung Inspiration und Ermutigung, verstärkt durch echte Einsicht Hierbei kann
man zu einem neuen Leben finden, mit größere Einsicht und tiefem Verständnis.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Die Bedeutung des Sterns ist so unmittelbar wie das Bild. Es erscheint manchmal auch nach einer
Zeit voller Schwierigkeiten und ist eine Karte der Erneuerung. Sie bietet die Chance, einen neuen
Anfang zu wagen, oder es eröffnen sich neue Möglichkeiten.

 

Manchmal stellt der Stern auch die Aufforderung, zu Grundprinzipien zurückzukehren. Diese Rückkehr
zur Grundlage bedeute Reinigung. Wir müssen uns erlauben, diese Erneuerung zu erleben Der Stern
bedeutet aber auch Demut und fordert uns auf, nicht so arrogant zu sein.

 

Natürlich kann die negative Bedeutung dieser Karte auch Spannung und Furcht anzeigen, Liebe auszudrücken,
weil eine Blockierung besteht. Dann deutet der Stern auf einen alten "Schmerz" hin, den man ergründen sollte.

 

Stichworte:

  • Zeiten großer Hoffnung, Vertrauen in die Zukunft

  • Aktivitäten, die begonnen werden haben große Bedeutung für die Zukunft.

  • Begegnungen, neue Freundschaften und Beziehungen stehen unter einem guten Stern.

  • Gute Gelegenheit

  • Vertrauen

  • Zukünftige Möglichkeiten

  • Hoffnung

  • Spirituelle Führung

  • Verwirklichung

Partnerschaftsfragen:

  • Hoffnung auf eine neue Liebe!

  • Intuitive Übereinstimmung

  • Glückliche Zeit, die eine Partnerschaft bereichern kann.

 

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 XVIII. Der MOND

 

Diese Karte spricht für die Entscheidung im unbewusstem Bereich.

 

Intuitive Seite:

 

Du hast Angst vor der Tiefe, weil sie unheimlich ist? Du hast Angst vor der Höhe, weil sie unbekannt ist?
Du hast Angst vor den Menschen, weil du sie anscheinend nicht ergründen kannst? Du hast Angst vor
deiner eigenen Seele, weil du sie bei "Licht" nicht sehen kannst?

 

Du hast also Angst? Mal zeigt sie sich offen, mal verborgen; mal beherrscht sie dich,
mal beherrschst du sie! Was ist das für ein Phänomen, - diese Angst?

 

Dieses Gefühl kann uns lähmen, bis wir nicht mehr in der Lage sind etwas zu tun und jede helle
Lebendigkeit von uns gewichen ist. Es kann uns aber auch zur Vorsicht mahnen und hilft deshalb manchmal
unbedachte Dinge zu vermeiden, damit kein Unglück geschieht. Mit der Angst kann man aber auch wunderbar
andere Menschen beherrschen und Situationen erzwingen, die sonst nicht möglich wären. Doch beherrschen
wir uns selbst nicht auch mit diesem "unheimlichen Gefühl"? Was ist das also für ein Zustand der oft mit
eiskalter Hand unsere Seele ergreift und sämtliche Systeme zum Wanken bringen kann?

 

Angst ist, ganz einfach ausgedrückt, ein unbekannter Faktor. Es ist etwas, das wir zum Zeitpunkt des
Empfindens, nicht ganz einordnen, begreifen oder erkennen können. Diese "Unwissenheit stürzt uns in eine
Art Verzweiflung und es gehört schon sehr viel Mut dazu, sich diesem "Vernichtungsgefühl" in den Weg
zu stellen. Dabei ist alles nichts weiter als Illusion!

 

Wir bilden uns Dinge ein, die nicht der Realität entsprechen und das nimmt uns viel Lebenskraft. Gerade dann
sind wir zu den Gefangenen geworden, die wir niemals sein wollten und niemand ist da, um uns zu helfen.
Wir sind scheinbar allein gelassen worden. Was kann man also tun?

 

Versuchen wir uns einmal vorzustellen welche Empfindungen ein Embryo im Mutterleib
haben könnte. Letztendlich sind wir ja alle diesen Weg gegangen, auch wenn uns zum gegenwärtige
Zeitpunkt die Erinnerung daran vielleicht noch fehlt.

 

Dieses Embryo ist recht allein, in einer gewissen Dunkelheit. Sicher, - es wird ernährt und hat neun
Monate Gelegenheit, sich zu entwickeln. Aber dann wird der Platz zu eng und auch äußere (hormonelle) Umstände
zwingen das Embryo bzw. das zur Lebensfähigkeit entwickelte Kind, diese dunkle „Raumkapsel“ zuverlassen. Im Leib
also hört es Geräusche. Es gluckert, gurgelt, klopft und zischt um es herum; es wird gedrückt, gestoßen, geschubst
und ich könnte mir vorstellen, dass dies alles Faktoren sind, die in der Lage sind einem Menschen Angst
einzujagen oder auch aufzubauen. Aber, es hilft nichts, - da muss man durch. Jeder von uns!

 

Deshalb ist das Erste, was man bei Angst tun kann: Geh auf sie zu! Erkenne dieses Gefühl als das was es ist.

 

Es ist ein absolutes Nichts ! Es ist ein "Schwarzes Loch“ das alles in seinen Bann zieht und dir die Kraft
zum reagieren nimmt. Es ist eine Illusion, die wir uns selbst aufgebaut haben und die zudem meist noch
ansteckend ist. Es ist wie ein Fieber das um sich greift und auch schon viel Unheil angerichtet hat.
Eltern infizieren ihre Kinder, Staatsoberhäupter ihr Volk, die Kirche ihre Gläubigen usw.

 

Dabei können wir wählen zwischen der tiefen Nacht unserer Seele der Verzweiflung des Alleinseins
und der lichten Sonne, die alle Illusionen verbrennt.

 

Wirklich, - kriecht die Angst tatsächlich nur Nachts in uns hoch in der Dunkelheit, so dass man froh
ist um den hellen Morgen? 0der ist das nicht nur eine weitere Illusion, die der Tag nur verdeckt, weil
wir dann mit unseren "äußeren Augen" abgelenkt sind, während unsere "innere Augen" (unsere Seele)
nur des Nachts sehen können. Flüchten wir uns nicht in die Helligkeit vor uns selbst?

 

Wir werden unsere Ruhe nur finden, wenn wir in der Lage sind, ' unserem körperlichen und seelischen
Auge keine Trugbilder mehr zu akzeptieren (auch wenn diese entstehen). Man darf sich nicht fangen lassen
von der Angst, die nur verhindern will, dass man die Wirklichkeit erkennt. Nämlich, - dass wir eine Seele haben,
ein Bewusstsein, dem man nichts anhaben kann, dem nichts geschehen kann, wenn wir uns der Liebe öffnen.

 

Mögen wir auch noch so weit "unten" sein, die Sonne scheint für uns Tag und Nacht, weil die Erde es ist,
die sich dreht. Der Mond (als Abglanz der Sonne) scheint auch Tag und Nacht, weil die Erde es ist, die sich
dreht. Alles ist an seinem Platz und geht seinen gewohnten Gang, nur unsere subjektiven Wahrnehmung verändert
sich ab und zu. Dann bilden wir uns ein wir würden Realitäten sehen und dabei sind die ganz wo anders.
Eigentlich ist doch alles in Ordnung! Oder?

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Erwarte ich für mein Tun im irdischen Leben direkt oder indirekt Dank und Lohn? Bleibt dieser Dank und Lohn aus ziehe ich mich dann enttäuscht zurück?

  • Können wir zu unseren Taten stehen, ob diese nun Sünde waren oder nicht?

  • Habe ich eine Sehnsucht nach anderen Lebenssituationen in mir, wo Träume und Visionen realisiert werden können?

  • Trage ich auch eine Sehnsucht nach einer tiefen Lieben in mir, von deren Existenz ich bisher nur träumte?

Dinge, die ich tun kann:

  • Versuchen, durch aktive Bewusstheit, immer gegenwärtig zu entscheiden, ob ich dem logisch-rationalen Verstand oder der inneren Stimme oder Intuition vertrauen soll. Dieses ist eine gute Möglichkeit, einen erfüllten, individuellen Lebensweg zu finden (unsere eigenen Lebenswahrheit).

  • Man kann sich neu auf den Weg machen (auch mit Belastung). Sich selbst neu zu gebären, setzt nämlich meist Überwindungen und Selbstverleugnung voraus.

  • Man kann sich jetzt auch schon damit vertraut machen, dass wir einem "kollektiven Unterbewusstsein" verbunden sind. Es ist also nötig, dass wir lernen, in anderen Menschen eine Art Bruder oder Schwester zu sehen.

Affirmationen:

  • Ich lebe in der Realität und sehe klar.

  • Meine Sehnsucht ist eine Triebkraft in meinem Leben. Mein Mut führt zur Verwirklichung und räumt Blockaden aus.

  • Auch unter Beachtung meiner Vergangenheit ist der Weg die Zukunft frei und offen.

  • Meditation ist das Licht, das uns weiterhilft.

  • Meine Träume können Wegweiser für mein Leben sein.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Der Mond ist ein Reich der Magie, in dem wir Kraft brauchen, den Weg zurück zum Licht der rationalen
Welt zu finden. Die Kraft des Mondes erschließt Teile unseres Selbst, die normalerweise verborgen
bleiben, zumindest gegenüber dem „Ich – Bewusstsein“. Als mystische Karte werden wir in eine
heilige Realität, jenseits der gewöhnlichen Wahrnehmungen geführt.

 

Das astrologische Zeichen ist der Krebs, das Element das Wasser traditionell das Symbol für
Fruchtbarkeit und neues Leben. Der Krebs selbst steht auf einer frühen Stufe der Evolution scheint uns
sehr fremdartig. Aber gerade deshalb bringt er dem grundsätzlichen Unbewussten näher. Tiefe Ängste
können an die Oberfläche gebracht, aber auch in schier unlösbaren Griff festgehalten werden.

 

Der Mond ist die Karte des Mythos und der tiefgehenden Träumen die uns mit physischer Gewalt
ergreifen und deshalb jenseits rationalen Erklärung auf einer anderen Ebene sind. Unsere Alltagswelt hindert
uns daran, eine größere Welt zu erleben, die in uns und auch außerhalb von uns ist.

 

Bei dieser Karte können wir uns auch mit Platon, Hermes oder indischen Philosophen konfrontiert fühlen,
die uns etwa besagen, dass diese "unsere Welt" nur Illusion ist, bzw. wir nur Schatten der wirklichen Welt sehen.
Ebenso Mythen und Märchen die wie unwahre Erzählungen anmuten und doch Spiegelungen des Spirituellen sind.
Sie bringen uns einer Wahrheit nahe, die mit "normalen" Worten meist nicht ausgedrückt werden kann.

 

Der Mond ist individuell, nicht allgemein. Vielleicht sind, vom Mond ausgelöste Ängste, der ganzen Menschheit
gemeinsam, aber wir erleben sie individuell tief in uns selbst. Unter dem Einfluss des Mondes finden wir uns bei
extremen Situationen, in einem sonderbar geistigen Zustand und von den normalen Erfahrungen
abgeschnitten. Trotzdem ist auch diese Erfahrung wahr. Man irrt sich, wenn man die alltägliche Welt
für wirklich hält. Das Universum (und die eigene Seele) ist oft viel befremdlicher als wir annehmen.

 

Dies ist das zweite Bild, das keine menschliche Gestalt aufweist. Wahrscheinlich weil die Seelenqualität,
um die es beim Mond geht gestaltlos ist ...

 

Durch den Krebs, der das Embryonale in allen Aspekten Verkörpert, gehen wir vom Ursprung aus.
Hund und Wolf zeigen, wie ursprüngliche, animalische Triebkräfte des Unbewussten, dem menschlich
Willen unterstellt werden, sobald dieser "den Pfad" beschritt hat. Beide Tiere heulen den Mond an, der damit
auch zum Symbol der Göttin Hekate wird und oft auch dreiköpfig dargestellt wird (Selene, Diana, Hekate).
Die verschiedenen Ebenen und Wirklichkeiten lassen sich ebenso daraus ableiten. Dass man beispielsweise
geträumt hat, weiß man erst nach dem Erwachen (in einer anderen Realität).

 

Symbole und Elemente des Astralen können der Schatten und jede Spiegelung sein, also Reflexion.
Der Schatten kann das Ausmaß der Dinge verzerren (vergrößern, verkleinern). Der Spiegel zeigt seitenverkehrt.
So sind also auch hier die Gefahren aufgezeigt die darin liegen, dass ein Mensch sich nur in Tagträumen
oder Spekulationen oder auch durch Drogen (chemisch oder meditativ) im "Urgrund" verliert.

 

Natürlich gibt es auch hier einen gangbaren Mittelweg. Wenn wir lernen, die Sprache des Traumes zu
verstehen und nutzbringend auf unser Leben zu übertragen. Ebenso wie das Hineingehen in die eigenen Tiefen
(zuerst unter guter Anleitung). Die Türme auf dem Bild ragen nämlich hoch in die Landschaft und erklären damit,
dass die Polarität im Astralen nicht aufgehoben ist, sondern auf seine ungewohnte Weise in Erscheinung treten kann.

 

Die Karte des Mondes bedeutet jedoch nichts Negatives, sondern zeigt uns nur die andere Seite der Dinge,
der Menschen, die andere Seite von uns selbst. Letztlich werden wir nicht umhinkommen,
auch diese Seite anzuschauen und uns damit auseinander zu setzen.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Die Mondkarte führt uns in die Tiefe der Gefühlswelt und damit auch zu der Märchenwelt
unserer Phantasien, Sehnsüchte, Träumereien, aber auch zu diffusen Ängsten, Alpträumen und Phobien.
Ihre lichte Seite ist damit das belebte Gefühlsleben, Sentimentalität, bildhaftes Denken, Träume und alle in
uns lebende Märchenfiguren. Der Weg, den die Karte zeigt, ist der Ausgang ins Ungewisse, weil jede
eise in die Tiefe unserer Gefühlswelt ein Abenteuer ohne Kompaß ist.

 

Auch die Scheren des Krebses sind der Mondsichel ähnlich. Die unberechenbare Gehrichtung
steht für die Konzeptionslosigkeit dieser Reise; das stille Wasser auch für tiefe Abgründe. Wolf und Hund
sind die animalischen Instinkte und Reaktionen. Diese Instinkte dürfen, auch wenn sie uns bedrohen sollten,
nicht bekämpft, nicht getötet, sondern müssen überlistet werden.

 

Der Wanderer, der diesen Weg beschreitet, wird all den guten Feen, aber auch den Ungeheuern begegnen,
von denen die Fabeln und Legenden berichten. Das Märchenhafte an dieser Reise ist aber,
dass sie immer weiter geht - bis ans Ende der Welt.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Der Mond zeigt eine Zeit intensiver Imagination an. Dies können Phantasien, Träume, Hoffnungen,
Ängste sein. Vielleicht sollte diese Kraft auch in Kreativität umgesetzt werden. Dann ist der Mond ein
Energieschub, jedoch chaotisch oder schwierig zu steuern. Wir müssen in dieser Phase die Gefühle,
Phantasien und Ängste auf uns zukommen lassen. Wir müssen uns hineinbegeben.
Aber dies muss nicht unbedingt eine furchterregende Erfahrung sein.

 

Der Mond repräsentiert Intuition und das was das Unbewusste erleuchtet. Dieses Unbewusste
spricht in Symbolen. Um davon zu profitieren, muss man lernen, diese Symbole zu deuten,
sonst können wir in die Falle der Selbsttäuschung geraten.

 

Stichworte:

  • Hindernisse aus der Vergangenheit, die offensichtlich den Fortschritt bremsen, müssen überwunden und ausgeglichen werden, bis sie weniger werden und schließlich verschwinden.

  • Meditation kann ein Gegengewicht zur Verführung durch äußere, nicht kontrollierbare Einflüsse sein.

  • In seiner negativen Bedeutung kann das Seelenleben von Träumereien und Drogen zerstörerisch beeinflußt werden.

  • Zeiten belebter Phantasie, starker Träume, Sehnsucht märchenhafter Erlebnisse, Ängste und Phobien.

  • Gefahr von außen

  • Illusionäre Situation

  • Ausdruck von Gefühlen

  • Ein gelöstes Geheimnis

Partnerschaftsfragen:

  • Suchen und evtl. auch Finden des "Seelenpartners".

  • Suche nach dem Urgrund des Partners (auch um sich selbst zu finden).

  • "Märchenhafte" oder ungewöhnliche Partnerschaft. Die "normale" Rollenverteilung ist außer Kraft gesetzt in beiderseitigen Einvernehmen.

  • Aufgrund seelischer Ursachen sind Differenzen zum Thema Sexualität vorhanden und belasten die Verbindung.

 

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 XIX. Die SONNE

 

Diese Karte führt uns in das bewusste Erleben von Glück.

 

Intuitive Seite:

 

Endlich sehen wir das Licht am Ende des Tunnels: Die "Glückssträhne" ist da. Keine Dunkelheit mehr,
kein Kummer, kein Leid Es ist geschafft! Nie mehr unglücklich sein!

 

Das ist wunderbar, das ist schön! Aber ist es auch so einfach. Bist du sicher, dass du ungeteiltes Glück
auch verkraften kannst. Vom Glück geht nämlich eine ungeheure Kraft aus, - es ist eigentlich die Kraft in
eigener Person. Alles kann damit weggebrannt werden was negativ und dunkel ist. Doch es ist wie in der
"äußeren Natur": Licht ohne Schatten, Tag ohne Nacht, war eine verderbliche Angelegenheit. Die Pflanzen
würden verdorren Wasser eintrocknen, das Leben auf unserer Erde würde insgesamt stagnieren. Aber
das Glück ist trotzdem eine Sache, die wir anstreben sollen. Es ist das Licht zu dem wir uns hinwende
müssen. Es ist unser Ziel und doch, auch hier dürfen wir gewisse Gesetzmäßigkeiten nicht vergessen.

 

Sich dieser Licht-Sonne (bzw. dem Glück) zu nähern, verlangt Anpassung und zwar eine Anpassung an
die Gesetze des Lebens hier auf der Erde. Man muss selbst sehr viel Kraft in sich entwickelt haben, um dieser
äußeren Kraft standzuhalten. Man muss selbst sonnigen Gemüts sein, um die Glücks-Sonne zu
ertragen und Nutzen daraus ziehen zu können.

 

Die Polarität heißt in diesem Fall nicht: "Wie oben, so unten" sondern "Wie innen, so außen".

 

Je mehr wir in uns selbst die Licht-Sonnen Kraft der Liebe entwickeln können, um so mehr wird
sich die äußere Licht-Sonnen Liebe in unserem Leben manifestieren können.

 

Und trotzdem ist das Glück auch eine relative Sache. Für viel Menschen bedeutet, "Glück zu haben",
einfach, sich endlich ausruhen zu können, nichts mehr zu tun, anderen die Mühsal zu überlassen, nicht
mehr kämpfen zu müssen. Aber grenzt das nicht schon an Resignation? Was ist das für ein Leben,
wo ich mich nur noch bedienen und berieseln lasse? Wozu lebe ich dann überhaupt?

 

Dann gibt es aber auch Menschen, die trotz (nach außen hin) vermeintlichen Leides, glücklich und
zufrieden sind. Trotz eigener Schwierigkeiten oder unangenehmer Umgebung, tragen sie eine Licht-Liebe in
sich, die oft genug unverständlich erscheint. Diese Menschen sind durchwärmt von außen und innen.

 

Man sollte sich in diesem Zusammenhang auch klarmachen, welch Freiheit wir auf der Erde genießen.
Die Sonne ist das lebensspendende Element unserer Existenz hier auf Erden. Nichts - absolut nichts, würde
in der Form existieren wie es heute möglich ist, gäbe es die Sonne als wärmenden Planeten nicht. Ihr ist egal
was wir hier anstellen und ob wir unsere eigene Heimat in die Luft jagen. Ihr ist es vollkommen gleichgültig
welche Sünden wir begehen und warum. Aber sie stellt uns die Lebensenergie zur Verfügung. Es liegt
an uns alleine, wie, wo und zu welchem Zweck wir die Energie verwenden.
Es liegt an uns, wie, wo und zu welchem Zweck wir uns öffnen.

 

Jeder ist dazu aufgefordert, durch die Arbeit an sich selbst, die Kanäle zu öffnen,
die es der Licht-Liebe möglich machen, die gebärende, belebende Kraft zu entfalten.

 

Wir müssen den Anfang machen zum Glücklichsein. Immer ist die Sonne da, nur wenden wir uns
meist dem Schatten zu und glauben dieses Schatten-Spiegelbild sei das Dasein. Warum wenden wir uns also
nicht um und beschreiten den lichtvollen Weg und lassen die Schatten der Vergangenheit hinter uns?

 

Auch wenn der Vergleich etwas eigenartig klingen mag, mit der Kraft, die wir Gott nennen, ist es genauso.
Eigentlich ist sie immer da und für uns existent. Wir sind nicht verlassen, auch wenn wir das manchmal glauben
mögen, weil wir die Freiheit haben uns der Liebe zuzuwenden oder nicht. Wir haben den Weg zu beschreiten und
jeder Impuls hat vom Menschen selbst auszugehen wenn er sich dieser Gott-Kraft-Liebe nähern will und wenn dies
sein wirklicher Wille ist, wird es ihn auch bereichern und beglücken. Jeder von uns hat die gleiche Chance.

 

Es gibt keine Gewinner und Verlierer. Jeder kämpft für sich selbst. Doch wenn du die Liebe gefunden hast,
kannst du sie mit allen teilen und anderen Menschen auch Mut machen, ihnen das Licht bringen, damit das Glück
schon ein kleiner Vorgeschmack ist, für das was noch kommen kann, an lebendigem, fruchtbare liebenden Dasein.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Fordere ich Opfer von anderen, die mir nicht zustehen?

  • Mangelt es mir an gesellschaftlicher Verantwortung?

  • Liebe ich mich selbst?

  • Liebe ich "Das Kind" in mir und kann ich ihm „gefahrlos“ begegnen?

  • Habe ich mein Bedürfnis nach Liebe bisher nicht ernst genommen oder gar unterdrückt?

Dinge, die ich tun kann:

  • Für eine gewisse (maßvolle) Zeit kann das Leben genommen und genossen werden wie es kommt, ist und auch wieder geht

  • Das "innere Kind" suchen und ihm die Liebe zukommen lasser die ich mir von anderen wünsche.

  • Das Glück steht mir zu und auch die Kraft und deswegen darf ich mich dieser Energie öffnen. Denke darüber nach!

Affirmationen:

  • Ich empfinde Achtung vor mir selbst und liebe mein Leben

  • Meine Welt ist innen und außen Ordnung.

  • Ich kann genießen. Alles und in jeder Hinsicht!

Esoterische Erklärungsweise:

 

Die Sonne ist das Zentrum unseres physikalischen Sonnensystems. Aber sie ist auch Ursprung und Licht
dieses Lebens, so wie ein Kind auch den Anfang unseres wahren Selbstbewusstseins darstellt. Hier trifft
nun der bewusste Wille auf das Unbewusste und eignet sich dieses Wissen an. Deshalb verkörpert
ein Kind auch die Zukunft. Seine Wurzel liegt in der Vergangenheit, es lebt in der Gegenwart
und trägt die Zukunft des individuellen Bewusstseins in sich.

 

Das Jahr ist ein Sonnenzyklus, der sich aus der Bewegung der Erde und der Sonne ergibt. Auf diese
Weise wird die Sonne zur Energiequelle im Zentrum unserer Existenz. Man kann die Sonne auch mit Gott
assoziieren. Von der Sonne (Gott) erhalten wir das Geschenk des Lebens. Für "Licht" muss man nämlich
nicht arbeitet und so erkennen wir hier nicht nur die Macht, sondern auch die Liebe.

 

Der zuständige Planet für diesen Trumpf ist die Sonne. Astrologisch regiert sie den Kopf und betätigt
sich in diesem Sinne als Zentrum der Persönlichkeit, die vom rationalen Verstand (Kopf) aus unserem Leben
steuert. Da im Tarot allerdings "der Mond' vor "der Sonne" kommt, bedeutet dies, dass wir erst die
gefühlsmäßigen Aspekte unseres Selbst erkennen müssen, ehe wir beginnen unser Leben zu steuern.

 

Im Vergleich zum Mond ist die Sonne konstanter (kein rhythmisches schrumpfen und Wachsen,
nur große Grundzyklen wie Tag und Nacht, Sommer und Winter).

 

Das der Sonne zugehörige Element ist das Feuer. Bei zu starker Energie kann vieles zerstört
und verbrannt werden. Auch hier muss ein Mittelweg gefunden werden.

 

So wie der Mond das Frauliche symbolisiert, finden wir hier bei der Sonne den Mann als Symbol.

 

Der Mensch ist nun sich selbst bewusst geworden und agiert in einem "sinnlichen" Lebensraum.
Wenn der Mensch "bewusster" wird, wird er auch zur Persönlichkeit. Der Mensch ist sich, bei dieser
Karte, der vielfältigen elementaren Kräfte in ihm und außerhalb seiner Selbst bewusst geworden.
Ohne Hilfsmittel kann er das Tier (Pferd) nach seinem Willen lenken.

 

Ein Merkmal des bewusst lebenden Menschen ist auch seine Fähigkeil zur Kommunikation,
wobei es aber darauf ankommt andere Grenzen zu respektieren und eigene zu wahren.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Die Sonne ist die sich ständig verausgabende Kraft, deren Licht und Wärme unsere Erde lebendig werden lässt.


Sie steht für unseren Lebenswillen, unsere Lebendigkeit, Lebensmut und Zuversicht. Die Lebensenergie
besitzt verjüngende Kraft. Das Kind ist das Symbol für ein neues, unschuldiges Leben. Es reitet mit dem
roten Tuch der Lebenskraft auf dem Pferd (Träger der Elemente).

 

Mit der Einfachheit eines Kindes, dem Leben zu begegnen, ist der Anfang eines Entwicklungsweges,
aber auch der Ausdruck innere Reife am Lebensende gegeben.

 

Das Lebensproblem ist nicht ein Problem das gelöst werden muss sondern es muss in seiner Wirklichkeit
erfahren werden. (Man muss sich z.B. auch ins Wasser begeben, wenn man wirklich erfahre will, was es ist.)

 

Das Licht vertreibt die täuschenden Schatten des Mondes und bringt Klarheit. Es ist das klare Bewusstsein des
Geistes. So kann man zur "Vollkommenheit" aufsteigen und zur Einheit, behält dabei aber seine Individualität.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Traditionell ist die Aussage Freude und Einfachheit. Nach Zeiten des Kummers ist hier eine Entspannungsphase.
Der Entsprechende hat eine schwierige Zeit hinter sich und es kommt nun eine Phase der Energie im Leben.

 

Man sollte sich um eine einfacherer Einstellung zum Leben bemühen, das Problem bei der Wurzel packen und klare
Entscheidungen treffen. Auch rationelles Handeln ist angeraten. Die Sonne bringt Selbstvertrauen und die sexuelle
Energie der Betroffenen steht zur Diskussion. Hier kann die Sexualität Freude aber auch Schmerzen bringen.

 

Stichworte:

  • Der nun erwachte Geist ist frei von Beschränkungen durch veraltete Strukturen. Durch bewusstes Leben werden wir angespornt zu höheren Idealen und Handlungen.

  • Inneres Licht und innere Welt

  • Die Sonnenseite des Lebens genießen.

  • Optimistische, tatkräftige, aktive Phase

  • Sich des Lebens freuen, das Leben bejahen, sich jung fühlen und ausleben.

  • Gelungene Leistung, Hingabe, Wärme

  • Materielles Glück, das entsteht, weil man die einfach» Dinge des Lebens zu schätzen weiß.

  • Die Aufmerksamkeit wendet sich von der physischen zur mentalen Ebene.

Partnerschaftsfragen:

  • Im Augenblick "stimmt einfach alles"!

  • Die jetzige Zeit für gemeinsame Unternehmungen nutzen und genießen.

  • Dem Bedürfnis nach - Liebe - kann z. Zt. voll nachgegeben werden.

 

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 XX. Das GERICHT

 

Diese Karte macht uns mit den Möglichkeiten des Karmas vertraut

 

Intuitive Seite:

 

Eigentlich hast du es ja schon immer gewusst, da ist noch etwas anderes als wir mit unseren körperlichen
Sinnen erkennen können. Das Leben ist mehr als Arbeiten, Geldverdienen, Hetzen, Rennen Schlafen und dann
geht es wieder von vorne los. Und auch die Liebe ist anders als wir sie gemeinhin betreiben.

 

Doch jetzt kommt eine wesentliche Frage. Obwohl du das vielleicht schon lange gewusst hast, - hast du
auch danach gelebt? Ist dieses Wissen oder diese Ahnung angewendet worden und hast du dich
dadurch etwas loslösen können von der irdischen Materie?

 

Du bist hier auf die Erde gekommen, um die Seele zu vervollständigen und deinen Geist bewusst
zu machen (deiner bewusst zu werden). Als Hilfsmittel wurde dir der physische Körper gegeben damit
durch diese Abgrenzung als Individuum mehr über die Liebe erfahren kann. Denn erst wenn man
getrennt ist, erfährt man die Sehnsucht nach der Einheit besonders deutlich.

 

Deswegen müssen wir diese Erde hier, unser Leben und unsere Körper dazu benutzen, mehr über das
Bewusstsein und die Freiheit "der Seele" zu erfahren. Deshalb ist es auch notwendig die Materie zu achten,
dieses wunderbare Werkzeug und Hilfsmittel aber keinesfalls dürfen wir uns davon abhängig machen. Die Materie
darf nicht zum Inhalt aller Handlungen werden, weil wir diese Werkzeuge irgendwann wieder zurückgeben müssen.

 

Dann werden wir erklären, was wir damit gemacht haben und wie es uns ergangen ist. Dabei geht
es nicht um Belohnung oder Strafe sondern die offene und ehrliche Selbstbeurteilung. Dies ist eine Abrechnung
vor der wir uns nicht verschließen können. Niemand straft uns und niemand lobt uns, - wir selbst, jeder für sich"
werden erkennen wie wir unser Leben gelebt haben und danach richtet sich der weitere Weg.
(Man kann allerdings auch schon zu Lebzeiten daran arbeiten.)

 

Es ist dann ein Augenblick wo Freiheit und Ruhe eintreten können Nichts engt mehr ein, weil die Ketten
gesprengt sind, die uns so Ins Fleisch geschnitten haben. Diese Zeit der Wahrheit ist auch eine Zeit der
Erlösung und Loslösung und für eine kurze Weile sind wir "dem Himmel" nah. Man bekommt
einen Vorgeschmack von dem was da ist und ewig sein wird".

 

Aber um dies jetzt schon wirklich erfahren zu können, müssen wir uns vertraut machen mit den Süchten,
die unser gesamtes Leben umgeben. Sie umgeben uns, - keiner verlangt, dass man sie einverleibt. Dabei geht es
nicht nur um stoffliche Süchte sondern einfach um alles, das wir nicht lassen können. Die Zeit ist jetzt da, uns zu
befreien (liebevoll). Alles was uns anbindet hat eine gewisse Unfreiheit zur Folge und lässt die innere (göttliche)
Stimme verstummen, überdeckt sie mit Dingen, die nichtiger zu sein scheinen, als das eigene Selbst.

 

Jeder von uns ist in irgendeiner Form süchtig. Dabei spielt es, keine Rolle ob das die Sucht nach Anerkennung,
Liebe, Materiellem, nach Geborgenheit, Kommunikation, Ansehen, Macht oder auch Opferbereitschaft ist.
In jedem Fall sind wir nicht frei.

 

Freiheit bedeutet nicht unbedingt Chaos. Wirkliche Freiheit ist die Form, sich so auszudrücken,
zu leben, zu lieben wie man selbst ist . Das geschieht im idealen Fall niemals auf Kosten anderer. Nur, die
Umwelt einer solchen wirklich freien Person findet dies meist bedrohlich und weil so viele Menschen
unfrei sind, macht ihnen das Angst oder sie verstehen es nicht.

 

Lass dich nicht in eine materielle Form pressen (auch nicht von deinem vermeintlichen Selbst), sondern
steh auf und wende dich dem Licht entgegen. Hör den Ruf der (inneren) Stimme, damit du dir deiner Kraft
bewusst wirst. Jeder Mensch hat diese innere Kraft der Freiheit zur Verfügung und wenn er sie anwendet,
wird er sich, die Schöpfung und andere besser verstehen.

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Kann ich in meinem Inneren fühlen, dass ich von nichts und niemand abhängig zu sein brauche und durchaus in der Lage bin, meinen Weg aus eigener Kraft zu gehen?

  • Weiß ich, dass mein Leben vor mir liegt und gehe furchtlos und voller Mut voran?

  • Habe ich die Gegensätze, denen ich ständig in vielerlei Form begegne vereint oder gespalten?

  • Bin ich lernbereit im Sinne einer zukünftigen Wandlung und bereit, auch dafür Opfer zu bringen?

  • Kann ich akzeptieren, dass ich ein "multidimensionales“ Wesen bin?

Dinge, die ich tun kann:

  • "Suchtarbeit" betreiben! Mich mit meinen Süchten identifizieren und sie dann nach dem erkennen (anerkenne) transformieren und auflösen. Dies muss Schicht um Schicht geschehen.

  • Mich einer Neuorientierung im Leben stellen. Da dies aber hauptsächlich auf geistiger Ebene erfolgt, muss ich aus der Vergangenheit lernen, damit die Zukunft anders wird.

  • Da alles im Leben eine Sache der Schwingung bzw. der Strahlung ist, kann ich mit gedanklicher Hinwendung zum Licht versuchen, die Lebensenergien meiner Umgebung wahrzunehmen. Infolge dieser "neuen" Art der Wahrnehmung wird sich die Lebensenergie von uns selbst verändern. (Meditation der "durchscheinenden Präsenz".)

Affirmationen:

  • Ich treffe zur richtigen Zeit die richtigen Menschen.

  • Ich bin in der Lage, das Für und Wider in meinem Lebe offen zu beurteilen.

  • Ich bin und gebe mich und anderen frei. Jeder soll seinen Weg gehen wie es richtig für ihn ist.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Das Gericht ist das Ergebnis am Ende eines Prozesses. Dieser Begriff ist allerdings etwas irreführend,
da wir immer aufs Neue das Ende eines Prozesses erfahren. Es ist eine momentane Wendung nach
innen im Rückblick, bevor etwas völlig Neues beginnt.

 

Das Gericht erklärt, ob man, der jeweiligen Entwicklungsstufe entsprechend, in unbewältigte,
unbewusste Inhalte verstrickt ist oder nicht. Beides sind (zeitlich bedingte) Zustände des Bewusstseins als
Ergebnis der Selbstprüfung. Dies betrifft auch Grundaussagen des Christentums ("Erlösung" oder "Verdammnis").
Es scheint kompliziert, ist jedoch im Prinzip einfach. Der Geist steigt durch die Seele in die Materie ab. Er bleibt
dort jedoch nicht inaktiv, sondern hebt die Welt der Materie auf eine höhere Ebene. Hat sich die Seele durch
ihre Erfahrung wieder befreit (einschl. des Leidens), so besitzt sie nun größeres Verständnis (Bewusstsein).

 

Das Gericht behandelt, als "Oktave" des Todes, das Thema der Zeit. Auch hier "stirbt" etwas Beschränktes
und Abgenutztes Jedoch sind es hier nicht die engen Grenzen der Persönlichkeit sondern es ist eine ganze
"Weltansicht". Diese Karte geht übt den Tod hinaus zur Wiedergeburt (auch im weitesten Sinne).
Das Eintreten in der Zeit ist nun eine Art Evolution, eine erweitert Realität.

 

Der zuständige Planet ist der Pluto. Er bedeutet Zerstörung aber auch Regeneration.
Das zugehörige Element ist das Feuer.

 

Der Mensch ist zusammengesetzt aus den Elementen der Vergangenheit. Das ist der Ausgangspunkt mit
dem gearbeitet wird. Dies nennt man Karma. Karma bedeutet, dass der Mensch durch seine Erfahrungen und
Taten die Möglichkeit hat, sich in seinem Leben weiterzuentwickeln, so dass mit jeder "Mischung" seine Elemente
reichhaltiger und feiner werden und dass die daraus hervorgehende "Auferstehung" auf eine bessere Stufe erfolgen
kann. Egal welche Ebene dies auch sein mag. Wir finden in dieser Karte auch die "Erlösung". Dieser Aspekt deutet
auf ungemein tiefgehende Erfahrungen hin. Sie reichen von der Hoffnung, die plötzlich aus tiefer Verzweiflung
erwächst, bis hin zur befreienden Entfaltung des bislang verkannten oder verschütteten Selbst.
Es ist in Mythen und Märchen der Abschluß, - der lebensspendende Kuß.
Oder in christlich-religiöser Sicht auch das Leben Jesu, - das Christusbewusstsein.

 

Zusammengefasste Botschaft:

 

Der Engel auf Bild XX stößt kraftvoll in seine Trompete und der schallende Klang hat offenbar
die Menschen aufgeweckt, die in beinernen Sarkophagen lagen. Die Menschen verlassen den Sarkophag
nicht, sondern stehen darin. Das gibt den Anschein, als würden Boote (= Materie = Quader form) auf dem
Wasser schwimmen. In diesem Urwasser wird die Materie (Sarkophag), zum schützenden Boot, das uns trägt,
und uns davor bewahrt, den Boden unter den Füßen zu verlieren und in der Tiefe des Wassers zu ertrinken.
Das Boot (Materie) trägt uns zum Ziel. Bei näherer Überlegung wird man also erkennen, dass die Materie
kein Gefängnis oder Beschränkung ist und der Mensch an sie gefesselt wird, sondern sie gibt
Schutz und Geborgenheit und ist Träger unserer Seele und Individualität.

 

Der Engel hat auch die Aufgabe, diese göttliche Botschaft zu verkünden. Ton ist Vibration und
Schwingung. Unter diesem Aspekt wird der Ton der Trompete zur göttlichen Energie. In Mythen und Märchen
ist dies immer der eigentliche Höhepunkt: Das Erreichen des Ziels, für das der Held so lange gekämpft hat
und viele Prüfungen bestehen musste. Es ist die Hebung des Schatzes, die Erlösung des Gefangenen ...

 

Dies ist der Ausdruck des höchsten Zustandes des persönlichen Bewusstseins. Man muss alle
Zyklen des Lebens erfahren, um schließlich triumphierend zum ewigen Leben und zum
Verschmelzen mit dem Ursprung aufzusteigen.

 

Divinatorische Bedeutung:

 

Das Gericht ist eine kraftvolle Karte. Sie besagt, dies sei die Zeit der Änderung. Derjenige,
bei dem das Gericht erscheint, wird in einer neuen Situation "wiedergeboren". Damit kann eine wirkliche
Veränderung der Lebensumstände gemeint sein (Arbeitsplatz, Umzug, Beziehungen usw.). Häufig ist
eine neue Situation auch psychologischer Natur, eine neue Art das Leben zu sehen.

 

Die Wiedergeburt kann natürlich auch eine schmerzhafte Phase notwendig machen. Man hat dann oft
das Gefühl, dass nichts mehr klappt. Dennoch steht Optimismus an. Veränderungen kommen hier
nicht allmählich, sondern sehr spontan.

 

Psychologisch (geistig) steht man bereits im neuen Leben (der neuen Situation).

 

Stichworte:

  • Aus trüber Phase, aus Hoffnungslosigkeit vom Warten erlöst werden.

  • Eine Phase des Auflebens und Aufblühens.

  • Erfolg trotz Schwierigkeiten, die einen Richtungswechsel erzwingen.

  • Positions- und Glaubenswechsel.

  • Das Werk der Verwandlung muss zu Ende geführt werden.

  • Entscheidungen sind verlangt, die bestehende Beziehung zerstören.

  • Ursache und Wirkung.

  • Ernten, was man gesät hat.

  • Eine neue Chance.

  • Spiritueller Fortschritt.

  • Ausgleich einer karmischen Verpflichtung.

Partnerschaftsfragen:

  • Bei dieser Karte geht es darum, alles was z. Zt. in dieser Partnerschaft geschieht anzunehmen und den tieferen Sinn darin zu erkennen. Auch in der Bedeutung, dass wir alle einen gemeinsamen Weg haben.

  • Man soll auch auf tolerante Art und Weise dem Partner ggf. den "geistigen" Weg ermöglichen.

  • Bei reifen und/oder alleinstehenden Menschen kann sich eine geistig-reine Beziehung ankündigen, der viel Gemeinsamkeit zugrunde liegt.

 

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XXI. Die WELT

 

Diese Karte zeigt uns die Harmonie und Vollendung unserer Existenz

 

Intuitive Seite:

 

"Das Auge ist das Spiegelbild der Seele", so heißt es. Aber steht auch geschrieben:
"Selig die nicht sehen und doch glauben oder "Wer Augen zum Sehen hat, der sehe".

 

Was ist das für ein Symbol "das Auge"? Wenn wir einen Umstand erkennen, werden uns sprichwörtlich
"die Augen geöffnet". Befinden wir uns in einer wallenden Gemütsbewegung, so ist dieses Organ sogar in
der Lage, Emotionen bzw. Gefühle sichtbar zum Ausdruck zu bringen. Man weint und dieser salzige Wassertropf
hat fast die gleiche Form wie das Auge. Das Auge hat äußerlich nahezu eine Kugelform, die sich im Inneren durch
die Iris fortsetzt. Man besitzt allerdings auch noch ein "drittes Auge ein Energiezentrum auf der Mitte unserer Stirn.
Jedes Auge für sich ist eine abgeschlossene Einheit und doch besitzen wir zwei dieser Organe bzw. drei davon.
Es ergeben sich dadurch unendlich viele Möglichkeiten der Wahrnehmung und der Kombination des Verstehens.
Schauen wir also nochmals in den Spiegel, beobachten wir unsere Augen und versuchen uns in diesem
Zentrum wiederzufinden. Noch bewusster als bisher, sollten wir auch in den Augen unser Mitmenschen,
deren und unsere Wahrheit erkennen. Es ist ein Tor ein Fixationspunkt, eine Öffnung zum Universum.

 

So wie man mit dem Auge nach außen sehen kann, so kann man auch nach innen sehen. Die gesamte Einheit
ist dadurch erkennbar, das Zentrum deines Selbstes. Alles liegt in uns verborgen und wenn wir uns nur einen Spalt
öffnen, können wir die Wahrheit erkennen, den Stand der Dinge. Die Anerkennung der Vollkommenheit unserer
Schöpfung lässt nun, da wir zu "sehen" gelernt haben, ein genaue Standortbestimmung zu und das ist der
Zeitpunkt, den wir innerlich feiernd und jubelnd begehen können. Zu wissen wo wir sind,
lässt uns endlich den Weg finden, den wir begehen wollen.

 

Dies ist der Zeitpunkt wo du klar siehst, was dich, deine Lebendigkeit und dein Leben betrifft.
Du hast alle Möglichkeiten in dir, du kannst alles erreichen und verlierst nichts dabei.

 

Du hast dich selbst gefunden und das ist das "Höchste" was dir in dieser Existenz geschehen kann. Aber es
ist ja nicht einfach geschehen, sondern es war meist viel Leid, Arbeit und Schmerz nötig, die Verkrustungen
aufzubrechen und sich selbst zu gebären und so wie du dich durch die Arbeit an dir selbst gebären kannst,
genauso wirst du dich später für ein neues Leben selbst zeugen können.

 

Alle Möglichkeiten sind vorhanden und es kann fröhlich ein neues Spiel begonnen werden, das uns
auf unserem Weg noch weiterführt, immer mehr zur Einheit hin, - immer mehr zum lebendigen Leben zu
unseren Wurzeln, unserem Ursprung zurück. Und doch ist es kein rückwärtsgehen, sondern ein Vorwärtsschreiten
und so nähern wir uins von zwei Seiten "der Einheit". Weil es dabei kein Anfang und kein Ende gibt.

 

Sind wir in unserem Leben also in einer Situation, wo wir nach langen Kämpfen endlich das angestrebte
Ziel erreicht haben, dann sollten wir auch voller Freude nach unten schauen können, weil wir nun wissen "wie
es gemacht wird" und was alles möglich ist. Der Sieg gehört dir allein, aber im stetigen Wandel wirst du bald
wieder neue Herausforderungen finden, deren Ziel genauso lohnend ist.

 

Es macht Freude ein lebendiger Teil, der sich immer wieder erneuernden Schöpfung zu sein.
Das ist auch die Freiheit, die wir unser Eigen nennen dürfen.

 

Wir dürfen mit uns spielen, - ein Leben lang!

 

Fragen, die ich mir stellen kann:

  • Ist die "Realität" meine einzige Religion oder bin ich in der Lage durch Beschäftigung mit Mythen und Mysterien, ein Lücke zu schließen, die den Weg für die Zukunft öffnen könnte?

  • Kann ich, nach inzwischen erlangter äußerer und innerer Unabhängigkeit, das zuvor Erlernte in der Welt und für die Welt einsetzen?

  • Da ich nun Liebe empfangen und auch geben kann, leben will und leben kann, meine Gefühle tief und reich sind, kann ich da wirklich verzeihen und krasse Gegensätze vereinen?

Dinge, die ich tun kann:

  • Wenn ich auch wirklich an meinem Ziel bin, so muss ich doch zur rechten Zeit den Weltenkranz durchschneiden, ihn sprengen und mit all meinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Chancen, erneut den Weg beschreiten. Keinesfalls darf ich im "Glück" erstarren, sondern die Lebendigkeit muss einen neuen Ausdruck bekommen.

Affirmationen:

  • Ich bin voller Liebe und deswegen perfekt. Das ist selbstverständlich.

  • Ich fühle mich sicher und geborgen und habe sehr viel Energie.

  • Meine Ausdrucksmöglichkeiten sind vielfältig. In Verbindung mit befreiten Emotionen bringt mich das noch weiter.

  • Innere Widersprüche lasse ich zu und löse sie auf.

Esoterische Erklärungsweise:

 

Die Welt" steht für ein umfassendes Bewusstsein, bei dem wir über alle Formen und Begrenzungen
des materiellen Universums hinausgehen,